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Veröffentlicht am 02.08.2021

konnte mich nicht begeistern

Heilkraft aus dem Kräutergarten
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Silvia Baumgartner, unter anderem als Dipl. Kräuterpädagogin und Räucherfrau tätig, gibt in diesem Buch Rezepte und Anwendungen weiter. Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die am Buchschnitt durch ...

Silvia Baumgartner, unter anderem als Dipl. Kräuterpädagogin und Räucherfrau tätig, gibt in diesem Buch Rezepte und Anwendungen weiter. Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt, die am Buchschnitt durch verschiedenfarbige Streifen markiert sind. Diese Übersichtlichkeit mag ich sehr, da sich einzelne Kapitel schon vor dem Öffnen des Buches genau ausmachen lassen.

Den größten Umfang nimmt das erste Kapitel ein, das noch keine farbige Markierung aufweist. Hier zeigt die Autorin 50 Pflanzen, alphabetisch sortiert, jeweils mit einem Foto, Namen, unter denen die Pflanze auch bekannt ist, sowie Wirkungsweisen und Anwendungen auf. Manchesmal findet sich auch ein Rezept dazu, beispielsweise für eine Salbe, eine Tinktur, einen Tee oder Sirup, aufgesetzt mit Salz oder Alkohol. Die hier vorgestellten Kräuter und Heilpflanzen würde ich als sehr gängig und bekannt bezeichen, wie Baldrian,, Birke, Bohnenkraut, Frauenmantel, Gänseblümchen, Lavendel, Majoran, Pfefferminze, Sonnenhut oder Spitzwegerich. Es folgen die farblich markierten Kapitel „Heilkräuter für Frauen“ (17 S.), „Kräuter und ihr heilsamer Duft“(27 S.), „Sauerhonig (Oximel)“ (10 S.), „Räuchern“ (14 S.), „Teemischungen selbst herstellen“ (4 Seiten) sowie „Kräuter als Problemlöser“/“Kinder und Heilpflanzen“ (3 Seiten). Am interessantesten sind für mich die Rezepte für Oxymel, obwohl sich in mir als Hobbyimkerin alles wehrt, Honig zu erhitzen. Viele der Rezepte und Anleitungen, beispielsweise für Tees, Kräutersäckchen oder Löwenzhantee sind für mich nicht neu und in fast jedem Kräuterbuch zu finden.

Das Buch wurde liebevoll erstellt; das farbliche Register schätze ich sehr. Allerdings muss ich gestehen, dass das Buch nicht vermochte, mich mitzureißen. Besonders peinlich berührt haben mich die Dialoge der Autorin mit einer Zeichentrickfigur, genannt Fünkchen, der die Autorin nach ihren Angaben wohl schon lange beflügelt. Fünkchen sieht aus wir ein Wassertropfen, mit Augen und stark ausgeprägten Wimpern. Es finden sich nicht nur Dialoge zwischen den Beiden, sondern auch Angaben wie „Fünkchen hat sich in diese Blüte verliebt“, wenn er neben einem Foto abgedruckt ist. Ich frage mich da schon, welche Altersgruppe die Autorin damit ansprechen möchte, finde das selbst für Kindergartenkinder völlig unpassend. Abgeshen davon habe ich schon den Eindruck gewonnen, dass die Autorin sich an eine ganz junge, kräuter-/unerfahrene Leserschaft wendet und so würde ich dieses Buch wohl eher als ersten Einstieg in das Thema ansehen und dann doch lieber eines empfehlen, dass dann vielleicht auch noch die Pflanzenportraits enthält.

Veröffentlicht am 02.08.2021

schön und stimmig erzählt, nimmt der Roman mit auf eine Zeitreise und Spaziergang durch die verlorenen Gärten von Heligan

Die Gärten von Heligan - Spuren des Aufbruchs
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Inez Corbi erzählt in "Die Gärten von Heligan" zwei zeitlich versetzte Geschichten um die Gärten von Heligan; in jedem dieser beiden Erzählstränge, die sich immer wieder abwechseln, bricht mindestens eine ...

Inez Corbi erzählt in "Die Gärten von Heligan" zwei zeitlich versetzte Geschichten um die Gärten von Heligan; in jedem dieser beiden Erzählstränge, die sich immer wieder abwechseln, bricht mindestens eine Person in ein neues Leben auf.

