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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2026

fabelhafter 2. Band: wieder vielfältig, informativ und hilfreich

Landlust Naturapotheke 2
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Nachdem der erste Band sich dem Herbst und Winter gewidmet hat, gibt es nun den Folgeband zum Frühling und Sommer.

Nach einer Einführung und Anleitung zur Herstellung von Frischsaft,Tinktur sowie Ölauszug ...

Nachdem der erste Band sich dem Herbst und Winter gewidmet hat, gibt es nun den Folgeband zum Frühling und Sommer.

Nach einer Einführung und Anleitung zur Herstellung von Frischsaft,Tinktur sowie Ölauszug finden sich noch Beschreibungenund Tipps zum Anbau und Nutzung von Heilpflanzen aus dem eigenen Garten. Kapitelweise werden Wildkräuter, Blüten,Blätter und Sprossen aus der Baumheilkunde für den Frühling sowie Vom Wegesrand und Gartenkräuter für den Sommer besprochen, jeweils eine Reihe von Pflanzen und Rezepten dargestellt und weitergegeben. Gut gefällt mir, dass auch auf Inhaltsstoffe und Wirkweisen eingegangen wird, Pflanzen und wirksame Teile auch im Foto gezeigt werden. Vieles davon wächst in meinem Garten und ich kann es nun noch vielseitiger nutzen als bisher. Die Rezepte egal ob nun als Tee, Umschlag, Öl, Badezusatz, Saft, Mus, Kompresse, Auflage, Salbe… sind gut erklärt, lassen sich leicht nacharbeiten und fallen ausgesprochen vielfältig und auf mich sehr ansprechend aus. Man kann hervorragend stöbern, was einem gut tun würde oder in konkreten Fällen auch direkt Lösungen finden. Ich finde das Buch sehr hilfreich um Pflanzenportraits nachzulesen und Anwendungen nachzuarbeiten.

Veröffentlicht am 16.05.2026

erfrischend und gut erklärt; eine Hilfe zur eigenen Auseinandersetzung

Was dein Leben leichter macht
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Sina Haghiri, unter anderem als Psychotherapeut tätig, vermittelt in 20 Kapiteln Wissen und Erkenntnisse der Psychologie. Dabei betont er ausdrücklich, keine Tipps geben zu wollen, da er diese als Placebos ...

Sina Haghiri, unter anderem als Psychotherapeut tätig, vermittelt in 20 Kapiteln Wissen und Erkenntnisse der Psychologie. Dabei betont er ausdrücklich, keine Tipps geben zu wollen, da er diese als Placebos betrachtet, die nichts am eigentlichen Problem verändern, sondern die eigne Auseinandersetzung ausbremsen. So reicht er das Wissen, schön angerichtet, weiter, beispielsweise durch Erzählungen, Fallbeispiele, Beschreiben von Forschungsergebnissen, insgesamt immer wertfrei, wertfrei, leicht verständlich, so dass man sich oder einen Teil seiner Situation wiedererkennen und, möglicherweise mit neuem Wissen, reflektieren kann. Es geht umverschiedene Aspekt aus den Bereichen Alltag, Psyche, Gesellschaft und Gesundheit, darunter beispielsweise Zuspätkommen, Streiten, Schlafen, Selbsterkenntnis, Verantwortung, Psycho TÜV und Sterben. Die Texte lassen sich gut lesen, bringen zum Nachdenken. Wer in der Schule, Ausbildung oder Studium etwas mit Psychologie oder Pädagogik zu tun hatte, wird vieles kennen oder wiederfinden, was ich auch sehr positiv finde; ich denke jeder wird hier ganz behutsam Auseinandersetzung und Erkenntnisse finden, die im besten Falle nachwirken und beim Hinterfragen, Verstehen, auch anderer, sowie bei Änderungen im Verhalten tatsächlich hilfreich sein werden.

