sehr bewegend
Das zweite LebenVenedig in den späten 1960er Jahren. Das Leben pulsiert, die Menschen sind in Aufbruch-Stimmung und haben, wie es scheint, die Schrecken des 2. Weltkrieges hinter ich gelassen.
Aber die junge Journalisten ...
Venedig in den späten 1960er Jahren. Das Leben pulsiert, die Menschen sind in Aufbruch-Stimmung und haben, wie es scheint, die Schrecken des 2. Weltkrieges hinter ich gelassen.
Aber die junge Journalisten Ava möchte sich nicht nur dem bunten Treiben in Venedig hingeben. Sie möchte mehr über den Faschismus erfahren, auch in Italien. Sie lernt auf ihrer Entdeckungsreise durch Venedig Toma kennen. Die beiden freunden sich an und bleiben auch nach Avas Abreise in Verbindung.
Wieder daheim in München trifft sich Ava mich Rachel, einer Überlebenden aus Birkenau. Rachel erzählt über ihre grausamen Erfahrungen im KZ.
Bald realisier Ava jedoch, dass es eine Verbindung zu Venedig gibt…
Der Roman „Das zweite Leben“ kommt eher leise daher. Es ist für mich ein sehr emotionales Buch. Während man die Passagen von Rachels Erzählungen aus dem KZ liest, hält man den Atem an und muss einfach weiterlesen. Aber auch die Begegnungen mit Ava sind sehr interessant. Eine sympathische junge Frau, die das Leben hinterfragt und sich nicht dem schönen Schein hingibt.
Die Autorin Nina Pilckmann versteht es, den Leser in den Bann der Story zu ziehen. Historie und Fiktion finden wunderbar Einklang.
Ich finde den Roman lesenswert, er halt nach. Man sollte sich definitiv Zeit dafür lassen und sich einlassen können.