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Veröffentlicht am 16.04.2018

Wie können wir denn leben?

Wie können wir denn leben?
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Francis Schaeffer liefert in seinem Buch „Wie können wir denn leben?“ über 230 Seiten geballte Informationen und gibt dem interessierten Leser einen sehr detaillierten Überblick über die kulturellen Entwicklungen ...

Francis Schaeffer liefert in seinem Buch „Wie können wir denn leben?“ über 230 Seiten geballte Informationen und gibt dem interessierten Leser einen sehr detaillierten Überblick über die kulturellen Entwicklungen der Menschheitsgeschichte in den vergangenen Jahrhunderten. Wie bereits im Buchtitel angekündigt konzentriert er sich hierbei auf die Kultur der westlichen Länder und behandelt die einzelnen Zeit-Epochen. Beginnend mit dem Rom der Antike, über das Mittelalter, die Renaissance und die Reformation beschreibt er chronologisch die Entwicklung bis hin zur heutigen Gesellschaft.

Francis Schaeffer geht auf Politik, Gesellschaft, Forschung und Naturwissenschaft, Theologie, Philosophie, Musik und Malerei ein und liefert einen kurzen, aber prägnanten Überblick über herausragende Denker und Erfinder, über Menschen, die Außergewöhnliches geleistet und relevant zur Entwicklung beigetragen haben. Das Buch liefert eine fundierte Übersicht, fordert den Intellekt des Lesers, und gibt am Ende im Kapitel „Die Alternativen“ Anregungen und eine Zusammenfassung der aktuellen Probleme, und schlägt den christlichen Glauben als Ausweg vor.

Angesichts der Tatsache, dass dieses Buch bereits im Jahre 1976 in seiner Originalfassung erschienen ist, kann man dem Autor mittlerweile eine ziemlich zutreffende Prognose konstatieren. Besonders der Vergleich mit bzw. die Parallelen zur Gegenwart mit jenen fünf Kennzeichen aus Edward Gibbons Buch „Verfall und Untergang des römischen Imperiums“ in seinem letzten Kapitel ließen mich sehr nachdenklich zurück.

Fazit: Ein nicht einfach zu lesender und hohe Konzentration erfordernder, jedoch sehr interessanter Überblick über die kulturellen Entwicklungen der Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Es ist niemals zu spät

Sarahs Liebeslied
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Es ist niemals zu spät

In der Seniorenresidenz von Greer, bereitet sich die 86jährige Sarah Lindemann auf das kurz bevorstehende Weihnachtsfest vor, das sie wie jedes Jahr mit einem lieb gewonnenen Ritual ...

Es ist niemals zu spät

In der Seniorenresidenz von Greer, bereitet sich die 86jährige Sarah Lindemann auf das kurz bevorstehende Weihnachtsfest vor, das sie wie jedes Jahr mit einem lieb gewonnenen Ritual einleitet. Sarah durfte in ihrem langen Leben die wahre, große Liebe finden, und erinnert sich voller Wehmut und Sehnsucht an ihren geliebten Ehemann Sam, der schon so viele Jahre gestorben ist und den sie jeden einzelnen Tag schmerzlich vermisst. Mit der Erinnerung an Sam ist ein ganz besonderes Lied verbunden – „Sarahs Liebeslied“. Was es mit diesem Lied und vor allem Sarahs Ritual auf sich hat, erzählt Karen Kingsbury auf unnachahmliche Art und Weise in diesem überwältigenden Buch.

Ich habe bereits einige Bücher dieser Autorin lesen dürfen und kann daher bestätigen, dass es eines ihrer typischen Werke ist: voller tiefer Emotionen bahnt sich Karens Geschichte zielstrebig ihren Weg ins Herz des Lesers, berührt, regt zum Träumen an, lässt durch Sarahs Erzählung an ihren Gefühle teilhaben. Man lebt, leidet, und liebt mit Sarah, man schwelgt mit ihr in der Vergangenheit, und man erlebt mit der alten Dame auch ihre Gegenwart im Altenzentrum, wo Karen Kingsbury behutsam die Geschichte der Pflegerin Beth Baldwin ins Buch eingewoben hat. Beth ist schließlich jene Person, der Sarah ihre Geschichte erzählt, und der sie das Geheimnis der Liebe offenbart…

