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Veröffentlicht am 16.04.2018

At home. At home like never before.

Die Nacht der Versprengten
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At home. At home like never before.

„In gewissen Situationen ist es unsere Aufgabe, mit dem Herzen zu denken, nicht rational.“

Iris Muhl hat es geschafft, aus einer wahren Begebenheit einen Roman zu ...

At home. At home like never before.

„In gewissen Situationen ist es unsere Aufgabe, mit dem Herzen zu denken, nicht rational.“

Iris Muhl hat es geschafft, aus einer wahren Begebenheit einen Roman zu machen, der tief berührt und den Leser sehr nachdenklich zurücklässt. Eine Begebenheit, die von Mut und sehr viel Nächstenliebe zeugt, die jedoch auch mit großem Risiko verbunden ist. Denn als die Bäckersgattin Elisabeth Vincken mit ihrem zwölfjährigen Sohn Fritz drei völlig durchfrorenen amerikanischen Soldaten Einlass in ihre Jagdhütte gewährt, ist ihr sehr wohl bewusst, dass es sich hierbei im Grunde um den „Feind“ handelt. Für die gastfreundliche und großzügige Frau sind es jedoch in erster Linie hilfesuchende Menschen, die frieren, hungrig und verletzt sind. Der Krieg hatte zwar ihr Leben durcheinander gebracht, Elisabeth verstand jedoch das Wesentliche: Menschen brauchen Essen, Wärme und eine helfende Hand. Und diese bot sie ihnen. Als jedoch kurze Zeit später erneut deutsche Soldaten auftauchen und ebenfalls Einlass begehren, scheint die Situation kurzfristig zu eskalieren…

Ein kleines Büchlein mit großem Inhalt, in dem die Autorin von den furchtbaren Entbehrungen des Krieges, dem Not und Elend der Bevölkerung, aber auch jenem der Soldaten berichtet. Die Geschichte der Elisabeth Vincken klingt unglaublich, und ist dennoch wahr. Mitten im Kriegsgebiet, umhüllt von dem fernen Bombengrollen, finden feindliche Parteien zueinander, sitzen zu Weihnachten am selben Tisch und lassen den Krieg vor der Haustüre zurück. Die Autorin vermochte es, die unterschwellige Spannung dieser Situation derart greifbar zu machen, dass man mit Herzklopfen weiter las, beinahe schon eine Eskalation befürchtete.

„Die Nacht der Versprechen“ war eine beeindruckende Lektüre, die man zwar aufgrund der geringen Seitenanzahl relativ rasch gelesen hat, aber sehr lange nicht vergisst. Eine Geschichte, die nachwirkt.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Maschas Geheimnis

Maschas Geheimnis
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„Nicht ein einziges Ding kannst du mit der Erinnerung festhalten. Sie verblasst. Was du brauchst, ist etwas anderes. Es heißt: Vertrauen.“

Es gibt für jeden Menschen nur eine einzige Stelle in der ganzen ...

„Nicht ein einziges Ding kannst du mit der Erinnerung festhalten. Sie verblasst. Was du brauchst, ist etwas anderes. Es heißt: Vertrauen.“

Es gibt für jeden Menschen nur eine einzige Stelle in der ganzen Welt, an die er hingehört, nur einen einzigen Weg, den er gehen kann, ohne sein Leben zu verfehlen und unglücklich zu werden. Ich für mich weiß nichts Größeres, als danach zu suchen, was mein Platz ist im Plan des Lebens. Ich weiß nichts Schöneres, als den einzigen Weg zu erkennen, der mir bestimmt ist. Und ich weiß nichts Verächtlicheres, als diese Stelle um kleiner Vorteile willen zu verkaufen und diesen Weg aus Feigheit zu verraten.