Die eine Erzählung beginnt um 1781; die Schwestern Damaris (16J.) und Allie (7J.) sind Vollwaisen, leben seit Kurzem bei ihrem Cousin und Vormund Henry Tremayne auf Heligan. Allie leidet an der englischen Krankheit. Bei einem Spaziergang finden Damaris und Allie einen Schiffbrüchigen am Strand, der dem Tod näher als dem Leben zu sein scheint. Sie retten ihn und er wird auf Heligan gepflegt. Damaris zeichnet sehr gerne und so kommt es, dass Damaris ihren Cousin auf seiner Grand Tour durch außergewöhnliche Gärten in Cornwall und Wales begleitet, als dieser Inspiration für die Gestaltung seines großen Gartens auf Heligan sucht. Bei ihrer Rückkehr hat Damaris viele Blöcke voll mit Gartenelementen gezeichnet und die Planung der Gärten voll Heligan kann durch Henry mit Hilfe eines Gartenarchitekten erfolgen...

In der zweiten Erzählung, die in diesem Jahr spielt, flüchtet Lexi von London nach Heligan, wo sie unter falschem Namen als Freiwillige in en Gärten von Heligan untertaucht, einen Jahresvertrag erhält für ein Projekt: Sie soll für eine Ausstellung zum Ende des 30. Jahres nach dem Wiedraufbau der Gärten von Heligan verschiedene Stationen mit noch unbekannten Geschichten Heligans zusammenstellen und so recherchiert sie in Archiven , im Internet und hört sich Überlieferungen an.

Inez Corbi erzählt farbenfroh und mit viel Begeisterung, die ansteckt, von den Anfängen und em besonderen Charme der verlorenen Gärten Heligans und von dem heutigen Zustand. Dabei hat sie Fakten mit Fiktion vermischt, sehr geschickt und völlig ansprechend. Mir gefällt sehr gut, dass am Ende des Buches richtig gestellt wird, was belegt und was ihrer Phantasie entsprang. Die Beschreibungen Heligans fand ich ausgesprochen gelungen; wenn man schon mal dort war, erkennt man die Orte wunderbar wieder und kann seinen Spaziergang durch diesen bezaubernden Garten wiederholen. Wenn man noch nicht dort war, so denke ich, wird man dies nachholen wollen.

Der Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen; der Erzählstil ist sehr angenehm und schön, verzaubert und läßt in Zeit und Garten abtauchen. Für mich hat der Roman ein schönes Wiedererleben der Gärten von Heligan und sehr gute Unterhaltung geboten.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Story
Veröffentlicht am 01.08.2021

interessante, vielseitige Rezepte

Omas Kräuterrezepte
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Gerda Zipfelmayer, unter anderem Kräuterpädagogin und Heilkräutercoach, hat in diesem Buch im Jahresverlauf jeweils 20 Rezepte für jeden Monat zusammengestellt. Darunter befinden sich nicht nur Speisen, ...

Gerda Zipfelmayer, unter anderem Kräuterpädagogin und Heilkräutercoach, hat in diesem Buch im Jahresverlauf jeweils 20 Rezepte für jeden Monat zusammengestellt. Darunter befinden sich nicht nur Speisen, sondern auch Getränke, Heilsalben, Ölansätze, Teemischungen, Aufsatz- und Kräuterschnäpse, Jahressalz und mehr. Den Hauptteil machen aber schon die vitalstoffreichen Gerichte aus, die nicht nur herzhaft und warm ausfallen, sondern beispielsweise auch Kuchen und Gebäck, Eingekochtes, Desserts, Brotaufstriche. Sprachlich hat mich eine typisch österreichische Bezeichnung völlig auf den Irrweg geführt: der Schweinslungenbraten, der sich nach online Recherche als etwas ganz anderes herausstellte, als ursprünglich angenommen.

Mir gefällt die Auswahl an Rezepten sehr gut, besonders auch, dass diese nach Monaten geordnet wurden. So kann man in einer aktuellen Schwemme beispielsweise von Brennesseln oder Bärlauch direkt aus einer Vielzahl an Rezepten auswählen oder diese nacheinander nachbereiten, was Dank der guten und einfachen Anleitung problemlos gelingt. Zu vielen der Rezepte finden sich auch Fotos, manchmal auch zusätzliche Tipps. Die Vielzahl und Vielfalt lassen für jeden reichlich neue Lieblingsrezepte finden, sei es für Speisen, Gelnk-/Salben, Lippenpflegestifte oder mehr.

