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Veröffentlicht am 17.06.2017

Sehr emotional und leider das Ende einer Reihe

Feel Again
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Inhalt:
Er sollte nur ein Projekt sein – doch ihr Herz hat andere Pläne.
Sawyer Dixon ist jung, tough – und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert ...


Inhalt:
Er sollte nur ein Projekt sein – doch ihr Herz hat andere Pläne.
Sawyer Dixon ist jung, tough – und eine Außenseiterin. Seit dem Tod ihrer Eltern lässt sie niemanden an sich heran. Das ändert sich, als sie Isaac Grant kennenlernt. Mit seiner Nerd-Brille und den seltsamen Klamotten ist er eigentlich das genaue Gegenteil von Sawyers üblichem Beuteschema. Doch als Isaac, der es satthat, single zu sein, sie um Hilfe bittet, schließen die beiden einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten. Aber Sawyer hat nicht mit den intensiven Gefühlen gerechnet, die zwischen ihr und Isaac hochkochen …

Herzlichen Dank an lesejury, dass ich an der Leserunde zu "Feel Again" teilnehmen durfte!

Meine Meinung:
Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zu "Begin- und Trust Again". Lesen auf eigene Gefahr.
In "Feel Again" geht es um die toughe Studentin Sawyer Dixon, die wie es der Zufall will, Isaac Grant zu ihrem Kunstprojekt macht. Sie beschließen einen Deal. Saywer macht aus dem schüchternen Nerd einen sexy Frauenmagnet und Saywer bekommt ihr perfektes Fotoprojekt.. Es dauert nicht lange bis Sawyer merkt, dass es nicht ganz so leicht in Sachen Gefühlen werden würde. Zu dem
Cover möchte ich jetzt nicht viel sagen, weil es den anderen beiden Bänden fast komplett ähnelt. Allerdings muss ich doch erwähnen, dass ich es am schönsten finde, weil die Farben besser miteinander harmonieren und das lila einfach von den anderen beiden Bänden herausragt und zu meinen Lieblingsfarben gehört.
Der Schreibstil ist einfach und nicht anstrengend, ähnelt einem typischen New Adult Schreibstil, hat aber trotzdem das gewisse Etwas für Spannung, Details und vor allem in diesem Band, ist der Schreibstil und damit auch die Sicht von Sawyer unglaublich gefühlvoll. Der Schreibstil lässt einen durch die vielen Emotionen sehr mitfühlen, was diesen Band nicht nur aus dieser Reihe, sondern aus dem ganzen New Adult Regal, hervorragen lässt. Von Langeweile durch Schreibstil oder inneren Monolog ist hier keine Spur!
Die Kapitel haben eine angenehme Länge, können manchmal länger und manchmal kürzer sein, aber enden teilweise mit einem Höhepunkt, was jedes Kapitel auch spannend sein lässt.
