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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2020

gutes Einsteigerbuch

Perma- und Wildniskultur
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Familie Peham hat sich über viele Jahre hinweg mit Perma- und Wildniskultur auseinander- und entsprechend umgesetzt.

In diesem Buch erzählen Sandra und Johann Peham persönliche Geschichten und Erfahrungen ...

Familie Peham hat sich über viele Jahre hinweg mit Perma- und Wildniskultur auseinander- und entsprechend umgesetzt.

In diesem Buch erzählen Sandra und Johann Peham persönliche Geschichten und Erfahrungen der Familie auf dem Weg zur Perma-/Wildniskultur, zeigen die Unterschiede zwischen beiden auf und geben eine Einführung in diese: Prinzipien, Zonen, Check- und Erfahrungslisten mit Tipps, sehr viele Fotos und auch Beschreibungen verschiedener Projekte sowie Themen wie Anlegen eines Hoch- und eines Indianerbeetes und weiterer Beispiele zeigen, wie man einen Kreislaufgarten mit persönlich zugeschnittenen Lösungen von der ersten Planung an durchführen kann. Buchempfehlungen sowie einige, wenige Retepte am Ende des Buches runden die praktischen Darstellungen ab.

Die Erklärungen, Ratschläge, vielen Fotos, Listen und persönlichen Erlebnisse ergänzen sich perfekt und lassen sehr anschaulich verstehen, wie naturnahes kreislaufgärtnern funktioniert.

Veröffentlicht am 19.04.2020

schöne Auszeit: zum Erinnern und Entdecken….

Eifel für Fortgeschrittene
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Angelika Koch plaudert kapitelweise über Sehenswürdigkeiten, Brauereien, Eigenheiten, Festivals, Mundart, Eigenheiten und vielem mehr, was man in der Eifel entdecken kann.

Die einzelnen Kapitel sind von ...

Angelika Koch plaudert kapitelweise über Sehenswürdigkeiten, Brauereien, Eigenheiten, Festivals, Mundart, Eigenheiten und vielem mehr, was man in der Eifel entdecken kann.

Die einzelnen Kapitel sind von unterschiedlicher Länge, der Schreibstil der Autorin wirkt sehr offenherzig und humorvoll, die erzählten Geschichten erinnern an Kindheit und Urlaub mit der Familie in Gasthöfen mit zwei bis vier Gästezimmern mit Waschbecken und Toilette auf dem Gang. Die Bewirtungsfamilie betrieb eine Nebenerwerbslandwirtschaft, stellte Post zu, und die Frau des Hauses war Sammelbestellerin. Viele der erwähnten Orte habe ich vor langer Zeit besucht, es nun genossen, sie so bezaubernd in diesem Eifel-Lesebuch vorgestellt zu bekommen und ein wenig in meine Kindheit abzutauchen. Zudem wurden mir einige, schon längst geplante Besuche in Erinnerung gerufen, wie das Krimihotel oder Brauereien mit Kühlhöhlen und andere.

Ich habe die Lektüre dieses reizenden Lesebuches und gleichzeitigem Reiseführer genossen; ich hätte noch lange weiterlesen können….

Veröffentlicht am 18.04.2020

spirituelle Naturerfahrung

Die Zauberkraft der Pflanzenwelt
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Svenja Zuther, u.a. Diplombiologin und Heilpraktikerin, beschreibt in diesem Buch ganzheitliches Heilen mit Pflanzen auf inhaltsstofflicher sowie auf spiritueller Ebene. Zahlreiche praktische Übungen, ...

Svenja Zuther, u.a. Diplombiologin und Heilpraktikerin, beschreibt in diesem Buch ganzheitliches Heilen mit Pflanzen auf inhaltsstofflicher sowie auf spiritueller Ebene. Zahlreiche praktische Übungen, die Auseinandersetzung mit vorgestellten Pflanzen und ihrer Wirkung und Fotokunst vermittelt ein abwechslungsreiches Bild der Pflanzen.