Veröffentlicht am 09.05.2026

umfangreiches Wissen, sehr gut vermittelt

Das Löwenzahn-Buch
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Mechtilde Frintrup wirft zunächst einen wissenschaftlichen Blick auf die Familie des Löwenzahns, erläutert botanische Grundlagen, Inhaltsstoffe und ihre Einsatzmöglichkeiten als Heilpflanze. Sehr beeindruckend ...

Mechtilde Frintrup wirft zunächst einen wissenschaftlichen Blick auf die Familie des Löwenzahns, erläutert botanische Grundlagen, Inhaltsstoffe und ihre Einsatzmöglichkeiten als Heilpflanze. Sehr beeindruckend fand ich auch die Gewinnung von Kautschuk aus „Russischem Löwenzahn“ in früheren Zeiten sowie die aktuelle Forschung, Züchtung und Nutzung dazu. Eine ausführliche Tabelle mit Inhaltsstoffen sowie Anwendungen im Überblick, nach Organen geordnet, aber auch zur Psyche und spirituellen Anwendungen runden diese Erläuterungen ab.
Dem folgt der praktische Teil, in dem Anbau, Ernte und Nutzen besprochen werden; danach nähert Mechtilde Frintrup sich dem Löwenzahn aus kultureller Sicht, erzählt unter anderem von Pflanzenwesen, Mythen und Geschichen sowie Löwenzahn-Kunst. Im praktischen Teil erhält man beispielsweise Rezepte für Tee, Tinkturen, und Essensrezepte oder die Nutzung der Faser zum Kordel herstellen; Weben oder Flechten, Färben und einigem mehr.

Das Buch ist schön illustriert; zahlreiche Fotos und Zeichnungen ergänzen Erklärungen und Informationen. Ich muss gestehen, dass der Inhalt dieses Buches meine Erwartungen weit übertroffen hat. Die wissenschaftliche Betrachtung fand ich sehr ausführlich und tiefgreifend, die Betrachtung der Pflanze im Verlauf der Jahrhunderte interessant und anschaulich. Die Rezepte, ob für Tee, Gemüse, für Tinkturen, Badezusatz, Pusteblumenkunst oder Fasern, die Sammelvorschläge und Tipps, alles im Jahresverlauf, finde ich sehr ansprechend und ausgesprochen hilfreich. In dieser großen Sammlung habe ich vieles entdeckt, was ich nacharbeiten möchte und ich bin sicher, dass jeder fündig und viel Neues erfahren wird.

Veröffentlicht am 07.05.2026

schöner Restaurantführer mit Rezepten der gehobenen Küche

Zu Gast in der Bretagne
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Die Bücher der Callwey Reihe „Zu Gast“ sind stets sehr hochwertig erstellt, wunderschön illustriert und beeindrucken mit einer bezaubernden Covergestaltung. Mit weitem Abstand war bislang mein absolutes ...

Die Bücher der Callwey Reihe „Zu Gast“ sind stets sehr hochwertig erstellt, wunderschön illustriert und beeindrucken mit einer bezaubernden Covergestaltung. Mit weitem Abstand war bislang mein absolutes Lieblingscover jenes des Sylt-Bandes, bei dem man sogar die Fugen zwischen den Kacheln und auf den Vorsatzseiten den mit Lack aufgebrachten Sand fühlen kann. Nun habe ich ein weiteres, absolut faszinierendes Cover in Händen, allerdings ohne eine vergleichbare Gestaltung der Vorsatzseiten. Den auf dem vorderen Cover abgebildeten Austernschalen wurde durch die Verwendung einer schillernden, mehrfarbigen Folie eine beeindruckende „Perlmuttschicht“ verliehen, das beim Betrachten und Bewegen in den Bann zieht.