Sawyer ist nicht nur tough, rockig oder gefühllos, wie es einem in den ersten Bänden vorkommt, sondern eigentlich genau das Gegenteil. Ihre Geschichte wird sehr fesselnd, nach und nach, erzählt und hat einen Hintergrund, der einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Da sie aber auch ziemlich stur ist, gerne mal einen trinkt und sich genauso gerne auch mal mit Jungs vergnügt, sehen das manch andere in der Geschichte aber auch ganz anders, weshalb sie mehrere Probleme gleichzeitig bewältigen muss. Das Buch ist lehrreich für den Leser in Sachen "Was andere von mir denken könnten". Außerdem hat Sawyer einen starken Ehrgeiz was ihre Fotoprojekte angeht. Sie brennt für ihr Talent, auch wenn sie selbst nicht einsehen kann, dass sie so gut ist, wie sie ist. Über sie zu lesen ist spannend und witzig, weil sie teilweise selbst lustige Sprüche raushauen kann, ihre beste Freundin Dawn (aus Trust Again) natürlich auch ziemlich witzig sein kann und ohnehin das ganze Buch auch mit humorvollen Szenen geprägt ist.
Isaac ist auf den ersten Blick er Nerd schlechthin und man kann sich die beiden zusammen erstmal gar nicht vorstellen. Das ändert sich aber ganz schnell und man schließt Isaac sofort ins Herz. Ich persönlich bin ja auch der Meinung, dass Isaac als schüchterner, intelligenter, aber unglaublich gut aussehender Junge noch gar nicht so oft eine Rolle in der New Adult Welt bekommen hat. Zumindest habe ich noch keine Geschichte gelesen, in der solch eine Figur die Hauptrolle spielt. Das hat für mich "Feel Again" natürlich noch viel interessanter gemacht. Seine Veränderung ist auf jeden Fall überraschend.
Die Geschichte hat mich, wie schon erwähnt, damit beeindruckt, dass sie voll mit Emotionen und Gefühlen gepumpt ist. Eigentlich würde ich dem Buch dann direkt 2 Sterne geben und sagen, dass es mir zu kitschig ist, aber in diesem Fall hätte ich es mir anders auch einfach gar nicht vorstellen können. Vor allem eine Szene, in der nicht viel geredet, sondern gehandelt wurde, hat mir sehr gefallen und mich richtig mitfühlen lassen. Mona Kasten beschreibt die Handlungen und Szenen so gut, dass man wirklich richtig in die Geschichte reingeht und man nicht so schnell wieder herauskommt. Die Veränderung von Isaac und Sawyer, Auflösungen und Höhepunkte sind gut gewählt und ich hätte sie mir auch nicht anders vorstellen können. Auftritte von Figuren aus Begin- und Trust Again gibt es auch machen das als "Again- Liebhaber" noch ein Stück schöner und runden die Geschichte auch ab. Natürlich kommen auch viele andere Figuren dazu, die ich sofort in mein Herz geschlossen oder verflucht habe. Die Geschichte hat mich richtig für sich genommen und nicht mehr gehen lassen. Natürlich ist die Liebesgeschichte für sich nichts Außergewöhnliches, aber Mona Kasten hat es geschafft die Geschichte besonders zu machen. "Feel Again" gebührt ein Ehrenplatz im Bücherregal.

