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Veröffentlicht am 10.03.2021

Um auf die Widmung einzugehen … ja, ich habe ihn vermisst.

Mörderfinder - Die Spur der Mädchen
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Max ist endlich wieder da.

Das Buch fängt – wie gewohnt – schon spannend an. Obwohl eine Abschnitte aus der Sicht von anderen Personen als die Ermittler nicht mag gefallen mir diese hier sehr gut. Sie ...

Max ist endlich wieder da.

Das Buch fängt – wie gewohnt – schon spannend an. Obwohl eine Abschnitte aus der Sicht von anderen Personen als die Ermittler nicht mag gefallen mir diese hier sehr gut. Sie sind – wie das gesamte Buch – atmosphärisch sehr dicht und haben mir ein ums andere Mal eine Gänsehaut beschert. Außerdem waren diese Einschübe zum besseren Verständnis nötig und haben -im Gegensatz zu anderen Büchern- nicht mehr verraten als sie müssen.

Der Fall hat mich zu Anfang (und ehrlich gesagt auch sehr lange) vollkommen verwirrt. Max, eigentlich nur noch Dozent an der Uni, wird von einem verzweifelten Vater beauftragt, das Verschwinden seiner Tochter vor 6 Jahren neu zu untersuchen. Angeblich ist das Mädchen wieder aufgetaucht, nimmt aber nur indirekt mit ihm Kontakt auf. Ist der Mann irre? Vor lauter Schmerz und Verzweiflung durchgedreht? Und was ist mit Max? Kann er seine Fähigkeiten, sich in andere Personen (sprich Mörder) hineinzuversetzen, noch anwenden oder hat er durch die dramatischen Ereignisse in der Vergangenheit diese Fähigkeit verloren? Natürlich bekommt man Hilfe durch die Abschnitte aus der Sicht des Mädchens, deren Gedanken sehr intensiv beschrieben werden. Aber ist das alles Gegenwart? Oder doch auch Vergangenheit? Als Leser wird man hier zunächst im Unklaren gelassen, was noch mehr zur Verwirrung beiträgt.

Und dann ist da noch Kommissar Menkhoff, der Max ebenfalls um Hilfe bittet. Ein „Arsch“, wie Böhmer ihn bezeichnet. Menkhoff hat eine ganz bestimmte Vorstellung von dem, was vor 6 Jahren passiert ist und aktuell wieder passiert und lässt sich von seiner Sicht der Dinge durch nichts abbringen. Als Leser wird man – auch durch die eingeschobenen Abschnitte aus Sicht des Mädchens – fast automatisch auf Menkhoffs Seite gezogen und somit lenkt Arno Strobel die Leser von Beginn an geschickt in eine bestimmte Richtung. Aber ist das wirklich so? Man will doch zu Max halten. Max hat immer Recht mit seinen Beurteilungen. Aber ist das auch jetzt noch so? Ist er immer noch der Alte? Kann er immer noch die Menschen so lesen wie früher? Für mich war es schrecklich, so an Max zu zweifeln. Man will doch pro Max und kontra „Arsch“ sein. Grausam. Und das Ende des Buches geht einem dann auch extrem an die Nieren.

Der Hinweis, dass es mit Max weitergehen wird (ich habe auch schon eine Vorstellung, wie das aussehen könnte) lässt auf weitere spannende Fälle hoffen (und zwar hoffentlich ohne diese fiesen Zweifel ☺).

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Veröffentlicht am 10.03.2021

Die Bezeichnung „Bibel“ trägt dieses Buch zu Recht

Weber's Gasgrillbibel
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Die beiden bislang erschienenen Grill-Bibeln heißen nicht von ungefähr „Bibel“. Und das trifft auch auf das neue Grillbuch zu, das sich ausschließlich mit Rezepten für den Gasgrill beschäftigt.

Und nicht ...

Die beiden bislang erschienenen Grill-Bibeln heißen nicht von ungefähr „Bibel“. Und das trifft auch auf das neue Grillbuch zu, das sich ausschließlich mit Rezepten für den Gasgrill beschäftigt.

Und nicht nur das: Man erhält jede Menge Informationen rund um den Gasgrill, der ja immer weiter „auf dem Vormarsch“ ist. Und zwar nicht nur, was den Anschluss und den richtigen Gebrauch angeht oder das Handling, die verschiedenen Heizarten, das umfangreiche Zubehör und die Reinigung, sondern auch was es für verschiedene Arten von Gasgrills gibt. Wie bzw. in welcher Form/in welchem Umfang grille ich (nur Würstchen o.ä. Grillgut oder ganze Gerichte?) und welcher Grill passt aufgrund dessen zu mir?

