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Veröffentlicht am 03.03.2022

Was geschah im Jahr 1926?

Mrs Agatha Christie
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Die Autorin Marie Benedict nimmt uns mit auf die Reise zu einem Ereignis, welches nahezu 100 Jahre zurückliegt. Agatha Christie ist verschwunden. Ihr Ehemann wird bei der Suche eingespannt und sowohl Presse ...

Die Autorin Marie Benedict nimmt uns mit auf die Reise zu einem Ereignis, welches nahezu 100 Jahre zurückliegt. Agatha Christie ist verschwunden. Ihr Ehemann wird bei der Suche eingespannt und sowohl Presse als auch Fans der Autorin sind erschüttert. Es wird gesucht und als die Ermittler ihr Auto finden, denken alle, dass sie wohl tot ist. Elf Tage dauert die Ungewissheit. Was dann geschieht, erstaunt nicht nur die Leser von #MrsAgathaChristie.

Nein, ich las noch kein Buch von Agatha Christie. Aber die Filme mit Miss Marple als Ermittlerin, die sah ich alle. „Mrs Agatha Christie“ wurde aus zwei Blickwinkeln geschrieben. Einmal ist es die Ich-Erzählerin Agatha, die ihr Zusammenleben mit ihrem Ehemann Archie schildert. Vom ersten Tanz bis zur Auflösung ihres Verschwindens. Zum anderen aus der Sicht eines Beobachters vom Zeitpunkt des Weggangs bis zur Entdeckung der Vermissten. Dabei stehen der Ehemann sowie die Tochter des Paares als auch die Bediensteten im Mittelpunkt der Erzählung.

Es war schon seltsam für heutige Ansichten, wie sich Frau Christie von ihrem Mann manipulieren ließ. Dabei war sie eine intelligente Frau und das zeigen nicht nur ihre vielen Veröffentlichungen. Wenn ich mir überlege, dass ihre Bücher bis heute gefragt sind und nichts an Aktualität einbüßten Alle Achtung. Der Roman deckt sich mit den Biografien und die Geschichte ist sehr glaubhaft geschrieben. Die Sprache ist bildhaft und mit vielen Unterhaltungen aufgelockert. Ein gutes Buch, das nicht nur Fans von Christie lesen sollten. Für Leser, die sich für das Leben von Agatha interessieren, gibt Frau Benedict Empfehlungen für weitere Bücher.

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Veröffentlicht am 02.03.2022

Krakau vor dem Einmarsch der Deutschen

Das verschlossene Zimmer
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Im Sommer 1939 standen die Zeichen auf Sturm. Es war der Beginn einer Offensive, die zunächst Polen erschütterte. „Das verschlossene Zimmer“ fängt im Sommer des Jahres an. Es ist heiß und nicht nur Marie, ...

Im Sommer 1939 standen die Zeichen auf Sturm. Es war der Beginn einer Offensive, die zunächst Polen erschütterte. „Das verschlossene Zimmer“ fängt im Sommer des Jahres an. Es ist heiß und nicht nur Marie, die Tochter des geschätzten Arztes im Krakauer Krankenhaus, leidet unter der Hitze. Aber sie hat ein viel schwerwiegenderes Problem. Sie wird bald volljährig und weiß immer noch nicht, wer ihre Mutter ist. Jedes Mal, wenn sie ihren Vater danach fragt, schweigt er. Mitunter wird er sogar böse. Die junge Frau weiß sich keinen Rat und öffnet die Tür des Vaterschlafzimmers gewaltsam. Dort findet sie eine Relikt, welches durchaus von ihrer Mutter sein kann.

Der Roman beschreibt die Situation vor dem Einmarsch der Deutschen. Auch in Krakau mussten Juden mit Anfeindungen zurecht kommen. Und weit vor Kriegsbeginn. Die Autorin beschreibt das Leben der Juden sehr bildhaft und ich lernte mal wieder etliches dazu. Das gefiel mir gut.

Die Story nimmt erst langsam Fahrt auf, flacht dann aber ebenso rasch wieder ab. Für mich war sie zu langatmig. Es gibt viele ausführliche Beschreibungen von Begebenheiten, die ruhig etwas kürzer ausfallen konnten. Der Schluss ist dann überhastet und es bleiben Fragen offen. Aber vielleicht schreibt die Autorin ja noch eine Fortsetzung? Das Cover ist passend zur Story gewählt, obwohl dieses Zimmer dann nur noch eine Nebenrolle spielt und kaum noch erwähnt wird. Vier Sterne und ein Leseempfehlung gebe ich trotzdem.

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Veröffentlicht am 01.03.2022

Über den Kampf für das Recht auf Bildung

Das Mädchen mit dem Drachen
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„Das Mädchen mit dem Drachen“ greift die Geschichte von Lalita auf, die ich bereits im Buch „Der Zopf“ kennenlernen durfte. Léna ist eine französische Lehrerin und sie reist nach Indien. Dort möchte sie ...