buechervertraeumt.blogspot.com

Veröffentlicht am 05.06.2017

Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus

Lemon Summer
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Inhalt:
Die Liebe findet dich, wo du auch steckst
Seit ihre Eltern geschieden sind, verbringt Whitley die Sommerferien bei ihrem Dad. Doch was für sie sonst die beste Zeit des Jahres war, entpuppt sich ...

Inhalt:
Die Liebe findet dich, wo du auch steckst
Seit ihre Eltern geschieden sind, verbringt Whitley die Sommerferien bei ihrem Dad. Doch was für sie sonst die beste Zeit des Jahres war, entpuppt sich diesmal als reinster Albtraum. Denn ihr Dad – Überraschung! – hat eine neue Verlobte. Und die hat einen Sohn. Der sich ausgerechnet als Whitleys One-Night-Stand entpuppt. Weil Gefühle aber so gar nicht ihr Ding sind, lenkt Whitley sich ab: Party bis zum Umfallen. Dabei übersieht sie fast die guten Dinge direkt vor ihrer Nase. Wie den Jungen, dem wirklich etwas an ihr liegt ...

Meine Meinung:
Kody Keplinger ist die Autorin von dem New York Times Bestseller "Von wegen Liebe", den sie im Alter von 17 Jahren verfasst hat. "Von wegen Liebe" wurde als "Duff - Hast du keine, bist du eine" verfilmt. "Lemon Summer" ist ihr zweiter Roman, der bei cbt erschienen ist.
"Lemon Summer" handelt von der achtzehnjährigen Whitley, die nach einem One- Night- Stand auf dem Abschlussball ihren Vater, wie jeden Sommer, besucht. Dieses Jahr entpuppen sich ihre Sommerferien aber als reinster Albtraum, weil ihr Vater, ohne es ihr gesagt zu haben, in eine andere Stadt, mit seiner neuen Familie gezogen ist. So wie es der Zufall will, ist ihr zukünftiger Stiefbruder ihr One- Night- Stand und sie deshalb in einer problematischen Situation.
Das Cover passt perfekt zu einzelnen Szenen und sieht wirklich toll aus, weil es durch die leuchtenden Farben ins Auge sticht, aber trotzdem alles harmoniert. Allerdings finde ich, dass es in dieser Geschichte weniger um die Liebe, sondern eher um das Motto "Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach Limonade draus" geht. Nur so konnte ich mich auch mit dem Titel zufriedengeben.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen, aber langweilt einen nicht. Ganz im Gegenteil. Der Schreibstil ist zwar nicht sehr detailreich, aber ist sehr zynisch und enthält daher auch einige innere Monologe, aber bleibt unterhaltsam und spannend. Alles in einem hebt er die Persönlichkeit von Whitley, das Buch ist nämlich in Whitleys Sicht verfasst, überaus gut hervor und bleibt nicht einfach neutral, wie es manchmal sein kann. Gefühle, Zynismus und Gedankengänge sind sehr gut vertreten und beschrieben.
Die Kapitel haben eine durchschnittliche Länge, können manchmal aber auch länger sein, was mir aber nicht aufgefallen ist, weil es durchgehend interessant bleibt.
Whitley ist eine sehr unterhaltsame Person bzw. ein sehr unterhaltsamer Charakter und man bemerkt ihre Veränderungen enorm. Durch ihren Zynismus ist sie natürlich für manche entweder unglaublich witzig oder unglaublich arrogant, weshalb ich hier nicht versprechen kann, dass man diesen Charakter lieben wird. Sie ist weniger die Person bei der man sich die Haare ausrupft, sondern eher die Person, die logisch denkt, weiß was sie will, aber auch zu Fehlern steht. Es gibt also kein Ärgern über Handlungen von ihr.
Nathan, die zweite Hauptfigur, kann man als perfekten Jungen von nebenan bezeichnen. Er ist der große Bruder, der nicht will, dass es seiner Familie schlecht geht und etwas mit seiner kleinen Schwester passiert. Um nicht zu spoilern, aber trotzdem näher auf ihn und
die Geschichte einzugehen, muss ich auch die Verlobte, von Whitleys Vater in diese Rezension einbeziehen. Das Buch wird mit Hilfe der Liebesgeschichte vermarktet, dabei steht in diesem Buch auch was anderes außer Probleme in komplizierten Liebesbeziehungen im Vordergrund. Also empfehle ich es nicht für die Liebesgeschichte, sondern für die Geschichte mit familiären Hintergrund. Das hat mir am meisten an diesem Buch gefallen. Whitley kommt nicht damit klar, dass ihr Vater eine neue Familie hat und kaum noch mit ihr redet. Sie ist aber da und möchte, dass sie jemand erhört. Sylvia, ihre zukünftige Stiefmutter, hingegen ist nicht die böse Stiefmutter, wie meist in Märchen vertreten, sondern möchte Whitley wirklich eine schöne Zeit im Sommer bereiten. Das versteht Whitley nicht, möchte sich auf Partys austoben, unterschätzt aber die stille Post im Dorf, in dem ihr Vater berühmt für seinen Beruf ist und bekommt nicht nur Probleme mit hässlichen Mobbern. Sie muss viele Dinge bewältigen, die ihr im Herzen wehtun, sich Dinge eingestehen und aber nicht weinen. Hierbei steht natürlich ihr neu gewonnener bester Freund Harrison bei, der auch einiges an Humor auf Lager hat. All das im Gesamtpaket, finde ich dieses Buch super und kann es nur empfehlen. Natürlich ist die Liebesgeschichte auch toll und auch besonders, wegen ihrem Ausgangspunkt, aber sie ist eben nicht so besonders, wie der Weg von Whitley, den sie gehen muss, um sich selbst zu finden.

buechervertraeumt.blogspot.com

Veröffentlicht am 21.04.2017

Sehr schöner Reihenauftakt!

Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel
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Inhalt:
Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen ...

Inhalt:
Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gutaussehenden Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat...


