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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2026

sehr interessantes, informatives Sachbuch

Bäume, die die Welt bewegen
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Christian Küchli beschreibt die Wichtigkeit und den Einfluss der Bäume Eiche, Teak, Kautschuk und Mahagoni, zum Einstieg jeweils kürzer zusammengefasst; danach widmet er jedem dieser Bäume ein ausführliches ...

Christian Küchli beschreibt die Wichtigkeit und den Einfluss der Bäume Eiche, Teak, Kautschuk und Mahagoni, zum Einstieg jeweils kürzer zusammengefasst; danach widmet er jedem dieser Bäume ein ausführliches Kapitel, in em er detaillierter darauf eingeht, wie diese Bäume in der Geschichte genutzt wurde, diese beeinflusst haben. So beginnt er bei der Eiche unter anderem mit der ursprünglichen Nahrungsquelle, der Nutzung als Bauholz, das, abgelöst vom Teak, besonders im Schiffsbau der Flotten großen Einfluss auf die Erorberung, Ausbeutung und Materialsammlung während der Kolonialzeit hatte, den Aufbau sowie Transport auf der Schiene mit gleichzeitigem Kahlschlag der Wälder voantrieb. Auch beim Kautschuk sowie Mahagonie werden interessante Hindergründe, Nutzung, zum Aufbau, der Selbstbedienung, krimineller Aneignung und Besitzung von Land in der Hoffnung nach vorgetäuschter, subventionierter Landwirtschaft und (nicht unbedingt freiwilliger) Zusammenfügung von Parzellen auf den Fund von Erdöl, Gold…. bis in die heutige Zeit.

Für mich waren die Ausführungen sehr interessant, gut recherchiert und sehr ansprechend zusammengeführt, durch Fotos aus vregangenen Zeiten ergänzt. Es werden beim Lesen ganz neue Aspekte beschrieben, durchleuchtet und manchesmal in einen ganz neuen, unbekannten Zusammenhang gebracht. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass das aufgezeigte Vorgehen bis in die Gegenwart, samt Planungen für die Zukunft aufgezeigt wurden, aktuelle Missstände, aber auch Projekte und Wandel in den Sichtweisen und Möglichkeiten berücksichtigt.

Veröffentlicht am 20.06.2026

mitreißendes kulinarisches und informatives Inselhopping

Von Insel zu Insel
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Lazaros Kapageoroglou beschreibt Inselgruppen sowie dazugehörige Inseln, nimmt den Leser auf ein stimmungsvolles, appetitanregendes und fotoreiches Inselhopping mit. So sieht man auch Unterschiede in der ...

Lazaros Kapageoroglou beschreibt Inselgruppen sowie dazugehörige Inseln, nimmt den Leser auf ein stimmungsvolles, appetitanregendes und fotoreiches Inselhopping mit. So sieht man auch Unterschiede in der Landschaft, kann zu Beginn jedes Kapitels die Lage der Inselgruppe samt vorgestellten Inseln auf einer Karte nachsehen. Der Autor erzählt von Einflüssen unterschiedlicher Länder und dort besonders wachsenden Zutaten, die die entsprechende, dortige Küche geprägt haben, vermittelt sehr gut vertständlich, fotobegleitet und leicht nacharbeitbar, ausführlich Rezepte, überwiegend mit eben jener regionalen Note. Ich konnte jede Menge ansprechender und noch unbekannter Rezepte, die ich nachbereiten werde, finden, habe sie markiert und bei uns „griechsche Wochen“ ausgerufen. Fast alle Zutaten sollte man problemlos kaufen können, erhält aber auch Hinweise für einen möglichen Tausch, falls es nötig sein sollte.

Für mich war das Lesen über die verschiedenen Inseln und Einflüsse, über vorrangig verarbeitete, regionale Zutaten sehr interessant, hat nicht nur meine Freude an den Rezepten geweckt, sondern auch die Neugier auf einen Urlaub in vorgestellten Regionen. Was für ein vielseitiges, spannendes und besonderes Buch!

Veröffentlicht am 19.06.2026

wundervolle Geschichte, bezaubernd illustriert

Die Wichtelreise
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Die Wichtelreise von Denys Watkins-Pitchford, ein Klassiker in der Kinderliteratur, wurde 1963 erstveröffentlicht. Diese großformatige Auflage wurde von Daniele Drescher neu, farbig und in ihrem eigenen, ...

Die Wichtelreise von Denys Watkins-Pitchford, ein Klassiker in der Kinderliteratur, wurde 1963 erstveröffentlicht. Diese großformatige Auflage wurde von Daniele Drescher neu, farbig und in ihrem eigenen, ganz besonderen Stil illustriert.

Die drei Wichtelbrüder Zirbel, Nießerich und Schlucker leben in einer Höhle unter der Eichenwurzeln; sie vermissen ihren Bruder Wolkennase, der sich vor knapp vielen Monaten auf den Weg, entlang des anliegenden Baches, machte, um die Silberne Quelle. Nun beginnt das Frühjahr und Nießerich und Schlucker möchten sich auf die Suche nach ihm machen; trotz guten Zuredens weigert sich Zirbel, der Älteste von ihnen, mitzugehen, so dass die Beiden ohne ihn, in einem selbstgebauten Bötchen, aufbrechen. Zirbel war ein wenig knötterich, wollte nicht zugeben, dass er sich den Weg nich zutraute, auch weil er ein Holzbein hat. Doch letztendlich vermisste er seine Brüder so sehr, dass er sich auf den Weg machte, ihnen zu folgen. Nach einiger Zeit treffen sie aufeinander und gehen gemeinsam auf große Fahrt, erleben viele, auch gefahrvolle Abenteuer, lernen bei ihrer Suche viele freundliche Tiere kennen, die zu Freunden werden, geraten in Mißlagen, verlieren dabei weder ihre Freundlichkeit und Sorgfaltspflicht den anderen gegenüber sowie ihr Ziel aus den Augen. Besonders gut gefällt mir, dass gerade Zirbel, auch schon auf Grund seiner etwas höheren Lebenserfahrung, manchmal Dinge besser überblickt, sich besonders auch für andere einsetzt und ihnen hilft, mit seiner festen Überzeugung und Weitsicht manchesmal ausweglose Situationen verbessert oder auflöst, dabei aber stets den Erfolg und das Glück mit allen anderen teilt. Und, zwar jetzt zuletzt angesprochen, aber eben bereits erwähnt: die neue Illustration ist einfach bezaubernd und ergänzt die Erzählung, deren Ende ich selbstverständlich nicht verrate, entzückend ab.

