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Veröffentlicht am 21.05.2017

Das Glück oder eher ein unpassender Titel

Das Glück oder was auch immer passiert
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Inhalt:
Silas und Lynn. Eine explosive Mischung. Und ein einzigartiger Sommer.
Silas Hart,17, gut aussehend, sarkastisch, faszinierend, stellt das Leben von Lynn komplett auf den Kopf. Neu in der Stadt, ...

Inhalt:
Silas und Lynn. Eine explosive Mischung. Und ein einzigartiger Sommer.
Silas Hart,17, gut aussehend, sarkastisch, faszinierend, stellt das Leben von Lynn komplett auf den Kopf. Neu in der Stadt, ist er so völlig anders als alle anderen Jungs hier. Er ist ein leidenschaftlicher Leser, er ist rotzfrech, entwaffnend ehrlich und einfach hinreißend. Aber Silas hat noch eine Zwillingsschwester, Laurel, die ein Geheimnis umgibt. Während sich Silas und Lynn immer stärker ineinander verlieben, bahnt sich eine Katastrophe an...

Meine Meinung:
"Das Glück oder was auch immer passiert" ist ein Jugendroman und handelt von Silas und Lynn´s Liebesgeschichte so wie von Silas´ Zwillingsschwester Laurel, die ein äußerst interessantes Geheimnis umgibt.
Das Cover gefällt mir sehr gut, weil ich auch eine kleine Vorliebe für Fotos auf denen Landschaften abgebildet sind. In diesem Fall handelt es sich um ein Getreidefeld auf dem ein Mädchen, vorzugsweise Lynn, angebildet ist. Hinter ihr fliegt Papier durch die Landschaft, was, wie ich finde, ihre und Silas´ Liebe zur Literatur bzw. zur Poesie sehr gut zum Ausdruck bringt.

Der Schreibstil ist nicht gewöhnungsbedürftig. Man kommt sogar sehr gut in die Geschichte rein und kann sich auch sehr gut in den Monolog von Lynn hineinversetzen. Der Schreibstil hinterlässt auch sehr gute Eigenschaften zu Lynn, die sehr wichtig sind. Ein Beispiel wäre ihr Verhältnis zu ihrer Familie und wie sie mit ihr umgeht, denn sie kommt in manchen Charakterseiten sehr erwachsen rüber.
Die Kapitel sind nicht überzogen, aber beinhalten keine kleineren Themen für sich. Jeder kann seine eigenen Vor- und Nachteile daraus schließen, aber mich hat es nicht gestört, dass nicht in jedem Kapitel eine Bombe platzt.
Lynn ist Pfarrerstochter und gibt sich auch recht vornehm. Es handelt sich bei ihr nicht um eine rebellische Teenagerin, die sich versucht gegen alle Machtwörter ihrer Eltern zu widersetzen. . Sie gehört sogar zu der Sorte, die versucht ihren Eltern unter die Arme zu greifen, bleibt aber bodenständig und sagt auch, wenn ihr etwas nicht gefällt. Diese Sorte von Jugendlichen mag ich in dem Zusammenhang zu solch einer Geschichte viel mehr. Das was sie in meiner Sicht besonders macht ist ihre Leidenschaft für Philosophie und Literatur, weil ich mich selbst sehr für diese Themen interessiere. Diese Themen sind in diesem Titel auch ganz groß geschrieben was natürlich auch ein riesiger Pluspunkt ist, aber darauf gehe ich erst gleich ein, denn vorher möchte ich noch ein paar Worte an
Silas verlieren. Silas teilt die selben Leidenschaften wie Lynn, nur dass bei ihm die Poesie im Vordergrund steht und er selbst auch Gedichte schreibt und ein wahrer Herr der Worte ist. Teilweise nervig, teilweise niedlich. Sein Charakter scheint unglaublich rein zu sein, was mich etwas stutzig macht, weil ich gerne bei jedem Charakter einen Vor- als auch einen Nachteil hätte, damit ich mich besser in eine Person hineinversetzen kann. Wenn ich nur Vorteile in einer Person sehe, fange ich sie an langsam zu hassen oder ich kann sie nicht verstehen. Bei Silas ist es das letztere, was mich dazu geführt hat, dass ich jede Menge Klischees vorhergesehen habe, denn
Laurel, seine Zwillingsschwester spielt eine fast so große Rolle wie die von Lynn und Silas. Ich lüge nicht, wenn ich sage, dass sie meine absolute Lieblingsfigur in diesem Buch ist. Ihr Geheimnis teilt eine unglaubliche Geschichte zum Thema Philosophie und deshalb ist sie der einzige Grund warum ich dieses Buch bis zum Ende gelesen habe. An dieser Stelle möchte ich aber nicht spoilern und komme daher zur einzig wahren
Geschichte. Anfangs lernen sich Silas und Lynn kennen. Dabei ist ihr Treffen von tausenden von Gefühlen und Stimmungsschwankungen gezeichnet, aber auch nur ein Kapitel lang. Zu kurz für so viele verschiedene Gefühle. Davon habe ich mich aber nicht beeindrucken lassen und habe weitergelesen. Die Geschichte ist zart, beinhaltet ein paar Witze für Jugendliche, die nicht unter die Gürtellinie gehen und Liebesdramen, die vorhersehbar sind. Das hat mich zu dem Entschluss geführt, dass dieser Titel nichts ist, was für mich aus anderen Geschichten hervor sticht, aber dennoch hat mich die Geschichte von Laurel sehr gefasst, genauso wie die Freundschaft die sich zwischen den dreien entwickelt, weil sie durch das besagte Geheimnis sehr besonders und fragwürdig ist. Daher würde ich es empfehlen zu lesen, wenn man mehr über Philosophie lesen möchte, als über die Liebe. Aus diesem Grund finde ich es auch sehr schade, dass das Buch mittels seiner Liebesgeschichte in die Werbebranche geworfen wird und nicht wegen ein paar Fragen, die es beinhaltet, die einen wirklich zum nachdenken bringen.