Veröffentlicht am 25.07.2021

schönes Buch – besonders auch zum Vorlesen

Gruselett und Lalula
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Es dürfte wohl jeder schon seit seiner Kindheit Gedichte von Christian Morgenstern kennen und lieben. Die wundervolle Sprache, ausgedachte Wörter, erzählte Phantasie- und Quatschgeschichten, die nicht ...

Es dürfte wohl jeder schon seit seiner Kindheit Gedichte von Christian Morgenstern kennen und lieben. Die wundervolle Sprache, ausgedachte Wörter, erzählte Phantasie- und Quatschgeschichten, die nicht nur beim Mitsprechen oder Aufsagen jede Menge Spaß bereiten, sondern manchesmal sogar viel Wahres enthalten. Ich vermute, dass es sich um eine Ausgabe anlässlich des 150. Geburtstages Morgensterns handelt.

Elinor Weise hat 24 dieser Gedichte für dieses schöne Buch ausgesucht und illustriert. Nicht nur ihre Bilder, sondern auch die nostalgisch anmutenden Papp-Buchdeckel lassen beim Lesen des Buches in die eigene Kindheit reisen und mit viel Freude die Gedichte vorlesen, die Bilder mit Kindern betrachten und das Buch insgesamt genießen.

Veröffentlicht am 25.07.2021

hilfreicher Reiseführer mit gut ausgearbeiteten Routen

Vis-à-Vis Touren Deutschland
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Genau zum richtigen Zeitpunkt ist dieser wunderschöne und hilfreiche Tourenratgeber erschienen, in einer Zeit, in der der Urlaub in Deutschland derart an Attraktivität gewonnen hat.

Auf der Buchdeckelinnenseite ...

Genau zum richtigen Zeitpunkt ist dieser wunderschöne und hilfreiche Tourenratgeber erschienen, in einer Zeit, in der der Urlaub in Deutschland derart an Attraktivität gewonnen hat.

Auf der Buchdeckelinnenseite findet sich eine Übersichtskarten, auf der die einzelnen Routen, in Rechtecken markiert, zugeordnet werden. Danach folgt ein kurzes Kapitel mit Reiseinfos, unter anderem auch mit Angaben zu bestimmten lokalen Festen und Festivals. Dem schließen sich die 24 ausgearbeiteten Routen an, die jeweils ein eigenes Kapitel ausmachen. Jeweils beginnend mit einer Einstimmung samt großem Foto und kleiner Karte mt Markierung sowie aufgeführten Highlights, folgen dann eine größere Karte mit exakter Route, auf der die einzelnen Ziele markiert und in einer Liste benannt wurden. Man erhält Tipps zur Reiseplanung, beispielsweise zur besten Reisezeit oder dem Zustand der Straßen und zu jeder angefahrenen Stadt Beschreibungen zu Sehenswürdigkeiten samt Zusatzinformationen, wie z.B. Möglichkeiten mit einer Seilbahn Weinberge hinaufzufahren. AIm Verlauf der Routen finden sich auf jeder Doppelseite stets Vorschläge zu Unterkünften, Einkehr für Essen und Trinken, Campingpläten und WoMo-Stellplätzen, manchesmal auch Tipps wie Shoppinghinweise. Sehr gut gefällt mir, wie pflegeleicht für den Nutzer diese Routen ausgearbeitet sind; so steht unter anderem bei jedem Ziel dabei, wie lang die Weiterfahrt zum nächsten Ziel misst und welche Zeitdauer benötigt wird.

Einige Ziele werden auf Fotos dargestellt und häfig, besonders wenn Spaziergänge durch einen Ort ausgearbeitet wurden, erhält man direkt eine kleine Straßenkarte dafür. Besonders ansprechend finde ich die Aufriss- und Anschnittzeichnungen, die Lage der Gebäudeteile und Inneres der Gebäude betrachten lassen, wie beispielsweise die Wartburg oder den Mainzer Dom.

Die 24 Routen werden von Norden nach Süden vorgestellt, sind so ausführlich gearbeitet, dass man sie wunderbar für seine Tour, egal ob mit Auto oder Camper, perfekt nutzen kann. Manche Routen lassen sich auch ausgesprochen gut kombinieren.