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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2021

gut erklärt, motivierend, abwechslungsreiche Rezepte

Keto rockt!
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Dinah Stricker hat selber unzählige Diäten ausprobiert und mit ketogener Ernährung gutgelaunt abgenommen.

In diesem Buch erzählt sie ihre eigene Abnehmgeschichte, möchte damit motivieren, inspirieren ...

Dinah Stricker hat selber unzählige Diäten ausprobiert und mit ketogener Ernährung gutgelaunt abgenommen.

In diesem Buch erzählt sie ihre eigene Abnehmgeschichte, möchte damit motivieren, inspirieren und unterstützen. Im zweiten Teil erklärt sie, wie ketogene Ernährung aussieht, wie sie wirkt, was man beachten muss und, was ich seriös finde, dass man mit seinem Hausarzt vorab darüber sprechen sollte. Hilfreich finde ich die Listen mit ketofreundlichen und -feindlichen Lebensmitteln, die Liste mit Austauschzutaten für klassische Rezepte sowie den Hinweis auf ihren blog mit vielen weiteren Angeboten wie Erklärungen, Rezepten sowie einem workout der Fitnesstrainerin Dinah Stricker. Im dritten Buchteil finden sich ungefähr 70 schnelle, unkomplizierte Rezepte aus frischen, am besten regionalen Produkten in hoher Qualität. Kapitelweise erhält man so ansprechende Rezepte für das Frühstück, für Hauptgerichte, Beilagen, Dips, Dressings und Saucen, Desserts, Kekse, Kuchen, Brot und Getränke, sogar für Cocktails. Mir gefallen besonders gut die Keto-Waffeln, das Blumenkohl-Curry, die Thai-Suppe mit Shrimps, die Vanille Eiscreme, Zitronenmousse, Keto-Brötchen, der Zitronen-Käsekuchen und die Pekan-Nussecken. Alle Rezepte wurden gut erklärt, sind ganz einfach gehalten; schöne ganzseitige Fotos runden die Rezepte ab, genau wie auch die Nährwertangaben und Extra-Tipps.

Die Erklärungen sind leicht verständlich, dabei ausführlich genug und ausreichend; die Rezpte finde ich einfach, gelingsicher und abwechslungsreich. Insgesamt gelingt es der Autorin zu informieren und zu motivieren; schon die peppige Aufmachung des Buches macht gute Laune. Ein perfektes Buch um in das Thema der ketogenen Ernährung einzusteigen.

Veröffentlicht am 16.01.2021

enttäuschend und langweilig

Eulenzauber
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Eine Patchworkfamilie macht Urlaub in einem walischen Tal, das die Tochter Alison von ihrem Vater geerbt hat. Ihre Mutter Margret, der Stiefvater Clive, Stiefbruder Roger sind mit von der Partie. Die Angestllte ...

Eine Patchworkfamilie macht Urlaub in einem walischen Tal, das die Tochter Alison von ihrem Vater geerbt hat. Ihre Mutter Margret, der Stiefvater Clive, Stiefbruder Roger sind mit von der Partie. Die Angestllte Nancy kümmert sich um Küche und Haushalt, mit Hilfe ihres Sohnes Gwyn. Huw Halfbacon, im Tal sehr hoch angesehen, nimmt sich allem an, erzählt auch alte Geschichten aus alten Zeiten, die walisische Mythen beinhalten.

Angeblich sollen sich daraus resultierende und wiederholende Schicksale in den Handlungen dieser Geschichte niederschlagen. Alles beginnt damit, dass Gwyn auf dem Dachboden Essteller entdeckt, die ein Blumenmuster aufweisen, in dem Alice Eulen entdeckt und abpaust. Nun nimmt das Schicksal seinen Lauf und die alten Geschichten, so wird immer wieder betont, finden ihre Fortsetzung.

Dieser Handlungsstrang wurde für mein Empfinden ausgesprochen schwach und unspannend umgestzt, konnte mich weder begeistern noch überzeugen. Viel stärker war der Aspekt von Zorn, Wut, Hass abschätzender Arroganz gegen die Waliser, das Tal, Angestellte ausgeschmückt und erzählt, besonders auch von Roger, der seine Stiefmutter als geldgierige Einheiraterin ansieht. Alle vier Mitglieder dieser Patchworkfamilie und genaugenommen sogar die meisten Akteure dieses Romans werden als ziemlich krank und unsozial dargestellt; mit Kraftausdrücken, Beschimpfungen und Gewalt wird nicht gespart.

Ich fand die Geschichte nicht besonders ansprechend, habe aber bis zum Schluss durchgehalten, weil ich auf eine besonders durchdachte Auflösung gehofft habe - vergebens, selbst die wurde notdürftig und unglaubhaft in wenigen Zeilen abgehandelt. Bei "Eulenzauber" handelt es sich um ein mit einem Preis ausgezeichneten Jugenbuch von 1967. Das merkt man dem Buch auch durchgehend an; ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Geschichte heutzutage noch viele Leser fesseln wird.

Veröffentlicht am 15.01.2021

2. Fall der ganz bezaubernden Laos-Krimireihe

Dr. Siri sieht Gespenster
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m zweiten Teil dieser Serie löst Dr. Siri, einziger Leichenbeschauer von Laos mehrere Rätsel und Todesfälle: zwei Tote auf einem Fahrrad, ein ausgebrochener Kragenbär, zerfleischte Personen, ein abgestürzte ...

m zweiten Teil dieser Serie löst Dr. Siri, einziger Leichenbeschauer von Laos mehrere Rätsel und Todesfälle: zwei Tote auf einem Fahrrad, ein ausgebrochener Kragenbär, zerfleischte Personen, ein abgestürzte Hubschrauber mit toter Bestzung, ein mysteriöser Gärter und eine gehimnisvolle, magische und königliche Truhe lassen Dr. Siri, Krankenschwester Dtui und weitere Bekannte ermitteln.

