Spannung pur und eine Reise zurück in die 80er
KollateralschadenWilhelm Beck, ein gebrochener Ex-Kommissar, der nach belastenden Erlebnissen der Mordkommission den Rücken gekehrt hat, hat mittlerweile eine Wein- und Buchhandlung eröffnet und arbeitet nebenbei noch ...
Wilhelm Beck, ein gebrochener Ex-Kommissar, der nach belastenden Erlebnissen der Mordkommission den Rücken gekehrt hat, hat mittlerweile eine Wein- und Buchhandlung eröffnet und arbeitet nebenbei noch als Privatdetektiv. Als ihn seine ehemalige Kollegin Senta Fischer in den Fall der verschwundenen Studentin Anna Lorenz hineinzieht, beginnt eine ebenso spannende wie beklemmende Suche. Die Spur führt von einem Chemielabor über studentische Verbindungen bis hin ins Drogenmilieu Mannheims und schließlich in die DDR. Als Beck in die DDR reist, ahnt er noch nicht, in welche Gefahr er sich da selbst bringt...
Fazit / Meinung:
Das Buch hat 351 Seiten und ist in 22 Kapitel plus Prolog und Epilog eingeteilt. Jedes Kapitel hat eine Datumsangabe und alle sind von der Länge her genau richtig. Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Mich hat das Buch total gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es ist spannend bis zum Schluss.
Beck ist kein strahlender Held, sondern ein Mann, der zwischen Rückzug und Verantwortung schwankt. Die Spannung wird kontinuierlich gesteigert, insbesondere durch die Entdeckung weiterer vermisster Studentinnen und die zunehmende Einmischung des Verfassungsschutzes. Hier zeigt der Roman seine größte Stärke: Er stellt unbequeme Fragen nach Macht, Kontrolle und moralischer Verantwortung, ohne einfache Antworten zu liefern. Becks Entscheidung am Ende wirkt daher nicht nur wie ein persönlicher Wendepunkt, sondern auch wie ein Kommentar zur politischen Realität jener Zeit.
Von mir gibt‘s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!