„Das Mädchen mit dem Drachen“ greift die Geschichte von Lalita auf, die ich bereits im Buch „Der Zopf“ kennenlernen durfte. Léna ist eine französische Lehrerin und sie reist nach Indien. Dort möchte sie ihren schweren Verlust verarbeiten und ihre Depression überwinden. Ein unbedachter Moment und sie schwebt in Lebensgefahr. Wie gut, dass eine junge Inderin sie findet und vor dem sicheren Tod rettet. Dieses Mädchen ist Lalita und sie lässt täglich ihren Drachen steigen. Als sie die französische Frau retten möchte, ruft sie Preeti herbei. Sie ist Kopf einer Gruppe, die sich auf Selbstverteidigung spezialisiert hat. Hier werden Mädchen und junge Frauen geschult, damit sie sich gegen Männer wehren können, die sie vergewaltigen wollen. In Indien gehört das zu den täglichen Ereignissen und wird von der Öffentlichkeit kaum beachtet.

Nachdem ich die beiden vorherigen Bücher der Autorin Laetitia Colombadi sehr gerne las, wartete ich auf ihr neuestes Werk. Und, was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Auch in diesem Buch schreibt die Autorin von Frauen, die gegen alle Widerstände ihrer Umgebung Großes erreichen. Indien, für viele ein Sehnsuchtsland, wenn es um Fernreisen und exklusiven Urlaub geht. Leider gibt es für Touristen nur die Sonnenseiten zu sehen. Wie es der Bevölkerung tatsächlich geht das wird ausgeblendet.

Ich habe mich noch nie mit dem Leben näher mit Indien beschäftigt und kannte die strengen Unterscheidungen zwischen den Kasten überhaupt nicht. Ich wusste nur, dass in Indien Kühe heilig sind und verehrt werden. Und auch Nachrichten über Massenvergewaltigungen las ich. Die oft völlig unangebrachten Urteile ließen mich fassungslos zurück. Nicht nur das sind Themen, die von Frau Colombadi in ihrem neuesten Buch aufgegriffen wurden. In der Hauptsache geht es um Dalit, die unterste Kaste. Wer hier hineingeboren wurde, hat kaum Chancen auf ein gutes Leben. Mädchen stehen dabei ganz unten im Rang. Sie dienen als Gebärmaschine und Arbeitstier.

Das Buch riss mich mit und gleichzeitig war ich bestürzt. Darüber, dass es noch immer Länder gibt, die Frauen so sehr demütigen. In Indien sind sie Menschen zweiter Klasse. Bildhaft und ohne Schnörkel beschreibt die Autorin das Leben dieses Subkontinents. Die Leseempfehlung ist für mich selbstverständlich.

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Veröffentlicht am 26.02.2022

Viel mehr, als ein "normaler" Liebesroman

Arabische Nächte
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Inga und ihre Freundin fliegen gemeinsam nach Dubai. Sie wollen vom anstrengenden Alltag abschalten und das Leben genießen. Wie es immer mal wieder geschieht, verliebt Inga sich Knall auf Fall in einen ...

Inga und ihre Freundin fliegen gemeinsam nach Dubai. Sie wollen vom anstrengenden Alltag abschalten und das Leben genießen. Wie es immer mal wieder geschieht, verliebt Inga sich Knall auf Fall in einen attraktiven Mann. Schon nach wenigen Tagen überlegt sie, ob sie ihren Ehemann verlassen und einen Neuanfang wagen soll. Und dann kommt das, was man das Leben nennt. Es entwickelt sich so ganz anders, als sie es sich vorstellt.
Was für mich anfangs wie ein üblicher Liebesroman daherkam, entwickelte sich zu einem ernsthaften Buch mit Tiefe. Im Laufe der Story entwickelten sich die Charaktere so ganz anders, als ich es erwartete. Inga war gar nicht diese oberflächliche, verwöhnte Frau, die sich durchs Leben tragen ließ. Nein, ihre Empathie rührte mich und ja, ich achtete sie sogar im Laufe der Geschichte. Aus dem Grund gibt es eine ausdrückliche Empfehlung für dieses außergewöhnliche Buch.

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Veröffentlicht am 26.02.2022

Ein gutes Buch für Freunde der mystischen Literatur

Abseits der Zeit
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Schloss Neuschwanstein ist bis heute ein mystischer Ort und das merkt auch die junge Küchenhilfe Emma recht bald. Sie arbeitet hart und kann sich keinen Fehler erlauben. Die Autorin entführt die Leser ...

Schloss Neuschwanstein ist bis heute ein mystischer Ort und das merkt auch die junge Küchenhilfe Emma recht bald. Sie arbeitet hart und kann sich keinen Fehler erlauben. Die Autorin entführt die Leser in eine Welt, die zwischen Fantasie und Tatsachen wechselt.
Es dauerte eine Weile, bis mich die Geschichte packte. Das lag zum einen an dem außergewöhnlichen Schreibstil und zum anderen an der ebenso besonderen Story. Neben vielen Fakten über das Schloss und seine Umgebung wechselt die Autorin immer wieder von der Gegenwart in vergangene Zeiten. Das geschieht anschaulich und bildhaft und die „Bilder im Kopf“ sind keine Phrase, sie entstehen wirklich.
Wer das Schloss nicht kennt, der wird nach dem Lesen des Buches davon überzeugt sein, dass er bereits eine Führung mitmachte. Auch wenn die Story sich zuweilen dann doch zog, ich gebe eine Empfehlung für dieses Buch von Anna Musewald. Alleine schon aus dem Grund, da es nicht vielen Autoren gelingt, die Fäden zwischen Vergangenheit und Gegenwart stimmig zusammenzuführen.

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