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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2023

Spannend und unterhaltsam

Keltenzorn
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Am mystischen Glauberg soll Molybdän abgebaut werden, davor wird allerdings noch eine Notgrabung durchgeführt. Archäologin Mara entdeckt dabei mit ihrem Team das Skelett einer keltischen Fürstin. Einer ...

Am mystischen Glauberg soll Molybdän abgebaut werden, davor wird allerdings noch eine Notgrabung durchgeführt. Archäologin Mara entdeckt dabei mit ihrem Team das Skelett einer keltischen Fürstin. Einer ihrer Grabunshelfer informiert Peter Gruber, den Keltenexperten schlechthin und Maras ehemaligen Dozenten, den sie nicht in bester Erinnerung hat. Dieser taucht überraschender Weise nachts auf, stiehlt das Skelett und legt stattdessen eine verwesende Katze ins Grab. Gönnt er ihr den Sensationsfund nicht? Kurz darauf liegt ebendieser Keltenexperte selbst geköpft im ausgehobenen Grab. Ein Mord nach keltischem Vorbild? Mara ist sich ihrer Sache eigentlich sicher, Kommissar Daniel zweifelt allerdings noch an ihren Thesen. Wenig später taucht eine zweite Leiche auf, die ebenfalls auf ein keltisches Ritual schließen lässt. Sollen die Morde den Celtoi, einer Vereinigung von Neokelten, die sich hier in der Nähe formiert hat, in die Schuhe geschoben werden oder ist ein fantaischer Keltenkrieger unterwegs?

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Veröffentlicht am 13.02.2023

Unterhaltsam

Todesrauscher
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Hauptkommissar Christian Bär wird zu einem vermeintlichen Unglücksfall in einer Frankfurter Apfelweinkelterei gerufen. In einem Tank ist ein Arbeiter im Most ertrunken.
Warum kroch der Mann kurz vor dem ...

Hauptkommissar Christian Bär wird zu einem vermeintlichen Unglücksfall in einer Frankfurter Apfelweinkelterei gerufen. In einem Tank ist ein Arbeiter im Most ertrunken.
Warum kroch der Mann kurz vor dem Befüllen des Tanks dort hinein und wer schloss die Luke hinter ihm? War es tatsächlich ein schrecklicher Unfall oder steckt mehr hinter diesem Vorfall?
Die Polizei geht zu Beginn von einem Unfall aus, doch Reporterin Roberta Hennig, die zufällig für eine Reportage vor Ort ist, wittert mehr hinter den Ereignissen und beginnt auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen.
Es dauert nicht lange und ein zweiter Mord geschieht, durch den Roberta Hennig persönlich betroffen ist. Nun kann sie gar nicht anders, als weiter auf Spurensuche zu gehen, auch wenn sie damit den Unmut Christian Bärs erregt, den sie eigentlich ganz anziehend findet…

“Todesrauscher” ist der erste Fall von mittlerweile drei erschienenen Geschichten, in denen mit Hauptkommissar Christian Bär und Roberta Hennig ein ungleiches Ermittlerteam im Mittelpunkt steht.
So ist es selbstverständlich, dass der Leser in ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer Zeuge ihres Kennenlernens wird und zudem einiges aus ihrer beider Vergangenheit erfährt. Dies dient zum Teil der Figurenentwicklung, aber auch zur Klärung dieses ersten Falls.

Die Geschichte spielt im Rhein-Main-Gebiet im Großraum Frankfurt. Als Leser erfährt man einiges über die Geschichte des Apfelweins, des Hessens liebstes “Stöffche”, ohne dass einem diese Lehrstunde jedoch jemals langweilig wird. Diese Informationen sind stets eng mit dem Verlauf der Handlung verwoben und nicht selten für die Klärung des Falls von Nöten.

Christian Bär und Roberta Hennig sind interessante Charaktere mit Ecken und Kanten, zu denen man trotz ihrer Fehler und Eigenarten Sympathie entwickelt.
Es deutet sich im Verlauf der Geschichte an, dass aus den beiden ein Paar werden könnte, doch zu oft geraten die beiden auf Grund von Differenzen in ihren Jobs aneinander, als dass dies bereits in ihrem ersten Fall geschieht. Es sind keine albernen Kabbeleien, die die beiden miteinander austragen, sondern es bestehen nachvollziehbare Entwicklungen und Lebenseinstellungen sowohl bei Bär als auch bei Hennig, in denen die Ursachen dafür zu finden sind.
So kann man es als Leser nur zu gut nachvollziehen, warum auf der einen Seite die Anziehung zwischen den beiden Charakteren entsteht, sich auf der anderen Seite aber (noch) keine Beziehung daraus entwickelt.

Der Spannungsbogen in der Geschichte wird stets aufrecht erhalten durch mehrere Figuren, die hinter den Morden stecken könnten.
Als Leser liest man zudem immer wieder die Stimme des Mörders im Hintergrund, ohne zu wissen, wer dahinter steckt. So weiß man als Leser zwar etwas mehr als die beiden Ermittler, die keinen Einblick in die Gedanken des Mörders haben, aber auch nur so viel, dass man bis zum Ende hin der Auflösung der Apfelweinmorde entgegenfiebern muss.

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Veröffentlicht am 12.02.2023

Unterhaltsamer Wienkrimi

Verschwörungsmelange
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Chefober Leopold hat wieder zugeschlagen. Nicht wörtlich, sondern als neugieriger Privatermittler, der alles vor der Polizei weiss. Diesmal geht es um Fussball, um eine Fusion zweier Wiener Amateurvereine ...

