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Veröffentlicht am 15.04.2018

Super Grundidee

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Kommen wir zuerst zum Cover des Buches. Ich bin immer wieder unglaublich begeistert von den LYX - Covern. Auch bei diesem Buch hat sich der Verlag wieder richtig viel mühe gegeben. Hut ab!

Der Klappentext ...

Kommen wir zuerst zum Cover des Buches. Ich bin immer wieder unglaublich begeistert von den LYX - Covern. Auch bei diesem Buch hat sich der Verlag wieder richtig viel mühe gegeben. Hut ab!

Der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Nachdem ich auch noch die Leseprobe zu dem Buch gelesen hatte, war ich sofort hin und weg. Ich musste mich einfach für die Leserunde bewerben, und siehe da: Ich war dabei.
Natürlich habe ich mich riesig darüber gefreut, aber vielleicht hatte ich auch zu hohe Erwartungen an das Buch. Aber die Grundidee, mit einer Behinderten Protagonistin fand ich sehr spannend, eben weil es auch im echten Leben viele Leute mit Behinderungen und Handicaps gibt und ich wollte unbedingt wissen, wie die Autorin das umsetzt.

Ich fange mal mit den beiden Protagonisten an: Corey und Hartley.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass man in diesem Buch aus zwei Seiten lesen konnte.
So konnte ich versuchen zu verstehen wie jemand, wie Corey mit einer Behinderung durchs Leben "geht" (ist nicht das passende Wort, aber du weißt bestimmt, wie ich das meine).
Was ich gut fand, war eine Stelle in der Corey einem Mädchen aus Versehen in die Hacken gefahren ist. Es wurde beschrieben, wie das Mädchen sich sauer umgedreht hat und als sie Corey im Rollstuhl entdeckt hat, machte sie einen erschrockenes Gesicht und hat sich bei Corey entschuldigt.
Daraufhin hat sich die Protagonistin darüber beschwert, dass sie immer mit Samthandschuhen angefasst wird und ihr das ganz und gar nicht passt.
Mit Hartley bin ich nicht ganz warm geworden und leider kann ich nicht so genau sagen woran das lag.
Seinen Humor fand ich super, aber irgendwas hat mich dann doch an ihm gestört.
Vielleicht die Tatsache, dass er - für meine Verhältnisse - zu viele Sprüche geklopft hat. Eine genaue Antwort kann ich aber leider nicht geben.
Immerhin hat er mich oft genug unterhalten und mich auch das ein oder andere mal zum schmunzeln gebracht.

Jetzt kommt auch leider schon der unschöne Teil: die Kritik.
Meiner Meinung nach ist das Buch im großen und ganzen echt gut, aber ich habe so das Gefühl es ist wieder ein Buch, was zu sehr in den Himmel gelobt wird.
Die Grundidee der Autorin ist einfach super, aber dementsprechend nicht wirklich gutumgesetzt.
Was mich besonders an diesem Buch gestört hatte, war die Oberflächlichkeit des Schreibstils.
Man hat zwar erfahren, dass Corey unbeschreiblich in Hartley verschossen war, aber so genau hat man auch nichts über ihre Gefühlswelt erlesen können. Die Emotionen haben mir hier sehr gefehlt!
Dazu kommt (Achtung Spoiler), dass Hartleys Freundin ihn im Ausland betrügt und ihn das überhaupt nicht interessiert. Im Gegenteil. In dem Moment benutzt er auch noch Corey als Ablenkung und das geht in meinen Augen gar nicht. Corey wusste zwar worauf sie sich einlässt, trotzdem hätte dieser Part nicht sein müssen.
Was mich außerdem gestört hat war, dass Hartley nur über seine Freundin geschwärmt hat, wenn sie da war oder sie kurz Erwähnt wurde.



Ein Buch mit einer tollen Grundidee, die leider nicht gut durchdacht wurde.
Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, habe ich zu meiner Mutter gesagt:
"Kein Wunder, dass das Buch nur knapp 311 Seiten hat."
Nachdem sie mich gefragt hat, wie das Buch war.

Man hätte die Emotionen besser ausschreiben können und generell etwas tiefgründiger an die Sache rangehen können, sodass man mehr über die Charaktere erfahren könnte und etwas mehr und eine bessere Geschichte gehabt hätte.