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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.08.2024

sehr informativ und hilfreich

Wenn sich nichts richtig anfühlt
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Dr. Meg Arroll zeigt den schleichenden Einfluss der kleinen Traumata, wie sie sich auswirken beispielsweise auf unsere Gesundheit, unsere Entscheidungen, unser Empfinden. In verschiedenen Kapiteln beschreibt ...

Dr. Meg Arroll zeigt den schleichenden Einfluss der kleinen Traumata, wie sie sich auswirken beispielsweise auf unsere Gesundheit, unsere Entscheidungen, unser Empfinden. In verschiedenen Kapiteln beschreibt sie, auch unter Zuhilfenahme von Fallbeispielen aus ihrer über 20jährigen Berufserfahrung als Therapeutin und Psychologin, viele verschiedene Aspekte, gibt Anregungen zur Selbstreflektion, bietet praktische Übungen und viele Hilfen. Egal, wie sich das, was uns zum Wohlfühlen in Weg steht, zeigt, das eigene Vorgehen besteht immer aus drei Schritten: Bewusstmachung, Akzeptanz und Aktion. Dieses Vorgehen wird für sehr viele unterschiedliche Manifestationen sehr ausführlich besprochen, was ich ausgesprochen informativ und hilfreich fand. Das Buch wurde leicht verständlich geschrieben, geht dennoch in die Tiefe. Jeder Leser wird sich wohl in einien Situationen wiedererkennen und mit diesem Buch sehr gut daran „arbeiten“ können.

Veröffentlicht am 23.08.2024

sehr schöner umfangreicher Pracht- und Rezeptband

Zu Gast auf dem Oktoberfest
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Franz Kotteder nimmt den Lese von „Oktoberfest“ mit auf eine Reise zu eben diesem, angereichert mit Münschener Geschichten, Originalrezpten und Geheimtipps. Das Buch könnte der Reihe „Zu Gast“ entstammen; ...

Franz Kotteder nimmt den Lese von „Oktoberfest“ mit auf eine Reise zu eben diesem, angereichert mit Münschener Geschichten, Originalrezpten und Geheimtipps. Das Buch könnte der Reihe „Zu Gast“ entstammen; allerdings ist dieses, im Gegensatz zu anderen dieser informativen Prachtbände der Reihe, nicht auf dem Cover vermerkt.

Üppig und schön illustriert beginnt der Ausflug über das Münchener Oktoberfest mit einem Lageplan; dann werden verschiedene Festzelte, Wirtshäuser, verschiedene Brauereien, die Wildstuben, Kufflers Weinzelt, die Enten- und Hühnerbraterei Heimer, die Münchener Knödelei und andere gastronomische Betriebe vorgestellt und steuern jeweils ein Rezept bei. Aber auch Fahrgeschäfte, wie die Hexenschaukel oder das Teufelsrad, Musik, Trachten, Tradition, Buden und Stände werden gezeigt und erklärt. Für mich war dieser Oktoberfest-Spaziergang etwas Besonderes; es bereitet Freude, sich dieses ganz in Ruhe zu betrachten und wirken zu lassen. Auch die speziellen Rezpte der Gastrobetriebe wie Spanferkelrippe, Schweinshaxe, Kaiserschmarrn, Marstall Obazda, Kufflers Wiener Schnitzel oder Theresienbusserl lassen am Erleben des Oktoberfestes teilhaben.

Insgesamt gefällt mir dieses schöne, hochwertige Buch sehr gut, lässt das Münchener Oktoberfest auch aus der Ferne miterleben und geniessen.

Veröffentlicht am 22.08.2024

fein gewoben und gut erzählt

Finster
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Im Juli 1986 verschwindet ein Junge vom Jahrmarkt in Katzenbrunn im Odenwald. Zehn Jahre zuvor geschah schon etwas Ähnliches; der damals ermittelnde Kommissar Stahl, jetzt in Rente, reist nach Katzenbrunn ...

Im Juli 1986 verschwindet ein Junge vom Jahrmarkt in Katzenbrunn im Odenwald. Zehn Jahre zuvor geschah schon etwas Ähnliches; der damals ermittelnde Kommissar Stahl, jetzt in Rente, reist nach Katzenbrunn um diesen Fall aufzulösen und den Cold case abzuschließen. In Katzenbrunn gibt es eine Psychatrie, aus der ein Patient seit Längerem verschwunden ist, eine Trinkerheilanstalt, gut beschriebene Bewohner, die allerdings meistschon etwas älter sind, denn in Katzenbrunn wird wohl nur gestorben und nicht geboren – als wäre es ein verfluchtes, finsteres Dorf

Ivar Leon Menger beschreibt die Bewohner, die manchesmal auch ein wenig sonderbar daherkommen, und es gibt viele von ihnen mit Geheimnissen, Auffälligkeiten oder anderen Spuren, die zu ihnen führen. Der Thriller wird fein gesponnen und der Leser gerät vielleicht auch manchmal auf eine falsche Fährte; wer weiß? Der Autor bittet extra darum, nicht zu spoilern – daran halte ich mich jetzt!