Ganze Rezension: buechervertraeumt.blogspot.com

Veröffentlicht am 11.05.2017

Was mache ich, wenn ich sterbe?

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie
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Inhalt:
Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten?
Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge ...

Inhalt:
Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten?
Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben. Stattdessen ist es ihr letzter...

Meine Meinung:
In dem Jugendroman mit überaus langem Titel "Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" geht es um die junge Samantha Kingston, die am Valentinstag wieder mal so richtig ihren nicht so tollen Charakter raushängen lässt. Dabei weiß sie noch gar nicht, dass dieser Tag ihr letzter sein wird. Nach ihrem Tod hängt sie in einer Art Zeitschleife fest und soll diesen Tag immer und immer wieder erneut durch"leben". Hierbei stellt sich Samantha auch oft die Frage, warum sie diesen Tag immer wieder erlebt.
Das Cover passt mit dem reflektierendem Licht sehr gut zur Geschichte. An sich ist es allerdings sehr schlicht und ist bei mir auch nicht (wie so oft bei anderen Titeln) wegen dem Cover in meinem Bücherregal gelandet.
Der Schreibstil ist sehr einfach und passt sehr gut zum Charakter der Protagonistin. Da er aber fast nur aus einem Monolog besteht und sogar in einem Dialog zwischenzeitlich der Monolog weitergeht, ging es mir oft so, dass ich schnell rausgekommen bin und mit meinen Gedanken plötzlich ganz woanders war. Diese ewigen Denkpausen, die manchmal auch aus sehr kurzen Rückblendungen oder Erklärungen bestehen, kamen mir manchmal auch zu hinterhergedrückt vor und führte mich sehr schnell auch vom eigentlichem Thema fort.
Die Kapitel finde ich sehr passend zum Inhalt der Geschichte aufgeteilt, denn es gibt jeweils so viele Kapitel, wie Samantha stirbt und diese sind in Zwischenkapitel eingeteilt mit dem jeweiligen Tagesabschnitt, der gerade vorkommt. Die Tagesabschnitte tragen aber nicht immer den selben Namen, sondern sind zum Geschehen im darauffolgendem Text angepasst. Mit
Samantha bin ich leider gar nicht warm geworden. Als Leser ist einem nach dem ersten Kapitel sofort klar, was Samantha zu tun hat, weshalb ich aufgerundet 450 Seiten auch zu überzogen finde. Ihre Art ist sehr oberflächlich und obwohl ihr eigentlich klar ist, dass es nicht gut ist so wie sie sich benimmt und sich schwört das zu ändern, fällt das alles plötzlich flach und es gibt auch keine Reue von ihrer Seite aus. Samantha kam mir teilweise auch wirklich naiv vor, weil sie einfach das sieht, was sie sehen will. Zuerst bildet sie eine eigene Meinung und setzt sich durch, dann schnippt jemand mit dem Finger und sie ist ganz ruhig. Was mich von ihr auch direkt zur
