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Veröffentlicht am 20.04.2025

Zurück in Deutschland *Achtung Spoiler*

Die Frauen vom Karlsplatz: Maria
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1968 wird ein Traum für Maria wahr. Zum ersten Mal in ihrem Leben reist die junge Balletttänzerin nach Deutschland, um an der Oper in Berlin ihr erstes Solo-Engagement zu tanzen. Doch es soll nicht so ...

1968 wird ein Traum für Maria wahr. Zum ersten Mal in ihrem Leben reist die junge Balletttänzerin nach Deutschland, um an der Oper in Berlin ihr erstes Solo-Engagement zu tanzen. Doch es soll nicht so einfach werden, wie sie es sich erhofft hat. Neben dem Tanztraining begibt sie sich auf die Suche nach den Spuren ihrer Herkunft und lässt sich von Alfred, den Choreographen, umwerben. Neben Alfred scheint auch Juri mehr für sie zu empfinden, als Freundschaft. Als Maria Alfred von sich wegstößt, nimmt er ihr kurzerhand das Solo kurz vor der Prämiere weg. In der Zwischenzeit sucht Maria die Villa auf, in der ihre Eltern sich kennengelernt haben. Da ihr Vater David sie gebeten hatte, nach einer Zeichnung ihrer Mutter Vera zu suchen, begibt sie sich kurzerhand zu der Villa und lernt dort die Kinder von Wilhelm, der ehemalige Ehemann von Vera, kennen. Diese händigen ihr das Bild aus und erzählen, dass sie adoptiert sind und Wilhelm seiner neuen Frau ebenfalls Unfruchtbarkeit vorwirft. Wilhelm bekommt es mit, dass das Bild fehlt und beschließt Maria aufzusuchen. Er möchte den Grund kennenlernen, warum Vera ihn nach dem Krieg verlassen hatte. Auch für David und Vera ist es schwer gewesen, für den Auftritt und eine Ausstellung nach Deutschland zurück zu kommen. Doch sie kommen sich wieder näher, Maria bekommt ihr Solo zurück, verliebt sich in Juri und lernt ihren Vater und ihre Schwester weiter kennen.

Mein Fazit
Ein herzzerreißender Abschluss der vier Generationen an Frauen. Ein Buch das alte Wunden langsam heilen lässt und einen bewusst macht, welche Möglichkeiten man in der aktuellen Zeit bekommt. Es zeigt, dass man alles überstehen kann, solange man kämpft.

Mein Lieblingszitat:
Maria sah zwischen ihren Eltern hin und her. Irrte sie sich, oder flirrte die Luft zwischen ihnen? Wie eine alte Freude aneinander, die sich unerwartet Bahn brach, weil sie endlich wieder zusammen waren.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Was der Krieg aus einem macht *Achtung Spoiler*

Die Frauen vom Karlsplatz: Vera
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Im Jahr 1943 lebt Vera im Haus am Karlsplatz mit ihrem Mann Wilhelm und seiner Mutter Käthe. Ihr Mann Wilhelm ist als Flieger an der Front und ein überzeugter Nationalsozialist. Neben seinen politischen ...

Im Jahr 1943 lebt Vera im Haus am Karlsplatz mit ihrem Mann Wilhelm und seiner Mutter Käthe. Ihr Mann Wilhelm ist als Flieger an der Front und ein überzeugter Nationalsozialist. Neben seinen politischen Ansichten macht er Vera ständig vorwürfe, sie würde ihm kein Kind gebären, da sie unfruchtbar wäre. Das führt bei seinen wenigen Heimurlauben immer wieder zu heftigem Streit. Sie kann sich immer weniger mit seinen Denkweisen identifizieren und ist regelrecht erleichtert, wenn er nicht zuhause ist. Als Vera eines Tages in ihrer Gartenlaube den jüdischen Künstler David findet, entscheidet sie sich, ihn in ihrem Haus zu verstecken - obwohl sie weiß, daß sie sich damit auch in große Gefahr bringt. Bald verbindet die beiden einsamen Menschen eine Beziehung, die ihnen Halt in einer trostlosen Zeit gibt. Als David beinah durch die Familie, die über einen Einquartierungsbescheid in Käthes Haus untergebracht wurde, verpfiffen wurde, half Käthe bei der Vertuschung. Doch als der Krieg endlich zu Ende ist, müssen sie sich entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen. Nichtsahnend, dass Vera von David Schwanger ist, verlässt er Deutschland und flieht in die USA. Als die Russen kamen, plünderten sie die bewohnten Häuser und vergewaltigten viele der Frauen, darunter auch Vera. Um mit all den traumatischen Erfahrungen klar zu kommen und weg zu sein, bevor Wilhem aus dem Krieg zurück kommt, wandert Vera zu ihrer Schwiegermutter Henny nach Buenos Aires aus und lässt Käthe zurück.

