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Veröffentlicht am 24.10.2016

Die Toten von der Falkneralm

Die Toten von der Falkneralm
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Besonders viel Lust hat Miroslav Nemec, alias Ivo Batic nicht auf das ihm bevorstehende Wochenende. Doch Vertrag ist Vertrag und so begibt er sich in das einsam gelegene Berghotel ‚Falkneralm‘ in den Berchtesgadener ...

Besonders viel Lust hat Miroslav Nemec, alias Ivo Batic nicht auf das ihm bevorstehende Wochenende. Doch Vertrag ist Vertrag und so begibt er sich in das einsam gelegene Berghotel ‚Falkneralm‘ in den Berchtesgadener Alpen, das ihn zu einem ‚Mörderischen Wochenende‘ engagiert hat. Als kurz nach seiner Ankunft das Wetter umschlägt und sich ein immenser Sturm ankündigt, wird es nicht nur dem Tatortkommissar flau im Bauch. Die Chefin des Hotels versucht zu retten was zu retten ist und lädt ihre Gäste zu einem Entspannungsdrink in die hauseigene Bar ein.

Doch der gut gemeinte Versuch die Stimmung zu heben schlägt fehl, als plötzlich ein Toter im Pool schwimmt. Als sie, kurz darauf mit einer weiteren Leiche konfrontiert werden liegen die Nerven blank und auch die angebotenen Beruhigungswhiskeys können hier nicht mehr viel ausrichten. Diese Anhäufung von Todesfällen gibt zu denken und so bleibt der Hotelchefin nichts anderes übrig als die Kriminalpolizei einzuschalten und ihre Gäste nach hause zu schicken.

Nemec, jetzt arbeitslos, macht sich ebenfalls auf den Heimweg. Doch die drei Toten gehen ihm einfach nicht aus dem Kopf. Seine Gedanken schießen quer und er versucht eine brauchbare Theorie nach der anderen aufzustellen. Dabei wird ihm immer bewußter, wie viel besser er es in seiner Rolle als Ivo Batic hat, dem das Drehbuch keine derartigen Gedankenspiele abverlangt. Wenige Tage später, als er nach Berchtesgaden fahren muss, um sein von der Polizei freigegebenes Jackett abzuholen, kann er es sich aber nicht verkneifen, seine letzte todsichere Theorie zu überprüfen…

Fazit
Mit einer gehörigen Portion Selbstironie verwickelt sich Miroslav Nemec in eine mörderische Geschichte, die nicht nur Tatortfans vergnügliche Lesestunden bereitet.

Veröffentlicht am 11.10.2016

Das Brüllen des Löwen

Tod im Tiergarten
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Paul Flemming, mehr oder weniger ambitionierter Fotograf, mit dem unwiderstehlichen Hang Detektiv zu spielen, gerät bei seinem neuen Job mitten hinein einen tierisch verwickelten Fall. Spurlos verschwundene ...

Paul Flemming, mehr oder weniger ambitionierter Fotograf, mit dem unwiderstehlichen Hang Detektiv zu spielen, gerät bei seinem neuen Job mitten hinein einen tierisch verwickelten Fall. Spurlos verschwundene Tiere und wenig später ein Toter im Löwengehege des Nürnberger Tiergartens sind für ihn wesentlich interessanter, als Fotos für die geplante Werbekampagne zu schießen. In seinem Übereifer entwickelt er eine Theorie nach der anderen. Doch seine Vermutungen, die sich alle schnell als haltlos erweisen, sorgen eher für Unmut und Verwirrung, geschweige denn dass sie zur Lösung des Falles beitragen.

Trotzdem gibt er nicht auf, denn an den mittlerweile amtlich bestätigten Selbstmord des Tierpflegers kann und will er, auch nach Abschluss der offiziellen Ermittlungen, nicht recht glauben. So forscht er unermüdlich weiter. Auch wenn er sich damit eher Feinde als Freunde schafft, jetzt aufzugeben entspräche nicht seinem Naturell. Selbst als er dann womöglich auf der richtigen Fährte zu sein scheint und ihm die wahren Zusammenhänge endlich klar werden, schafft er es nicht sich rechtzeitig einzubremsen, um sich nicht in ernsthafte Gefahr zu bringen.

Fazit
Eine kurzweilige Lektüre mit viel Lokalkolorit, die Lust auf einen Ausflug nach Nürnberg weckt und nach der erfolgreichen Aufklärung des Falles auch völlig ungefährlich sein sollte.

Veröffentlicht am 04.10.2016

Saukerl

Saukerl
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Anton Huber, von vielen gehasst, bei der Damenwelt dafür umso beliebter, liegt tot in seinem Schweinestall. Als wenige Tage später seine Ehefrau Maria, ebenfalls tot aufgefunden wird, sieht sich das Team ...

