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Veröffentlicht am 12.10.2017

Erfahrungen, Erklärungen und Übungen zum Schreiben für jedermann

Die Seelenfeder
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Die Seelenfeder von Beatrix Schulte ist in der Edition Achtsamkeit des Lingen Verlages erschienen.
Und so geht es auch in diesem Buch um das Schreiben als Achtsamkeitsübung sich selber gegenüber, z.B. ...

Die Seelenfeder von Beatrix Schulte ist in der Edition Achtsamkeit des Lingen Verlages erschienen.
Und so geht es auch in diesem Buch um das Schreiben als Achtsamkeitsübung sich selber gegenüber, z.B. durch das Schreiben von Achtsamkeits-, Dankbarkeits-, Tagebüchern oder das tägliche Notieren von Träumen, Ideen, Wünschen.

Die Autorin hat sich selber eine dreimonatige Auszeit gegönnt, um in Spaniens Cafes dieses Buch zu schreiben. So wirken auch viele ihrer Beschreibungen wie ein geführtes Tagebuch, ergänzt durch Erklärungen zu verschiedenen Formen des Schreibens, Schreibtechniken, Übungen, Buchtipps sowie links, z.B. um das Gelesene zu vertiefen, Cafehaushintergrundgeräusche zu hören um eine inspirierende Schreibatmosphäre zu haben oder eine website, auf der man seine Handschrift kostenlos analysieren lassen kann.
Viele eigene Erfahrungen oder Modelle anderer „Schreiblehrer“ werden vorgestellt; immer wieder wird auf die Wichtigkeit des Schreibens ohne Nachzudenken um den ehrlichen Fluß der Gedanken nicht zu unterbrechen, hingewiesen und darauf, dass man durch diese „Gehirnentleerung“ und das Loslassen von festhaltenden Gedanken zu sich selber findet. Aber auch der vorausschauende Aspekt durch Aufschreiben von Wünschen, Tagesplanungen u.m. sowie die heilende Wirkung werden erläutert.

Positive Aspekte und Entwicklungen werden unter die Lupe genommen und es zeigt sich, dass eigenes Schreiben heilt und das regelmäßige Üben die Kreativität schult. Im Mittelpunkt des Schreibens steht in diesem Buch das persönliche Aus-sich-heraus-fliessen-lassen und keine literarische Meisterleistung.

Das treffendste Zitat in diesem Buch stammt von Goethe: „ Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.“

Dieses Buch finde ich mit seinen Erklärungen, Übungen und weiterführenden Links sehr hilfreich, für alle, die sich intensiver mit dem Schreiben beschaeftigen möchten.

Veröffentlicht am 11.10.2017

kurzweilig und informativ

Die geheime Sprache der Katzen
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Susanne Schötz, Professorin für Phonetik und Mitbewohnerin von fünf Katzen, schildert in diesem Buch den Umgang und die Kommunikation zwischen Mensch und Katze, wobei sie immer wieder eigene Erlebnisse, ...

Susanne Schötz, Professorin für Phonetik und Mitbewohnerin von fünf Katzen, schildert in diesem Buch den Umgang und die Kommunikation zwischen Mensch und Katze, wobei sie immer wieder eigene Erlebnisse, auch mit zugelaufenen Katzen anführt. Der Leser erfährt so auch, wie er solchen heimatlosen oder weggelaufenen Katzen ganz einfach helfen und damit ihr Leben retten kann.

Die Sprache der Katze, aus verschiedenen Lautarten wie Miauen, Gurren, Zwitschern, Fauchen und mehr, Körper- und auch Schwanzhaltung, Duftabgabe oder Körperkontakt hat sie beobachtet, die Laute aufgezeichnet, untersucht und unterteilt. Im Buch befinden sich Tabellen dazu, ebenso wie links um im Internet entsprechende Hörbeispiele der einzelnen Laute oder Melodien anzuhören.

Die vermittelten, nicht rein wissenschaftlichen Erkenntnisse werden mit vielen eigenen Erlebnissen verknüpft, äußerst kurzweilig vermittelt, wobei man stets die Achtung und Liebe der Autorin Katzen bemerkt und für sich selber viel Neues für den Umgang und die Sprache der Katzen entdecken kann.