Mein Fazit
Für mich der beste Band der Reihe. Die Zeit des Krieges und Geschichten von Juden ist jedem bekannt, aber kaum einer redet über die, die welche versteckt haben. Zudem wird selten über Unfruchtbarkeit in Ehen der damaligen Zeit gesprochen und was dies für Betroffene bedeutete.

Mein Lieblingszitat:
Jeden Atemzug, den wir tun, widmen wir unserem geliebten Führer, unserem Land. Und da kommen Sie hier herein und wagen es, vor seinen Augen zuzugeben, dass es in Berlin noch Juden gibt? Dabei soll die Stadt doch seit Jahren judenrein sein. War das etwa eine Lüge?

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Die zweite Generation *Achtung Spoiler*

Die Frauen vom Karlsplatz: Henny
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Für Henny erfüllt sich im Jahr 1913 ein Traum. Sie darf Medizin studieren. Doch sie muß hart dafür kämpfen, denn in der Männerwelt der Universität ist kein Platz für eine studierende Frau. Als sie den ...

Für Henny erfüllt sich im Jahr 1913 ein Traum. Sie darf Medizin studieren. Doch sie muß hart dafür kämpfen, denn in der Männerwelt der Universität ist kein Platz für eine studierende Frau. Als sie den jungen Arzt Paul kennenlernt, verliebt sie sich sofort in ihn. Auch Paul ist von Henny hingerissen, aber er ist mit der reichen Friederike verlobt. Durch sie erhofft er sich den Aufstieg in die wohlhabende Gesellschaft. Als er sich dann doch von Friederike trennt, um für Henny frei zu sein, beginnt für die beiden eine Zeit wie im Rausch. Da Henny Angst vor einer Schwangerschaft hat, holt sie sich Hilfe bei einer vertrauenswürdigen Ärztin, doch ihre Sorgfalt nervt Paul. Immer öfter kommt es zum Streit, weil Paul eine Begeisterung für den drohenden Krieg entwickelt, mit der Henny so gar nicht einverstanden ist. An einem Abend unterwegs haben beide Geschlechtsverkehr in einer Seitenstraße, weswegen Henny keine Vorkehrungen treffen kann. Als es dann wirklich zum Krieg kommt, meldet Paul sich freiwillig zur Front. Henny bleibt allein zurück - unverheiratet und schwanger...Da ihre Ziehmutter Auguste bereits verstorben ist, bleibt sie mit Olga und ihrem Sohn Wilhelm zurück. Auf der Suche nach ihrem leiblichen Vater, sucht sie während des Krieges Kontakt zu Augustes Mutter Käthe, welche die drei, wenn auch nicht ganz freiwillig, aufnimmt - Henny ist keine Blutsverwandtschaft.

Mein Fazit
Bevor der Krieg beginnt, ist eine revolutionäre Zeit für Frauen. Es ist ihnen von nun an gestattet, studieren zu dürfen. Henny möchte eine moderne Frau sein, jedoch ist dies nicht so einfach. Als unverheiratete Mutter im Krieg brechen schwere Zeiten für alle an.

Mein Lieblingszitat:
Mein ganzes Leben habe ich an einen falschen Stolz verschenkt. Er hat mich alles gekostet, das ich geliebt habe. Machen Sie nicht den gleichen Fehler wie ich. Stolz ist wichtig, aber es gibt Momente im Leben, da muss man ihn hinunterschlucken und das Glück beim Schopf packen.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Die erste Generation *Achtung Spoiler*

Die Frauen vom Karlsplatz: Auguste
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Im Jahr 1892 zieht Auguste mit ihren Eltern nach Lichterfelde, einer vornehmen Gegend bei Berlin. Sie soll dort die höhere Schule für Mädchen besuchen und alles lernen, was eine gute Ehefrau und Mutter ...