Ich muß gestehen, dass ich zwar auch denke, dass Spirutualität und Naturwissenschaft nicht unbedingt gegensätzlich, sondern ergänzend Wissen und Möglichkeiten beinhalten, dass mir die Präsentation in diesem Buch aber doch ein wenig zu esotherisch daherkommt. Die unzähligen „Gespräche mit Pflanzengeistern“, die Wissen aufgelockert vermitteln sollten, fand ich von Mal zu Mal anstrengender. Die enthaltenen Informationen fand ich schon interessant, aber mir liegen da eindeutig eher sachliche Texte oder Beschreibungen ohne sprechende Geister. Die gegebenen Informationen zu den einzelnen Pflanzen, wie Wermut, Hasel, Frauenmantel, Meisterwurz, stinkender Storchenschnabel oder Ackerschachtelhalm waren vielseitig und informativ, wenn gleich der Schwerpunkt dieses Buches anders gelegt wurde als erwartet, beispielsweise, mit seinen Pflanzen zu kommunizieren, Protokolle zu führen und eins zu werden mit der Pflanze.

Veröffentlicht am 18.04.2020

schöne Naturbetrachtungen und tolle, vielfältige Projekte

Mit der Natur verbunden
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Sabine Simeoni, unter anderem Wald- und Wildnispädagogin, stimmt in diesem Buch zunächst darauf ein, sich mit der Natur verbunden zu fühlen, gibt Betrachtungen zum Jahresverlauf und Möglichkeiten der ...

Sabine Simeoni, unter anderem Wald- und Wildnispädagogin, stimmt in diesem Buch zunächst darauf ein, sich mit der Natur verbunden zu fühlen, gibt Betrachtungen zum Jahresverlauf und Möglichkeiten der Auseinandersetzung durch beispielsweise Naturtagebuch, Seelenzeit, durch gelebte Nachhaltigkeit und die eigenen Bedürfnisse. Naturmaterialien und Einfachheit, auch bei der Verarbeitung, bei der die Hände beschäftigt sind und der Geist ruht, lassen die tiefe Verbindung erfahren.

Zunächst werden verschiedene Bäume und Büsche vorgestelltsamt ihrer verwendbaren Bestandteile, unter anderem zum Räuchern. Dem schließt sich der Teil mit Projekten an, wie eine Schnitzbank aus Grünholz herstellen, Körbe flechten oder wickeln, Färben mit Pflanzen, Schnitzen verschiedenener schöner Dinge, Filzen einer Werkzeugtasche, Herstellen von Holzschmuck, Seifen, pflegeprodukten samt Pflanzenwasser und Tinkturen.
Die Anleitungen sind leicht verständlich geschrieben; viele Fotos, Tipps und Überlegungen erleichtern das Nacharbeiten enorm. Die Vielfalt der Werktechniken und Erlebnismöglichkeiten finde ich außergewöhnlich ansprechend. Die Zeit, sich auf sich und die Natur zu besinnen und sich verbunden zu fühlen, läßt sich mit den Anleitungen und den geschaffenen Werkstücken schön gestalten und nacherleben. Gerade die Vielfältigkeit der Techniken läßt einen dieses Buch lange nutzen und schätzen.

Veröffentlicht am 15.04.2020

ansprechende Rezepte

Das Erfolgsrezept für ultimatives Abnehmen
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Dies war mein erstes Buch von Chef AJ und es hat mich erstaunt, dass im ganzen Buch nicht ein einziges Mal ihr Name erwähnt wurde. Wahrscheinlich bilde ich da eine Ausnahme und alle anderen potentiellen ...

Dies war mein erstes Buch von Chef AJ und es hat mich erstaunt, dass im ganzen Buch nicht ein einziges Mal ihr Name erwähnt wurde. Wahrscheinlich bilde ich da eine Ausnahme und alle anderen potentiellen Leser kennen ihn, denn Frau Chef AJ hat schon mehrere Ernährungs- und Rezeptbücher geschrieben und, wie ich diesem Buch entnommen habe, in Sendungen vorgekocht.

Lobend erwähnen muss ich unbedingt, dass die Seiten des Vorwortes mit römischen Zahlen nummeriert wurden und der Inhalt des Buches tatsächlich mit S.1 beginnt. Das habe ich schon lange nicht mehr gesehen, sondern eher, dass andere so ganz schnell bis zu 20 imaginäre Buchseiten dazuschummeln.