Meine Meinung:
In dem Fantasyroman "Obsidian - Schattendunkel" geht es um die siebzehnjährige Katy und Daemon. Katy zieht neu in den Ort und freundet sich relativ schnell mit ihrer Nachbarin Dee an. Durch Dee kommt sie an ihren Nachbarn Daemon, Dees Bruder, der ziemlich offensichtlich zeigt, dass er so ziemlich gar nichts von Katy hält. Trotzdem knistert es zwischen den beiden und durch einen Schub Fantasy wird man in eine Welt voller Abenteuer und Geheimnisse geworfen.
Das Cover passt perfekt zum Thema. Allerdings kann man das auch erst sagen, wenn man das Buch gelesen hat, denn vorher kann man das nicht verstehen. Es sind zwei Menschen bzw. die Konturen von zwei Menschen zu erkennen, die auf einem Feld voller glitzernder Lichter stehen. Hier finde ich sehr gut gemacht, dass man keine richtigen Menschen erkennt, damit die Fantasie einem selbst überlassen bleibt.

Der Schreibstil des Buchs ist sehr flüssig. Man bemerkt auch nicht, dass die Geschichte von einer erwachsenen Frau verfasst worden ist, weil der Schreibstil und die Art der Protagonistin sehr jugendlich vorgebracht werden. Das soll ja schließlich auch so sein, aber es ist nun mal nicht häufig, dass ein Buch durchgehend auch "jugendlich" bleibt. Die Geschichte ist in der Ich- Form in Katys Sicht verfasst worden. Wörter, meistens Adjektive, die ausdrucksvoller dargestellt werden sollen, sind kursiv verfasst und passen auch immer perfekt in das Geschehen.
Die Kapitel haben keine äußeren Besonderheiten und haben eine gewöhnliche Länge. Allerdings ist es so, dass jedes Kapitel ein kleines Thema im Buch immer für sich hat. Zwar gibt es im ganzen Buch ein bestimmtes Thema, aber dieses wird ja von verschiedenen, anderen und kleineren Themen gestützt. Das finde ich auch sehr gut, denn ich persönlich finde es sehr anstrengend und langweilig über mehrere Kapitel immer über das selbe Thema zu lesen zu müssen und zu keinem Punkt, keiner Aussage zu kommen.
Katy ist als Buchbloggerin für mich natürlich besonders interessant beim lesen gewesen, weil ich mich daher in ihr schon in diesem Punkt wiederspiegeln kann. Es ist aber nicht so, dass es in dem ganzen Titel nur um ihren Blog geht, denn deshalb vergebe ich ja nicht volle Punktzahl! Armentrout hat es geschafft Katy sehr glaubwürdig und realistisch rüberzubringen. Katy ist ganz klar ein kluges Mädchen und weiß sich selbst zu helfen, wenn sie Probleme hat. Sie ist kein Buchcharakter bei dem man sich die Haare ausrupft.
Daemon ist der berühmte "ich-breche-dir-das-Herz-weil-ich-heiß-und-super-schlau-bin"- Typ. Aber man kann ihn einfach nur gern haben. Armentrout dreht und wendet alles so, dass man oft den leidenschaftlichen Daemon hat und beim lesen grinst und dann gibt es noch den Daemon der alles für seine Familie tun würde, ein Daemon bei dem man am liebsten gleich in Tränen ausbrechen würde. Man kann ihm ganz gut folgen, obwohl es so scheint als wäre er ein unerreichbarer, sexy Jugendlicher, der am liebsten jedem Mädchen das Herz brechen möchte. Charmant wie eh und je!
Alle anderen Charaktere und Dee sind sehr gut ausgewählt und passen so gut in die Geschichte, dass man sie nicht missen möchte. Vor allem Dee, Daemons Schwester, hat es in sich. Mit ihrer süßen Persönlichkeit macht sie es dem Leser wirklich schwer, sie nicht zu mögen. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass man sie nicht mögen sollte. Ganz im Gegenteil!
Die Geschichte hat es wirklich in sich und es ist alles so verzwickt, dass es wirklich schwer ist nicht zu spoilern, aber macht euch keine Gedanken, denn diese Rezension ist spoilerfrei! Gewerbt wird ja schließlich mit der außergewöhnlichen Liebesgeschichte von Daemon und Katy, denn dieser soll ihr ja angeblich ihr Schicksal schon längst verändert haben und seien wir mal ehrlich: Es wäre ja langweilig, wenn nicht! Mir gefällt es sehr gut, dass die beiden wissen was sie wollen. Es gibt kein hin und her wie in vielen anderen Liebesgeschichten. Es gibt das Fantasyabenteuer und die Liebesgeschichte dazu und beides natürlich sehr zusammenhängend, damit es ja auch spannend bleibt und es ist wirklich sehr spannend! Wenn mich jemand fragt, ob mir etwas in der Geschichte nicht gefallen hat, dann sage ich, dass es nichts gibt, was mir nicht gefallen hat, denn alles hängt so toll zusammen und lässt einen mitfiebern, dass man gar nicht anders kann, als das Buch in wenigen Tagen, wenn nicht sogar Stunden, ausgelesen zu haben! Es ist nichts dabei was zu fremdschämen oder langweilen führt. Nehmen wir mal dieses ganze Fantasyzeug aus dem Buch: Dann sehen wir auch Teenagerprobleme, die jeden Jugendlich dazu bringen zu schmunzeln, weil dieser nichts anderes kennt und ganz genau weiß, wie Katy oder Daemon sich gerade fühlen.

