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Veröffentlicht am 18.05.2026

Jägerin oder Gejagte?

Nebelbeute
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Ein alter Fall um zwei vermisste Mädchen verschlägt Mila Weiss in die Berge. Lange genug hat sie Robert Walch im Gefängnis besucht und ihm auf ihrem Cello vorgespielt. Nun weiß sie, wo sich Johannes Toblach ...

Ein alter Fall um zwei vermisste Mädchen verschlägt Mila Weiss in die Berge. Lange genug hat sie Robert Walch im Gefängnis besucht und ihm auf ihrem Cello vorgespielt. Nun weiß sie, wo sich Johannes Toblach aufhält. Nun ist sie auf der Jagd nach ihm. Tief in den Bergen will sie ihn stellen: Johannes Toblach, ein Phantom aus ihrer Vergangenheit. Doch am Tag ihrer Ankunft wird eine Leiche in den Bäumen gefunden, gefangen in einem Netz aus Seilen. Und für Mila stellt sich die Frage: Ist sie die Jägerin oder die Gejagte? Stück für Stück kommt sie ihrem Ziel näher – bis sie plötzlich spurlos verschwindet.

Die Gruppe 4, geleitet von Jakob Krogh, macht sich sofort auf die Suche. Sie stoßen auf ein abgelegenes Bergdorf, in dem nur das Schweigen noch dichter ist als der Nebel. Das Team wird in das grausame Spiel eines Serienmörders verstrickt, der sich in den Schatten der Wälder verbirgt. Und ganz offenbar Mila in seiner Gewalt hat. Aber immer, wenn sie der Meinung sind, eine Spur zu Mila und dem Täter gefunden zu haben, platzt diese jedesmal wie eine Seifenblase. Denn die Spur zum Täter endet in einer Spur zu einer neuen Leiche, die sie als Täter in Verdacht hatten. So fangen sie immer wieder bei Null an. Allerdings müssen sie sich beeilen, denn so langsam läuft ihnen die Zeit davon. Schaffen sie es rechtzeitig, den Täter zu stellen und finden Mila….?

Fazit / Meinung:
Das Buch hat 384 Seiten und ist in 49 Kapitel plus Prolog und Epilog eingeteilt. Die Kapitel sind von der Länge her alle genau richtig, manche etwas kürzer, andere etwas länger, aber nicht zu lang. Der Schreibstil ist locker, flüssig und super spannend zugleich. Mich hat das Buch total gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Gerade wenn man glaubt, die Zusammenhänge zu durchschauen, eröffnet die Geschichte neue Abgründe. Es ist spannend bis zum Schluss.

Aufgeteilt ist es diesmal in drei Hauptteile, die in „Mila“, „Jakob“ und „Morgen“ unterteilt sind. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel Verraten um was es in den jeweiligen Teilen geht. Sonst nehme ich die ganze Spannung vorweg und das möchte ich nicht.

Es ist der dritte Fall für Jakob Krogh und Mila Weiss. Man kann dieses Buch auch dann sehr gut lesen, auch wenn man die ersten beiden Fälle nicht kennt. Mila konzentriert sich hier auf einen alten Fall, den sie im Alleingang lösen möchte. Aber, ob ihr dies auch gelingt…?

Von mir gibt‘s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Spannung pur und eine Reise zurück in die 80er

Kollateralschaden
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Wilhelm Beck, ein gebrochener Ex-Kommissar, der nach belastenden Erlebnissen der Mordkommission den Rücken gekehrt hat, hat mittlerweile eine Wein- und Buchhandlung eröffnet und arbeitet nebenbei noch ...

Wilhelm Beck, ein gebrochener Ex-Kommissar, der nach belastenden Erlebnissen der Mordkommission den Rücken gekehrt hat, hat mittlerweile eine Wein- und Buchhandlung eröffnet und arbeitet nebenbei noch als Privatdetektiv. Als ihn seine ehemalige Kollegin Senta Fischer in den Fall der verschwundenen Studentin Anna Lorenz hineinzieht, beginnt eine ebenso spannende wie beklemmende Suche. Die Spur führt von einem Chemielabor über studentische Verbindungen bis hin ins Drogenmilieu Mannheims und schließlich in die DDR. Als Beck in die DDR reist, ahnt er noch nicht, in welche Gefahr er sich da selbst bringt...