„Die Sehnsucht führte die Muschel an ihr Ohr. Und Mascha hörte: einen feinen Hauch zunächst, unter den sich von außen her das Geräusch der heranrollenden Wogen mischte; dann ein Rauschen, von dem nicht zu sagen war, ob es aus den Tiefen des Meeres oder aus dem Inneren der Muschel kam; dann(als sie mit feinerem Ohr in das Rauschen hineinhörte) war ihr, als wohne in seinem Inneren ein ozeanisch tiefes Murmeln. Ein Summen vielleicht, kaum hörbar, so fern, dann anwachsend im Bauch der Erde und immer stärker werdend, ein urhaftes Dröhnen auf einem einzigen, nach unten offenen, klaftertief ins Dunkel der Fluten sich verlierenden Ton.“


Nachdem Mascha, die älteste Tochter des obersten der Ratsleute Vinetas, eine Muschel fand, hatte sie einen Traum von dem untergegangenen Vineta, dem Atlantis der Ostsee, einer hochberühmten und von drei Meeren umspülten Stadt. Mascha, blind geboren und erst spät das Augenlicht erlangt, glaubt an die Liebe, an das Gute, an die Ideen und an die Wahrheit. Und sie urteilt nicht nach dem Augenschein, sondern bewertet die Dinge und Menschen nach ihrem Klang, sieht, urteilt und fühlt mit ihrem ausgeprägten Gehör und folgt ihren inneren Eingebungen. So verliebt sich die vornehme junge Frau, der letzte Spross eines alten und einst sehr mächtigen Geschlechts, in die Stimme des Fischers Farin, einen Musiker, Dichter und Sänger aus Ramin, noch bevor sie ihn überhaupt gesehen hatte. Die kluge Wanda, seit dem frühen Tod ihrer Mutter Maschas Vertraute seit Kindheitstagen warnt das Mädchen und meint, „man könne einen Menschen erst dann wirklich lieben, wenn man seine Nähe erfahren und ausgehalten hat, wenn man seine dunklen Seiten kennen lernte und sie genauso gut annehmen möchte wie seine hellen Seiten.“ Mascha lässt sich jedoch nicht beirren und sie tut, was sie tun muss, geht ihren eigenen Weg. Doch die Zeichen stehen nicht gut für Vineta, denn die Zunft der Geometer, der Schreiber und Rechenmeister, durchsetzt mit ihrer Gier die Stadt, beugt das Recht und strebt nach Größe, Macht und Reichtum. Ihren Plan, die Macht in Vineta an sich zu reißen, verfolgen die Geometer mit unbeirrbarer Entschlossenheit. War Maschas Muscheltraum lediglich eine Spielerei ihrer Fantasie, oder ein warnender Blick auf die Zukunft der mächtigen Handelsstadt?

Bernhard Meusers Erzählung hat mich bereits von der ersten Seite an in den Bann gezogen. In einer wunderschönen, ausgefeilten und malerischen Sprache erzählt er die Geschichte einer Legende um eine im Meer verschwundene Stadt. Der Autor verstand es nicht nur, eine zauberhafte Geschichte darzubieten, sondern begeistert auch mit den vielen ins Buch eingeflochtenen Weisheiten. Er schreibt nicht nur VON Emotionen, sondern vermittelt diese auch durch seine gelungene Wortwahl. Er erzählt, und berührt damit das Herz seiner Leser. „Maschas Geheimnis“ ist ein Roman, der mich mit seiner poetischen Sprache sofort für sich eingenommen hat. Einziger Wermutstropfen war die Tatsache, dass die christlichen Bezüge in diesem Buch äußerst dürftig vorhanden waren – in dieser Hinsicht hätte ich mir von einem Roman aus einem christlichen Verlag wahrlich mehr erwartet. Nichtsdestotrotz hat mir die Lektüre aufgrund der bereits erwähnten Tatsachen großes Lesevergnügen bereitet und ich kann es jedem ans Herz legen, der durch dieses Buch berührt werden möchte.

Ich habe verstanden, dass es kommt, wie es kommt, und dass es stimmt, wie es kommt. Wir werden geführt, Farin!“

Veröffentlicht am 16.04.2018

Und über uns die Sterne

Und über uns die Sterne
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„Sie hat eine Rundreise durch Amerika gemacht, sie hat ein Internat in der Schweiz besucht, ist in den Alpen Ski gelaufen und hat Weihnachten in London gefeiert – aber sie hat keine Ahnung, wie die Welt ...

