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la_sagne

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2023

Skurril

60 Kilo Kinnhaken
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"60 Kilo Kinnhaken" ist die Fortsetzung von "60 Kilo Sonnenschein". Man erfährt, wie es mit den eigenwilligen Bewohnern des fiktiven Ortes Segulfjörður weitergeht. 1906 ist es zum zweitgrößten Ort Nordislands ...

"60 Kilo Kinnhaken" ist die Fortsetzung von "60 Kilo Sonnenschein". Man erfährt, wie es mit den eigenwilligen Bewohnern des fiktiven Ortes Segulfjörður weitergeht. 1906 ist es zum zweitgrößten Ort Nordislands geworden. Gestur ist inzwischen volljährig und begeistert von den neuen Möglichkeiten. Doch es ist nicht nur alles eitel Sonnenschein in Segulfjörður, das Schicksal verteilt auch Kinnhaken.

Wer den ersten Band kennt, ist die skurrilen Personen bereits gewohnt. Die Atmosphäre und Landschaft sind sehr eindrücklich beschrieben und man bekommt sofort Lust Island einmal zu besuchen. Andererseits wird eher viel beschrieben als dass die Handlung vorankommt, das macht es wiederum langatmig. Gut gefallen hat mir der allgegenwärtige Humor, auch wenn er manchmal schon etwas arg ins Skurrile abdriftet und dass es trotzdem auch schöne tiefgründige Momente gibt. Eine würdige Fortsetzung des ersten Bandes.

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Veröffentlicht am 10.10.2023

Wendungsreicher Krimi um Familiengeheimnisse

Nur eine Lüge – Zwei Familien, eine tödliche Verbindung
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Die Hochzeit von Emily Brandt und William Nihlzén sollte eine extravagante Feier werden. Bereits im Vorfeld ist die Situation aufgrund alter Streitigkeiten angespannt. Doch als eine Leiche auftaucht, kommen ...

Die Hochzeit von Emily Brandt und William Nihlzén sollte eine extravagante Feier werden. Bereits im Vorfeld ist die Situation aufgrund alter Streitigkeiten angespannt. Doch als eine Leiche auftaucht, kommen immer mehr dunkle Geheimnisse ans Licht.

Malin Stehn erzählt die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven. Dadurch ist es möglich überraschende Wendungen einzubauen, nur häppchenweise Informationen preiszugeben und die Leser an der Nase herumzuführen. Die Protagonisten sind allesamt nicht sonderlich sympathisch, aber trotzdem macht es Spaß mitzurätseln.
Malin Stehn schreibt gut lesbar und weiß das Interesse des Lesers aufrecht zu erhalten. Erst am Ende ist es möglich alle Puzzleteilen zusammen zu fügen.
Ein wendungsreicher, unterhaltsamer und gut geschriebener Roman.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

Drei Frauen im Krieg

Elektra, die hell Leuchtende
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Die griechische Mythologie aus weiblicher Sicht zu erzählen, scheint in etzter Zeit en vogue zu sein. Jennifer Saint nimmt sich nach Ariadne nun Elektra vor. Bzw. deren Umfeld, denn die titelgebende Person ...

Die griechische Mythologie aus weiblicher Sicht zu erzählen, scheint in etzter Zeit en vogue zu sein. Jennifer Saint nimmt sich nach Ariadne nun Elektra vor. Bzw. deren Umfeld, denn die titelgebende Person kommt erstaunlich wenig vor. Ebenso Kassandra und Klytämnestra kommen zu Wort und sie stehlen Elektra recht schnell die Show. Kassandra als Seherin, der niemand glaubt, ist ja hinlänglich bekannt. Klytämnestra wiederum ist Elektras Mutter und die Frau des Kriegshelden Agamemnons und den meisten dürfte sie eher weniger ein Begriff sein, als die beiden anderen Frauen.

