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Veröffentlicht am 15.08.2022

nicht wirklich Neues, mit professionellen Fotos

Nuss-Küche
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Martin Kreutzer und Sandra Pugliese, die Autoren dieses Buches beschreiben zunächst, wie gesund Nüsse sind und „vollgepackt mit guten Dingen“ (S.13). Nüsse können beim Abnehmen und Bauchfett verlieren ...

Martin Kreutzer und Sandra Pugliese, die Autoren dieses Buches beschreiben zunächst, wie gesund Nüsse sind und „vollgepackt mit guten Dingen“ (S.13). Nüsse können beim Abnehmen und Bauchfett verlieren helfen, wobei hier, wie sonst auch, gilt, dass die Dosis nicht übertrieben werden darf. Zudem können die altbekannten einfachen Fettsäuren, von den Autoren kosequent MUFA genannt, Entzündungen entgegenwirken und aufgrund der hohen Kalorienzahl und oft auch einer guten Menge an Ballaststoffen sättigen; manche Fette werden auch nicht vollkommen verstoffwechselt. Einfach und kurz nacherzählt werden Forschungsergebnisse von 2003; nunja, die müssen nicht überholt sein, aber wahrscheinlich hat schon jeder diese dünn gestreuten Informationen in den nun fast 20 zurückliegenden Jahren mehrfach gelesen.Dann werden jeweils auf einer Doppelseite, von der ungefähr die Hälfte aus Text besteht, Nüsse vorgestellt: Cashew-, Hasel-, Erd-, Kokos-, Macadamianüsse, Mandeln, Para- und Pekannüsse, Pistazien und Walnüsse. Im Text wird jeweils nochmals darauf hingewiesen, dss sie bei Entzündungen und beim Bauchfett helfen. Ja, das hatten wir schon im Einführungskapitel. Hilfreich finde ich die Angaben zu Kaloreien, Protein-Fett-, Kohlenhydrat- und Ballaststoffangaben, denn es würde wohl kein Leser dafür seine Nährwerttabellen hinzuziehen. Dann folgen die Rezepte, die nach meinem Empfinden so alt sind, wie die nacherzählten Forschungsergebnisse. Man erhält die Erklärungen und Rezepte für Nuss-, Kokosmilch und Kokosbutter, Blaubeer Smoothies, Nussbutter, Granola, Pesto, in dem Nüsse verarbeitet wurden – mal was anderes als Pinienkerne, aber doch auch nicht neu. Salate, über die Nüsse gestreut werden, auch über Zucchini- und Kürbisspagetti. Desserts wie Italienischer Apfelkuchen, unter anderem mit Mandel- und Nussmilch zubereitet, Zimtschnecken mit „Kick“ und auch kleine Bountyriegel und hausgemachtes Nutella finden sich unter den Rezepten. Ich muss gestehen, dass ich es schon tollkühn finde, die eigenen Kreationen Nutella und Bounty zu nennen, da es sich schließlich um geschützte Namen handelt und die Namens- und Rechtinhaber sicher nicht ihre Zustimmung dafür gegeben haben. Auch einige Äußerungen lassen mit fassungslos zurück, beispielsweise steht in den Rezepten immen wier „kalt geschluderter Honig“ oder „gern kalt geschleuderter Honig“. Wer so etwas schreibt, hat leider keine Ahnung vom Produkt. Selbstverständlich wird Honig nicht erhitzt, sondern unerhitzt geschleudert oder eventuell noch bei Hobbyimkern, die sich erst im zweiten Jahr eine Schleuder kaufen wollen, einzelne Waben gepresst. Wie unklug müsste man sein, durch Erhitzen den Honig zu zerstören? Nunja, in den Rezepten wird das schon gemacht, beispielsweise wird dort unter anderem aus Seite 56 „der Honig bis unter den Kochpunkt erhitzt“. Wenn man ein Kochbuch schreibt, sollte einem ein solcher Fehler nicht unterlaufen; es lässt sich doch so einfach recherchieren, dass die wertvollen Inhaltsstoffe von Honig, wie Aminosäuren und Enzyme bei über 40°C. zerstört werden. Ein Rezept habe ich gefunden, das ich nicht schon lange kannte und das mich angesprochen hat. Auberginenscheiben in Nusspanade. Überrascht habe ich in der Danksagung gelesen, wie die Autoren sich selber für dieses Buch über den grünen Klee loben – „auf das wir stolz sein können“. Die Fotos wurden von einem Profi aufgenommen, sind sehr ansprechend und erhalten einen eigenen Stern von mir.. Insgesamt, so muss ich gestehen, haben mich die Rezepte nicht vom Hocker gehauen; altbekannt, manchmal eben mit Nüssen bestreut oder etwas Nuss untergerührt. Da hatte ich schon etwas mehr erwartet.

Für jemanden, der noch nie gelesen hat, wie man eine Nussmilch zubereitet oder mal mit Nussmilch oder Nüssen gekocht, gebacken oder angerichtet hat, mag dieses Buch vielleicht eine Offenbarung sein; sonst hinkt das Buch seiner Zeit eindeutig hinterher.