Die späteren Bände dieser Krimireihe habe ich bereits gelesen, die älteren hole ich nun einzeln nach. Ich war sehr überrascht, von Dr. Siris Kindheit zu lesen, genauso wie über Dtuis heimliche Bibliothek samt Lese-und Lernleidenschaft. Besonders beeindruckend finde ich immer wieder die Darstellung von Bräuchen, Glaube und Aberglaube in Dr. Siris Ermittlungen sowie Schilderungen des Vietnamkrieges und den Folgen daraus.

Fazit: Wieder ein absolut interessanter und spannend erzählter Fall des Dr. Siri Paiboun.

Veröffentlicht am 11.01.2021

gute Unterhaltung mit gelungenem Mix aus Realem und Fiktion

Der Fall Alice im Wunderland
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Von wahren Begebenheiten inspiriert schrieb Guillermo Martínez "Der Fall Alice im Wunderland", den Sascha Tschorn sehr angenehm und ansprechend für dieses Hörbuch eingesprochen hat.

Eine tatsächlich ...

Von wahren Begebenheiten inspiriert schrieb Guillermo Martínez "Der Fall Alice im Wunderland", den Sascha Tschorn sehr angenehm und ansprechend für dieses Hörbuch eingesprochen hat.

Eine tatsächlich verschollene Seite aus Lewis Carolls Tagebuch ist aufgetaucht, erregt große Aufmerksamkeit, denn sie könnte aufzeigen, in welchem Verhältnis dieser zu Alice gestanden hatte. Es beginnt ein Krimi mit vielen Wendungen, mehreren Toten und vielen Anspielungen auf Inhalte des Buches “Alice im Wunderland”. Forschungen und Weitstreit unter den Beteiligten schmücken die Geschichte aus, lassen Oxford, Debatierklubs, eine erdachte Bruderschaft vor dem Zuhörer entstehen; und es wird thematisiert, in wieweit Lewis Carolls, der im wahren Leben Charles Lutwidge Dodgson hieß, mit einigen seiner vielen Fotos zwar den damaligen Zeitgeist getroffen haben mag, sich aber die Frage stellt, ob die Mädchennacktfotos als Kunst durchgehen oder etwas ganz anderes dahintersteckt. Außer Acht lassen darf man dabei nicht, dass es zu der zu der damaligen Zeit durchaus üblich war, dass Mädchen mit 12 Jahren verlobt und mit 14 Jahren verheiratet wurden.

Den Griff auf die Tagebücher samt fehlender Seite sowie Brief finde ich sehr gelungen um Spekulation und Wahrheit spannend in diesem Krimi zu verknüpfen. Der Verlauf dieses Krimis wird ansprechend erzählt und vermittelt sehr viel über das Leben Carolls; man kommt nicht drum herum, immer wieder tiefergehende Informationen dazu online anzusehen. Manchmal scheint der Krimi kleine Umwege zu nehmen, ist nicht vorhersehbar und wartet mit einem überraschenden Ende auf. Manchmal gibt es zwischendurch Wiederholungen, wodurch es leider immer wieder etwas zäh wird.

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen; er hat mich ausgesprochen gut unterhalten, mir viele neue Informationen über Carrolls Leben nahegebracht, war interessant bis zum Schluss und sehr ansprechend gelesen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Sprecher
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Cover
Veröffentlicht am 09.01.2021

bezaubernd und märchenhaft erzählt

Was der Fluss erzählt
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Der Roman „Der Fluss erzählt“ beginnt mit den Worten „Es war einmal“ und stimmt so schon auf eine märchenhafte, bezaubernde Erzählung ein.

In Gasthaus Swan, das für gute Geschichten und Geschichtenerzähler ...

Der Roman „Der Fluss erzählt“ beginnt mit den Worten „Es war einmal“ und stimmt so schon auf eine märchenhafte, bezaubernde Erzählung ein.

In Gasthaus Swan, das für gute Geschichten und Geschichtenerzähler bekannt und in Radcot an der Themse gelegen ist, ereignet sich Ende des 19.Jahrhunderts etwas, das immer wieder erzählt wird, sich weiterentwickelt, vieles nachsichzieht:

Ein verletzter Mann betritt das Gasthaus mit einem leblosen Mädchenkörper auf dem Arm. Beide werden versorgt, das Mädchen wird zunächst für tot erklärt, atmet plötzlich wieder, hat Herzschlag und lebt. Mehrere Bewohner Radcots erkennen in diesem Mädchen einen vermissten Menschen, mal die Tochter, mal die Schwester. Dieses Mädchen hat etwas an sich, was scheinbar jeden im Ort anspricht und so manch einer würde es in seiner Familie aufnehmen.

Man lernt viele Personen, die längs der Themse oder ihren Nebenflüssen leben, mit eigenen Geschichten kennen, welche sich nun, wie eben auch die Wasserläufe vereinigen. Viele Geheimnisse, auch aus Kinderzeiten, werden langsam und behutsam bis zum Ende des Buches offenbart und die Verbindungen und Folgen märchenhaft erzählt. Zudem ziehen Beschreibungen von Aberglaube, Sagen, Mythen und Lebensumständen samt Gepflogenheiten in den Bann, lassen beim Lesen in eine andere Welt abtauchen. Ereignisreich, schicksalhaft und ganz verzaubernd nimmt die erzählte Geschichte gefangen, versetzt beim Lesen in eine ganz besondere Stimmung und fesselt bis zum letzten Wort.