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Veröffentlicht am 20.08.2026

bezaubernde kleine Lieblinge mit leicht verständlichen Anleitungen

Kleine Lieblinge
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Michèle Brunnmeier stellt in diesem Buch 24 kleine Lieblinge vor, die an für den Jahreszeitentisch, als kleines Geschenk, anderweitige Deko... oder einfach für die eigene Freude herstellen kann. Die jeweiligen ...

Michèle Brunnmeier stellt in diesem Buch 24 kleine Lieblinge vor, die an für den Jahreszeitentisch, als kleines Geschenk, anderweitige Deko... oder einfach für die eigene Freude herstellen kann. Die jeweiligen Anleitungen erklären leicht verständlich und Schritt-für-Schritt wie man es am besten anstellt, werden begleitet von vielen anschaulichen Fotos, so dass auch nicht ganz Geübte alles nacharbeitet, vielleicht das ein oder andere Objekt zusammen mit einem Kind. Mir gefällt sehr, dass verschiedene Techniken enthalten sind, beispielsweise Filzen, Stricken, Färben, Kerzenherstellung, Arbeiten mit Holz. Ich habe viele, ganz reizende kleine Geschenke gefunden, die ich nacharbeiten und mich dabei schon freuen werde, unter anderem das Wurzelkind im Schneckenhaus und das schlafende Mäuschen (beides gefilzt), ein kleiner Maibaum, die gestrickten Raupen-Strümpfchen, deren nicht genannter Name jedem sofort in den Kopf kommt, die zauberhafte Stoffpuppe, die ich so ähnlich vor etlichen Jahren schon einmal gestrickt habe.

Die Zusammenstellung der einzelnen, abwechslungsreichen "Projekte" gefällt mir ausgesprochen gut; so kann man viele verschiedene Schätze leicht nacharbeiten und vielleicht danach auch eigene Ideen umsetzen, wenn man mag; alles wurde sehr gut erklärt und wirkt inspirierend.

Veröffentlicht am 14.08.2026

Rezepte für ein langes Leben mit regelmäßiger Nährstoffsupplementation

Iss dich jung
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Bei "Iss Dich jung" handelt es sich um das ergänzende Rezeptbuch zum zuvor herausgekommenen Erklärbuch des Longevità-Diät- Buches des Prof. Dr. Valter Longo, welches ich im Vorfeld nicht gelesen habe. ...

Bei "Iss Dich jung" handelt es sich um das ergänzende Rezeptbuch zum zuvor herausgekommenen Erklärbuch des Longevità-Diät- Buches des Prof. Dr. Valter Longo, welches ich im Vorfeld nicht gelesen habe. Die Erklärungen im ungefähr ersten Drittel des Buches scheinen mir eine Zusammenfassung dessen zu sein; von S. 152 - S. 400 folgen dann auf knapp 2/3 des Buches die Rezepte.

Mich hat das Buch sehr überrascht, weshalb ich etwas genauer auf einige Punkte eingehen möchte. Zu Beginn des Buches erläutert der Autor mehrfach, schon fast gebetsmühlenartig, das er selber keine Einnahmen aus dem Erlös des Buches erhält, sondern diese seiner Stiftung zugute kommen, über deren Aufgaben er auch berichtet. Danach folgt ein Update zum Scheinfasten. In den nächsten Kapiteln des Buches wird der Leser über die Essgewohnheiten der Vorfahren im Mittelmeerraum sowie der Mittelmeerdiät und Regionen Italiens, in denen die Bewohner besonders alt werden, informiert und danach, sehr ausführlich, auf einen Spaziergang mitgenommen: Man liest, in welchen Regionen und Restaurants der Autor was gegessen hat und als gesund gilt. Häufig teilt Prof. Dr. Valter Longo seinen Eindruck, dass eben dieses Essen noch viel gesünder wäre, wenn überhaupt oder mehr Gemüse enthalten wäre. Ab S.152 folgen dann die Rezepte: zunächst 4 spartanische Frühstücksideen und dann, ich habe es nicht nachgezählt, 196 andere, die mal ohne, mal mit oder auch ausschließlich aus Kohlenhydratbeilage bestehen und nach Region geordnet wurden. Jedes Rezept ist schnell und einfach zuzubereiten, besteht aus wenigen Zutaten; die Kalorienangaben werden direkt mitgeliefert. Häufig handelt es sich um verschiedene Gemüsesorten, die zusammen gekocht, gesalzen und mit Olivenöl gereicht werden. Es gibt auch einzelne, bei denen beispielsweise Fisch mit zubereitet wird, eben, je nach Region. Den Abschluß bilden 12 internationale Rezepte wie Baba Ganoush (Auberginenpüree), 2 verschiedene, gebackene Falafel, Schwarze Bohnen mit Reis (kenne ich als jeden Tag taugliches Gericht Kubas), Gazpacho, Hummus, Tzaziki, Guacamole, Misosuppe, insgesamt nicht unbedingt neue Ideen für mich.