Dazu noch ausführliche Tabellen, was bei welcher Temperatur und wie lange gegrillt wird. Das erspart künftig die Suche nach diesen Informationen in den entsprechenden Rezepten. Man will schließlich auch mal „frei Schnute“ etwas ausprobieren ☺
Die einzelnen Rezepte stehen für sich ….. göttlich und – da ich einzige aus anderen Bibel-Büchern schon ausprobiert habe – sehr, sehr lecker.

Kurz und gut: Ein Muss für jeden Grillfan, der auf Gas umsteigen möchte.

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Veröffentlicht am 26.02.2021

Wo fängt Verständnis für einen Täter an?

Mordsand
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Ich gestehe: Ich mag Frida, Bjarne, Jo und Milan. Und sie werden von Buch zu Buch sympathischer, weil ich die Serie von Anfang an gelesen habe und entsprechend auch ihre Geschichte und ihren Hintergrund ...

Ich gestehe: Ich mag Frida, Bjarne, Jo und Milan. Und sie werden von Buch zu Buch sympathischer, weil ich die Serie von Anfang an gelesen habe und entsprechend auch ihre Geschichte und ihren Hintergrund natürlich ausführlicher kenne, als es für Quereinsteiger in einem Folgebuch erzählt werden kann.

Der Fall beginnt diesmal sehr mysteriös; eine uralte und eine aktuelle Leiche und das ausgerechnet fas direkt vor Fridas Haustür. Viele Theorien, aber nichts passt zusammen, trotz der vielen Rückblenden. Erst nach und nach lichtet sich alles, was das Buch durchweg spannend macht und am Ende sitzt man mit großen Augen da: Ne, oder?

Normalerweise bin ich durch Rückblenden eher angenervt, weil ich ungerne auf einem höheren Wissenstands als die Ermittler bin und es fast durchweg nicht immer nur darum geht, dem Leser nahezubringen, wieso wer wann wie gehandelt hat. Meist nehmen solche Rückblenden einem die Rätselfreude, weil sie schlicht und einfach viel zu viel verraten. Aber in diesem Buch dienen sie wirklich nur zum besseren Verständnis …. und machen betroffen. Sehr betroffen, da diesmal ein wirklich trauriges und an die Nieren gehendes Thema aufgegriffen wurde, das mir so deutlich gar nicht bekannt und bewusst war. Da kommt dann doch auch mal Verständnis für den/die Täter/in auf.

Ich habe, was den/die Täter/in angeht lange nicht gewusst, „wo der Hase langläuft“. Natürlich hat man einen Verdacht, bei mir sogar schon ganz zu Anfang, aber trotzdem bin ich immer wieder ins Grübeln gekommen. Manchmal passte der Verdacht und dann wiederum doch nicht.

Das Buch ist diesmal wieder ganz großes Kino und erhält verdient alle zur Verfügung stehenden Sterne. Wobei …. für den fiesen Cliffhanger am Ende hätte ich eigentlich einen Stern abziehe müssen ☺

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Veröffentlicht am 19.02.2021

Wenn eine Lieblings-Autorin fremdgeht …

Nordwesttod
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.... dann kann es nur gut gehen ☺

Ich kenne die Autorin aus einer anderen Serie um eine sehr eigene Kommissarin und einem noch eigeneren Staatsanwalt. Da war ich natürlich gespannt, ob sie auch einen ...

.... dann kann es nur gut gehen ☺

Ich kenne die Autorin aus einer anderen Serie um eine sehr eigene Kommissarin und einem noch eigeneren Staatsanwalt. Da war ich natürlich gespannt, ob sie auch einen Spagat hin zu „normalen“ Leute hinbekommt. Mein Fazit nach dem Buch: Sie kann

Das Buch ist – wie immer - flüssig und leicht zu lesen /
zu verstehen ist. Die Charaktere Norberg + Anna sind sehr gut gezeichnet und die Umgebung so anschaulich, aber nicht ausufernd, geschildert, dass man fast das Gefühl hatte, selbst dort zu sein.

