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Veröffentlicht am 27.11.2017

Was passierte mit Eugen Kallmann?

Der Fall Kallmann
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Zum Inhalt:
Leon Berger hat seine Familie verloren. Bei einem tragischen Fährunglück ist seine Frau Judith ums Leben gekommen und von der gemeinsamen Tochter fehlt bis heute jede Spur. Nach 45 Jahren ...

Zum Inhalt:
Leon Berger hat seine Familie verloren. Bei einem tragischen Fährunglück ist seine Frau Judith ums Leben gekommen und von der gemeinsamen Tochter fehlt bis heute jede Spur. Nach 45 Jahren kehrt er Stockholm den Rücken und fängt ein neues Leben an. An einer Schule beginnt er als Lehrer, zieht in eine Zweizimmerwohnung und baut sich ein neues Leben auf. Leon Berger übernimmt die freie Lehrerstelle eines Kollegen, der tragischerweise verstoben ist. Eugen Kallmann war auf natürliche Weise ums Leben gekommen, da war sich die Polizei sicher.
Umso mehr sich Leon Berger aber mit dem Tod seines Vorgängers beschäftigt, umso weniger glaub er an die Theorie der Polizei. Auch die Tagebücher, die noch in seinem Pult auftauchen, bestärken Leon Berger in seiner Theorie, dass mehr hinter dem Tod des Lehrers steckt. Das Schüler- und auch Lehrerumfeld wirkt verstört, als Leon versucht mehr zu erfahren.
Als Leon immer tiefer in die Geschichte eindringt, zieht er auch die Polizei auf seine Seite und der Fall wird mit einem neuen Ermittlerteam neu aufgerollt. Immer mehr Details kommen ans Licht und langsam kommt heraus, dass auch zwei Schüler verwickelt sind und es sich um Mord handelt.
Der Fall Kallmann zieht weite Kreise und Leon Berger hat sich fest vorgenommen, das Rätsel um den eigenartigen Lehrer zu lösen.

Fazit:
Wer einen rasanten Krimi erwartet, der wird hier leider etwas enttäuscht werden. Der Fall Kallmann von Hakan Nessar plätschert eher ruhig vor sich hin. Die Personen und Orte werden sehr intensiv und detailliert beschrieben, so dass man sich als Leser alles sehr gut vorstellen kann. Der Spannungsaufbau ist eher unterschwellig, was aber in keinem Fall langweilig ist.
Dieses Buch von Hakan Nessar ist etwas anders, vom Stil eher in Richtung Henning Mankell.
Einen Stern Abzug gibt es allerdings dafür, dass es phasenweise etwas langatmig war. Trotzdem eine Leseempfehlung von mir.