Geschichte bringt ist, dass sie einfach einen Lauf hat, den ich extrem nervig und flach finde. Es ist natürlich nicht so, dass jeder Tag den selben Ablauf hat, aber trotzdem ist es leider fast immer ist es so, dass baldige Geschehnisse vorhersehbar sind. Das verlieh mir beim Lesen einfach das Gefühl, dass diese Geschichte nicht für Jugendliche ab 14 Jahren, sondern für die darunter bestimmt ist. Man liest weiter und entdeckt endlich einen Lichtblick und dann wird man wieder komplett zurück katapultiert. Die Beziehungen zwischen den Charakteren ist mir irgendwann auch aufgefallen, denn es ging einfach viel zu schnell bei manchen Handlungen. Da frage ich mich: Bei 450 Seiten schafft man es eine Menge zu detaillieren, aber die Beziehungen und Ziele dieser Handlungen auf zwei Seiten quetschen? Das hätte man eher detaillieren sollen. Außerdem kann ich Samanthas Handlungen teilweise gar nicht nachvollziehen. Es kommt aber eben auch auf die Person an, was sie eben in solch eine Situation tun würde. Nach all dem Gemecker verrate ich euch aber, warum ich finde, dass ihr dieses Buch trotzdem lesen solltet. Obwohl ich nur 3 Punkte vergebe hat diese Geschichte eine unglaublich gute Nachricht an Jugendliche, weshalb man dieses Buch lesen sollte. Wie ich euch ja schon gesagt habe, ist Samantha eine schwierige Person und daher vergleiche ich sie mal mit einem unglaublich von sich selbst überzeugtem Mädchen, dass viel von Coolness und wenig von benachteiligten Menschen hält. "Wenn du stirbst..." beinhaltet die Themen Mobbing, Liebe, ernsthafte Fehler und Familie und Freunde. Alles Themen, die man sich ruhig mal durch den Kopf gehen lassen kann, denn mit hoher Nase durch die Welt zu laufen, da kann man oft mal über Steine stolpern. Man weiß nie, wann es mal "auf wiedersehen" heißt.

buechervertraeumt.blogspot.com

Veröffentlicht am 21.04.2017

Sehr schöner Reihenauftakt!

Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel
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Inhalt:
Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen ...

Inhalt:
Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gutaussehenden Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat...


Meine Meinung:
In dem Fantasyroman "Obsidian - Schattendunkel" geht es um die siebzehnjährige Katy und Daemon. Katy zieht neu in den Ort und freundet sich relativ schnell mit ihrer Nachbarin Dee an. Durch Dee kommt sie an ihren Nachbarn Daemon, Dees Bruder, der ziemlich offensichtlich zeigt, dass er so ziemlich gar nichts von Katy hält. Trotzdem knistert es zwischen den beiden und durch einen Schub Fantasy wird man in eine Welt voller Abenteuer und Geheimnisse geworfen.
Das Cover passt perfekt zum Thema. Allerdings kann man das auch erst sagen, wenn man das Buch gelesen hat, denn vorher kann man das nicht verstehen. Es sind zwei Menschen bzw. die Konturen von zwei Menschen zu erkennen, die auf einem Feld voller glitzernder Lichter stehen. Hier finde ich sehr gut gemacht, dass man keine richtigen Menschen erkennt, damit die Fantasie einem selbst überlassen bleibt.