Mich hat dieser Thriller bis zum Schluss sehr gut unterhalten und mitermitteln lassen.

Veröffentlicht am 08.08.2024

sehr informativ und interessant

Kräuter aus dem Klostergarten
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Hans-Dieter Stoffler zeichnet ein umfassendes Bild von Klostergärten, nimmt den Leser dafür mit auf eie Zeitreise, die nicht nur die Wichtigkeit und Veränderung der Klostergärten aufzeigt, sondern auch ...

Hans-Dieter Stoffler zeichnet ein umfassendes Bild von Klostergärten, nimmt den Leser dafür mit auf eie Zeitreise, die nicht nur die Wichtigkeit und Veränderung der Klostergärten aufzeigt, sondern auch Sichtweisen, Zitate aus Literatur und auch Aspekte wie Medizin-, Küchen- und Bauerngärten. Diesen Teil des Buches fand ich sehr informativ, habe viel Neues erfahren und entdecken können. Immer wieder kommt der Autor auf Walahfried Strabo, den Abt der Reichenau zurück, gibt unter anderem Zitate von ihm weiter. Im zweiten Teil des Buches werden 24 Heilpflanzen beschrieben, jeweils mit einem schönen, gemalten Bild oder einer ebensolchen Schautafel der Pflanze ergänzt. Viel Wissen, beispielsweise Erwähnungen in der Literatur, Anwendungsmöglichkeiten oder Wirkweisen werden beschrieben; konkrete Rezepte sind nicht enthalten.

Mir hat das sehr schön illustrierte Buch sehr gut gefallen; es bietet einen weitgefächerten Blick auf Klostergärten und ihre Kräuter, sowohl im MIttelalter als auch im Verlauf der Zeit erhaltenes und/oder genutztes Wissen. Ich finde die wertschätzende Betrachtung sehr informativ und interessant.

Veröffentlicht am 07.08.2024

Viel Lärm um Nichts

Viel Lärm um Achtsamkeit
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Der Autor erläutert zunächst, dass er seine Dissertation zum Thema Achtsamkeit geschrieben habe und nun, akademisch ausgedrückt, anderen seine Erkenntnisse nahe bringen möchte. Sein Schlüsselerlebnis, ...

Der Autor erläutert zunächst, dass er seine Dissertation zum Thema Achtsamkeit geschrieben habe und nun, akademisch ausgedrückt, anderen seine Erkenntnisse nahe bringen möchte. Sein Schlüsselerlebnis, das ihn dazu geführt hat, liegt schon ein paar Jahre zurück: Er hat an einem Retreat teilgenommen um bei einem buddistischen Lehrer die Meditation zu erlernen. Dort konnte er aber nicht meditieren, sondern nur daran denken, dass er „pinkeln“ gehen muss. Dieses Erlebnis wird ungeähr auf einer halben Seite beschrieben und ist das allumfassende Grunderlebnis, dass Jacob Schmidt veranlasst hat, seine Dissertation zu dem Thema Achtsamkeit und dieses Buch zu schreiben. Dieses Erlebnis wird noch häufig im Buch erwähnt um seine Qualifikation zu einem Standpunkt herauszuarbeiten.

Jacob Schmidt wagt in seinem Buch einen Rückblick der Geschichte um die Achtsamkeit; der Rückblick umfasst Jahrhunderte und ist in wenigen Seiten abgehandelt.Dazu nennt in einzelnen Halbsätzen einzelne Vertreter der letzten Jahrhunderte, beispielsweise wird Thich Nhat Hanh nur in einem halben Nebensatz erwähnt. Den größten Anteil an der Lehre der Achtsamkeit räumt er Jon Kabat-Zinn ein; ihm widmet er mehrere Kapitel. Alle anderen, von denen ein paar Worte zitiert oder erzählt werden, kommen nur sehr kurz zu Wort, was keine vielschichtige oder ausgewogene Darstellung bieten kann. Jacob Schmidt schmückt damit eher seine Sichtweise aus. Zum Schluß des Buches will er darstellen, dass es unmöglich ist, durch Achtsamkeit die Welt zu verbessern, führt immer wieder zur Bestätigung seiner Sicht, Einzelbeispiele an, beispielsweise von einem Freund Paul, die dann genau das belegen, was er dargestellt hat.

Mich hat das Lesen dieses Buches sehr gefordert; ich brauchte etliche Anläufe und musste mich überwinden, weiterzulesen. Den Schreibstil fand ich sehr arrogant, selbstgefällig und unangenehm belehrend, dabei wenig Neues mitteilend; vieles wurde sehr oberflächlich dargestellt. Er beschreibt viele Einzelerlebnisse mit einer Person, wertet diese allumfänglich aus. Es ist eine ganz persöliche Sicht , mit einzelnen kleinen, selbstgemalten Strichdiagrammen an einigen Stellen untermauert. Mir enthält dieses Buch viel zu viel Selbstdarstellung. Insgesamt ist der Titel schon recht trffend gewählt….