„Sie hat eine Rundreise durch Amerika gemacht, sie hat ein Internat in der Schweiz besucht, ist in den Alpen Ski gelaufen und hat Weihnachten in London gefeiert – aber sie hat keine Ahnung, wie die Welt aussieht, die keine fünfzehn Kilometer von ihrem Zuhause entfernt ist.“

Irma Joubert erzählt im vorliegenden Buch die Geschichte der Kate Woodroffe, die im Südafrika des Jahres 1932 ein wohlbehütetes und sorgenfreies Leben führt. Als ambitionierte Soziologiestudentin aus gutem Hause reift in ihr der Plan, für ihre Masterarbeit eine Feldforschung zu betreiben. Kate möchte ihre heile Welt erstmals verlassen und einige Wochen lang die Armut unter den Weißen Südafrikas erforschen. Ihr Vater John stellt ihr seinen Angestellten Bernard Neethling als Begleiter zur Verfügung. Aufgrund seiner Körpergröße, seines muskulösen Körpers und seiner Zuverlässigkeit erachtet Kates Vater den jungen Minenarbeiter als geeigneten Beschützer für seine Tochter. Kate erhält Einblicke in die Welt der armen Bevölkerung, lernt beeindruckende Persönlichkeiten kennen, die ihr Leben und ihr gesamtes Hab und Gut mit den Ärmsten teilen, und verändert dadurch ihren Blickwinkel. Nach Abschluss ihrer Forschungsarbeit ist die Verlobung mit dem Finanzchef eines großen Bergbauunternehmens namens Duncan Stafford geplant. Doch Kates Faszination für Bernard weicht bald tieferen Gefühlen für den jungen Mann und sie fühlt, dass sie sich entscheiden muss…

Ich habe dieses Buch aufgrund des Klappentextes und einigen Leseempfehlungen die Autorin Irma Joubert betreffend gelesen, muss aber gestehen, dass ich persönlich vom Inhalt enttäuscht war. Da mir die Tatsache bekannt war, dass hier eine etliche Monate währende Geschichte im Präsens wieder gegeben wird, habe ich dieses höchst störende Element bei meiner Bewertung außer Acht gelassen. Dennoch konnte ich dem Schreibstil in keiner Weise irgendetwas Positives abgewinnen. Die zum Teil abgehackten Sätze, vor allem aber die Tatsache, dass die Protagonistin ihre Mitmenschen (wie z.B. ihren Vater John, ihre Mutter Susan, Nanna usw.) sehr oft in der dritten Person anspricht, war für mich äußerst befremdlich und störte meinen Lesefluss immens. Ich habe diese eigenartige Art zu kommunizieren in bislang keinem einzigen Buch gelesen und mochte es überhaupt nicht. Dazu kamen handelnde Personen, von denen es keine schaffte, mich emotional einzubeziehen, ich empfand sie wenig glaubwürdig. Die Figuren dieses Buches wurden für meinen Geschmack eher oberflächlich skizziert und ich hatte nach der letzten Seite das Gefühl, viel zu wenig über sie erfahren zu haben. Dazu kam eine Handlung, die mein Interesse während der Lektüre nicht aufrechterhalten konnte, die keinerlei Spannungsfaktor für sich zu beanspruchen schien und streckenweise sogar äußerst langatmig war. Positiv empfand ich die Tatsache, dass man durch Kates Feldforschung einen kleinen Einblick in das Leben der armen weißen Bevölkerung Südafrikas erhielt.

Mag sein, dass bislang alle Rezensenten von diesem Buch begeistert waren, meinen persönlichen Lesegeschmack hat es jedoch leider überhaupt nicht getroffen.

Veröffentlicht am 16.04.2018

Ein gelungener zweiter Teil!

Dünnes Eis
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Ein gelungener zweiter Teil!

Mit ihrem Buch „Dünnes Eis“ schließt Dani Pettrey an ihren Vorgängerroman „Wilde Wasser“ an. Die Autorin gibt den Figuren aus dem ersten Band der Alaska-Reihe erneut großen ...