Zu Beginn dieses Buches erzählt Chef AJ von den eigenen Zu- und Abnehmerlebnissen und ihren Erfahrungen mit dem „Ultimativen Abnehmen“. Es werden Ernährungsprinzipien, An- und Einsichten zu Ernährungssüchten, u.a. Zucker, vermittelt. Schon hierbei fällt auf, dass es sich um eine Übersetzung aus dem Amerikanischen handelt und ich hatte das Gefühl eine Sendung eines Verkaufssenders zu verfolgen. Die Erkenntnisse und Aussagen werden immer wieder wiederholt, schon gebetsmühlenartig; aber gut, manche knackige Zitate sind dann beim zweiten oder dritten Mal hängengeblieben und die folgenden Male konnte ich sie dann bereits mitsprechen. Ich persönlich finde es immer ganz schön, wenn mir als Lesende auch ein gewisses Maß an eigenständigem Denken und Erkennen unterstellt wird, aber wahrscheinlich mögen andere diese steten Wiederholungen und das sich im Kreis drehen wesentlich mehr als ich. Für meinen Geschmack hätte dieser Abschnitt also durchaus kürzer ausfallen dürfen.

Die anschließenden Listen mit Regeln, die auch erklärt wurden, Tipps, beispielsweise zum Essen außer Haus, fand ich sehr gelungen, ansprechend und hilfreich. Ab S.136 gibt es dann die Rezepte, bis einschließlich S. 295; das macht 159 Seiten mit Rezepten und ganzseitigen Bildern – die Rezepte selbst nehmen also ziemlich genau die Hälfte des Buches ein. Alle Rezepte sind einfach nachzuarbeiten, und spiegeln die vorher aufgestellten Regeln, unter anderem Gemüse zum Frühstück, wieder. Es wird viel Wert darauf gelegt, die Rezepte einfach zu halten und anzuregen, Zutaten gegen gleichwertige auszutauschen. Den Rezeptteil finde ich ausgesprochen ansprechend, egal ob Frühstücksvarianten, Eis auf Grundlage von Süßkartoffeln und Banane oder die vielen verschiedenen Burger und einiges mehr. Pflanzenbasierte Ernährung, ohne Zugabe von Zucker und Fetten, dabei zumindest für die 21 Tage des ersten Ausprobierens, finde ich sehr gelungen. Mich hatte bei veganen Kochbüchern häufig der hohe Fettanteil abgestoßen; die hier vorgestellten Rezepte dagegen sind sehr appetitlich. Sie werden gut erklärt, man kann sie, beispielsweise durch Wahl anderer Bohnen oder Gewürze oder seines Lieblingsgemüses gut abwandeln. Was mich ein wenig am Drumherum stört, sind die steten Kommentare unter „Chef AJs Tipp“, die die Zubereitung oder den Austausch von Zutaten überschreiten, nämlich: „In Episode“ XXX „von Healthy Living with Chef AJ zeige ich Ihnen, wie“ dieses Gericht ( Name variiert selbstverständlich) „gekocht wird“. Das fand ich auf Dauer ziemlich nervig.

Bei einigen Gerichten wird auf eine sensationelle Erbsen-Guacamole verwiesen, deren Rezept man in einem anderen Buch der Autorin nachlesen solle. Da hätte ich mich schon gefreut, wenn dieses nicht nur abgebildet, sondern auch textlich abgedruckt worden wäre. Einige der angegebenen Rezepte stammen aus Topf und Kochlöffel anderer, die dann namentlich erwähnt wurden, samt ihrer Internetseite, auf der wohl noch unzählige andere Rezepte zu entdecken sein sollen.

Insgesamt lässt mich das Buch etwas zwiegespalten zurück; die Rezepte gefallen mir sehr gut, sind jedoch zum Teil so oder ähnlich auch bekannt. Das finde ich auch ganz normal, niemand kann das Rad neu erfinden. Die Sammlung an Rezepten, die Mischung sind stimmig, für meinen Geschmack wirklich gut ausgewählt und dabei einfach abwandelbar. Dass man abnimmt, wenn man sich pfundweise von Gemüse ernährt, dass der Magen gefüllt ist und man auf Süßigkeiten, Alkohol und Fette verzichtet, aber dabei satt ist, bleibt wohl unbestritten. Die Selbstdarstellung und das gebetsmühlenartige Einhämmern der richtigen Ernährungsregeln und -erkenntnisse der anderen Hälfte des Buches waren mir dann doch etwas zuviel des Guten und bremsen meine Begeisterung.