Fazit / Meinung:
Das Buch hat 351 Seiten und ist in 22 Kapitel plus Prolog und Epilog eingeteilt. Jedes Kapitel hat eine Datumsangabe und alle sind von der Länge her genau richtig. Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Mich hat das Buch total gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es ist spannend bis zum Schluss.

Beck ist kein strahlender Held, sondern ein Mann, der zwischen Rückzug und Verantwortung schwankt. Die Spannung wird kontinuierlich gesteigert, insbesondere durch die Entdeckung weiterer vermisster Studentinnen und die zunehmende Einmischung des Verfassungsschutzes. Hier zeigt der Roman seine größte Stärke: Er stellt unbequeme Fragen nach Macht, Kontrolle und moralischer Verantwortung, ohne einfache Antworten zu liefern. Becks Entscheidung am Ende wirkt daher nicht nur wie ein persönlicher Wendepunkt, sondern auch wie ein Kommentar zur politischen Realität jener Zeit.

Von mir gibt‘s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Täter oder doch Opfer?

Schorsch
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Bergbauer Schorsch, fasst aus finanzieller Not heraus einen folgenschweren Entschluss: Er begeht einen Raubüberfall. Sein erstes Opfer – ein Deutscher mit Schwarzgeld – scheint ideal gewählt, da er den ...

Bergbauer Schorsch, fasst aus finanzieller Not heraus einen folgenschweren Entschluss: Er begeht einen Raubüberfall. Sein erstes Opfer – ein Deutscher mit Schwarzgeld – scheint ideal gewählt, da er den Überfall kaum anzeigen kann. Doch was als „perfektes Verbrechen“ beginnt, entwickelt sich rasch zur Abwärtsspirale. Schorsch versucht, mit weiteren Überfällen seine prekäre Lage zu stabilisieren, doch stattdessen gerät er tiefer in Schwierigkeiten. Als er schließlich an das Geld einer kriminellen Organisation gerät, eskaliert die Situation. Polizei und Unterwelt sind ihm auf den Fersen, und der Ausweg wird zunehmend aussichtslos.

Fazit / Meinung:
Das Buch hat 112 Seiten und ist in 6 Hauptteile, die alle noch in weitere Kapitel eingeteilt sind. Jeder Hauptteil hat eine Überschrift, aus der hervorgeht, um was es sich handelt. Auch die Länge der Kapitel ist gut gewählt. Es lässt sich sehr gut lesen. Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Das Cover des Buches ist ein Hardcover, das mit einem Schutzumschlag aus bedrucktem Plastik umhüllt ist. Was mir auch sehr gut gefällt, ist das eingearbeitete Lesezeichen in Form eines Fadens.

Erzählt wird es aus verschiedenen Handlungssträngen, die mit der Zeit zusammenwachsen. Zum einen handelt es von einem Brief, den Schorsch an seinen Sohn schreibt und zum anderen geht es um genau diesen Inhalt des Briefes was Schorsch erlebt hat und er für seinen Sohn aufgeschrieben hat. Die wörtliche Rede wird hier auch nicht „Gänsefüßen“ gesetzt, sondern der Text der wörtlichen Rede ist etwas eingezogen, was anfangs etwas verwirrend war.

Trotz des geringen Umfangs baut der Roman kontinuierlich Spannung auf. Jede neue Tat verschärft die Lage, jede Entscheidung bringt Schorsch näher an den Abgrund. Zumal er Täter und Opfer zugleich ist. Die Handlung folgt dabei einer klaren Eskalationslogik: vom kalkulierten Verbrechen zur unkontrollierbaren Gewaltspirale. Das sorgt für eine dichte, fast beklemmende Leseerfahrung.

Schorsch ist ein kompakter, intensiver Roman, der lange nachwirkt. Stefan Soder gelingt es, eine einfache Ausgangssituation in eine vielschichtige Geschichte über Schuld, Armut und gesellschaftliche Zwänge zu verwandeln. Wer kurze, aber eindringliche Literatur mit sozialkritischem Unterton und Western-Anklängen schätzt, wird hier fündig.

Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne !!

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Dunkles Geheimnis und eine Stadt, die schweigt

Krähenauge
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Die Urlauber Doris und Uwe Franke stoßen neben einem Traktor auf die Leiche einer brutal ermordeten Frau, über der sich Krähen wie dunkle Schatten über den Feldern sammeln — ein Fund, der die scheinbar ...

