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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2024

interessant, aber anders als erwartet

Der Salon der kühnen Frauen
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Was zuerst auffällt ist das Buchcover: schlicht, in dunkelblau gehalten und mit gelben Titel wirkt es dadurch edel und auch passend für den Inhalt bzw. die Zeit in der die Geschichten spielen. In den Bann ...

Was zuerst auffällt ist das Buchcover: schlicht, in dunkelblau gehalten und mit gelben Titel wirkt es dadurch edel und auch passend für den Inhalt bzw. die Zeit in der die Geschichten spielen. In den Bann gezogen hatte mich die kurze Zusammenfassung auf der Buchrückseite, denn ich lese gerne historische Romane und bin Frankreich-Fan. Daher war ich neugierig wie die Autorin den Leser mit in die Zeit des Sonnenkönigs nimmt, eine Zeit, die einerseits von "Prunksucht" des Monarchen geprägt ist und andererseits aber auch von bitterer Armut und Not des Volkes.
In Madame Marie-Catherine D'Aulnoys Salon wird sich getroffen um zu trinken und sich gegenseitig Geschichten oder besser gesagt Märchen zu erzählen. Doch das Ganze ist nicht ungefährlich, denn die Märchen werden von den Teilnehmenden dazu benutzt Geschichten "rund um den König" zu erzählen, natürlich nicht so offensichtlich sondern ein bisschen "versteckt", denn es werden zum Teil auch sehr brisante Dinge präsentiert.
Am Anfang hatte ich etwas gebraucht um mich in das Ganze und auch den Stil der Autorin einzufinden. Letzterer hat mich durch die zum Teil wirklich sehr treffsicheren und zum Teil "messerscharfen" Beschreibungen einerseits fasziniert, da sie oft aus meiner Sicht auf den Punkt genau mit der passenden Satzlänge, den Worten und den Abschnitten die Situationen beschreibt, allerdings hat mich die unerwartete, teilweise gewählte vulgäre Ausdrucksweise etwas überrascht.
Das zweiseitige Personenverzeichnis zu Beginn war mir im Laufe des Buches eine echte Hilfe, allerdings hat es mich im ersten Moment aufgrund der doch vielen Personen etwas "erschlagen". Durch die Gliederung in einzelne Märchen und den Umfang der jeweiligen hatten diese eine angenehmen Umfang.

Fazit: alles in allem betrachtet war es für mich eine interessante erste "Begegnung" mit einem Werk der Autorin

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2024

nicht nur was für junge Leseratten

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel
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Das Autorenduo George und Kramer nimmt den Leser mit in eine wunderschöne Fantasiewelt - es geht zu den Buchschutzgeistern, den Buks. Hinein in eine alte Villa und das Leben und v.a. die Sorgen dort. Denn ...

Das Autorenduo George und Kramer nimmt den Leser mit in eine wunderschöne Fantasiewelt - es geht zu den Buchschutzgeistern, den Buks. Hinein in eine alte Villa und das Leben und v.a. die Sorgen dort. Denn die Bücher bei den Buks sind von einer unheilbaren Krankheit, der Buchbleiche befallen und nach und nach verschwinden die Buchstaben. Oh je, wie kann man das nur aufhalten. Alleine, wenn wir uns als Leseratten vorstellen, dass dem so ist, wird uns ganz schlecht. Zum Glück soll Rettung in Form von vier jungen Menschenkindern kommen. So zumindest hat es das Orakel vorhergesagt. Die Vier haben es faustdick hinter den Ohren und schon ist Action im Leben der Buks.
Begeistert hat uns zunächst das tolle Buchcover und die Abbildung der einzelnen Buks in den Innenseiten des Buchcovers. Total süße Bildchen und die Figuren auch so tiefgründig gewählt. Und natürlich haben die Buks jeder für sich seinen eigenen Kopf, Charakter, Stärken und Schwächen und genau das macht das Ganze so reizvoll. Die Geschichte lebt daher von der tollen Story, die konsequent durch das ganze Buch "verfolgt" wird und von den Beschreibungen und dem Sprachstil der Autoren. Egal welche Szene beschrieben wurde - bildhaft, wortgewandt und super gut für den Leser vorstellbar z.B. die Orkannacht oder die Szenen in der Villa. Einfach herrlich. Es hat bei uns nicht nur die junge Leseratte begeistert und daher freuen wir uns auf den zweiten und wohl letzten Band der Geschichte.