Ich vergebe 5/5 für "Obsidian - Schattendunkel" von Jennifer L. Armentrout
buechervertraeumt.blogspot.com

Veröffentlicht am 26.06.2017

Konnte mich nicht überzeugen

Anything for Love
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Inhalt:
Dass Sydneys Leben auf den Kopf gestellt wird, nur weil sie eine Pizzeria betritt, hätte sie nicht für möglich gehalten. Doch so, wie es im Moment läuft, kann ihr Leben einige Änderungen gut gebrauchen. ...

Inhalt:
Dass Sydneys Leben auf den Kopf gestellt wird, nur weil sie eine Pizzeria betritt, hätte sie nicht für möglich gehalten. Doch so, wie es im Moment läuft, kann ihr Leben einige Änderungen gut gebrauchen. Ihr Grundgefühl: unsichtbar. Denn zu Hause dreht sich alles nur um ihren Bruder, weil er betrunken einen Jungen angefahren hat und nun im Gefängnis sitzt. Dass ihre Mutter seine Schuld an dem Unfall ignoriert, macht die Sache nicht leichter für Sydney. Bis sie in der Seaside Pizzeria Mac und Layla kennenlernt, deren Familie so ganz anders ist als ihre: chaotisch und warm, laut und liebenswert. Unvoreingenommen wird Sydney willkommen geheißen. Und wenn Mac sie ansieht, fühlt sie sich alles andere als unsichtbar …


