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kurzesocke

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2018

Unter der Oberfläche brodelt es...

Kleine Feuer überall
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Ich sehe ein Siedlungshaus im Villenstil und ganz viel leicht bewölkten Himmel. Die Aussage dieses Covers trifft schon ziemlich gut den Inhalt der Geschichte.
Eine gutbürgerliche Familie mit 4 Kindern, ...

Ich sehe ein Siedlungshaus im Villenstil und ganz viel leicht bewölkten Himmel. Die Aussage dieses Covers trifft schon ziemlich gut den Inhalt der Geschichte.
Eine gutbürgerliche Familie mit 4 Kindern, Mutti hält sich für etwas Besseres und was ihre Kinder so unternehmen, kümmert sie eher weniger. Hauptsache, der gute Ruf bleibt gewahrt.
Dann tritt auf einmal die alleinerziehende und etwas unkonventionelle Künstlerin Mia mit ihrer Tochter Pearl in Frau Richardsons Leben, sie zieht in ein kleines, von den Richardsons nicht genutztes Haus in deren unmittelbarer Nähe und als Frau Richardson eine Putzfrau benötigt, stellt sie Mia ein, die das eher widerwillig annimmt, spürt sie doch das wohltätige Almosen dahinter. Aber durch diese neue Arbeit kann Mia ihre bisherigen kleinen Jobs aufgeben und sich mehr ihrer Kunst, der Fotografie, widmen.
Pearl und die Kinder der Richardsons freunden sich an und auch Mia wird durch ihre liebevolle Art bald von den Kindern ins Herz geschlossen, ist sie doch so anders, als die eigene Mutter. Mia hat immer ein offenes Haus und ein offenes Herz für alle Kinder.
Die fast vergessene eigene Geschichte von Mia und Pearl tritt dann durch ein aktuelles Ereignis wieder in den Vordergrund und nicht nur das, auch im Zusammenleben der Teenager gibt es das eine oder andere unerwartete Vorkommnis. Alles spitzt sich dramatisch zu und endet damit, daß Izzy, die Jüngste der Richardsons, eine Aussage von Mia wörtlich nimmt : manchmal muss man alles abbrennen und von vorn anfangen. Nach dem Brand ist die Erde fruchtbarer und Neues kann wachsen. Genauso ist es bei den Menschen. Sie finden einen Weg und fangen von vorne an...

Dieses Buch hat mein Herz berührt und ich habe es in kürzester Zeit durchgelesen. Es ist erschreckend, wie viel Böses allein durch Missverständnisse entstehen kann. Ein absolut lesens- und empfehlenswerter Roman.

Veröffentlicht am 28.02.2018

Überflüssig

Love your body und schließe Frieden mit dir selbst!
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Also, ich finde dieses Buch überflüssig, wie einen Kropf. Motivationsbücher gibt es schon wie Sand am Meer und jetzt noch das. Es hat mich überhaupt nicht angesprochen und ich habe es auch nur quer gelesen, ...

Also, ich finde dieses Buch überflüssig, wie einen Kropf. Motivationsbücher gibt es schon wie Sand am Meer und jetzt noch das. Es hat mich überhaupt nicht angesprochen und ich habe es auch nur quer gelesen, denn die immer gleichen Worte verfolgten mich fast Seite für Seite: Kalorien, Diät, Kilo etc pp. Nichts als - dem Cover entsprechendes - rosarotes BlaBla, das keinerlei neue Aussagen enthält. Dazu dieser unruhige Schreibstil.
Alles, was ich hier gelesen habe, kenne ich zur Genüge.
Für Morena war es wohl wichtig, ihre Geschichte aufzuschreiben und wenn es ihr was gebracht hat, dann war das für sie wohl richtig. Aber allen anderen rate ich: gebt euer Geld lieber für etwas sinnvolleres aus, als für dieses nichtssagende Buch.

Veröffentlicht am 19.02.2018

Bisschen langatmig und zu politisch

Deichfürst
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Ich habe mich mit diesem Buch ein bisschen schwer getan. Zwar ist der Schreibstil flüssig und lässt sich gut lesen, aber der Aufbau mit den zwei Erzählsträngen - einmal der Flüchtling aus Ostpreussen und ...

