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Veröffentlicht am 08.08.2025

Abschreckend schwierig zu lesen

Huuu-Berta - Ein kleines Gespenst zum Geburtstag
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Huuu-Berta, das kleinste alle Gespenster im Gruselkindergarten, lernt den Menschenjungen Ben kennen. Der wird gemein in der Schule geärgert und da hat das Gespenstermädchen eben ausgeholfen. Eigentlich ...

Huuu-Berta, das kleinste alle Gespenster im Gruselkindergarten, lernt den Menschenjungen Ben kennen. Der wird gemein in der Schule geärgert und da hat das Gespenstermädchen eben ausgeholfen. Eigentlich soll sie Menschen erschrecken und dadurch endlich wachsen, aber sie mag das Erschrecken nicht, also half sie Ben und wurde sogar zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen. Sie beide haben eins gemeinsam: Auch Huuu-Berta wird von ihren Gruselkindergartenkindern geärgert und könnte einen Freund vertragen. Denn der einzige Freund, den Huuu-Bertra bisher hat, ist eine Fledermaus und das ist eigentlich streng verboten, genau wie die Freundschaft zu Menschenkind Ben. Auf der nächtlichen Geburtstagsfeier, obwohl Ben eigentlich 4 Uhr nachmittags gemeint hatte, werden alle auf eine abenteuerliche, rätselhafte Schatzsuche geschickt. Die Leser nehmen sie dahin mit und wir begleiten die Freunde dabei, wie sie über sich hinauswachsen.

Die Erzählweise ist sprachwitzig, die Figuren ganz niedlich, vor Allem das Gespenstermädchen. Huuu-go als Figur finde ich unpassend - Ein Baby, ohne Eltern finde ich zu traurig für Kinderbuchinhalte. Es reicht, wenn Walt Disney dieses Anfangsszenario bedient.
Auch schwierig finde ich die ständig wechselne Erzählperspektive und sogar das Den-Leser-ansprechen. Hier könnte wenigstens ein Schriftartwechsel darauf aufmerksam machen und abhelfen. An sich wirkt die Erzählstruktur eher einfallslos, man kann Kindern schon auch verwobenere Handlungsstränge zutrauen. Das passiert hier eher nicht. Es existieren keine Übergänge: Jemand stolpert und "huch!" - eine Schatzkiste. Sie können nicht richtig erkennen und "huch!" - ein neuer Freund. Das ist sehr vorhersehbar und langweilig. Spannung bekommt der Leser erst sehr spät, wenn man von Spannung sprechen kann, denn die Einfachheit bleibt bestehen. Ganz im Gegensatz zum Leselevel: Das Buch ist sehr anspruchsvoll geschrieben und für Erstleser, der 1. oder 2. Klasse nicht geeignet ist. Es ist ein Vorlesebuch, dass muss man wissen, was im Grunde nichts Schlechtes ist.

Auch gefallen mir die Bilder nicht. Hier fehlen mir einfach Details. Warum ist in einem Kuchen ein schwarzes Loch und kein kuchiges? Auch sind die Briefe nicht gut gemacht. Die Bilder in dem Brief sind einmal zum selbst ausfüllen und dann wieder einfach nur als Bild ohne Bedeutung. Das ist verwirrend und irritierend für Kinder. Auch sollten die Bilder identisch sein. Das Bild eines Zettels ist, meiner Meinung nach, mal als "Brief" und dann als "Nachricht" übersetzt worden. Inhaltlich wäre es schöner und kreativer, würden die Buchstaben und Bilder einfach als eine Art Schriftgeist-Projektion in der Luft erscheinen.

Von Annette Langen habe ich mir mehr erhofft. Dennoch hat das Buch Huuu-Berta wichtige Inhalte: Anderssein und trotzdem Freunde finden bzw. sich mit Anderen anfreunden, obwohl sie anders sind. Das kann zum Beispiel Kindern, die in der Schule gemobbt werden, helfen, mit ihren Bezugspersonen darüber ins Gespräch zu kommen. Ansich ein wertvoller Beitrag für die Bibliotherapie! Leider hat das Buch zu viele Punkte, die das Buch (für mich) sehr unsympathisch machen. Schade.

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Veröffentlicht am 07.03.2023

Ein Buch für kleine und große "MeeresforscherInnen"

Das erbarmungslos ehrliche Tagebuch der Rebella Rosin - Retterin der Seepferdchen
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Die Zehnjährige Rebella Rosin verbringt ihre Sommerferien auf dem alten Fischkutter "Yachtwurst" ihrer Großmutter in Wellenstadt am Meer und ist vorerst gar nicht begeistert ihre Computerspiele und ihr ...

Die Zehnjährige Rebella Rosin verbringt ihre Sommerferien auf dem alten Fischkutter "Yachtwurst" ihrer Großmutter in Wellenstadt am Meer und ist vorerst gar nicht begeistert ihre Computerspiele und ihr Handynetz in München zu verlassen. Doch dann soll sie sich um die Unterwasserfarm der durchaus coolen Oma kümmern und entdeckt etwas Einzigartiges. Rebella wird so zur Meeresschützerin und hat sich felsenfest vorgenommen wiederzukommen.