Ein gelungener zweiter Teil!

Mit ihrem Buch „Dünnes Eis“ schließt Dani Pettrey an ihren Vorgängerroman „Wilde Wasser“ an. Die Autorin gibt den Figuren aus dem ersten Band der Alaska-Reihe erneut großen Raum und so begegnet man den sympathischen Familienmitgliedern der McKennas im vorliegenden Buch wieder.

Während der zarte Keim der Liebe zwischen Piper McKenna und dem gut aussehenden Deputy Landon Grainger scheinbar auf Eis gelegt scheint, feiern Cole McKenna und seine geliebte Bailey ihre Verlobung. Gage McKenna hingegen hat nach einer großen Enttäuschung und einem tragischen Verlust der Liebe abgeschworen. Auch Reef McKenna, der kleine und risikofreudige Bruder mit dem verantwortungslosen Lebenswandel, taucht in diesem Band auf und ist Gast auf der Verlobungsfeier. Als Profi-Snowboarder führt er ein unstetes Leben und ist nirgendwo sesshaft. Reefs Anwesenheit in seinem Heimatort Yancey in Alaska hat jedoch noch einen weiteren Grund, nämlich den in Yancey stattfindenden „Freeride-Wettkampf“. Bei der Midnight Sun Extrem-Sportveranstaltung wird jedoch in der Umkleidekabine im Translide Lodge Karli Davis, eine Teilnehmerin des Skiwettbewerbes, ermordet aufgefunden. Zeugen sahen Reef McKenna mit der Mordwaffe in der Hand am Tatort, alles scheint gegen ihn zu sprechen. Reef wird des Mordes angeklagt.

Der ermittelnde Polizeibeamte Deputy Landon Grainger ist jedoch gründlich, und allein deshalb, weil die McKennas wie eine Familie für ihn sind, hofft er, Reefs Unschuld beweisen zu können. Und das, obgleich zunächst alles gegen Reef zu sprechen scheint. Landon gibt sich nicht mit anfänglichen Indizien zufrieden, und zieht im Gegensatz zu seinem Vorgesetzten auch keine voreiligen Schlüsse.

Die Mitglieder des McKenna-Clans denken hingegen nicht im Traum daran, die Aufklärung dieses Mordfalls in die Hände der Justiz zu legen. Und so beginnen Piper, Cole, Gage, Jake, Bailey, Kayden und die Reporterin Darcy, sich an den Ermittlungen zu beteiligen und ahnen dabei nicht, in welch tödliche Gefahr sie sich dadurch begeben…

Ich empfand „Dünnes Eis“ als wunderbare Fortsetzung eines Familien-Epos, in der ich den lieb gewordenen handelnden Figuren aus dem ersten Band wieder begegnen durfte. Die Autorin konstruierte einen komplizierten Mordfall, den es an der Seite von Deputy Landon Grainger und der Mithilfe der McKennons aufzurollen galt. Gezielt eingesetzte Spannungselemente sowie Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Vergangenheitsbewältigung und Trauer, Enttäuschung und nicht zuletzt Hoffnung und Liebe sind die Themenfülle, die Dani Pettrey ihren Lesern darbietet. Dabei spielt für einige Mitglieder der Familie McKennon auch der Glaube an Gott eine nicht unbedeutende Rolle.

Fazit: Bei „Dünnes Eis“ handelt es sich um eine abenteuerliche und mit Emotionen gespickte Geschichte, deren Lektüre mir großes Lesevergnügen bereitet hat. Ich kann dieses Buch jedem Leser des Vorgängerbandes nur ans Herz legen und freue mich bereits jetzt auf den dritten Band aus der Alaska-Reihe Dani Pettreys.