Fazit: für Leseratten jeden Alters eine schöne Fantasiegeschichte

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2024

tolles, phantasievolles Kinderbuch

Die große Weltreise durch den Zoo
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Die Tiere in Zoo machen Urlaub - einen Tag soll der Zoo schließen und schon wird über die Reisepläne diskutiert - dumm nur, dass jeder der tierischen Bewohner schlicht woanders hinmöchte. Von Sehenswürdigkeiten ...

Die Tiere in Zoo machen Urlaub - einen Tag soll der Zoo schließen und schon wird über die Reisepläne diskutiert - dumm nur, dass jeder der tierischen Bewohner schlicht woanders hinmöchte. Von Sehenswürdigkeiten und Museen besuchen über Strandurlaub bis hin zum Winterurlaub. Die Wünsche könnten nicht unterschiedlicher sein. Um es jeden Recht zu machen, müsste man eine Weltreise mit den Tieren unternehmen. Puh, in einem Tag nicht zu schaffen oder doch?
Der schlaue Igel Ignaz hat eine Idee und mal sehen, ob er nicht auch diese Aufgabe zusammen mit dem Zoodirektor gelöst bekommt.

Uns hat das Buch total begeistert. Einerseits durch seine tolle Geschichtsidee und deren Umsetzung, andererseits durch die farbenfrohen, tollen und auch "hintergründigen" Abbildungen. Hier gab es viele Dinge zu entdecken, die es auch so in Wirklichkeit gibt z.B. den Eiffelturm oder die Oper von Sydney. Wir haben uns dann parallel immer Bilder der jeweiligen Bauwerke oder Bilder angesehen. Die Wortwahl ist kindgerecht und die Texte haben eine passende Länge.
Das vorliegende Buch ist Teil einer Reihe. Wir kannten die Vorgängerbände nicht, werden sie uns aber besorgen, weil uns das aktuelle Buch so begeistert hat.

Fazit: ist bei uns in den Kreis der Lieblingsbücher aufgenommen worden und wird mit Sicherheit noch viele Male vorgelesen/angeschaut

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  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 21.07.2024

spannender, niveauvoller, historisch angehauchter Krimi

Mord auf dem Königssee
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Das vorliegende Buch ist das dritte in der Reihe um Ermittler Simon Perlinger, der vor der gigantischen Kulisse des Königssees einen mehr als mysteriösen Fall zu lösen hat: tote Prieser treiben nach der ...

Das vorliegende Buch ist das dritte in der Reihe um Ermittler Simon Perlinger, der vor der gigantischen Kulisse des Königssees einen mehr als mysteriösen Fall zu lösen hat: tote Prieser treiben nach der Almer Wallfahrt in Booten auf dem Königssee und damit nicht genug - auch eine abgehakte Hand gibt Rätsel auf. Was ist nur los im sonst so idyllischen Berchtesgadener Land?