Ich habe mich mit diesem Buch ein bisschen schwer getan. Zwar ist der Schreibstil flüssig und lässt sich gut lesen, aber der Aufbau mit den zwei Erzählsträngen - einmal der Flüchtling aus Ostpreussen und dann wieder die Gegenwart mit dem ermordeten Großgrundbesitzer - bringt mich immer wieder "aus dem Takt".

Auch empfinde ich die beteiligten Ermittler nicht als Team, sondern als jeweils allein agierende Personen, die sich hin und wieder mal begegnen und Ergebnisse austauschen.

Das Cover zeigt dunkle Wolken über dem Wattenmeer und weist schon mal auf eine düstere Geschichte hin, von daher ist es gut gewählt, auch mit dem Schatten einer in die Ferne schauenden Person.

Alles in allem empfinde ich diesen Roman aber als zu ausführlich mit all diesen Ausführungen über Bürgerinitiative, Meyer-Werft, Nazivergangenheit etc pp.
Es macht das Lesen etwas schwierig und war auch der Grund, weshalb ich das Buch immer wieder beiseite gelegt habe, weil es mir einfach zu langatmig erschien und ich bin mir nicht sicher, ob ich weitere Bücher von Heike van Hoorn lesen möchte. Da bleibe ich lieber bei den Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf.

Veröffentlicht am 12.02.2018

Alte Geschichten

Böse Schwestern
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Das Cover mit dem einsam schaukelnden Mädchen verrät uns schon, daß es in dieser Geschichte um ein Kind gehen wird. Und dieses Kind ist die vor vielen Jahren unter mysteriösen Umständen verschwundene Zwillingsschwester ...

Das Cover mit dem einsam schaukelnden Mädchen verrät uns schon, daß es in dieser Geschichte um ein Kind gehen wird. Und dieses Kind ist die vor vielen Jahren unter mysteriösen Umständen verschwundene Zwillingsschwester unserer Protagonistin, der Journalistin Ellen Tamm. Sie fährt nach langer Zeit zum ersten Mal wieder in ihre Heimat, wo ihre Mutter lebt.
Ellen hat das Trauma um das Verschwinden ihrer Schwester Elsa noch längst nicht verarbeitet und folgt dem Rat ihrer Mutter, einen Psychologen zu Rate zu ziehen.
Der komplette Roman dreht sich nur um diese Aufarbeitung des Traumas. Am Rande spielt dann noch die Geschichte mit der toten Frau, über die Ellen auf der Fahrt nach Hause zufällig "stolpert" und die privaten Geschichten dieser Dame werden beiläufig erwähnt.
Die Geschichte ist in einem spannenden Stil geschrieben und lässt sich gut lesen, deshalb habe ich auch bis zum Ende durchgehalten. Aber das Ende an sich ist keines, denn auch hier wird offengehalten, wie die kleine Elsa wirklich zu Tode gekommen ist. Das Trauma kann also im nächsten Roman von der Autorin erneut ausgeschlachtet werden, wie es auch schon im vorherigen Roman "Glücksmädchen" ausführlich getan wurde. Ich glaube, den nächsten Roman werde ich dann nicht mehr lesen.

Veröffentlicht am 05.02.2018

Nicht nachhaltig genug

Das Lied der toten Mädchen (Jan-Römer-Krimi 3)
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Das Cover mit dem älteren Auto darauf verrät uns schon mal, daß es sich hier um eine Reise in die Vergangenheit handelt. Im Herbst 1997 wird ein Mädchen unter mysteriösen Umständen ermordet und 20 Jahre ...

Das Cover mit dem älteren Auto darauf verrät uns schon mal, daß es sich hier um eine Reise in die Vergangenheit handelt. Im Herbst 1997 wird ein Mädchen unter mysteriösen Umständen ermordet und 20 Jahre später beginnen Jan Römer und Stefanie Schneider den ungelösten Fall neu aufzurollen.
Die Geschichte liest sich ziemlich zäh, der Autor verzettelt sich in langatmigen Seitensträngen, so daß ich mich in dieses Buch nicht richtig versenken konnte, sondern aufpassen musste, den Faden nicht zu verlieren.
Zwar ist das Thema spannend, auch durch das wiederkehrende Schlaflied, mit dem der Mörder seine Taten begleitet, doch schon einen Tag nach Abschluss des Buches kann ich mich an Einzelheiten nicht mehr wirklich erinnern.
Ich glaube, die Werke dieses Autors werde ich nicht mehr lesen.