Veröffentlicht am 11.10.2017

erklärt genau und motivierend, wie einfach die Lösung sein kann

Besser als jede Diät!
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Elke Schulenburg, unter anderem Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin, erklärt in diesem Buch ein ganzheitliches Ernährungskonzept und, wie man durch Esspausen im Rahmen einer natürlichen Ernährung langsam ...

Elke Schulenburg, unter anderem Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin, erklärt in diesem Buch ein ganzheitliches Ernährungskonzept und, wie man durch Esspausen im Rahmen einer natürlichen Ernährung langsam und stetig, dafür aber nachhaltig abnimmt und sich dabei wohlfühlt.

Sie vermittelt Grundlagenwissen, z.B. über BMI, Taille-Hüft-Quotient und das 21-Tage-Phänomen, das für die Festigung neuer Gewohnheiten nach 21 durchgehaltenen Tagen steht und hilft dem Leser durch auszufüllende Tabellen bei der eigenen Bestandsaufnahme.

In ihrem Buch unterscheidet sie vier „Wunschgewichtspartner“, die sie ausführlich, kapitelweise, erklärt: Der erste besteht aus Esspausen, von denen sie mehrere Varianten vorstellt und durchleuchtet. Beim zweiten Wunschgewichtspartner handelt es sich um die Nährstoffe; hier werden u.a. Eiweiß, FetteKohlenhydrate und Micronährstoffe sowie Wasser durchleuchtet und auch Rezepte eingestreut.
Im dritten Kapitel wird aufgezeigt, was Gedanken bewirken und u.a. das Gesetz der Anziehung, Affirmationen oder das Visualisieren erläutert und Nutzungsmöglichkeiten aufgezeigt und das vierte Kapitel widmet sich der Bewegung.

Gerade die Tabellen, mit hilfe derer man für sich selber überprüft, wie man sich ernährt, oder welche Micro-Nährstoffe bislang etwas vernachlässigt, lassen den Leser seine ganz eigene Situation ermitteln und erkennen, genauso, wie er seine eigene Variante der Esspausen im Abgleich mit seiner Zielsetzung finden kann. Das Buch vermittelt viele neue Sichtweisen zu Ernährung und Abnahme und die Wichtigkeit von guter, natürlicher Nahrung. Alte Gewohnheiten werden betrachtet und Alternativen vorgestellt, z.B. wodurch man die Trostschokolade ersetzen kann.

Mir gefällt der Abnehmweg ohne Kalorienzählen oder Methoden, bei denen sich die Gedanken täglich stundenlang um das Essen, das man zubereitet und auf das man verzichten muß, drehen. Bei diesem Weg läßt man einfach eine Mahlzeit weg und findet Gefallen daran, diese gewonnene Zeit anders zu nutzen, z.B. für Bewegung.

Elke Schulenburg erklärt ihr Konzept so leicht verständlich, ergänzt mit vielen Lösungsvorschlägen und Tipps; sie versteht es vorzüglich, zu motivieren und den Leser auf den richtigen Weg zu bringen.

Veröffentlicht am 10.10.2017

einfach grossartig

Von Einfach zu Brillant
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Das neue Kochbuch von Donna Hay wird dem Titel vollkommen gerecht. Es werden Grundlagenrezepte vermittelt und jeweils in verschiedenen Variationen raffinierter abgewandelt.
Sowohl pikante als auch süße ...

Das neue Kochbuch von Donna Hay wird dem Titel vollkommen gerecht. Es werden Grundlagenrezepte vermittelt und jeweils in verschiedenen Variationen raffinierter abgewandelt.
Sowohl pikante als auch süße Rezepte finden sich, wobei zu keinem Zeitpunkt auf die Kalorien geachtet wurde; ich denke, es ist auch gut, dass diese niemals mit angegeben wurden.
Es finden sich viele Fleich- und Fischrezepte; häufig wird bei der Zubereitung fritiiert.