Veröffentlicht am 12.08.2022

ansprechende, leckere Rezepte

SRF bi de Lüt – Landfrauenküche
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In „SRF bi de Lüt – Landfrauenküche“ werden die Teilnehmerinnen samt ihrer Rezepte aus den Folgen der Fernsehserie von 2019 bis 2021 vorgestellt.

Sehr interessant fand ich die kurzen Geshichten der Teilnehmerinnen, ...

In „SRF bi de Lüt – Landfrauenküche“ werden die Teilnehmerinnen samt ihrer Rezepte aus den Folgen der Fernsehserie von 2019 bis 2021 vorgestellt.

Sehr interessant fand ich die kurzen Geshichten der Teilnehmerinnen, die unter anderem den Kanton in dem sie leben, ihre Berufstätigkeit, oft auch außerhalb des Bauernhofes und auch ihre Tätigkeit auf dem Hof enthalten. Spannend fand ich beispielsweise die Spezialiesung mit Lavendelfelder, eigene Kosmetikherstellung mit Hofverkauf und Versandhandel. Auf den Fotos sieht man die Teilnehmerinnen in Tracht; ich vermute, dass hier regionale Besonderheiten gezeigt werden, komme aber nicht aus der Schweiz und kann das nicht wirklich beurteilen.

Die Rezepte, dreigängig, weisen meist auch eine vegetarische Variante für den Hauptgang auf. Wie man bei Wettkochen von Landfrauen erwarten darf, fallen die Rezepte alles andere als gewöhnlich oder langweilig aus. Häufig werden Produkte vom eigenen Hof eingesetzt und immer sehr kreativ verarbeitet. Die Zubereitungen kann man leicht nachkochen; die Beschreibungen wurden sehr leicht erklärt. Meine Lieblingsrezepte sind Quinoaburger mit Mozzarellafüllung, Zimt-Quark-Soft-Eis,, Vegi-Burger, , Kräuter-Knödel-Hamburger, Linsenkugeln, Burgerbrötchen und Borlottibohnen-Burger. Bei einigen lokalen Begriffen musste ich nachschlagen, was gemeint war.

Insgesamt haben mir die bodenständigen, aber soch ausgefallenen Rezepte sehr gut gefallen und ich werde einige nachkochen.

Veröffentlicht am 09.08.2022

informativ und unterhaltsam

Insiderwissen für Harry Potter Fans
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Tom Grimm teilt in diesem Buch „250 magische Fakten, die Du als Potterhead kennen solltest“. Es finden sich Drehorte, viele Informationen zur Entehung, zu Drehs, Darstellern und vielem mehr, sogar weiterführende ...

Tom Grimm teilt in diesem Buch „250 magische Fakten, die Du als Potterhead kennen solltest“. Es finden sich Drehorte, viele Informationen zur Entehung, zu Drehs, Darstellern und vielem mehr, sogar weiterführende Internetauftritte beispielsweise zu Veranstaltungen.

Auch dieses Buch wurde wieder ganz bezaubernd illustriert; schon alleine die jeweiligen Seitenhintergrundgestaltungen fallen ins Auge. Wer schon einmal ein Buch von Tom Grimm gelesen hat, wird genau wissen, was ich meine…

Ich war selber überrascht, wie klein der Anteil an Informationen war, die mir bereits belannt waren und wie viele unbekannte Fakten ich hier erfahren habe. Das Buch lässt sich mit viel Freude lesen und hat mir eine schöne, informative Auszeit beschert.

Veröffentlicht am 08.08.2022

interessant und gut erzählt, aber für mich etwas schwächer als Band 1

Die Gärten von Heligan - Ruf der Fremde
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Bei „Die Gärten von Heligan: Ruf der Fremde“ handelt es sich bereits um den zweiten Band dieser Reihe. Auch in diesem erzählt Inez Corbi zwei zeitlich versetzte Geschichten um die Gärten von Heligan.

Die ...

Bei „Die Gärten von Heligan: Ruf der Fremde“ handelt es sich bereits um den zweiten Band dieser Reihe. Auch in diesem erzählt Inez Corbi zwei zeitlich versetzte Geschichten um die Gärten von Heligan.

Die eine Erzählung beginnt im April 1815 auf Heligan; Avery, Spieler, Schürzenjäger und Halodri sowie Sohn der Gutsbesitzer Heligans Damaris und Julian Harrington, ist an einem illegalen Duell beteiligt. Der andere Schießt in die Luft, aber Avery verletzt seinen Duellgegner schwer und verlässt heimlich, unter dem Deckmantel, als Pflanzenjäger mit Verwandten nach Indien zu reisen, bei Nacht und Nebel das Land. Hier teilt sich die Geschichte nochmals, wobei die Vorkommnisse in Heligan in den Hintergrund treten und Averys Jahre, eher Jahrzehnte in Indien und Nepal den Schwerpunkt dieses Buches bilden. Die vielen Beschreibungen zu Lebensbedingungen während der Kolonialzeit, zu medizinischen Standarts, wie Operationen oder Pockenimpfung, zu Wohnverhältnissen, Reisebdingungen, er Arbeit als Pflanzenjäger lesen sich Spannend und wurden ausgesprochen gut recherchiert.