Meine Meinung:
Endlich kommt auch meine Rezension zu diesem Buch und ich muss euch leider schon vorab sagen, dass ich mich den vielen positiven Meinungen nicht anschließen kann.
In Sarah Dessen´s "Anything for Love" geht es um die junge Sydney, dessen Bruder im Gefängnis sitzt. Sie hat nicht nur darunter zu leiden, sondern auch unter ihren ihr kaum Aufmerksamkeit schenkenden Eltern und dem aufdringlichen besten Freund ihres Bruders zu leiden. Doch dann trifft sie auf Mac und Layla, die frischen Wind in ihr Leben bringen.
Das Cover ist zwar sehr schön, wirkt aber durch das den tiefgründigen Gesichtsausdruck direkt traurig, was mich sofort an einen kitschigen Roman denken lässt. Die Farben harmonieren sehr gut miteinander und geben auch mal was anderes, als rosa wie es so oft üblich ist, weil es sich um verschiedene Grüntöne handelt.
Der Schreibstil konnte mich nicht überzeugen. Er ist einfach zu langweilig. Zu oft schweift Dessen meiner Meinung nach ab und kann die Spannung dennoch nicht halten, weil es auch selten Schlüsselwörter gibt, die einen die Augen aufreißen lassen. Das finde ich wirklich schade, weil allein der Schreibstil schon eine Menge ausmachen kann.
Die Kapitel sind zudem auch noch sehr lang und beinhalten meist kaum eine fortführende Handlung. Damit meine ich, dass obwohl das Kapitel so lang ist, die Geschichte sich auf einer Stelle dreht und einfach nicht weitergeht. Zu viele Gedankengänge mit einer Basis, die eigentlich gar nicht wichtig für den Moment ist und das Kapitel damit nur unnötig verlängert, haben mir die endgültige Langeweile beim Lesen verpasst. Das ist auch einer der Gründe, warum ich solange gebraucht habe um dieses Buch zu beenden: die Langeweile.
Sydney hat eine gute Basis für eine Protagonistin: klug, aufmerksam, leise, schlicht, aber auch zynisch auf eine irgendwie höfliche Weise. Sie ist vergleichbar mit einem Mauerblümchen. Einem Leser, der öfter ähnliche Romane gelesen hat, wird schon wissen wie sie handeln wird: nervig. Sydney wurde mir mit der Zeit einfach richtig nervig zu mute, weil sie ihre Eltern nicht versteht, vor allem ihre Mutter, weil sie ihre Freunde teilweise nicht versteht und weil sie irgendwie nie mit irgendwas einverstanden ist, als mit Mac und Layla, aber dazu gleich. Um das mal genau zu schildern: Sydney trifft oft richtige Entscheidungen bzw. nichts wobei man sich ärgert. Die Geschichte ist was Entscheidungen in der Handlung betrifft sehr angenehm, was es natürlich auch wieder langweilig macht. Die Geschichte könnte fast beendet sein, aber Sydney findet einen Krümel, der so unnötig ist, das man wieder in ein Loch fällt. Es ist als wollte die Autorin dem Buch mindestens 400 Seiten geben, dabei geht es um eine Geschichte, bei der vielleicht sogar nur 250 Seiten gereicht hätten.
Layla erwähne ich jetzt nur, weil sie dafür gesorgt hat, dass dem Buch wenigstens einen kleinen Satz Humor gegeben wird. Ein super, leider aber auch typischer, Charakter. Die neue, beste Freundin, die unglaublich sympathisch, humorvoll und hübsch ist und gerne mal falsche Entscheidungen trifft. Ihre Geschichte hat mich viel mehr interessiert, als die von Sydney. Bei ihr ist mir aufgefallen, dass es plötzlich nicht so langweilig ist und es mehr Schlüsselwörter gibt, die interessant beim lesen wirken.
Die Geschichte ist also an sich langweilig und hat eine extrem langgezogene Handlung auf einer unproblematischen Basis. Leider muss ich auch zugeben, dass ich viele Szenen mit Mac und Sydney verpeilt habe, weil es einfach teilweise so langweilig war, dass ich gar nicht "richtig gelesen" habe. Es gibt einfach keinen besonderen Handlungstrang. Es ist so als hätte man jedes Klischee in einem Buch zusammengefasst und das finde ich wirklich schade. Die Liebesgeschichte der beiden konnte mich gar nicht packen und ehrlich gesagt, konnte es die beiden in der Geschichte auch gar nicht richtig packen, so mein Gefühl.

buechervertraeumt.blogspot.com

Veröffentlicht am 25.05.2017

Geeignete Schullektüre gesucht?

Anschlag von rechts
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Inhalt:
Irgendwo in einer Kleinstadt mitten in Deutschland treffen sich frei Freunde auf ein Feierabendbier. In den sozialen Netzwerken haben sie sich schon an ausländerfeindlichen Pröbeleien beteiligt. ...

Inhalt:
Irgendwo in einer Kleinstadt mitten in Deutschland treffen sich frei Freunde auf ein Feierabendbier. In den sozialen Netzwerken haben sie sich schon an ausländerfeindlichen Pröbeleien beteiligt. Nun werden sie zu Verbrechern, denn wenige Stunden später werfen sie einen Molotowcocktail in eine Flüchtlingsunterkunft. Die Bewohner, darunter auch Kinder, entkommen nur knapp.
Reiner Engelmann recherchiert die Hintergründe dieser schrecklichen Tat. Er analysiert die Beweggründe und er befragt die Opfer, die sich in Deutschland endlich sicher gefühlt hatten. Dabei wird deutlich: Rechtes Gedankengut und Fremdenfeindlichkeit sind in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und viel zu lange unbeachtet geblieben.