Ich habe selten ein derart berührendes, zu Herzen gehendes Buch gelesen. Karen Kingsbury beginnt ihr Buch mit wunderschönen, sehr persönlichen Widmungen für ihre eigene Familie auf den ersten Seiten und erzählt dann in warmen Tönen und mit einem unerschütterlichen Gottesvertrauen die zarte Liebesgeschichte von Sarah und Sam, die mich immer wieder zu Tränen rührte. „Sarahs Liebeslied“ ist ein wundervolles Plädoyer für die wahre Liebe, ein unvergesslich schönes Buch, das ich uneingeschränkt jedem ans Herz legen möchte.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Wahre Weihnachtswunder

In jener stillen Nacht
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Wahre Weihnachtswunder

Karen Kingsbury erzählt in diesem Buch vierzehn Begebenheiten, die unsere Aufmerksamkeit auf Wunder lenken sollen, die rund um uns herum geschehen. Sie lädt uns ein, innezuhalten, ...

Wahre Weihnachtswunder

Karen Kingsbury erzählt in diesem Buch vierzehn Begebenheiten, die unsere Aufmerksamkeit auf Wunder lenken sollen, die rund um uns herum geschehen. Sie lädt uns ein, innezuhalten, unsere Geschäftigkeit, unsere Eile und unsere Hast für ein paar kurze Augenblicke hinter uns zu lassen, und die Augen für diese Wunder zu öffnen. Ihre Geschichten sollen Mut machen, Trost schenken, und den Menschen die Möglichkeit geben, aktiv nach solchen Wundern Ausschau zu halten, um nicht an dem eigentlichen Anlass des Weihnachtsfestes vorbeizusehen.

So erzählt die Autorin von einer lebensbedrohlichen Situation über den Wolken, in denen Gott seine schützende Hand über die Insassen eines Flugzeuges hält. Im weiteren Verlauf des Buches berichtet sie von seinem Wirken an einer völlig verzweifelten Mutter in einer Raststätte, von einem mit dem Tode ringenden jungen Mann im Krankenhaus, einem kleinen gelähmten Mädchen, das einen ganz besonderen Weihnachtswunsch äußert, einer jungen Ehefrau, die an akuter Skoliose leidet, einem Mann, der darum ringt, seine sterbende Schwester zu sich zu holen, einem gehörlosen Mädchen, dessen sehnlichster Wunsch auf eine ganz besondere Art und Weise in Erfüllung geht. Sie erzählt von einer Familie in New York, die in großer Gefahr schwebt, von einer Frau, die vor vielen Jahren ihren Ehering, das Symbol für die ganz große Liebe, verloren und beinahe aufgegeben hat, von einem kleinen Jungen, der sich auf die Suche nach einem Star macht und sich dabei in eine gefährliche Situation bringt, von einer Familie, die bei gefährlichem Eis mit dem Wagen auf der Straße unterwegs ist, von einem Mann, der als kleiner Junge sofort instinktive Zuneigung zu einem ungeborenen Baby verspürte und ihm als Erwachsener wieder begegnet, einer Frau, die nach dem Tod ihres Mannes keine Kraft mehr aufzubringen vermeint, alleine weiter zu leben, und letztendlich von einem großen Wunder den Chor einer Baptistengemeinde betreffend.

In all diesen kleinen Geschichten, die gemäß der Aussage der Autorin auf wahren Begebenheiten beruhen, wo man nicht umhin kann, die Ereignisse als Wunder zu bezeichnen, ist Gottes Eingreifen zu erkennen.

Wer bereits Bücher von Karen Kingsbury zu seiner Lektüre zählte, weiß um den einnehmenden Schreibstil dieser grandiosen Autorin. Auch mit ihrer Kurzgeschichtensammlung „In jener stillen Nacht“ gelang es ihr, mich von der ersten Seite an für sich einzunehmen. Dennoch vermisste ich - ein klein wenig – die von ihren Büchern gewohnte Gefühlstiefe, was ich jedoch der zuvor erwähnten Tatsache zuschreibe, dass es sich tatsächlich nur um „kurze Geschichten“ handelt.