Die Urlauber Doris und Uwe Franke stoßen neben einem Traktor auf die Leiche einer brutal ermordeten Frau, über der sich Krähen wie dunkle Schatten über den Feldern sammeln — ein Fund, der die scheinbar ruhige Region erschüttert und die Kommissare Jürgen Lübbe und Jana Hammerschmidt geraten in einen Strudel aus Angst und alten Geheimnissen. Je tiefer sie in die Geschichte des Ortes eintauchen, desto deutlicher spüren sie: Hier wächst etwas im Verborgenen, genährt von Schuld und Vergessen. Und es fordert seinen Preis

Fazit / Meinung:
Das Buch hat 296 Seiten und ist in 37 Kapitel eingeteilt. Die Kapitel sind von der Länger her genau richtig. Unter jeder Kapitelnummer ist eine Unter-/Überschrift, aus der hervorgeht, um was es sich im einzelnen Kapitel dreht.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und mega spannend. Das Buch lässt sich super gut lesen und ist sehr unterhaltsam. Mich hat es von der ersten Seite an gefesselt.

Jana Jürss entführt uns in das abgelegene Oolmensfehn – ein Dorf, das nicht nur schweigt, sondern seine Geheimnisse wie einen dunklen Schatz hütet. Der brutale Mord an einer Frau bildet den Ausgangspunkt einer beklemmenden Geschichte, in der weniger das „Wer war es?“ als vielmehr das „Warum hat niemand hingesehen?“ im Mittelpunkt steht. Die Krähen, die sich wie unheilvolle Vorboten über den Feldern sammeln, sind dabei mehr als ein stimmungsvolles Motiv – sie werden zum Sinnbild für Schuld, Verdrängung und das drohende Unheil, das über dem Dorf liegt.

Die Kommissare Jürgen Lübbe und Jana Hammerschmidt wirken glaubwürdig, bodenständig und menschlich. Sie treten nicht als allwissende Ermittler auf, sondern als Menschen, die sich Schritt für Schritt durch ein Dickicht aus Lügen, Schweigen und alten Verletzungen arbeiten müssen. Besonders überzeugend ist, wie ihre Ermittlungen immer tiefer in die Vergangenheit des Ortes führen und dabei nach und nach offenlegen, wie eng Gegenwart und alte Verfehlungen miteinander verwoben sind.

Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Stilvolle Kunstgemälde in tödliche Realität umgesetzt

Der Bildersammler
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Bei einem Abendspaziergang durch den Flüsterwald macht die Kunstrestauratorin Tessa von Linden in einer einsamen Kapelle eine schreckliche Entdeckung. In der Kapelle findet sie die grausam zur Schau gestellte ...

Bei einem Abendspaziergang durch den Flüsterwald macht die Kunstrestauratorin Tessa von Linden in einer einsamen Kapelle eine schreckliche Entdeckung. In der Kapelle findet sie die grausam zur Schau gestellte Leiche eines jungen Mannes. Das Auffinden erinnert sie an ein Gemälde, dass sie an den Heiligen Sebastian erinnert. Mit ihrem Fachwissen kann sie Kommissar Lennart Wiedemeyer und sein Team bei den Ermittlungen unterstützen. Denn es soll nicht die einzige Leiche sein, die sie, an ein Gemälde erinnert, auffinden. Der Täter ist den Ermittlern immer einen Schritt voraus und sein Meisterwerk ist noch lange nicht vollendet….

Fazit / Meinung:
Das Buch hat 432 Seiten und ist in 52 Kapitel plus Prolog und Epilog eingeteilt. Die Kapitel sind von der Länge her genau richtig. Ab und zu gibt es einen Rückblick, so sind wir Leser den Ermittlern etwas voraus. Hier erfahren wir dann, wie die Opfer zu Opfer geworden sind. Der Schreibstil ist spannen, sehr flüssig und es lässt sich sehr gut lesen.

Es ist das zweite Buch mit der Kunsthistorikerin Tessa von Linden. Man kann dieses hier aber sehr gut ohne Vorkenntnisse des anderen Buches „Dunkeldorf“ lesen.

Das Buch ist spannend bis zum Schluss. Mich hat es sehr gut unterhalten und mit dem Ausgang hätte ich so nicht gerechnet. Gerade im letzten Drittel des Buches habe ich mich sehr heimisch gefühlt, da von meiner Heimat die Rede ist….

Von mir gibt‘s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!

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