Es geht um den trojanischen Krieg, um vermeintliche Helden, Mord und Verrat, Schicksal und Verderben. Es wird sich recht eng an die literarische Vorlage gehalten, hier hätte ich mir mehr neue Wege und überraschende Einblicke gewünscht. Durchaus nett für Fans der griechischen Mythologie und auch ganz ansprechend geschrieben, zu dem Thema gibt es aber auch bessere Bücher.

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Veröffentlicht am 21.08.2022

Hochzeit

Freundin bleibst du immer
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da man selten einmal Bücher über Nigeria findet. Das Cover ist auch gut gestaltet, auffällig und passend. Es geht um eine Frauenfreundschaft und die unterschiedlichen ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da man selten einmal Bücher über Nigeria findet. Das Cover ist auch gut gestaltet, auffällig und passend. Es geht um eine Frauenfreundschaft und die unterschiedlichen Lebenswege der Freundinnen, die sich nach Jahren erst anlässlich der Hochzeit der Tochter einer der Frauen wiedersehen. Funmi lebt ein Luxusleben mit einem Geschäftsmann, Zainab pflegt ihren kranken Mann und Enitan ist alleinerziehende Mutter.
Schön sind die verschiedenen Perspektiven und der Vergleich wie sich die Frauen im Laufe der Jahre entwickelt haben und es liest sich auch flüssig, wenn man sich erstmal eingelesen hat. Die Handlung kam mir nicht ganz so gut ausgearbeitet vor, vielleicht liegt das daran, dass es sich um einen Debütroman handelt. Die Hochzeit wurde mir etwas zu ermüdend detailreich beschrieben, während bei politischen/gesellschaftlichen Themen eher weggeblendet wird. Die Frauen bleiben in ihrem familiären und eher begrenztem Umfeld. Das ist ein bisschen schade für den Einblick in die Kultur, aber sicherlich eher realistisch als philosophische Gespräche.
Insgesamt ein interessantes Buch, das aber nicht unbedingt für politisch und historisch Interessierte taugt.

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Veröffentlicht am 21.08.2022

Miträtseln in angenehmer Atmosphäre

Die Passage nach Maskat
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Der Fotoreporter Theodor Jung begleitet seine Frau Dora und ihre Familie auf einer Schiffsreise von Marseille nach Maskat. Doras Familie verachtet den aus dem 1. Weltkrieg traumatisiert zurückgekehrten ...

Der Fotoreporter Theodor Jung begleitet seine Frau Dora und ihre Familie auf einer Schiffsreise von Marseille nach Maskat. Doras Familie verachtet den aus dem 1. Weltkrieg traumatisiert zurückgekehrten Jungs als Schwächling und auch sein Konkurrent Lüttgen schmiedet Intrigen. Als plötzlich Dora verschwindet, muss Jung schnell herausfinden, was auf dem Schiff vorgeht.

Der Autor schildert sehr schön die Atmosphäre auf dem Luxusliner und die verschiedenen Stationen der Reiseroute. Natürlich gibt es reichlich skurille Charaktere an Deck, die zu verschiedenen Verdächtigungen einladen, was passiert sein könnte. Jedoch nimmt sich der Autor hier für meinen Geschmack zu viel Zeit. Es dauert 100 Seiten bis überhaupt das passiert, was im Klappentext angekündigt wird. Und auch dann verläuft Jungs Ermittlung sehr gemächlich und vieles wiederholt sich. Er muss mehrmals mit verschiedenen Personen sprechen, bis sich dann immer wieder willkommene Zufälle am richtigen Ort ereignen und er Verbündete gewinnt.
Man kann ganz gut miträtseln und zumindest ich habe erst gegen Ende mit Jung herausgefunden, was passiert ist. Das führt natürlich dazu, dass es ziemlich viele und teilweise auch etwas überkonstruierte Verwicklungen gibt. Nun ja.
Schön atmosphärisch geschrieben mit deutlichen Längen. Kein Kriminalroman der einen gebannt Nächte durchlesen lässt. Es wird eher Miträtseln in angenehmer Atmosphäre geboten.

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