Ich kann dieses Buch besonders jetzt, in der Vorweihnachtszeit, jedem ans Herz legen. Und vielleicht gelingt es Karen Kingsbury, unsere Augen wirklich zu öffnen, dafür zu sorgen, dass wir wacher und aufmerksamer durch den Alltag gehen, und den kleinen, alltäglichen Wundern um uns herum mehr Aufmerksamkeit schenken. Und so an den großen Wundern ebenfalls nicht achtlos vorüber gehen.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Der unterschätzte Gott

Der unterschätzte Gott
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Francis Chan, Pastor und weltweit gefragter Redner bei Konferenzen, lenkt in seinem Buch „Der unterschätzte Gott“ das Augenmerk des Lesers auf die Kraft des Heiligen Geistes, der seiner Meinung nach vernachlässigt, ...

Francis Chan, Pastor und weltweit gefragter Redner bei Konferenzen, lenkt in seinem Buch „Der unterschätzte Gott“ das Augenmerk des Lesers auf die Kraft des Heiligen Geistes, der seiner Meinung nach vernachlässigt, unterschätzt und vergessen wird. Er weist auf die große Lücke hin zwischen dem, was in der Bibel über den Heiligen Geist geschrieben wird, und dem, wie die meisten Gläubigen und Gemeinden leben, und sieht das Kernproblem in der offensichtlichen Abwesenheit des Heiligen Geistes in den modernen Gemeinden. Der Autor vermittelt in den sieben Kapiteln seines Buches Kenntnisse über den Heiligen Geist, führt besonders im dritten Kapitel wichtige Bibelstellen an und möchte seine Leser dazu bewegen, ihr Leben zu verändern. Die Menschen sollen erleben, wie Gott wirkt, und die Kraft und Gegenwart des Heiligen Geistes deutlicher spüren. Er lädt mit seinem einnehmenden Schreibstil und eindrucksvollen Worten dazu ein, nachzudenken, wann man den Heiligen Geist das letzte Mal eindeutig am Werk gesehen hat – sowohl bei sich selber, als auch in seiner unmittelbaren Umgebung. Und er zeigt, wie wunderbar es doch wäre, wenn man sich bewusst wird, dass der Geist, der Jesus von den Toten auferweckt hat, auch in uns lebt und wir in diesem Bewusstsein leben. Er führt an dieser Stelle sein persönliches Vorbild, Joni Eareckson Tada, als Beispiel an, die nach einem Unfall querschnittsgelähmt wurde und deren Leben durch den Geist Gottes vollständig verändert wurde. Neugierig vertiefte ich mich in die Informationen, die ich im Internet über sie fand und wollte mehr über ihr Leben erfahren. Ein Video über Joni und ihren Ehemann Ken erlaubte mir einen kleinen Einblick in das Leben dieser beiden tief gläubigen Menschen und machte großen Eindruck auf mich. Nicht minder beeindruckend waren die Lebensgeschichten des Ehepaares Domingo und Irene Garcia, das Leben und Wirken von Francis und Edith Schaeffer, Esther Ahn Kim, Thomas und Jen Yun sowie Dave Phillips. Beispiele aus dem Wirken jener Personen zeichnen ein lebendiges Bild gelebten Glaubens und der Wirkungskraft des Heiligen Geistes.

Nachdenklich stimmte mich die Sehnsucht nach dem täglichen Leben mit dem Geist, von dem Francis Chan im sechsten Kapitel spricht. Er wirft auf den Alltag bezogene Fragen in den Raum, die jeder in seinem täglichen Umfeld nachempfinden kann. Zugleich gibt er aber auch zu, dass es schwer ist, sich wirklich auf die Versorgung und Führung des Geistes zu verlassen, anstatt ganz auf die eigene Weisheit und Anstrengung zu vertrauen. Er spricht an dieser Stelle von einem „kontinuierlichen Engagement und dem Ringen um ein Neuentdecken, um zu erkennen, wie man täglich geisterfüllt lebt“.