Der Schreibstil des Buchs ist sehr flüssig. Man bemerkt auch nicht, dass die Geschichte von einer erwachsenen Frau verfasst worden ist, weil der Schreibstil und die Art der Protagonistin sehr jugendlich vorgebracht werden. Das soll ja schließlich auch so sein, aber es ist nun mal nicht häufig, dass ein Buch durchgehend auch "jugendlich" bleibt. Die Geschichte ist in der Ich- Form in Katys Sicht verfasst worden. Wörter, meistens Adjektive, die ausdrucksvoller dargestellt werden sollen, sind kursiv verfasst und passen auch immer perfekt in das Geschehen.
Die Kapitel haben keine äußeren Besonderheiten und haben eine gewöhnliche Länge. Allerdings ist es so, dass jedes Kapitel ein kleines Thema im Buch immer für sich hat. Zwar gibt es im ganzen Buch ein bestimmtes Thema, aber dieses wird ja von verschiedenen, anderen und kleineren Themen gestützt. Das finde ich auch sehr gut, denn ich persönlich finde es sehr anstrengend und langweilig über mehrere Kapitel immer über das selbe Thema zu lesen zu müssen und zu keinem Punkt, keiner Aussage zu kommen.
Katy ist als Buchbloggerin für mich natürlich besonders interessant beim lesen gewesen, weil ich mich daher in ihr schon in diesem Punkt wiederspiegeln kann. Es ist aber nicht so, dass es in dem ganzen Titel nur um ihren Blog geht, denn deshalb vergebe ich ja nicht volle Punktzahl! Armentrout hat es geschafft Katy sehr glaubwürdig und realistisch rüberzubringen. Katy ist ganz klar ein kluges Mädchen und weiß sich selbst zu helfen, wenn sie Probleme hat. Sie ist kein Buchcharakter bei dem man sich die Haare ausrupft.
Daemon ist der berühmte "ich-breche-dir-das-Herz-weil-ich-heiß-und-super-schlau-bin"- Typ. Aber man kann ihn einfach nur gern haben. Armentrout dreht und wendet alles so, dass man oft den leidenschaftlichen Daemon hat und beim lesen grinst und dann gibt es noch den Daemon der alles für seine Familie tun würde, ein Daemon bei dem man am liebsten gleich in Tränen ausbrechen würde. Man kann ihm ganz gut folgen, obwohl es so scheint als wäre er ein unerreichbarer, sexy Jugendlicher, der am liebsten jedem Mädchen das Herz brechen möchte. Charmant wie eh und je!
Alle anderen Charaktere und Dee sind sehr gut ausgewählt und passen so gut in die Geschichte, dass man sie nicht missen möchte. Vor allem Dee, Daemons Schwester, hat es in sich. Mit ihrer süßen Persönlichkeit macht sie es dem Leser wirklich schwer, sie nicht zu mögen. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass man sie nicht mögen sollte. Ganz im Gegenteil!
Die Geschichte hat es wirklich in sich und es ist alles so verzwickt, dass es wirklich schwer ist nicht zu spoilern, aber macht euch keine Gedanken, denn diese Rezension ist spoilerfrei! Gewerbt wird ja schließlich mit der außergewöhnlichen Liebesgeschichte von Daemon und Katy, denn dieser soll ihr ja angeblich ihr Schicksal schon längst verändert haben und seien wir mal ehrlich: Es wäre ja langweilig, wenn nicht! Mir gefällt es sehr gut, dass die beiden wissen was sie wollen. Es gibt kein hin und her wie in vielen anderen Liebesgeschichten. Es gibt das Fantasyabenteuer und die Liebesgeschichte dazu und beides natürlich sehr zusammenhängend, damit es ja auch spannend bleibt und es ist wirklich sehr spannend! Wenn mich jemand fragt, ob mir etwas in der Geschichte nicht gefallen hat, dann sage ich, dass es nichts gibt, was mir nicht gefallen hat, denn alles hängt so toll zusammen und lässt einen mitfiebern, dass man gar nicht anders kann, als das Buch in wenigen Tagen, wenn nicht sogar Stunden, ausgelesen zu haben! Es ist nichts dabei was zu fremdschämen oder langweilen führt. Nehmen wir mal dieses ganze Fantasyzeug aus dem Buch: Dann sehen wir auch Teenagerprobleme, die jeden Jugendlich dazu bringen zu schmunzeln, weil dieser nichts anderes kennt und ganz genau weiß, wie Katy oder Daemon sich gerade fühlen.

Ich vergebe 5/5 für "Obsidian - Schattendunkel" von Jennifer L. Armentrout
buechervertraeumt.blogspot.com

Veröffentlicht am 18.04.2017

Worte haben Konsequenzen

Tote Mädchen lügen nicht - Filmausgabe
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Inhalt:
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrecorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah ...