Veröffentlicht am 16.04.2018

ACHTE AUF DEINE GEDANKEN UND GEFÜHLE, DENN SIE BEINFLUSSEN DEIN GANZES LEBEN

Barfuß im Beziehungsdschungel
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ACHTE AUF DEINE GEDANKEN UND GEFÜHLE, DENN SIE BEINFLUSSEN DEIN GANZES LEBEN (Sprüche 4,23)

„Warum beschreiben Menschen ANGST und nennen es LIEBE? Warum beschreiben sie Chaos, Kontrollzwang, Geringschätzung ...

ACHTE AUF DEINE GEDANKEN UND GEFÜHLE, DENN SIE BEINFLUSSEN DEIN GANZES LEBEN (Sprüche 4,23)

„Warum beschreiben Menschen ANGST und nennen es LIEBE? Warum beschreiben sie Chaos, Kontrollzwang, Geringschätzung und Kummer, nennen es aber Liebe? Kein Wunder, dass das Leben so verwirrend ist, vor allem für Teens.“

Der Autor spricht mit seinem Buch „Barfuß im Beziehungsdschungel“ Jugendliche und Teenager an und verwendet hierfür die vertrauliche Anrede „Du“ sowie den flapsigen Jargon seiner Zielgruppe. Zunächst für mich als Erwachsene sehr gewöhnungsbedürftig gefiel mir dieser Schreibstil nach und nach ein wenig besser, und ich finde, dass er zum Inhalt dieses Buches gut gewählt wurde.

Chad Eastham liefert in seinen Ausführungen über „Liebe, Herzschmerz und Gefühlschaos“ keine vorgefertigten Lösungen für die Probleme seiner Leser, sondern möchte sie vielmehr dazu ermutigen, diese selber zu finden. Entgegen meiner Erwartungen hinsichtlich des Buchtitels sowie des Klappentextes konzentriert sich der Autor jedoch hauptsächlich auf das Thema „Trennung“. Er führt unter anderem Vorzeichen und Gründe einer Trennung an und bietet eine Hilfestellung für den Umgang damit. Er gesteht freimütig, dass es keine Patentlösung für das „Schlussmachen“ gibt, seine Anregungen in „drei Schritten“ empfand ich aber als gute Hilfestellung. Chad Eastman plädiert dafür, eine Beziehung respektvoll und freundlich und ohne emotional auszurasten zu beenden. Neben vielen wertvollen Tipps und ausführlichen Erläuterungen beschäftigt er sich auch mit der Aufarbeitung einer Trennung, mit den Gefühlen der Trauer und des Verlustes. Er zeigt auf, was man tun, und was man möglichst unterlassen sollte, wenn es zu einer Trennung kommt und begründet dies anschaulich.

Ein sehr interessantes Kapitel dieses Buches, das mich persönlich besonders angesprochen hat, befasst sich mit den „zwei verschiedenen Arten zu denken“. Der Autor führt hier das „Emotionale Denken“ sowie das „Rationale Denken“ an - „der Körper fühlt, der Verstand denkt“.

Am Ende des Buches überrascht er mit einem sehr offenen Bericht über seine eigenen Ängste und gibt hierbei Anregungen, den eigenen Blickwinkel auf seine Ängste zu verändern. „Du bist gut genug und du bist es wert, geliebt zu werden“ – Allein dieser Satz gegen Ende des Buches verdeutlicht, wofür der Autor steht und was er hervorzuheben versucht – nämlich den Wert eines jeden einzelnen Menschen. Damit verbunden steht auch Chad Easthams Aufforderung, die Wertschätzung anderen gegenüber auch in ernsten Gesprächen niemals gering zu schätzen.

Die christliche Einstellung zu Beziehungen bringt der Autor in verschiedenen Passagen dezent ins Buch ein, jedoch ohne belehrend zu wirken.

Fazit: „Barfuß im Beziehungsdschungel“ ist meiner Meinung nach ein hilfreicher, leicht zu lesender Ratgeber für junge Menschen, der in der flapsigen Sprache der Teenager sein Publikum direkt anzusprechen vermag. Einzig die Tatsache, dass der Autor sich hauptsächlich auf die Thematik der Trennung konzentriert und andere Beziehungsprobleme weitgehend außer Acht lässt, wäre meines Erachtens eine Erwähnung im Klappentext wert gewesen.