Anton Huber, von vielen gehasst, bei der Damenwelt dafür umso beliebter, liegt tot in seinem Schweinestall. Als wenige Tage später seine Ehefrau Maria, ebenfalls tot aufgefunden wird, sieht sich das Team von Hauptkommissar Schön mit einem viel komplexeren Fall, als zunächst angenommen, konfrontiert. Rache, Eifersucht oder Profitgier, Mordmotive scheint es reichlich zu geben. Verdächtige allerdings schon weniger, zumal bei der Ehefrau zunächst auch ein Selbstmord nicht ausgeschlossen werden kann.
So bleibt den Beamten nichts anderes übrig, als das Familienleben der Hubers nach allen Regeln der Kunst zu durchleuchten. Das bringt sie zwar in den Mordermittlungen nicht direkt weiter, wirft aber doch ein vollkommen anderes Licht auf die Geschehnisse. Aus diesem geänderten Blickwinkel heraus ist es ihnen möglich neue Theorien zu Tatmotiv und -hergang zu entwickeln. Ihr Verdacht konkretisiert sich zwar, doch erst Kommissar Zufall liefert ihnen die notwendigen Beweise, die den Täter zu einem Geständnis zwingen.

Fazit
Ein interessanter und leicht zu lesender Krimi, der sich an ein brisantes Tabuthema heranwagt, aber durch die insgesamt zu konstruiert wirkende Story, leider nicht wirklich unter die Haut geht.

Veröffentlicht am 29.09.2016

Eine fast heile Welt

Ein Leuchten im Sturm
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Shelby, die sich Hals über Kopf in den Fremden verliebt hat, verläßt ohne mit der Wimper zu zucken ihre Heimat um ihren Traummann zu heiraten. Dass sie damit in einen goldenen Käfig geraten ist, begreift ...

Shelby, die sich Hals über Kopf in den Fremden verliebt hat, verläßt ohne mit der Wimper zu zucken ihre Heimat um ihren Traummann zu heiraten. Dass sie damit in einen goldenen Käfig geraten ist, begreift sie erst als es längst zu spät ist. So ist sie auch nicht sonderlich erschüttert, als Richard bei einem Unfall tödlich verunglückt. Im Grunde genommen ist sie eher erleichtert, denn nun kann sie ihr Leben wieder selbst bestimmen. Doch dann kommt die Stunde der Wahrheit und sie muss erkennen, dass ihr Mann nicht der war für den sie ihn gehalten hat. Gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter Callie kehrt sie in den Schoß ihrer Familie zurück, die sie trotz allem was gewesen ist, mit offenen Armen empfängt.

Viel hat sich in Rendezvous Ridge nicht verändert. Das Kleinstadtleben ist sich treu geblieben und so findet Shelby sich schnell wieder zurecht. Doch gerade als sie das Gefühl hat wirklich angekommen zu sein, wird sie von der Vergangenheit eingeholt und es scheint so, als ob es Richard doch noch gelingen könnte alles zu zerstören.

Fazit
Eine Liebesgeschichte mit Hindernissen, in einer scheinbar heilen Welt. Eine schnell absehbare Story, die sehr ausführlich das Leben und den Zusammenhalt in einer Kleinstadt beschreibt und das Happy End schon vorgegeben ist.

Veröffentlicht am 24.09.2016

Mörderischer Sand

Die Sandwitwe
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Eine grausame und perfide Mordserie erschüttert den kleinen Nordseeort Valandsiel. Der Täter verfolgt einen ausgeklügelten Rachefeldzug, bei dem er seine Opfer nicht einfach nur umbringt, sondern sie langsam ...

Eine grausame und perfide Mordserie erschüttert den kleinen Nordseeort Valandsiel. Der Täter verfolgt einen ausgeklügelten Rachefeldzug, bei dem er seine Opfer nicht einfach nur umbringt, sondern sie langsam zu Tode quält um sie anschließend auf symbolhafte Art und Weise aufzubahren. Kommissar Knut Jansen und die Profilerin Helen Henning stehen vor einem Rätsel. Erst als der Täter sich, genervt davon dass sie ihm nicht auf die Spur kommen, bei ihnen meldet und einen wichtigen Hinweis liefert, gelingt es eine Verbindung zwischen den Opfern herzustellen.

Jetzt haben sie einen ersten konkreten Anhaltspunkt und es kommt endlich Schwung in die Ermittlungen und sie glauben dem Täter dicht auf den Fersen zu sein. Doch ganz so leicht macht er es ihnen nicht und um weiter zu kommen müssen weit zurück in der Vergangenheit gehen um dort nach weiteren Indizien suchen. Doch erst als sie in eine alte Akte finden, gelingt es ihnen die wirklichen Zusammenhänge herzustellen und das dem Racheplan zugrundeliegende Schema zu erkennen. Aber die Zeit ist knapp und es bleibt fraglich, ob sie es schaffen werden wenigstens noch das letzte Opfer lebend retten zu können.

Fazit
Eine umständlich wirkend konstruierte Geschichte, die sich nur sprunghaft und schwer nachvollziehbar entwickelt und insgesamt ziemlich unrealistisch erscheint.