Im Jahr 1892 zieht Auguste mit ihren Eltern nach Lichterfelde, einer vornehmen Gegend bei Berlin. Sie soll dort die höhere Schule für Mädchen besuchen und alles lernen, was eine gute Ehefrau und Mutter wissen muß. Doch Auguste hat ganz andere Zukunftspläne. Sie will frei und ungebunden sein. Ihre Klassenkameradin Lotte denkt genau wie Auguste nicht an eine Ehe und Kinder. Sie will Ärztin werden, obwohl Frauen im Kaiserreich nicht studieren dürfen. Die beiden Mädchen werden bald unzertrennlich. Doch ihre Eltern setzen sich über die Wünsche ihrer Töchter hinweg. Auguste soll so schnell wie möglich verlobt werden und auch Lottes Eltern greifen rücksichtslos in das Leben ihrer Tochter ein. Da trifft Auguste eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird!
Was niemand weiß: Auguste liebt Lotte und keine Männer. Nachdem Lotte jedoch in eine Anstalt kommt, wird sie dort schwanger von ihrem Therapeuten. Als diese bei der Geburt stirbt, entscheidet Auguste sich dazu, sich von ihrer Familie abzuwenden und Lottes Kind, Henny, zu adoptieren. Zudem möchte sie ihren Traum verfolgen und Lehrerin werden. Zusammen mit Olga wächst sie in die Rolle der Mutter und wird finanziell von Ludwig unterstützt, der wie sie das gleiche Geheimnis teilt.

Mein Fazit:
Eine Zeit, in der die Frau keine Entscheidung treffen darf und es nur darum geht, dass man angesehen heiratet und Mutter wird. Auguste ist jedoch der Beweis, dass Liebe schon damals nicht erzwungen werden konnte und man für sich einstehen sollte.

Mein Lieblingszitat:
Was hat es dir genützt, Vater zu heiraten, Kinder zu bekommen, in einem schönen Haus zu wohnen? Du bist Ehefrau und Mutter und die unglücklichste Frau, die ich kenne.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Dunkle Zeiten brechen an

Fräulein Gold: Nacht über der Havel
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1930: Die aktuellen Zeiten machen es den Juden immer schwerer. Max lebt in Scheidung und führt eine inoffizielle Beziehung mit Hulda. Hulda ist sehr glücklich mit Max und die Liebe, die er sich ihrer Tochter ...

1930: Die aktuellen Zeiten machen es den Juden immer schwerer. Max lebt in Scheidung und führt eine inoffizielle Beziehung mit Hulda. Hulda ist sehr glücklich mit Max und die Liebe, die er sich ihrer Tochter Meta entgegen bringt. Er ist der erste Mann, mit dem Hulda sich eine Ehe wünscht und er möchte ihr einen Antrag machen. Sie lernt durch ihn Ursula Rosenzweig kennen, deren Tochter Jutta zur „Bündische Jugend“ gehört und nachts durch die Wälder zieht, sowie Tochter Hella, die kurz vor der Entbindung eine Hebamme sucht. Indes läuft die Ehe bei Karl nicht so wie geplant. Es sprühen zwar noch immer die Funken, jedoch möchte seine Frau und ihr Vater, dass er wieder in der Roten Burg anfängt und nicht mehr selbstständig ist. Als der Mord von Joachim, der Anführer der „Bündischen“ aufgeklärt werden soll, wird Irma von Kriminalrats Gennat als einzige Frau hinzugezogen. Jutta, die seine Freundin war, weiß anscheinend mehr zu seinem Tod, als sie zugibt. Durch einen gemeinsamen Tag mit Karl, bei dem er anschließend auf Meta aufpasst, während Hulda zu Hellas Geburt eilt, steht er sich seine Liebe Hulda gegenüber ein. Doch kurz darauf erfährt er, dass Pippa schwanger ist. Max Hulda endlich den ersehnten Antrag. Zudem wird Berts Geburtstagsfeier von der SA gesprengt.

Mein Fazit:
Endlich hat Hulda in Max den Mann fürs Leben gefunden. Doch das Glück scheint erneut ins schwanken zu geraten, als die Übergriffe der SA schlimmer werden. Die Anhänger von Hitler sind zudem der Grund, weswegen Hulda erneut in einen Mordfall verwickelt wird. Durch Karls Gefühle wird es auch nochmal spannend.

Mein Lieblingszitat:
Die Welt voller Schmutz und Lärm, Gestank und Getöse, Schatten und Licht verschwand, und es gab nur noch sie beide.

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