Im letzten Kapitel, gegen Ende des Buches, erzählt Francis Chan von seinem Gemeindeleben in der Cornerstone Church und wie es in der Praxis aussehen kann, wenn Menschen sich bemühen, so wie die Gläubigen der Urgemeinde zu leben.

Francis Chan: „Ich möchte nicht, dass mein Leben ohne den Heiligen Geist erklärbar ist. Ich möchte, dass sich die Menschen mein Leben ansehen und wissen, dass ich das alles nicht aus eigener Kraft tun könnte. Ich möchte so leben, dass ich den Heiligen Geist dringend brauche.“
„Einerseits sollen wir andere ermutigen, der Führung des Geistes zu folgen, und andererseits sollten wir auch selbst seiner Führung in unserem Leben gehorchen. Sind wir mutig und stark genug dafür?“


„Der unterschätzte Gott“ hat mich aufgewühlt und sehr nachdenklich gemacht. Francis Chan sprach sehr viele Punkte direkt an, stellte unbequeme Fragen, wies schonungslos auf Missstände hin. Jene Passage, die mich am meisten beeindruckt hat, bildet zugleich auch den Abschluss des letzten Kapitels, er schreibt: „Die Bibel sagt uns, dass wir sündigen, wenn wir wissen, was wir tun sollen, es aber nicht tun (Jakobus 4,17). Mit anderen Worten: Wenn wir Erkenntnisse anhäufen, ohne sie in unserem Leben umzusetzen, dann sündigen wir in Wirklichkeit. Vielleicht denken wir, es sei eine gute Sache, mehr über Gott zu wissen. Und das kann auch so sein. Aber wenn wir Erkenntnisse über Gott haben, ohne auf ihn zu reagieren oder seine Wahrheit in unserem Leben umzusetzen, dann sind wir auf keinem guten Weg. Nach der Bibel ist das Sünde.“

Ich denke, spätestens nach Lektüre dieses Buches und diesem aufwühlenden, direkt den Kern der Sache treffenden Abschlusszitat wäre es angebracht, sein eigenes Leben zu durchleuchten, vieles zu hinterfragen, innezuhalten und etwas zu verändern, anstatt einfach wie gewohnt weiter zu machen. „Der unterschätzte Gott“ ist ein zutiefst beeindruckendes Buch, das ich nur zu gerne weiter empfehle.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Lebe. Liebe. Los.

Lebe. Liebe. Los!
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„Ich weiß, dass viele denken, man kann kein netter Kerl sein und Gott lieben und trotzdem Rechtsanwalt sein, aber ich war mir sicher, dass mir das gelingen würde.“

Bob Goff, Rechtsanwalt, New Yorker Times-Bestsellerautor, ...

„Ich weiß, dass viele denken, man kann kein netter Kerl sein und Gott lieben und trotzdem Rechtsanwalt sein, aber ich war mir sicher, dass mir das gelingen würde.“

Bob Goff, Rechtsanwalt, New Yorker Times-Bestsellerautor, Gründer einer Non-Profit-Menschenrechtsorganisation und Vortragender auf Kongressen und Universitäts-veranstaltungen hat dem vorliegenden Buch einen Titel verliehen, der kurz, prägnant, und sehr aussagekräftig ist: „Lebe. Liebe. Los!“ Er plädiert dafür, jeden Tag die Welt ein kleines bisschen besser zu machen und dabei glücklich zu werden. Viele von uns sind motiviert, möchten ihrerseits dazu beitragen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen, Gutes zu tun, anderen Menschen zu helfen. Doch selber dabei glücklich zu werden ist ein hohes Ziel, das der Autor sich gesetzt hat. In insgesamt 31 kurzen Kapiteln erzählt Bob Goff Episoden aus seinem Leben und berichtet über eine Menge Erfahrungen, die er im Laufe seines Lebens machen durfte. Er erlaubt seinen Lesern dabei sehr viele Einblicke in seine Persönlichkeit, seine Vergangenheit und sein Leben zum aktuellen Zeitpunkt. Seine Begeisterung, sein Elan und sein starker Glaube sind während der Lektüre beinahe körperlich zu spüren und wirken ansteckend. Jedes einzelne Kapitel wird von einem Schlagwort und einem knappen, wenige Worte umfassenden Inhaltsangabe eingeleitet. Ich erlag bereits auf den ersten Seiten dem Schreibstil dieses Autors: nachdenkliche, berührende, Geschichten voller Witz und mit viel Humor erzählt. Aber auch traurige Erzählungen werden eindrucksvoll dargebracht, um danach tiefer zu gehen, nachdenklich zu machen, eine Reaktion hervorzurufen. Es ist wohl ein Kunststück, dies bei seinen Lesern zu erreichen, und Bob Goff ist ein Meister seines Faches. Er führte mich in jedem Kapitel immer und immer wieder zum Resultat: man muss im Leben LIEBEN – und dies umsetzen. Ohne Wenn und Aber. Ohne zu zögern. Ohne es aufzuschieben. Ohne der Bequemlichkeit den Sieg davon tragen zu lassen.

