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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2017

Besonderes Buch

Die Hummerkönige
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„Die Hummerkönige“ war ein Buch, das ich von selbst wohl eher nicht in die Hand genommen hätte... Das mir aber sehr empfohlen und ans Herz gelegt wurde, so dass ich einen näheren Blick darauf geworfen ...

„Die Hummerkönige“ war ein Buch, das ich von selbst wohl eher nicht in die Hand genommen hätte... Das mir aber sehr empfohlen und ans Herz gelegt wurde, so dass ich einen näheren Blick darauf geworfen habe – was sich rückblickend wirklich als gute Idee herausstellte. Nun zählt es nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Genres, doch man soll ja auch mal „über den Tellerrand hinausschauen“ – auch literarisch..!
Und dieses Buch zählt für mich zu den wertvolleren seiner „Zunft“.

Loosewood Island liegt zwischen Nova Scotia und Maine und es ist eine raue Gegend, in der der Hummerfang ein einträgliches Geschäft war und ist.
So will sich auch Cordelia Kings, wie einst ihr berühmter Vorfahre Brumfitt, als Hummerfängerin verdingen – doch das ist gar nicht so einfach, denn seit jeher lastet ein Fluch auf den Kings – und der fordert Opfer, und beeinflusst das Leben der Familie nicht minder als das unergründliche, alles verschlingende Meer …

Eine tiefgründige Geschichte mit einer schönen, bildgewaltigen Sprache und beeindruckenden Menschen. Ein wirklich besonderes Buch, das ich weiterempfehlen kann, für das man sich aber Zeit nehmen sollte, damit es wirkt.

Veröffentlicht am 20.07.2017

Ein Buch wie eine Achterbahnfahrt

Du sollst nicht leben (Ein Marina-Esposito-Thriller 6)
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Tania Carver (Pseudonym von Martyn und Linda Waites) ist ja nun schon eine bekannte Größe in der Thriller-Welt und ich habe mich sehr auf den neuen Thriller gefreut, da ich die „Vorgänger“ mit Begeisterung ...

Tania Carver (Pseudonym von Martyn und Linda Waites) ist ja nun schon eine bekannte Größe in der Thriller-Welt und ich habe mich sehr auf den neuen Thriller gefreut, da ich die „Vorgänger“ mit Begeisterung gelesen habe und Detective Philip Brennan sowie seine Partnerin und Profilerin Marina Esposito kommen einem schon fast vor wie gute, alte Bekannte. Man kennt schon ihre Lebensgeschichte, kann aber jeden Thriller auch unabhängig von den anderen lesen meiner Meinung nach, auch wenn der private Hintergrund natürlich immer weiter erzählt wird von Buch zu Buch.

Dieser neue Fall beginnt schon sehr grauenvoll: eine junge Mutter und ihr kleines Kind wurden mit einer Armbrust erschossen. Der Vater, der dabei war, hatte die Wahl: er oder die beiden...
Er soll für eine Ungerechtigkeit büßen...

Marina und Phil sind ja sonst ein gutes Team, doch dieses Mal begegnet Marina jemand aus der Vergangenheit und das erfordert ihre ganze Aufmerksamkeit, denn dieser Jemand ist ebenfalls sehr gefährlich...

Also nix mit Zusammenarbeit dieses Mal, aber die beiden Erzählstränge werden am Ende super zusammengeführt und halten den Leser beide in Atem, jeder auf seine Weise.

Wieder mal ein Thriller, der die 5 Sterne auch mehr als verdient hat, weil einfach alles passt !

Veröffentlicht am 20.07.2017

Für einen Thriller sind spannend genug, jedenfalls nicht die ganze Zeit...

Targa - Der Moment, bevor du stirbst
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B.C. Schiller wurden mir empfohlen und ich bin diesem Tipp auch gerne gefolgt nach Lektüre des Klappentextes bzw. Inhalts.
Denn Targa Hendricks ist eine beeindruckende Protagonistin mit einem interessanten ...