Leider konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen, aus mehreren Gründen. Zuallerst kann ich nicht nachvollziehen, dass direkt vor den Rezepten, auf S.151, darauf hingewiesen wird, dass man bei dieser Ernährung unbedingt regelmäßig supplementieren muss um Nährstoffmangel vorzubeugen, und zwar alle 3-4 Tage zusätzlich Vitamin-, Mineralstoff- sowie Omega 3 Fettsäuren Gaben als Tabletten oder Kapseln. Da frage ich mich schon, wie gesund diese Ernährung sein soll, wenn sie zu Nährstoffmangel führen wird und stelle fest, dass dieser Weg für mich vermutlich nicht der Beste sein wird. Bezeichnet werden die Rezepte als "Die Rezepte der Hndertjährigen"; zu schade nur, dass der Autor die Rezepte für Personen ab 65 Jahren für ungeeignet einschätzt und ausdrücklich davor warnt, sie so, wie angegeben zu nutzen (S.151). Die Rezepte gibt es im Fließtext; keines davon durch ein Foto ergänzt. Genau das benötige ich eigentlich um mir einen Überblick über das Angebot zu verschaffen und meine Auswahl zu treffen. So müßte ich jedes Rezept, einem Roman gleich, durchlesen und gegebenenfalls markieren, was ich sehr anstrengend und wenig einladend finde. Für mich stellt dieses Buch leider keinen Weg zu einer bessern Ernährung vor.

Veröffentlicht am 04.08.2026

eher ein Luxus-Kreuzfahrten-Katalog

Exklusive Kreuzfahrten
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Das Durchblättern und Lesen dieses Buches fand ich schon sehr interessant, die aufwändige Darstellung sehr anschaulich. Dennoch konnte mich dieses Buch nicht vollkommen überzeugen; ich hatte eher das Gefühl, ...

Das Durchblättern und Lesen dieses Buches fand ich schon sehr interessant, die aufwändige Darstellung sehr anschaulich. Dennoch konnte mich dieses Buch nicht vollkommen überzeugen; ich hatte eher das Gefühl, einen Stapel Werbekataloge durchzublättern. Ich vermute, alle über diese Grundinformationen hinausgehenden Angaben kann man unter den beiden jeweils angegebenen Websites sehen und direkt buchen. Gerne hätte ich, die bislang immer vor einer Kreuzfahrt zurückschreckte, exaktere Informationen gefunden, beispielsweise, ob und welche Ausflüge bei den vorgestellten Kreuzfahrten überhaupt inkludiert wären oder wieviel Prozent des Reisepreises man wohl für die Ausflüge, die man auch auf den Websites nicht erfährt, einplanen sollte. Die Kreuzfahrt buchen und dann, gefangen auf dem Schiff erst die Preise zu erfahren, stellt für mich keine Option dar - aber es scheint ein gut gehütetes Geheimnis zu sein. Offensichtlich gehöre ich auch gar nicht zur Zielgruppe, die dieses Buch ansprechen möchte, die sich beispielsweise freut, wenn es pro Kabine einen eigenen Butler gibt und die auch vorher gar nicht interessiert, wie die Rechnung hinterher ausfällt. Was mich auch ein wenig irritiert hat, war, dass die Fotos wohl nicht immer dem richtigen Schiff zugeordnet wurden oder praktischereise für mehree Schiffe genutzt wurden, beispielsweise der Hundesitter/Concierge mit den drei zu hütenden Hunden wurde sowohl aus S. 16 als auch auf Seite 53, der identische Sportraum, nur aus einem leicht anderen Winkel fotografiert, auf S.27 sowie S.73 ala Foto festgehalten; bei mehreren Fotos hatte ich den Eindruck, es bereits bei einem anderen Schiff gesehen zu haben.

Veröffentlicht am 03.08.2026

wundervolle Geschichte, berührend und einfühlsam erzählt

Das Postamt der verlorenen Briefe
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Laura Imai Messina lässt ihren neuen Roman „Das Postamt der verlorenen Briefe“ ebenfalls, wie in „Die Telefonzelle am Ende der Welt“, der mich beeindruckt und neugierig auf dieses Werk gemacht hat, vor ...

Laura Imai Messina lässt ihren neuen Roman „Das Postamt der verlorenen Briefe“ ebenfalls, wie in „Die Telefonzelle am Ende der Welt“, der mich beeindruckt und neugierig auf dieses Werk gemacht hat, vor einem realen Hintergrund spielen. Das „Missing Post Office“ auf der japanischen Insel Awashimi entstand 2013 im Zuge der Kunstausstellung Setouchi Triennale Festival und wurde mit vom damals als „Leiter des Postamtes der Toten“ ernannten Nakata bis heute weitergeführt. Es wurden bislang unzählige Briefe geschrieben, dort aufgehoben, von Menschen, die einen Verlust, beispielsweise durch einen Tod erlitten haben, Erlebnisse nicht loslassen können, auf der Suche nach Jemandem oder Etwas sind, aus Einsamkeit oder Dank schreiben….