Würde ich all jene Passagen markieren, die mich tief beeindruckten und bei denen ich während der Lektüre zustimmend nickte, wären wohl mehr als die Hälfte der Seitenränder dieses Buches voll mit Randmarkierungen. Bob Goff versteht es, eine kleine Flamme zu erzeugen und daraus ein Feuer zu entfachen. Er besitzt die Fähigkeit, Menschen zu begeistern. Bob Goff möchte die Menschen dazu animieren, die Einladung zu einem erfüllten Leben – einem Leben, das engagiert, leidenschaftlich und von tätiger Liebe geprägt ist – anzunehmen. Das zentrale Thema dieses Buches ist es, diese Einladung zum Leben anzunehmen und, wie der Autor es so schön in Worte fasst „von der Zuschauertribüne aufs Spielfeld zu wechseln“. Aufzuhören, lediglich eine Meinung zu bestimmten Dingen zu haben, sondern vielmehr einfach zu handeln. Aufhören, darüber nachzudenken, und Dinge einfach zu tun. Etwas zu verändern, mitzumachen. Und indem wir die Einladung zum Leben annehmen, auch anderen Lust darauf zu machen. Was mir an diesem Buch ganz besonders gut gefallen hat, war auch die Tatsache, dass Bob Goff sehr deutlich auf die Beweise für Gottes Wirken hinweist – sowohl in seiner Schöpfung, die uns umgibt, als auch im Wirken anderer Menschen. Er animiert seine Leser dazu, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, die Schönheit in allem um uns herum zu erkennen, die Gott für uns erschaffen hat. Seiner Meinung nach tut Liebe alles, um sich zu vermehren, und bezieht im Laufe der Zeit alle ein, die mit ihr in Berührung kommen.

Bob Goff hat versucht, seine Gedanken in einer Formel auszudrücken, die besagt: „Nehmen Sie all das, was Ihr Leben ausmacht – die Menschen und Dinge, die Sie lieben, Ihre Leidenschaften, Ihre Interessen- und addieren Sie das hinzu, was Sie von Gottes Gedanken über uns kennen, und Sie haben Ihre Antwort. Und wenn Sie die Antwort auf die größeren Fragen wissen möchten – was ist Gottes Plan für die ganze Welt? – dann halten Sie sich fest: Das sind wir. Wir sind Gottes Plan und wir sind es immer gewesen. Wir sollen nicht nur Beobachter oder Zuhörer sein oder eine Meinung zu allen möglichen Dingen haben. Wir sind nicht hier, um unseren Mitmenschen zu erzählen, was wir gut finden und was nicht, denn – mal ehrlich, wer will das wissen? Erzählen Sie mir von dem Gott, den Sie lieben; erzählen Sie mir, welche besonderen Begabungen und Sehnsüchte er in Sie hineingelegt hat und wie Sie damit umgehen wollen – dann wird sich daraus ziemlich leicht ein Plan für Ihr Leben ergeben.“

Ich kann dieses Mut machende, begeisternde Buch jedem empfehlen, der Glauben leben, aktiver „Spieler“ in Gottes Spielfeld sein, und Dinge bewegen möchte. Bob Goff ermutigt seine Leser dazu, eine Rolle im göttlichen Plan einzunehmen, und sei diese noch so klein, so wird sie dennoch niemals bedeutungslos sein.