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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2017

Reise durch das Leben eines Menschen

In einem anderen Licht
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Der Klappentext klingt schon mal nach Geheimnis. Wer ist Marguerite? Und was steckt hinter der RAF-Vergangenheit von Dorothea?

Mit diesen Fragen bin ich also in das Buch gestartet und musste mich erst ...

Der Klappentext klingt schon mal nach Geheimnis. Wer ist Marguerite? Und was steckt hinter der RAF-Vergangenheit von Dorothea?

Mit diesen Fragen bin ich also in das Buch gestartet und musste mich erst mal gedulden. Zunächst lernt man erst einmal Miriam kennen. Sie arbeitet bei einer Frauenzeitschrift, kämpft noch mit der Trauer um ihren Mann und ist damit betraut worden sich um die Verleihung des "Sartorius-Preises" zu kümmern. Dazu gehört auch ein Interview mit Dorothea Sartorius.

Immer wieder erhält sie in der Redaktion anonyme Briefe mit dem einen Satz: "Fragen Sie Dorothea nach Marguerite". Zum Ende des Interviews stellt Miriam dann wirklich die Frage und taucht tiefer in die Vergangenheit der Stiftungsvositzenden Dorothea.

Das Buch wird gelenkt durch den Zufall. Miriam begegnet den richtigen Menschen zufällig, erfährt auch die Geschichte von Dorothea eher zufällig. Das war mir an manchen Stellen dann etwas zuviel. Gute Recherche als Journalistin, soll ja auch ans gewünschte Ziel bringen. Die wird aber nur ganz kurz benötigt und gibt dann das Rahmengerüst.

Was man vielleicht auch noch sagen sollte: ohne Wissen über die RAF und die damaligen Studentenproteste, ist das Buch vielleicht etwas verwirrend.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Ein Serienmörder in Berlin

Die sieben Farben des Blutes
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Uwe Wilhelm ist mit "die sieben Farben des Blutes" ein spannender Thriller gelungen.

Die Geschichte von Helena, die im Fall des Serienmörders Dionysos ermittelt und dabei selbst in sein Visier gerät, ...

Uwe Wilhelm ist mit "die sieben Farben des Blutes" ein spannender Thriller gelungen.

Die Geschichte von Helena, die im Fall des Serienmörders Dionysos ermittelt und dabei selbst in sein Visier gerät, ist spannend erzählt und nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht.

Ich war von dem Buch gefesselt und könnte es kaum aus der Hand legen. Was sicherlich auch daran liegt, dass man zu Gast in Helenas Leben außerhalb des Falls ist. Und ich habe mitgelitten und mich mit ihnen gefreut.

Über die Geschichte selbst möchte ich nicht viel schreiben, weil ich glaube, dass jede Information die Spannung tötet.

Veröffentlicht am 18.08.2017

Eine Kleinstadt voller Geheimnisse

Finster ist die Nacht
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"Finster ist die Nacht" ist das erste Buch, dass ich von Karin Salvalaggio gelesen habe.

Detective Macy Greeley leitet die Ermittlungen in einem Entführungs- und Mordfall. Dabei steht sie zusätzlich ...

"Finster ist die Nacht" ist das erste Buch, dass ich von Karin Salvalaggio gelesen habe.

Detective Macy Greeley leitet die Ermittlungen in einem Entführungs- und Mordfall. Dabei steht sie zusätzlich unter Druck, weil sie nach einem Unfall mit ihrem Wagen zusehen muss, wie das Opfer vor ihren Augen mit ihrer Dienstwaffe erschlossen wird. Die Ermittlungen im kleinen Ort Walleye Junction gestalten sich als schwierig.

Ich war bereits von der Leseprobe gefangen von dem Buch und so ging es mir auch mit der restlichen Geschichte. Nach und nach nähern sich die Ermittler dem Täter. Währenddessen werden einem die Bewohner der Kleinstadt näher gebracht, weil vieles aus ihrer Vergangenheit bekannt wird. Auch die Verwicklung eines angesehenen Gemeindemitglieds macht den Fall spannend.

Veröffentlicht am 15.08.2017

Die menschliche Seite

Und Marx stand still in Darwins Garten
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Am Anfang hatte ich mit dem Buch etwas Schwierigkeiten. Die Nachforschungen Darwins fand ich weniger spannend, was aber auch daran liegen kann, dass wir uns in der Schule ausführlich damit beschäftigt ...

Am Anfang hatte ich mit dem Buch etwas Schwierigkeiten. Die Nachforschungen Darwins fand ich weniger spannend, was aber auch daran liegen kann, dass wir uns in der Schule ausführlich damit beschäftigt haben.
Dafür fand ich im Anschluss die menschliche Seite sowohl von Darwin als auch von Marx sehr gelungen. Man wurde in das Leben der beiden geworfen und lernte die Männer hinter den Büchern kennen.
Die Verbindung der beiden eigentlich eher getrennt erzählten Geschichten durch den gemeinsamen Arzt finde ich sehr gelungen.
Man hat mit Darwin und Marx gelitten wegen ihren Krankheiten und zumindest Darwin ist mir nun verständlicher als zu meinen Schulzeiten.
Auch der Konflikt mit der Kirche findet im Buch seinen angemessen Platz.
Fazit: ein sehr gelungenes Buch über zwei große Denker.

Veröffentlicht am 15.08.2017

Weniger lustig als erwartet

Weltretten für Anfänger
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Nach der Hörprobe und dem Klappentext hätte ich eine humorvolle Geschichte erwartet.
Es gibt zwar durchaus Passagen mit schwarzem Humor, allerdings wird das Ganze durch ziemlich viel Gewalt überschattet.
Die ...

Nach der Hörprobe und dem Klappentext hätte ich eine humorvolle Geschichte erwartet.
Es gibt zwar durchaus Passagen mit schwarzem Humor, allerdings wird das Ganze durch ziemlich viel Gewalt überschattet.
Die Geschichte an sich finde ich gut, hätte aber auf einige Tote verzichten können.
Surunen, ein Weltverbesserer, der nicht nur passiv sondern auch aktiv etwas verändern möchte, macht sich auf, um einen politischen Gefangenen zu befreien. Sein Weg führt in über Moskau. Hier gibt es durchaus etwas zu lachen.
Das Lachen verging mir, als er am Ziel seiner Reise im kommunistischen Land in Südamerika ankommt. Korruption, Folter und Armut. Weniger zum Lachen, aber es macht nachdenklich.
Die Bemühungen zur Befreiung möchte ich hier nicht beschreiben, da sonst keine Spannung mehr bleibt.

Jürgen von der Lippe als Vorleser: ich mag ihn und finde seine Stimme sehr angenehm. Allerdings hatte ich ein wenig Schwierigkeiten ihn zu verstehen, wenn er betrunkene Personen gesprochen hat.

Fazit: kein Buch zum Lachen (obwohl ich schwarzen Humor mag), aber es regt an, über den Tellerrand zu schauen.