B.C. Schiller wurden mir empfohlen und ich bin diesem Tipp auch gerne gefolgt nach Lektüre des Klappentextes bzw. Inhalts.
Denn Targa Hendricks ist eine beeindruckende Protagonistin mit einem interessanten Background: Sie ist Undercover-Ermittlerin und hat außer dem Job kein wirkliches Leben, sprich weder Freunde noch Familie. Doch eben das macht sie so gut darin, Serienkiller aufzuspüren und zur Strecke zu bringen. Denn sie liefert sich ihnen quasi ganz aus.
Doch Falk Sandman ist auch ein ganz besonderes Kaliber... Wird Targa mit ihm fertig ?
Die Spannung ist leider nicht das ganze Buch durch gehalten worden, das fand ich ein wenig schade, weil die Geschichte das ja im Grunde hergibt. Aber es gab für mich dann doch einige Längen, die meinen Lesefluss negativ beeinflusst haben leider.
Ich habe das Buch dann doch mal auf die Seite gelegt zwischendrin. Schlussendlich habe ich zuende gelesen und das Buch war auhc nicht schlecht, aber von einem Thriller erwarte ich einfach mehr, daher 3 Sterne, denn auch die Personen blieben für mich teilweise zu „blutleer“, sie waren nicht „fassbar“, das Ganze wirkte teilweise aufgesetzt und zu sehr bemüht.

Veröffentlicht am 18.07.2017

Kopfgeld

Die Lieferantin
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Manche Menschen leben echt gefährlich...
Das trifft auch ohne Zweifel auf Ellie Johnson zu...
Denn obwohl ihre Feinde quasi an jeder Strassenecke lauern könnten, geht sie weiter unbeirrbar ihren Weg. ...

Manche Menschen leben echt gefährlich...
Das trifft auch ohne Zweifel auf Ellie Johnson zu...
Denn obwohl ihre Feinde quasi an jeder Strassenecke lauern könnten, geht sie weiter unbeirrbar ihren Weg. Scheinbar unbeirrbar zumindestens...
Ellie Johnson hat ein mittlerweile sehr begehrtes „Start-Up“ ins Leben gerufen: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, ausgeliefert werden sie von Drohnen. Anonym, sicher, perfekt organisiert. Die Sache hat nur einen Haken – die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von ihrem Geschäftsmodell bedroht und will ›Die Lieferantin‹ tot sehen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt.
Doch Ellie gibt sich nicht geschlagen, sondern kämpferisch...
Wie bei allen Büchern von Zoe Beck, die ich bislang las, ist auch dieses wieder fast schon erschreckend realistisch; ganz nah am wahren Leben eben, denn Drogen sind ja leider immer noch und immer wieder ein Thema und das nicht nur in London...
Gerade das macht ihre Bücher auch so gut meiner Meinung nach.
Allein der Thrill(er) macht es ja nicht – der lebt auch viel von den agierenden Personen. Mir müssen diese dann auch nicht zwingend sympathisch sein – wie könnte einem auch eine Drogendealerin sympathisch sein..?? Doch sie ist als Hauptfigur wirklich interessant.
Da für mich der Spannungsbogen leider nicht thrillerüblich durchgängig war, es einige „Längen“ für mich gab, vergebe ich hier vier Sterne.

Veröffentlicht am 19.06.2017

Wieder sehr gut, der gute Tino

Sieh nichts Böses (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 8)
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Konstantin „Tino“ Dühnfort mutet schon fast wie ein guter, alter Bekannter an, nach all den Krimis mit/um ihn, die ich schon mit Begeisterung gelesen habe.

Er büßt dabei nichts von seinem Charme ein ...


Konstantin „Tino“ Dühnfort mutet schon fast wie ein guter, alter Bekannter an, nach all den Krimis mit/um ihn, die ich schon mit Begeisterung gelesen habe.

Er büßt dabei nichts von seinem Charme ein und Inge Löhnig schafft es, dass man auch bei seinem neusten Fall gespannt an den Seiten hängt.

Er ist kein Ermittler, der durch Merkmale auffällt, die gerne mal bedient werden bei „Ermittlern mit Ecken und Kanten“: schwere Kindheit, Alkoholismus etc., aber in diesem Krimi hat er dann doch auch sein Päckchen zu tragen privat. Das macht ihn aber nur umso menschlicher und sympathischer. Man ist dadurch ganz nah an ihm dran und kann sich fast schon mit ihm identifizieren.
Es wird eine junge Frau gefunden, ermordet – mit einem kleinen Affen neben sich, der „Tu nichts Böses“ bedeutet... Dadurch kommt Dühnfort einem Rachefeldzug auf die Spur und dann verschwindet wieder eine Frau...
Inge Löhnig schreibt so fesselnd, dass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen kann. 448 Seiten waren fast zu wenig und sehr schnell ausgelesen.
Ihre Krimis muten fast schon wie Thriller an und sind meiner Meinung nach erheblich besser und spannender als mancher Thriller, weil sie es einfach schafft, auch ohne viel Blut und „reißerische“ Teile auszukommen und trotzdem den Leser so an ihre Geschichte zu „binden“, dass man immer weiterlesen möchte und sich der Story nicht entziehen kann.
Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von Dühnfort.