Genau dieses Postamt und die Insel Awashimi mit ihren Bewohnern werden zum Handlungsort dieses Romans. Dr. Risa Kato, Tochter eines Briefträgers, der sich schon zu Kinderzeiten um unzustellbare Briefe gekümmert, sie gelesen, Risa vorgelesen, und archiviert hat statt sie, wie es seine Aufgabe wäre, zu entsorgen, auch um ihren Wert zu achten, wird in einem Projekt in eben diesem Postamt der verlorenen Briefe die Flut der eingegangenen Briefe und Postkarten einscannen und archivieren. Sie hat sich freiwillig gemeldet, da sie zum einen alle diese Postsendungen wertschätzt, zum anderen auch darauf hofft, Briefe ihrer Mutter an sie, von der sie weiß, dass sie diese an eben dieses Postamt gesendet hat, zu finden und vieles im Leben ihrer Mutter und auch ihres eigenen besser zu verstehen. Ihre Mutter war sehr zerbrechlich, oft überfordert von der Realität…. Beim Lesen der zu scannenden Briefe erfährt Risa viel über das, was andere beschätigt und sich auch wiederholt, egal woher jemand kommt, regional oder sozial betrachtet, kann sich mit unterschiedlichen Fragen auseinandersetzen…….; mehr verrate ich nicht.

Beeindruckend und ausgesprochen einfühlsam beschreibt Laura Imai Messina, wie wichtig es ist, auch Menschen, die wir nur wenig oder gar nicht kennen wertzuschätzen, unabhängig davon, ob diese einen Einfluss, den man häufig gar nicht direkt wahrnimmt, auf unser Leben haben; sie verdienen alle Wertschätzung, alleine weil sie Menschen sind. Die Suche nach Trost und dem Versuch mit Verlust, Trauer, Einsamkeit und anderem umzugehen, sich durch das Schreiben von Briefen eine Routine aufzubauen, mit seiner belastenden Situation besser klarzukommen, kann man beim Lesen der eingeschobenen Briefe sehr gut nachvollziehen.

Laura Imai Messina, geboren in Rom, wohnt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Tokio. Beim Lesen bemerkt man ständig ihr Hintergrundwissen und ihr Einfühlen in die japanische Lebens- und Denkweise. Nicht nur zur Existenz des Postamts, sondern zu vielen weiteren erwähnten Punkten habe ich im Internet recherchiert, sei es zu den Ruderflußkrebsen oder der Herstellung von senko-hanabi….; neben dem Lesen einer wunderschönen Geschichte habe ich etliches dazugelernt. Wer nach dem Lesen dieses Romans selber einen Brief oder eine Postkarte an das Postamt der verlorenen Briefe schreiben möchte, wird sehr schnell die Adresse finden.

Veröffentlicht am 26.07.2026

interessante Märchen aus alten Zeiten Koreas

Märchen aus Korea
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Die vorhandenen 90 Mächen bieten eine große Bandbreite, stammen auch aus unterschiedlichen Präfekturen und Zeiten, so dass man beim Lesen bereits unterschiedliche Richtungen und vielleicht auch Epochen ...

Die vorhandenen 90 Mächen bieten eine große Bandbreite, stammen auch aus unterschiedlichen Präfekturen und Zeiten, so dass man beim Lesen bereits unterschiedliche Richtungen und vielleicht auch Epochen der Märchen verorten kann. Unter anderem finden sich Geschichten, in denen ein Rache-, Pocken- oder Berggeist, ein Drachenkönig im Meer, Gestaltenwandler wie ("Nacht")tiger, Bären oder Kraniche zum Tragen kommen; thematisiert werden unter anderem Moralvorstellungen, Lebensbedingungen, der Rolle als Frau, Verteilung von Reichtum und mehr aus früheren Zeiten, wobei auch nicht mit Gewalt, brutalen Tötungen, Zerstückelungen, Missbrauch und Hinterhältigkeiten sowie derben Schwänken mit Fäkalhumor, manchesmal auch der Verzicht auf geschönte Wörter oder Höflichkeitsformen. Sehr spannend waren für mich durchblitzende Feinheiten, beispielsweise Einblicke in religiöse Aspekte wie Buddhismus, Volksreligion oder Neo-Konfuzianismus, Einflüsse untereinander. Sehr hilfreich waren für mich auch die Erläuterungen im Nachwort sowie Anhang, so dass man die einzelnen Märchen besser einordnen und verstehen konnte. Bei ungefähr 6 Märchen fühlte ich mich erinnert an Grimms Märchen oder Figuren daraus und ein Quatschgedicht, das lange Zeit Christian Morgenstern zugeschrieben wurde (Dunkel wars, der Mond schien helle), die in meiner Kindheit erzählt wurden: Gevatter Tod, Goldmarie, Froschkönig, Aschenputtel sowie Hans im Glück. Bei einer Auswahl von 90 Märchen scheint mir das aber unvermeidbar, dass man auch in veeinzenten Fällen eine gewisse Ähnlichkeit empfinden kann. Insgesamt fällt die Band breite der erzählten Märchen jedoch sehr weitgestreut und ausgesprochen interessant aus; man erfährt sehr viel über Sichtweisen und Lebensumstände aus alten Tagen und alten Zeiten Koreas, auch wenn sich auch schon einmal etwas zu wiederhole scheint.