Die Rezepte sind leicht verständlich und auch gut nacharbeitbar, jeweils mit einem großen Foto und Tipps versehen. Die Variationen oder Weiterverarbeitungen finde ich ansprechend und schon beim Durchblättern läuft mir das Wasser im Mund zusammen.
Für mich ist der Anteil der Fleischrezepte nicht ganz so interessant, weil es das bei uns nur ganz selten gibt. Dann würde ich aber schon auf einige der hier vorgestellten Rezepte zurückgreifen wollen. Ich bin ein bekennender Süßschnabel und so finde ich die entsprechenden Rezepte viel interessanter. Vieles davon kennt man schon, egal, ob Baiser, Karamel oder Schokoladenbrownies – zumindest vom Prinzip her. Gerade in diesem Kapitel weiß ich die edleren Feinheiten besonders zu erkennen und zu schätzen. Das ist mir zum Beispiel bei dem „Baiser, das immer gelingt“ aufgefallen, das ich niemals von alleine mit Maisstärke und Essig zubereitet hätte. Auch bei den anderen Rezepten fällt an den Zutaten und Tipps die Liebe zum Detail auf, egal ob bei den Schokobrownies oder dem Eis.

Das Buch ist, wie man es von Kochbüchern des AT Verlages kennt, mit sehr viel Aufwand bis ins kleinste Detail gestaltet worden. Die vielen perfekten Fotos, dunkel, gestalteter Hintergrund, der weiße Schriftsatz darauf – das alles macht dieses Buch zu einem kleinen Kunstwerk, in dem man gerne blättert, schon alleine wegen des Lese- und Fotovergnügen. Obwohl es alles so schön aussieht, wäre mir ein schwarzer Text auf hellen Seiten lieber, da anstrengungsfreier und kontrastreicher zu lesen.

Insgesamt finde ich dieses sehr umfang- und abwechslungsreiche Kochbuch sowohl für Kochanfänger als auch routinierte Köche äuußerst interessant und empfehlenswert.

Veröffentlicht am 09.10.2017

abwechslungsreiche, schnelle und einfache Rezepte

5 Zutaten 10 Minuten
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Sue Quinn beginnt ihr Buch mit einer kurzen Einführung zu Zutaten und Vorratsschrankinhalt, stellt dann ihre Rezepte vor, unterteilt in die Rubriken:

- Häppchen, Imbiss & Fingerfood
- Suppen & Salate
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Sue Quinn beginnt ihr Buch mit einer kurzen Einführung zu Zutaten und Vorratsschrankinhalt, stellt dann ihre Rezepte vor, unterteilt in die Rubriken:

- Häppchen, Imbiss & Fingerfood
- Suppen & Salate
- Pasta & Co.
- Fleisch, Geflügel, Fisch
- Turbo-Desserts.

Jede Doppelseite enthält ein Rezept, das sehr übersichtlich dargestellt wird. Auf Fotokollagen mit Mengenangaben erkennt man sofort die 5 Hauptzutaten, denen bei einzelnen Rezepten, z.B. dem Tassenkuchen, noch etwas mehr zugefügt wird. Deshalb sollte man auch unbedingt den Text des Rezeptes lesen, da alles, was über die 5 Hauptzutaten hinausgeht, nur dort aufgeführt wird.

Die Idee, mit 5 Zutaten in 10 Minuten einfach und schnell eine Mahlzeit zuzubereiten, finde ich sehr ansprechend. Die Rezepte halte ich besonders für Kochanfänger oder sehr Eilige für besonders geeignet; für die tägliche Nutzung im Familienalltag würden sie mich nicht ganz so begeistern. Da wird z.B. aus Erbsen, heißem Wasser, einem Brühwürfel und in Würfel geschnittenem Kochschinken im Mixer eine Erbsensuppe oder aus einer Dose Kidneybohnen mit anderen Zutaten eine pikante Bohnensuppe zubereitet.
Die vorgestellten Rezepte sind recht vielseitig, egal, ob Fischfrikadellen, Hühnerbrustfilet mit Thymian und Zitrone, vietnamesische Frühlingsrollen oder gefüllte Fajitas.
Mich haben ganz besonders einige Turbo-Desserts angesprochen: die Erdnuss-Butter-Cookies ohne Backen, die Orangencreme mit Rosenwasser sowie die beiden Tassenkuchen. Von den herzhaften Gerichten war mein Favorit „Nudeln mit Sataysauce und Garnelen“, wobei neben Erdnussbutter auch Chilisauce und Limettensaft zum Einsatz kamen.

Insgesamt finde ich das Buch sehr gelungen: Die Rezepte sind sehr einfach, dabei abwechslungsreich und doch so schnell zuzubereiten, dass niemand auf eine fertige Industriemahlzeit zurückgreifen muss – dafür gibt es keine Ausrede mehr :o)