Ich kenne die beiden Vorgängerbände nicht und fing "völlig unbedarft" zu lesen an. Ich wurde - positiv - überrascht durch die geschichtlichen Sprünge, die der Autor mit dem Leser unternimmt. Weit zurück in die Vergangenheit des Klosters und die damalige Zeit mit Hexenverbrennungen usw. Sehr anschaulich, aber auch erschreckend beschreibt der Autor diese Zeit und die dort herrschenden Weltanschauungen. Dann geht es immer wieder zurück in das Hier und Jetzt zu den sechs toten Priestern.
Das Personenverzeichnis leistete mir sehr gute Dienste und der öfter passierende "Zeitensprung" war daher für mich problemlos machbar. Sehr gut gefallen haben mir die vielen Infos und Details zu geschichtlichen Dingen, die der Autor - mit Sicherheit in mühevoller und sehr aufwändiger Recherche - zusammengetragen und für den Leser in einer kurzen, übersichtlichen Form mit verwendet hat. Der lebendige und sehr schön zu lesende Schreibstil des Autors trägt seinen Teil zum tollen Leseerlebnis bei.
Der Spannungsbogen wird kontinuierlich aufgebaut und konstant hochgehalten. Jedes Mal, wenn ich dachte ich hätte einen Mörder ausfindig gemacht, wurde ich kurz darauf wieder enttäuscht, so dass ich bis zum Schluss am Knobeln war. Die Auflösung war für mich nachvollziehbar und schlüssig. Aber nicht nur der Mordfall beschäftigte mich als Leser. Auch die Frage bleibt Simon seiner Freundin treu oder kommt doch Clara ins Spiel wurde bis zum Schluss gekonnt offengelassen um dann genial, in einem schönen Schlusspunkt für den Roman beantwortet zu werden.
Abgerundet wird das Ganze mit einem tollen Cover und einem auffälligen, aber einfach passenden Farbschnitt sowie mit einer Karte im Einband, damit nicht Ortskundige leichter die Schauplätze einordnen können.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

nett und unterhaltsam

An dir führt kein Weg vorbei
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Das vorliegende Buch ist das zweite Werk der Autorin Lauren Forsythe. Ihr Debütwerk "Der schönste Irrtum meines Lebens" kenne ich noch nicht, d.h. die Autorin und ihr aktueller Roman waren daher sozusagen ...

Das vorliegende Buch ist das zweite Werk der Autorin Lauren Forsythe. Ihr Debütwerk "Der schönste Irrtum meines Lebens" kenne ich noch nicht, d.h. die Autorin und ihr aktueller Roman waren daher sozusagen "Neuland" für mich.
Die Idee zum Buch gefällt mir sehr gut - eine Story quasi aus dem Leben: Marina hat gerade eine richtige Pechsträhne und muss durch die Tiefen des Lebens gehen - vom Freund verlassen, nix mit Familienplanung, Asyl bei ihren Freunden, die sich quasi noch im Honeymoon befinden und weil das alles noch nicht reicht - wartet auch im beruflichen Bereich die nächste Katastrophe. Diese hat einen Namen - Lucas. Die ganze Zeit war er im Homeoffice und nun taucht er auf und macht ihr im Start-Up Konkurrenz und damit das Leben schwer. Dabei hätte sie doch die Beförderung verdient. Aufgeben? Keine Frage. Dumm nur, dass sie nach einiger Zeit Gefallen an ihm findet.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut und damit flüssig sowie zügig lesen. Was mir auffällt, aber nicht negativ zu werten ist, sie bringt die jeweiligen Handlungen, Szenen ohne großes "Drum herum" auf den Punkt. D.h. wer große Ausschweifungen, Umschreibungen oder ähnliches sucht, wird hier nicht "bedient". Mich hat dieser vielleicht etwas "rasant" anmutende Erzählstil keineswegs gestört. Nur zum Ende der Geschichte hin, hätte ich mir ein bisschen mehr Seiten gewünscht.
Gut an der Geschichte hat mir das "Mitten aus dem Leben"-Gefühl gefallen. Diese Story wirkt nicht gekünstelt, die Alltags-/Szenenbeschreibungen nachvollziehbar - einfach real und trotzdem bleiben Gefühle, Liebe usw. nicht auf der Strecke.

Fazit: nette, kurzweilige Unterhaltung - genau das Richtig für "Zwischendurch" im Sommer

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