Der Roman in Tagebuchform geschrieben, ist keineswegs Greg's Tagebuch aus der Sicht eines Mädchens. Es ist ein Roman, welcher wichtige Themen wie die Verschmutzung der Meere anspricht und durchaus innovative Ideen zur Lebensmittelknappheit hervorbringt.

Die Autorin Daniela Stich ist selbst Meeresbiologin und ermöglicht einen tollen Blick in das wissenschaftliche Universum der Unterwasserwelt. Ihre Charaktere sind mitfühlende und einfühlsame Figuren, sind interessiert an den kleinsten Lebewesen und der Gesundheit der Erde. Ihr frisch-frecher Schreibstil ist cool und belebt Rebella zu einer sympathischen Jugendlichen.

Ich finde das Buch sehr originell und erfrischend ehrlich. Die schweren Themen der Umweltverschmutzung finden hier konstruktive Bahnen, wodurch LeserInnen gepackt werden auch aktiv zu werden.

Das erbarmungslos ehrliche Tagebuch der Rebella Rosin war für mich eine positive Überraschung und durchaus eine Empfehlung wert. Denn es gibt wenige Bücher, die so sympathisch Umweltschutz betreiben.

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Veröffentlicht am 09.02.2023

Buch für kleine und große Astrofans

Luna und Sunny
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Luna und Liem sind nicht nur beste Freunde, sie machen auch einen Schüleraustausch nach England zusammen. Als sie beide bei ihren Gastgeschwistern Sunny und Aiden ankommen, beginnt Luna funkelnde Tiere ...

Luna und Liem sind nicht nur beste Freunde, sie machen auch einen Schüleraustausch nach England zusammen. Als sie beide bei ihren Gastgeschwistern Sunny und Aiden ankommen, beginnt Luna funkelnde Tiere zu sehen und begibt sich auf die Suche nach deren Herkunft und Geheimnisse.

Corinna Wieja baut eine astro-mystische Welt zwischen, "Alice im Wunderland" und "die Schule der magischen Tiere" auf. Ihre Sprache ist für Kinder einfach zu lesen, herausfordernd ist allein bestimmter Humor und/ oder umgangssprachliche Formulierungen. Verwirrend finde ich auch die Erzählperspektiven, mal Ich-Erzähler aus Sicht von Luna, mal neutraler Erzähler, wenn Sunny etwas erlebt und im Prolog eine weitere aus der "über alles"-Meta-Sicht .

Außergewöhnlich gut, finde ich an dem Buch das astrologische Wissen, was den Kindern vermittelt wird und die Idee ist wirklich ganz cool, dass es Sonnen- und Mondmagie gibt, beide zusammen Licht und Schatten auf die Erde bringen und wie Geschwister sind.
Die Schattenseite ist für mich für Kinder, aber zu brutal dargestellt.
Wunderschön wiederum, dass die Sternbilder vom Himmel fallen und lebendig werden... Das gefällt mir am meisten. Auch das Cover ist wirklich einladend und macht neugierig auf den Inhalt.

Ich empfehle das Buch, wegen seiner einzigartigen Weise Astronomie/Astrologie Kindern nah zu bringen auf jeden Fall und stelle es trotz kleiner Mankos super gern in mein Bücherregal.

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Veröffentlicht am 07.11.2022

Holly Holmes lässt tollen Animations-Film im Kopf entstehen

Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Erster Fall: Der Jadedrache
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Holly Holmes und das magische Detektivbüro sind in ihrem ersten Fall - Der Jadedrache, sehr sympathisch und durch Illustrator und Comiczeichner Helge Vogt (Percy Jackson, Die drei ???) absolut filmreif. ...


Holly Holmes und das magische Detektivbüro sind in ihrem ersten Fall - Der Jadedrache, sehr sympathisch und durch Illustrator und Comiczeichner Helge Vogt (Percy Jackson, Die drei ???) absolut filmreif.
Holly, die Tochter einer Zauberin und ihre Freunde das Geschwisterpaar Jenny und Percy Jones und Doktor Watson, ein echt lebendiges Plüschschweinchen erleben spannende Abenteuer in der Kleinstadt Marville. Schaurige Gestalten, wie Lord Moriax und sein Assistent Igor treiben dort ihr Unheil. Doch das unschlagbare Forscherteam rund um Holly Holes findet immer einen geschickten Weg, Marville von allem Negativem zu befreien.

Endlich mal ein bißchen Asien in einem Kinderbuch! Denn Madame Wus kostbarer Jadedrache ist gestohlen worden.
Ob es Holly, Jenny und Percy gelingt, diese, mit Zauber belegte, geheimnissumwobene Drachenfigur wiederzubeschaffen lest ihr in diesem Buch. Es ist sehr spannend erzählt, wodurch das Lesen wirklich in einem Rutsch gelingt und auch für Leseanfänger kein Problem darstellen sollte. Alle Charakter haben ihre Besonderheiten und tragen zur Aufklärung des Falls bei. Die Geschichte betont, wie wichtig und schön Freundschaft und Teamgeist ist, obwohl Jenny ein bißchen untergeht.

Mir hat das Buch sehr viel Lesevergnügen bereitet, weil immerzu ein farbenfroher, bißchen magischer, toll gezeichneter Animationsfilm in meinem Kopf ablief. Ich wünsche der Geschichte eine Verfilmung und ganz viele begeisterte LeserInnen.

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