Chefober Leopold hat wieder zugeschlagen. Nicht wörtlich, sondern als neugieriger Privatermittler, der alles vor der Polizei weiss. Diesmal geht es um Fussball, um eine Fusion zweier Wiener Amateurvereine im gleichen Stadtteil. Details der Handlung erspare ich mir, klar ist jedoch, dass Leopold und sein Freund, der Lehrer und Frauenheld Korber den Fall lösen.
Bei diesem Roman von Hermann Bauer - auch die anderen Beiden habe ich gelesen, ist mir mehr als zuvor der Unterschied in der Sprache aufgefallen, und zwar von Kapitel zu Kapitel. Einige sprühen vor Feinsinn, der berühmte Wiener Schmäh ist gekonnt und pointiert eingesetzt, andere Passagen dagegen strotzen vor hölzernen, allzu simplen Dialogen. Da dies besonders auffällt, wenn die Fussballer der Handlung unter sich sind, unterstelle ich dem Autoren, dass er dies mit Absicht als Stilmittel einsetzt. Mir war diese Stilmittel allerdings bisweilen etwas zu platt und klischeehaft geraten. Ansonsten aber: Wieder ein gelungener Krimi um den neugierigen Ober Leopold.

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Veröffentlicht am 12.02.2023

Unterhaltsam

Schnitzlerlust
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Leopolds Freund Thomas Korber hat die Aufgabe, verschiedene Stücke von dem Autor Arthur Schnitzler aufzuführen. Elisabeth Dorfer, die eine Hauptrolle spielt, bekommt sehr anstössige Briefe und weiss nicht ...

Leopolds Freund Thomas Korber hat die Aufgabe, verschiedene Stücke von dem Autor Arthur Schnitzler aufzuführen. Elisabeth Dorfer, die eine Hauptrolle spielt, bekommt sehr anstössige Briefe und weiss nicht mehr, wem sie trauen kann. Gleichzeitig treffen sich fünf ehemalige Schüler des Floridsdorfer Gymnasiums, um ihrem traurigen Ehealltag mit einem Seitensprung zu entkommen. Dazu haben sie eine ehemalige, einsame Pension gemietet. Der Organisator Emmerich Holub hat noch zusätzlich die mysteriöse Klara eingeladen. Am anderen Morgen wird Klara im Garten tot aufgefunden. Sie wurde mit einem Stein erschlagen. Dummerweise erfahren jetzt die Ehepartner von diesem heimlichen Treffen und sind natürlich alles andere als erfreut. Ein Alptraum für die fünf Freunde. Es beginnt ein Spiessrutenlauf. Leopold kann das Kriminalisieren nicht lassen und beginnt zu ermitteln.

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Veröffentlicht am 12.02.2023

Wiener Oberkellner ermittelt

Philosophenpunsch
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Ein Wiener Oberkellner glänzt mit detektivischem Gespür
An den Tagen vor dem Heiligen Abend, hat Ober Leopold besonders viel im Cafe Heller zu tun.
Neben seinen Stammgästen muss er auch die Angestellten ...

Ein Wiener Oberkellner glänzt mit detektivischem Gespür
An den Tagen vor dem Heiligen Abend, hat Ober Leopold besonders viel im Cafe Heller zu tun.
Neben seinen Stammgästen muss er auch die Angestellten der Bekleidungsfirma Frick betreuen, die zur Weihnachtsfeier in das Kaffeehaus eingeladen wurden. Auch die Mitglieder des wöchentlichen „Philosophenzirkel“- Stammtisches haben sich wieder eingefunden, um über Gott und die Welt zu diskutieren. Ein weibliches Mitglied, Veronika Plank, glänzt mehr durch ihr verführerisches Aussehen und ihre offenherzige Art als durch ihre Intelligenz. Nach einigen Gläsern Punsch, die Aggression und Streit erzeugen, verlässt sie das Lokal. Kurze Zeit später wird ihre Leiche im frischen Schnee gefunden, offenbar erwürgt mit einem Schal. Als Leopold von diesem Mord erfährt, kann ihn niemand mehr davon abhalten in eigener Sache zu ermitteln. Auch nicht seine alte Tante Agnes Windbichler, die es sich in den Kopf gesetzt hat, Weihnachten mit ihrem Neffen in Wien und nicht allein in Weitra, im Waldviertel, zu verbringen.
Auch dieses Buch von Hermann Bauer, in dem er den gewitzten Oberkellner Leopold ermitteln lässt, hat mich wieder vollends überzeugt. Der Roman liest sich flüssig und sehr unterhaltsam. Man kann sich so herrlich die verschiedenen Typen im Kaffeehaus vorstellen und in die Atmosphäre von weihnachtlichem Punsch, Weihnachtsvorfreude aber auch aufsteigender Aggression und Streitlust eintauchen. Ich sehe förmlich das hektische Herumwirbeln des Obers vor mir und schmunzle über seinen Wiener Schmäh und sein Herumgranteln. Die altbekannten Charaktere wie Leopolds Freund Thomas Korber und das Kaffeehausbesitzer-Ehepaar Heller erzeugen Wiedersehensfreude beim Lesen, aber hier schießt Leopolds Tante Agnes den Vogel ab. Sie nervt Leopold mit ihrer direkten und fordernden Art und schenkt dem Leser ein paar sehr humorvolle Momente. Dieser Roman gefällt bestimmt, wenn man gerne Cosy Crimes, hier mit Wiener Lokalkolorit, liest.

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