Verena Mayer nimmt den Leser mit diesem üppig illustrierten Buch mit auf eine kulinarische Reise durch verschiedene Regionen der Bretagne, ergänzt durch viele schöne Fotos von Landschaften, manchmal auch von Sehenswürdigkeiten, die auch textlich vorgestellt werden. Einen Schwerpunkt bilden die Vorstellungen und Geschichten der Restaurantbesitzer die es mit ihren Restaurants und ihren beigesteuerten Rezepten in diesen prachtvollen Band geschafft haben. Mich erfreuen dabei besonders die verschiedenen Austern- und Muschelrezepte, die für mich ungewöhnlich gewürzt wurden. Die enthaltenen Rezepte entsprechen überwiegend der gehobenen Gastronomie; ich schätze an der Bretagne besonders die autentischen Orte, die noch nicht von Touristenwellen überrollt werden. So hätte ich gerne verschiedene, klassische Varianten traditioneller Gallettes, Kouign-amann oder Kig ha Farz als alltagstaugliche Rezepte gefunden und nach gearbeitet. Eine solche Mitauswahl hätte in breiteres Spektrum, und vor allem auch einen ursprünglicheren Ansatz mit eingebracht. Gerne hätte ich auch mehr über die einzelnen Regionen gelesen; die vier Doppelseiten mit einzelnen Hinweisen zu Ille-Et-Vilaine, Côtes D’Armor, Finistère sowie Morbihan finde ich etwas wenig, hätte davon gerne mehr gehabt und dafür auf einige Restaurantvorstellungen verzichtet und hätte dann diese Reise durch die Bretagne etwas ausgewogener empfunden.

Insgesamt gefällt mir dieses Buch mit dem bezaubernden Cover gut, einzelne Rezepte werde ich ausprobieren.

Veröffentlicht am 07.05.2026

sehr persönliches Kochbuch

Nani
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In diesem Buch erzählt Lea Hürlimann von ihrer Grossmutter, genannt Nani, die Rezepte entwickelt und gesammelt hat; auf einem Foto werden vergilbte Blätter gezeigt, die schon fast auseinanderfallen. Nanis ...

In diesem Buch erzählt Lea Hürlimann von ihrer Grossmutter, genannt Nani, die Rezepte entwickelt und gesammelt hat; auf einem Foto werden vergilbte Blätter gezeigt, die schon fast auseinanderfallen. Nanis größter Wunsch soll gewesen sein, dass sie ein eigenes Kochbuch herausbringt, wodurch ihre Enkelin auf die Idee kam, dieses Buch zu schreiben. So entstand ein einjähriges Projekt der Beiden: Nani kochte, backte und erzählte aus ihrem Leben, beispielsweise, dass sie stets Frisches aus ihrem Garten zubereitete, manchmal auch, wie die einzelnen Rezepte entstanden, von wem sie ein Rezept erhalten hat oder, um wessen Lieblingsrezept es sich handelt. Lea suchte Fotos von Nani und auch sich selber aus, fotografierte jede Menge einzelner Zutaten oder Töpfe (für mich ein bisschen viel an buchfüllenden Seiten) und setzte auch die fertigen Speisen ansprechend in Szene.

Unterteilt sind die Rezepte nach Jahreszeiten, eben so, wie der Garten die Zutaten hergibt. Enthalten sind bekannte Klassiker sowie bündener Rezepte, beispielsweise Contenser Bock, Rhabarberkuchen, Spargel mit hartgekochten Eiern und Kochschinkenscheiben, Holunderküchli, Rhabarberschnittli, Rösti, Rumtopf, Wurst-Käse-Salat, Tomatensalat, Eierstich, Suurbrate, Zimtpittli, Brabanzerl, Birnenhonig und Käseschnitten. Die Rezepte sind allesamt leicht verständlich erklärt und lassen sich gut nacharbeiten; ergänzt werden sie durch ein ganzseitiges Foto der fertigen Speise und manchmal auch durch einen Tipp von Nani.




Die ausgewählten Rezepte finde ich abwechslungsreich und sehr bodenständig, würde sie insgesamt als ansprechende Hausmannskost bezeichnen. So ganz konnte mich das Buch nicht packen; gerne hätte ich statt der mir nichtssagenden Fotoseiten von Blättern, Beeren, der Autorin und anderem ein paar Rezepte mehr in diesem Buch gefunden.