Meine Meinung:
Vorab möchte ich sagen, dass ich diesem Buch bzw. dieser Rezension KEINE Bewertung abgebe, weil meine eigentlichen Bewertungen dem Gesamtpaket (darunter z.B. Schreibstil; Cover; Spannung etc. ) gelten. In diesem Fall habe ich mich gegen eine Bewertung entschieden, weil dieses Thema, wie ich finde, jeder sich einmal selbst durch den Kopf gehen lassen sollte, ohne jegliche Beeinflussung meiner möglichen Bewertung oder Meinung. Hierbei handelt es sich nicht um einen Roman. Auf allen anderen Plattformen, wie z. B. lovelybooks , wo es nötig ist eine Bewertung bis zu fünf Sterne abzugeben, hinterlege ich auch fünf Sterne, die allerdings KEINEN WERT haben. Ich bin völlig neutral an das Buch, so wie auch auf die Rezension eingegangen und möchte hiermit nur meine Meinung zu dem Buch abgeben.

"Anschlag von rechts" besteht aus drei inhaltlichen Abschnitten. In dem ersten Teil geht um fünf verschiedene Fluchten aus einem jeweils anderem Land, verfasst in der Sicht von dem jeweiligen Flüchtling. Wichtig hierbei ist der Anschluss, denn diese Flüchtlinge landen alle in der besagten Stadt P. und waren Opfer des rechtsextremistischem Anschlags.
Ich finde es gut, dass man zuerst einen Einblick in die Geschichte der Opfer bekommt, um dann natürlich besser zu verstehen. Auch hier ist es natürlich jedem Menschen überlassen sich sein eigenes Meinungsbild darüber zu schaffen, denn jeder fühlt und denkt anders als der andere. Dennoch ist es ein guter Einstieg und hinterlässt schon einiges zum Grübeln im Kopf. Da es sich hierbei um ein Kinder- bzw. Jugendbuch handelt, ist das Buch nicht einer Wucht von Fachbegriffen durchzogen. Jeder Fachbegriff, sollte man schon gehört haben und falls nicht, kann man sich schnell ein Bild durch den Zusammenhang machen. Außerdem bekommt man auch einen Einblick in die polizeiliche Lage anderer Länder und auch hier staunte ich nicht nur kurz.
Ich finde nicht so gut, dass die Gefühle nicht sehr stark hervorgebracht werden. Allerdings kann ich das auch auf meine Vorliebe für Liebesromane zurückwerfen, weil diese fast nur aus Gefühlen bestehen. Es könnte also sehr gut sein, dass es so manch anderen nicht so ergeht wie mir.
Der zweite Teil beinhaltet die Tat bzw. den Anschlag. Durch den Einblick in die Köpfe der Flüchtlinge hat man jetzt eine klarere Sicht, wie ich finde. Man bekommt den Hintergrund des Tathergangs beschrieben und darf auch einen Blick in den Tag danach werfen.
Hier finde ich gut, dass man einen kleinen Blick in die Köpfe und Hintergründe der drei Freunde, die den Anschlag ausüben, werfen kann. Hier bildet man sich schon ein eigenes klares Bild. Ich muss auch noch hinzufügen, dass ich den Schreibstil teils leicht provokant empfunden habe, was ich allerdings lobe, denn bei mir hat das den Reiz dazu ausgelöst intensiver über das Thema nachzudenken.
Im dritten Teil findet der Prozess statt. Leider muss ich zugeben, dass man diesen Teil auch hätte an einigen Stellen kürzen können, weil hier einige Wiederholungen stattfinden. Das hat mich dazu gebracht einige Seiten einfach zu überfliegen, weil ich eigentlich nur wissen wollte, wie das ganze denn nun endet und was mit den Angeklagten und den Opfern passiert. Schließlich kommt man zu dem Glossar in dem Symbole, Codes und mehr, die in neonazistischen und rechten Kreisen eine bedeutende Rolle spielen und teilweise strafbar sind, abgebildet sind sind. Die Erklärungen dazu finde ich unglaublich interessant. Nicht nur einmal konnte ich mich an öffentlichem Gebrauch solcher Zeichen erinnern.
Die Idee zu diesem Buch finde ich sehr gut und ich empfehle es ganz klar weiter, denn mir ist aufgefallen, dass sich die Medien nicht so genau ausdrücken können wie diese Geschichte.

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