Sowohl die Geschichte als auch die Illustrationen gefallen mir ausgesprochen gut; ich würde sie ab einem Alter von 3 Jahren vorlesen und die Bilder betrachten und bin sicher, dass auch Erstleser und Vorleser dem Charme dieses Buches verfallen werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2026

Klein aber oho! - bon appétit

Bistroküche aus Paris
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Zugegeben: das Buch wirkt auf den ersten Blick etwas klein, aber sobald man es öffnet und durchblättert, hat man einen ganz anderen Eindruck: Wunderschön illustriert, mit Fotos der zubereiteten Klassiker ...

Zugegeben: das Buch wirkt auf den ersten Blick etwas klein, aber sobald man es öffnet und durchblättert, hat man einen ganz anderen Eindruck: Wunderschön illustriert, mit Fotos der zubereiteten Klassiker sowie stimmungsvollen, die Sehenswürdigkeiten und andere schöne Einblicke zeigende, findet man nicht nur sehr gut erklärte Rezepte, sondern auch schöne Urlaubsaugenblicke und Wohlfühlmomente. Die Rezepte wurden allesamt gut erklärt und entsprechen genau dem, was man in Paris auf den Speisekarten der Bistros findet, beispielsweise Croque Madame und Croque Monsieur, Moules-frites, Brioche, Galette, Coq au Vine, Soufflé au Frommage sowie Crème Brûlée. Es bleibt kein Wunsch offen, nur die Entscheidung, was man zuerst nachbereiten wird. Wir lieben alle vorgestellten Gerichte, bis auf die Crème Brûlée, werden sie alle genießen und freuen unds über diese kompakte und dabei alles beinhaltende Rezeptsammlung, magnifique!

Veröffentlicht am 11.06.2026

fesselnd und vielschichtig erzählt

Die Manufaktur der magischen Worte
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Monica ist bei ihren Großeltern in den USA aufgewachsen, studiert, bemerkt aber beim Besuch ihrer Großeltern, dass ihre Großmutter ein Geheimnis bewahrt. Da ihre Großmutter an Demenz leidet, unterbricht ...

Monica ist bei ihren Großeltern in den USA aufgewachsen, studiert, bemerkt aber beim Besuch ihrer Großeltern, dass ihre Großmutter ein Geheimnis bewahrt. Da ihre Großmutter an Demenz leidet, unterbricht Monica ihr Studium, zieht wieder bei ihren Großeltern ein um zu helfen und die Geschichte ihrer Großmutter erfahren und zu bewahren. Sie weiß, dass die Familie ihrer Großmutter eine Bleistiftfabrik besaß….

Allison King verknüpft in ihrem Roman „Die Manufaktur der magischen Worte“ verschiedene Erzählstränge, die Generationen übergreifend in einander verwoben erzählt werden. So erfährt man über einen Zeitraum von ungefähr acht Jahrzehnten Familien- und persönliche Geheimnisse und Erlebnisse. Zudem wird die Realität des Krieges durchleuchtet. Interessante Themen wie: was opfert oder macht man im Krieg um zu überleben, welche Konsequenzen können sich daraus ergeben und wie geht man in seinem weiteren Leben damit um? Sehr interessant fand ich die Beschreibung des geschichtlichen Hintergrundes der beschriebenen Zeit in China: von Krieg, Besetzung durch die Japaner, Bürgerkrieg und Kampf der Kommunisten gegen die Kapitalisten, von Hungersnot, Verrat, Verteibung, Verlust, Opfern, Migration nach Taiwan samt Kriegsrecht in Taiwan um 1948…. ; zudem begegnen wir auch anderen Personen, die es wichtig finden, Worte einzusammeln und Geschichten zu bewahren. Mehr möchte ich hier gar nicht verraten.

Der Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt; Zeitgeschichte und Fiktion sind spannend und schlüssig miteinander verwoben, viele verschiedene Themen, wie auch Demenz, ansprechend betrachtet. Der Erzählstil fällt immer wieder emotional aus, lässt gut in die Geschichte, auch in andere Orte und Zeiten, eintauchen und eindeutig erkennen, dass sich Geschichte immer wiederholt, es eigentlich keine alten Themen gibt, denn Fragen wie „Wie überzeugt kann man von einer Sache sein?“, vom Ausspionieren und Enthüllen, von Machtmissbrauch oder der Suche danach, wie man einer Person eine Nachricht schicken kann, die außer ihr niemand lesen kann, sind heutzutage, auch durch die moderenen Medien, haben nicht an aktueller Relevanz verloren. Die hier erzählte Geschichte erklärt viel, lässt einiges verstehen, auch, wie wichtig der Erhalt von Geschichten, auch in er eigenen Familie, ist.