In der zweiten Erzählung, die in 2020 spielt, bereitet Lexi immer noch die Ausstellung zum Ende des 30. Jahres nach dem Wiederaufbau der Gärten von Heligan vor. Diesemal geht es um die zweite Station, die sich unter anderem mit Pflanzenjägern beschäftigt. So stellt Lexi noch unbekannten Geschichten Heligans zusammenstellen und recherchiert in Archiven , im Internet und hört sich Überlieferungen an. Eine alte Geschichte und eine neue Liebe weren ezählt; manches davon kennt man schon etwas aus dem ersten Band. Diesen muss man nicht unbedingt gelesen haben um den zweiten Teil zu verstehen, da wichtige Punkte kurz aufgegriffen werden. Der Erzählstarng um Avery samt der Pflanzenjäger macht den größten Teil des Buches aus und ist auch der fesselndste; die anderen Erzählsträne verblassen eindeutig davor.

Inez Corbi erzählt wieder farbenfroh und mit viel Begeisterung, die ansteckt, von den Pflanzenjäger-Expeditionen, Heligan zu jener Zeit und dem besonderen Charme der verlorenen Gärten Heligans sowie von dem heutigen Zustand. Dabei hat sie Fakten mit Fiktion vermischt, sehr geschickt und völlig ansprechend. Mir gefällt sehr gut, dass am Ende des Buches richtig gestellt wird, was belegt und was ihrer Phantasie entsprang. Die Beschreibungen Heligans fand ich ausgesprochen gelungen; wenn man schon mal dort war, erkennt man die Orte wunderbar wieder und kann seinen Spaziergang durch diesen bezaubernden Garten wiederholen. Wenn man noch nicht dort war, so denke ich, wird man dies nachholen wollen.

Der Roman hat mir gut gefallen; jedoch fand ich diesen Band etwas schwächer als den ersten - vielleicht lag es daran, dass die Geschichte der Pflanzenjäger zwar sehr spannend und interessant war, die anderen aber doch eher an die Wand gespielt hat. Der Erzählstil ist sehr angenehm, verzaubert und lässt in Zeit und Garten abtauchen. Für mich hat der Roman ein schönes Wiedererleben der Gärten von Heligan und sehr gute Unterhaltung geboten. Auch, wenn es nicht zwingend notwendig ist, den ersten Teil vorab gelesen zu haben, würde ich ihn als Einstieg empfehlen.


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Veröffentlicht am 05.08.2022

beeindruckender, umfangreicher Bildband

Banksy - Die Kunst der Straße im großen Bildband
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Stefano Antonelli und Gianluca Marziami: stellen in diesem Bildband Werke Banksys von Beginn bis zum Jahr 2020 vor, beschreiben die sich entwickelten Techniken und Phasen Banksys, Einflüsse anderer Sprayer ...

Stefano Antonelli und Gianluca Marziami: stellen in diesem Bildband Werke Banksys von Beginn bis zum Jahr 2020 vor, beschreiben die sich entwickelten Techniken und Phasen Banksys, Einflüsse anderer Sprayer und Künstler und auch, welche Künstler er kopierte, ihre Werke nachmachte, wie das Schreddern eines Bildes bei der Sotheby’s Auktion 2018. Nimmermüde stellen die beiden Autoren fest, dass es sich bei Banksy um „den bedeutendsten Künstler der Welt“ handelt, heben ihn in den Künsterolymp, in dem maximal fünf andere Künster Platz finden, beispielsweise Michelangelo. Auf nahezu jeder Doppelseite wird der Genialität sowie der Person Banksy gehuldigt, was mir eindeutig der Verherrlichung zu viel war und mich schon an eine Sekte erinnerte. Das wäre gar nicht nötig gewesen; die vielen Fotos der Werke Banksys sprechen für sich, ganz besonders auch, weil jedes einzelne erklärt und philosophisch, politisch, ethisch und künstlerisch erklärt wird. Wenn ich ehrlich bin, war mir auch hierbei vieles zu übertrieben – aber das ist individuelle Geschmackssache.

Ich fand es sehr interessant die von den beiden Autoren „rekonstruierte Reise durch die wichtigsten Etappen des Banksy-Universums“ von seinen Ursprüngen an bis zum Jahr 2020, sehr aufwändig präsentiert, mitverfolgen zu können, über seine Haltung und Einstellung zur Welt, seine Verurteilung Kunst zu vermarkten (und dieses doch selber äußerst lukrativ zu betreiben), seine Ideen und auch die gestohlenen anderer (die durch seine Ausführung enorm an Wert und Aussage gewinnen sollen) zu lesen und über Banksys Weregang und Werke sowie die verschiedenen Techniken zu lernen.