Natürlich nimmt der Raum der privaten Hintergründe der Kommissare bei einem Serienbeginn einen sehr großen Raum ein …. zumindest bei denjenigen Autoren die Wert darauf legen, dass sich der Leser in diese Personen hineinversetzen und sie und ihre Handlungsweisen verstehen kann. Dies ist auch hier der Fall und weil ich zu den Lesern gehöre, die „mitfühlen“ möchten hat es mich auch überhaupt nicht gestört.

Der Fall selbst beginnt zu Anfang sehr gemächlich, es geht ja „nur“ um eine Vermisstensache. Aber nach und nach nehmen die Ermittlungen Fahrt auf, es treten Grabenkämpfe auf der Dienststelle auf und die persönlichen Probleme von Norberg laufen aus dem Ufer.

Ein Manko des Buches ist, dass - wie in vielen anderen Krimis auch - immer mal wieder die Gedanken der Verdächtigen, die sich mit der Vergangenheit beschäftigen, eingestreut werden. Dadurch habe ich als Leser einen Wissensvorsprung vor den Ermittlern. Das stört mich immer wieder. Auch wenn es für das –spätere– Verständnis der Lösung wichtig ist …. kann man so etwas nicht erst gegen Ende des Buches einbauen? Z.B. in einem Gespräch der Ermittler untereinander, in dem sie den Fall bezüglich des „Wie“ und „Warum“ aufarbeiten, so dass keine Fragen offen bleiben?

Und was gar nicht geht, liebe Frau Jensen: Da sitzt ein/e Verdächtige/r im Verhör und denkt daran zurück, was wie passiert ist und ….... erzählt den Kommissaren eine ganz andere Geschichte. Ich war baff. Wo bleibt denn da die Spannung? Warum lassen Sie die Leser nicht noch ein paar Seiten grübeln, ob die Geschichte so stimmt oder nicht? Das hat mich zum Ende hin so was von geärgert, dass ich 1 Stern -statt der eigentlich verdienten 5 Sterne- abziehen muss. Das ist zwar ein rein persönliches Empfinden, aber für mich ein No-Go. Ich will die Lösung nicht auf einem Silbertablett serviert bekommen.

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Veröffentlicht am 19.02.2021

Das bisher beste Buch der Serie

Ankermord
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Ich bin ein Fan der Serie um Romy und Jan, weil die Bücher nicht zu den „seichten“ Regio-Krimis gehören. Die Fälle sind durchdacht und mit Windungen und Wendungen nicht leicht zu lösen. Dazu noch die charakterlich ...

Ich bin ein Fan der Serie um Romy und Jan, weil die Bücher nicht zu den „seichten“ Regio-Krimis gehören. Die Fälle sind durchdacht und mit Windungen und Wendungen nicht leicht zu lösen. Dazu noch die charakterlich so unterschiedlichen Kommissare …. Eine überaus gelungene Mischung.

Diesmal hat man zwar sehr schnell eine Ahnung, worauf das Ganze hinauslaufen könnte, aber man kommt immer wieder ins Grübeln, ob der erste Gedanke auch wirklich richtig war. Denn der Fall ist sehr vielschichtig; es gibt so viele verschiedene Spuren, die allesamt logisch wirken, dass man gar nicht weiß, worauf man seinen Fokus legen soll. Die Ermittler haben dadurch keine wirkliche Handhabe, die jeweilige Spur mit allen Mitteln zu verfolgen, weil der jeweilige Verdacht nicht handfest begründet werden kann. Der Leser bekommt dadurch eine Ahnung, wie schwer es die Bürokratie den ermittelnden Beamten machen kann. Denn „nebenbei“ wird zwar ein anderes Verbrechen aufgeklärt, aber im Mordfall laufen die Ermittler gegen Mauern.

Durch die Vielschichtigkeit des Falles, die vielen verschiedenen Spuren und die Hilflosigkeit der Ermittler, was die Möglichkeiten der Verfolgung dieser Spuren angeht hat das Buch ein rasantes Tempo und man möchte es gar nicht aus der Hand legen.

Dafür war das Ende dann aber – für mein Empfinden – zu knapp gefasst. Die Täter wurden zwar – wie immer – überführt, aber offene Fragen bleiben trotzdem. Warum hat z.B. das Opfer so gehandelt, wie es gehandelt hat? Das wird leider nicht aufgelöst und dadurch bleibt man etwas ratlos zurück. Nur aus diesem Grunde vergebe ich keine 5 Sterne, denn trotzdem ist es für mich das bisher beste Buch der Serie.

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