Inhalt:
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrecorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die tot ist. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe haben zu ihrem Tod geführt, dreizehn Personen hatten Anteil daran. Clay ist einer davon...

Meine Meinung:
"Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher handelt von dem siebzehnjährigen Clay Jensen, der nach einem Schultag ein Päckchen mit Kassetten vor seiner Haustür findet. Auf den Kassetten ist Hannah Baker zu hören, die von ihren persönlichen dreizehn Gründen spricht, die sie zum Selbstmord geführt haben. Jetzt neu gedruckt als "Buch zur Serie" bekommt der Weltbestseller neue Aufmerksamkeit.
Das Cover spiegelt das Thema der Geschichte sehr gut wieder. In der Mitte ist Clay abgebildet, der sich, wie es scheint, Hannahs Kassetten anhört. Hinter ihm ist Hannah verschwommen erkennbar, was sehr gut zeigt, dass es zwar um sie geht, sie aber tot ist.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen, aber trotzdem ist hier Vorsicht zu genießen, denn zum einen hört man natürlich (in kursiv gedruckt) Hannahs Kassetten und zum anderen Clays Kommentare bzw. Gedanken dazu, die teilweise ein komplett anderes Thema aufgreifen können (normal gedruckt). Auch Dialoge kommen vor. Allerdings verwirren diese einen nicht, weil es meistens so ist, dass Hannahs Part kurz wegfällt. Daher ist der Schreibstil schnell verwirrend, wenn man mal nicht aufpasst.
Die Kapitel sollte man nicht nach Länge beurteilen, weil sie nach Kassetten bzw. Kassettenseiten aufgeteilt sind. Für die, die es trotzdem genau wissen möchten: Es sind sechszehn Kapitel. Jedes Kapitel enthält eine Person bzw. ein Grund für Hannahs Selbstmord. Das finde ich sehr gut gemacht und verwirrt auch nicht.
Clay wird nicht nur als unauffällig und Schmutzlos bezeichnet, er ist es auch. Zwar tut er in dieser Geschichte Dinge, die man eigentlich nicht machen sollte, aber es geht auch um eine spezielle Situation, was alles entschuldigen sollte.
Hannah kann man nur sehr schwer beschreiben. Es ist als hätte sie eine starke Persönlichkeit mit Humor, aber das bricht dann durch die dreizehn Gründe (warum auch sonst) ein. Bei ihr hatte ich oft das Gefühl als wisse sie selbst nicht warum sie überhaupt macht was sie eben macht. Dennoch ist was sie auf ihren Kassetten erzählt sehr poetisch und bringt einem richtige Gänsehaut. Es lässt einen nachdenken und das sollte jede Geschichte erreichen.
Die Geschichte an sich ist großartig und hat einen hohen Spannungswert. Allerdings macht es mir schwer zu begreifen warum Hannah so gehandelt hat. Es ist so, dass die Geschichte einen guten Lauf hat, mit tollen Charakteren. Nichts wo es zu viel oder zu wenig gibt, aber die dreizehn Gründe für sich sind für manche entweder sehr gut zu verstehen oder gar nicht und ich gehöre zu denen, die Hannah nicht verstehen. Das Buch besteht nur aus Enthüllungen von denen man erwartet, dass sie einen umhauen, aber mich haben sie leider nicht so vom Hocker gerissen wie anscheinend bei vielen anderen. Jeder Mensch ist aber anders und weil die Geschichte ein wichtiges Thema (Mobbing #wortehabenkonsequenzen ) ergreift, sollte man es sich durchlesen. Auch wenn man Hannah nicht gut verstehen kann, versteht man trotzdem welche Konsequenzen auch die kleinsten Fehler auf andere eine Auswirkung haben können.

4/5 für "Tote Mädchen lügen nicht" von Jay Asher
buechervertraeumt.blogspot.com

Veröffentlicht am 12.04.2017

Die Wahrheit ist zum sterben schön...

THE AMATEURS - Wer zuletzt stirbt
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Inhalt:
Aerin Kelly war elf, als ihre ältere Schwester Helena verschwand. Fünf Jahre später wird Helenas Leiche gefunden. Sechs Jahre später legt die Polizei den Fall zu den Akten, ohne eine Spur von dem ...

