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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2025

Ein romantischer Schmöker

Happy End für zwei
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Evie Summers glaubt an die „magischen Momente“, wie man sie aus den klassischen romantischen Komödien kennt, und möchte sich auf diesem Wege verlieben. Leider gestalten sich solche Situationen in der Realität ...

Evie Summers glaubt an die „magischen Momente“, wie man sie aus den klassischen romantischen Komödien kennt, und möchte sich auf diesem Wege verlieben. Leider gestalten sich solche Situationen in der Realität aber meist anders als im Film, denn kaum jemand ist begeistert, wenn er mit einem Becher Saft bekleckert wird oder Ähnliches.
Um aber den renommierten Drehbuchautor und aktuell wichtigsten Kunden ihrer Filmagentur zum Schreiben eines neuen Drehbuchs zu bewegen, stellt dieser die Bedingung, sie solle beweisen, dass die romantische Liebe auf diesem Wege möglich ist. So muss sie also versuchen, über solch „schicksalhafte Begegnungen“ den Mann ihres Lebens zu finden, was sich im wahren Leben aber schwieriger gestaltet als gedacht. Ob Buchclub oder Roadtrip – sie lässt nichts unversucht, aber die wahre Liebe lässt sich leider nicht planen ...
Ein romantischer Schmöker mit witzigen Szenen. Genau das Richtige für junge Frauen, die an die romantische Liebe glauben.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Ich habe jede Seite geliebt

Minna. Kopf hoch, Schultern zurück
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Im ersten Band ihrer Mütter-Trilogie entführt die Autorin den Leser zunächst in die Goldenen Zwanziger, die Minna an der Seite ihres wohlhabenden Ehemannes in vollen Zügen erleben und genießen kann. Überschattet ...

Im ersten Band ihrer Mütter-Trilogie entführt die Autorin den Leser zunächst in die Goldenen Zwanziger, die Minna an der Seite ihres wohlhabenden Ehemannes in vollen Zügen erleben und genießen kann. Überschattet allein durch die gesellschaftlichen Konventionen vonseiten ihrer neuen Schwiegereltern taucht sie ein in eine fremde, mondäne Welt voller Glamour. Die gelernte Schneiderin macht sich schnell einen Ruf und gründet ein eigenes, florierendes Unternehmen ...
Schon bald jedoch nimmt die Tragödie ihren Lauf – Weltwirtschaftskrise, Ausbruch des 2. Weltkriegs, ganz zu schweigen von den nicht abreißen wollenden Schicksalsschlägen im privaten und familiären Umfeld der Protagonistin.
Ein ergreifender Roman über eine starke Frau und die Widrigkeiten einer – noch gar nicht allzu lange zurückliegenden - Vergangenheit. Sicher auch unabhängig von den beiden Folgebänden ein interessanter Lesegenuss für alle Freunde von Familiensagas und -geheimnissen.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Ein fesselnder Roman für Leser mit Mut

In unserem Universum sind wir unendlich
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Zugegeben, zuerst habe ich mich ein wenig gescheut, dieses Buch zur Hand zu nehmen, dann aber war ich sofort gefesselt von der – ebenso romantischen wie auch tragischen – Geschichte zwischen Emil und Ansel. ...

Zugegeben, zuerst habe ich mich ein wenig gescheut, dieses Buch zur Hand zu nehmen, dann aber war ich sofort gefesselt von der – ebenso romantischen wie auch tragischen – Geschichte zwischen Emil und Ansel. Der Autorin ist es meisterhaft gelungen, den Zwiespalt, in dem sich Ansel befindet, wie auch seine erste Liebe einfühlsam, realistisch und berührend zu schildern. Dasselbe gilt auch für die Tragik durch die sich immer weiter verschlimmernde Erkrankung Emils.

Als Leser fällt es schwer, die letzten Seiten umzublättern und Emil bis zum Schluss zu begleiten, aber im Leben kann man davor ja auch nicht die Augen verschließen. Weder geschah ein Wunder, noch ließ die Autorin das Ende offen – dafür meinen höchsten Respekt. Das Buch sollte jeden aufrütteln, sich auf das wirklich Wichtige im Leben zu fokussieren, denn keine Liebe ist selbstverständlich und unendlich.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Ein ungewöhnliches, lyrisches Werk

Ein Geist in der Kehle
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Ich bin ein bisschen hin und hergerissen: Einerseits habe ich mich etwas schwergetan, was die irische Sprache betrifft, d. h. bestimmte Begrifflichkeiten und Personennamen im Text, und fand auch gewisse ...

Ich bin ein bisschen hin und hergerissen: Einerseits habe ich mich etwas schwergetan, was die irische Sprache betrifft, d. h. bestimmte Begrifflichkeiten und Personennamen im Text, und fand auch gewisse Ausführungen zur Geschichte und zum Familienstammbaum von Eiblin Dubd Ni Chonaill recht langatmig bzw. schwer zu verfolgen und im Gedächtnis zu behalten.
Andererseits rückt gerade das Interview am Ende des Buches die Besessenheit in ein ganz anderes Licht, in die sowohl die Autorin als auch die Protagonistin bei ihren geschichtlichen Recherchen verfallen sind.
„Dies ist ein weiblicher Text“ … diese Phrase und all ihre Lesarten ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Die Bedeutung des Frauseins damals und heute … Leidenschaft und Begehren … Rollenbilder, Stellung, die Veränderung des Körpers … Blut und Milch … ja auch – und vor allem – Stolz.
Mit „Ein Geist in der Kehle“ schuf die Autorin ein ungewöhnliches, lyrisches Werk mit stark autofiktionalen Einflüssen, das den Leser, genau wie die Protagonistin, mit Fragen zurücklässt und zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Berührendes Fundstück

Man kann Müttern nicht trauen
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Dieses autobiografisch angelehnte Buch sprach mich sofort an, denn auch ich sah mich vor Jahren gezwungen, mit meiner eigenen Mutter zu brechen. Ein wunder Punkt, dennoch bin ich gerne an den Erlebnissen ...

Dieses autobiografisch angelehnte Buch sprach mich sofort an, denn auch ich sah mich vor Jahren gezwungen, mit meiner eigenen Mutter zu brechen. Ein wunder Punkt, dennoch bin ich gerne an den Erlebnissen und Erfahrungen anderer betroffener Personen interessiert.

A. Roedig beschreibt in ihrem Werk gekonnt und erschütternd die sich schleichend entwickelnden familiären Schwierigkeiten – von fraglichen Erziehungsmethoden bis hin zur großen Eskalation – wie auch ihre spätere Beziehung als erwachsene Frau zu einer narzisstischen Mutter, zu der sie bis zuletzt keinen Zugang findet.
Anhand authentischer Schriftstücke (Briefe, Notizen, Tagebucheinträge) gibt A. Roedig einen realen Einblick in die Psyche und Seele der betroffenen Geschwister und lässt den Leser oft kopfschüttelnd zurück. Die in anderen Rezensionen kritisierten mangelnden Emotionen im Schreibstil der Autorin kann ich wiederum sehr gut nachvollziehen, denn auch ich bin mit den Jahren abgestumpft und traue mich nicht, dieses Thema nah an mich heranzulassen.

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