Inhalt:
Aerin Kelly war elf, als ihre ältere Schwester Helena verschwand. Fünf Jahre später wird Helenas Leiche gefunden. Sechs Jahre später legt die Polizei den Fall zu den Akten, ohne eine Spur von dem Mörder. Aerin macht sich sich auf eigene Faust auf die Suche. Über die Website Case Not Closed nimmt sie Kontakt zu zwei Teenagern auf, Seneca und Maddox, die ebenfalls Angehörige verloren haben. Gemeinsam versuchen sie, den Fall Helena zu lösen. Doch als ihre Nachforschungen voranschreiten, schwant ihnen, dass ihre Zusammenarbeit kein Zufall ist. Und dass etwas - oder jemand - alle drei Fälle verbindet...


Meine Meinung:
Neben "Pretty little liars" , "The lying Game" und "The Perfectionists" hat Sara Shepard dieses Jahr eine neue Reihe gestartet. Mit "The Amateurs - Wer zuletzt stirbt" kann man sich definitiv auf einen Thriller, wie Shepard ihn immer verfasst, freuen!
"The Amateurs - Wer zuletzt stirbt" handelt von, wie sonst auch üblich, von fünf Teenagern in selber Altersgruppe: Aerin, Seneca, Maddox, Brett und Madison. Dieses Mal hüten sie allerdings nicht wie in den anderen Reihen ein Geheimnis, sondern versuchen herauszufinden was das Geheimnis ist bzw. wer Helenas Mörder ist und was genau passiert ist. Dabei stoßen sie auf Ergebnisse, die kaum zu glauben sind und geraten sogar selbst in Schussposition.

Der Schreibstil ist nicht leicht zu lesen. Bei hat es sehr lange gedauert bis ich mich an sie gewöhnt habe, denn in diesem Buch wird die Geschichte vom allwissenden Erzähler erzählt. Man kann sich daher auch nicht so gut in die Personen reinfühlen. Durch den Schreibstil steht vor allem der Thriller und nicht die typischen Teenagerprobleme im Vordergrund, was zum einen gut ist, aber zum anderen auch länger dauert in die Geschichte reinzukommen.
Die Kapitel haben eine sehr kurze Länge mit einem Durchschnitt von zehn Seiten.
Die Protagonisten sind definitiv Charaktere mit denen man kaum Probleme in einem Buch hat. Es ist so, dass man schon einen Favoriten hat, was bei fünf Personen aber auch normal sein sollte, aber da der Schreibstil weniger für die Gefühle und Emotionen spricht, ist es schon eine Leistung, dass man die Charaktere trotzdem sehr gut versteht.
Die Geschichte ist sehr gut nachvollziehbar. Das Problem ist einfach, dass der Klappentext des Buchs zu viel über die Geschichte verraten hat, sodass es einfach langweilig bleibt, weil man weiß was passiert und weil es dann auch noch von ein paar Klischees begleitet wird wirkt die Geschichte langweilig, weil genau das passiert was man erwartet. Man möchte zwar wissen was als nächstes passiert, aber dazu ist einfach nicht hoch, sodass man es sogar abbrechen könnte ohne der Geschichte nachzutrauern. Das ist für einen Thriller ein Minuspunkt. Irgendwann findet man allerdings durch Showdowns sehr gut in das Buch rein und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist aber schwer an diesen Punkt zu kommen. Die Handlung nimmt einen schönen, spannenden Lauf, aber es fehlt einfach das gewisse Etwas. Zum Glück gibt es dann auch, aber dieser Punkt ist bei jedem anders, weshalb ich auch hier nichts versprechen kann. Schließlich konnte mich das Ende dann aber doch von dem Buch überzeugen. Daher mein
Fazit: Als Auftakt für eine neue Thriller Reihe, ist es einfach zu langweilig und vorhersehbar geworden. Das Ende macht dem aber alles gleich. Für zwischendurch oder einfach mal so ist es ein gutes Buch und geeignet für Leute, die sich mal in einem neuen Genre ausprobieren wollen, weil das Genre hier genug dafür vertreten ist.


Das Cover:
Das Cover ist komplett in rosa gehalten und weißt Pralinen auf dem Cover auf, was so ziemlich gar nichts mit der Geschichte zu tun hat. Ein Papierkranich wäre dann vielleicht doch besser gewesen. Allerdings ist das Cover eines der schönsten von Sara Shepards Exemplaren.
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