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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.05.2023

Schöne Festivalvibes

Where Summer Stays (Festival-Serie 1)
0

Das Buch hat mich sehr schnell mit seinen Festival-Vibes catchen können. Das Zeltplatz Feeling kam wirklich sehr gut rüber + ich habe mich teils gefühlt als wäre ich selbst dort. Die Atmosphäre ist also ...

Das Buch hat mich sehr schnell mit seinen Festival-Vibes catchen können. Das Zeltplatz Feeling kam wirklich sehr gut rüber + ich habe mich teils gefühlt als wäre ich selbst dort. Die Atmosphäre ist also schonmal top gelungen.

Charlie und Levy sind sehr interessante + vielschichtige Charaktere - mit vielen vielen Problemen. Doch nach und nach stellen sie sich in dieser Story ihren Problemen und Ängsten. Dadurch kann man eine wirklich tolle Charakterentwicklung der beiden beobachten. Zwar sind die Probleme und auch die Entwicklung teils etwas "too much", aber darüber kann ich hinwegsehen, da ich die Story dennoch jederzeit interessant fand.
Auch die Nebencharaktere waren interessant und keinesfalls zu"flach" gestaltet. Ganz im Gegenteil, sie haben mich schon neugierig auf den nächsten Teil gemacht, in dem 2 der Nebencharaktere in den Fokus geraten.

Zur Spannung muss ich sagen, dass es einen leichten Spannungsdämpfer gab, als das Festival endete und die beiden wieder in der Heimat waren. Aber trotzdem blieb das Geschehen interessant. Wenn es nach mir ginge hätte das Festival nie geendet!
Ich wünschte nur es hätte auch irgendwie eine Szene vor der Bühne gegeben - Charlie hat nämlich im ganzen Buch leider keine einzige Band bewusst gesehen. Das fand ich als großer Festivalfan dann irgendwie doch schade.

Die Platzierung der Spicy Szenen kam mir manchmal etwas merkwürdig vor - aus einer Panikattacke wird plötzlich eine spicy Szene? Das wirkte etwas gezwungen, vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen.

Ich habe mich aber trotz der Kritikpunkte insgesamt gut unterhalten gefühlt und das Buch sehr gerne gelesen! Insbesondere im Sommer sicher eine schöne Geschichte für Zwischendurch!

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Zwiegespalten

Babel
4

Noch nie hatte ein Buch gleichzeitig so viele wundervolle und dann doch auch enttäuschende Aspekte. Es ist wirklich schwer diesem Buch mit einer Bewertung gerecht zu werden.

Fangen wir mal mit dem Positiven ...

Noch nie hatte ein Buch gleichzeitig so viele wundervolle und dann doch auch enttäuschende Aspekte. Es ist wirklich schwer diesem Buch mit einer Bewertung gerecht zu werden.

Fangen wir mal mit dem Positiven an: Ich fand den Einstieg in die Geschichte klasse und hatte mir eine wundervolle magische Story in Oxford erhofft. Und zunächst wurde dies ja auch erfüllt. Ich habe es total genossen mit unserem Protagonisten durch die Straßen Oxfords zu streifen und das Silberwerken kennenzulernen.
Am Besten hat mir aber von Anfang an der literarisch sehr hochwertige Schreibstil gefallen. Ihre Abhandlungen über Sprache sind wirklich toll gelungen. So etwas habe ich in noch keinem anderen Buch erlebt. Stellenweise wurde dies dann aber doch etwas exzessiv, geradezu inflationär genutzt - da ist weniger manchmal echt mehr. Ich denke ich hätte dies mehr genießen können, wenn nicht jedes Mal gleich 5 Beispiele angebracht worden wären.

Lobenswert erwähnen muss man außerdem die immense Rechercheleistung der Autorin. Es ist unglaublich wie viel Hintergrundwissen sie immer wieder einbaut. Dadurch wirkt das Buch tatsächlich aber eher wie ein historischer Roman.
Tatsächlich hat die Autorin so viel Hintergrundwissen parat, dass sie noch zusätzlich Fußnoten anbringt. Die teils wirklich lang sind. Der Inhalt ist zumeist sehr interessant, aber dennoch reißen einen die Fußnoten des Öfteren aus dem Lesefluss. Leider.

Mein größter Kritikpunkt an dem Buch ist eigentlich, dass die Handlung auf mich recht träge wirkte. Eine Teilnehmerin der Leserunde fand dafür die perfekten Worte: "Show, don't tell"! Ich hätte mir wirklich mehr aktive Handlung gewünscht, als immer wieder seitenlange passive Erzählungen und Schilderungen. Ich möchte die Geschichte mit den Protagonisten ERLEBEN und nicht nur irgendwelche Berichte lesen. Und da sich hier dann auch immer wieder trockene Politik, Abhandlungen über Sprache und irgendwelche Hintergrundfacts dazwischen mischen, bleibt von aktiver Handlung echt nicht viel übrig. Dadurch wurde das Leseerlebnis mit fortschreiten des Buches leider immer zäher. So so schade. Ich hätte mir hier echt ein besseres Gleichgewicht gewünscht. Viel mehr aktivere Handlung und dafür weniger von dem anderen. Denn wie schon oben geschrieben, an sich sind die Abhandlungen über Sprache und die Hintergrundfacts ja total interessant! Nur leider passt für mich das Verhältnis einfach nicht.

Ich finde allerdings, dass man in dem Buch recht gut die Entwicklung der Charaktere nachvollziehen kann. Es ist schon cool zu beobachten, was die Umstände und Erlebnisse mit den Charakteren machen. Das ist wirklich gut gelungen.

Tja und dann kommt nun ein weiterer großer Kritikpunkt, der wohl auf 'false advertising' basiert. Ich habe hier ein Fantasybuch erwartet. Was ich aber gelesen habe, war definitiv kein Fantasybuch. Es wirkte eher wie ein historischer Roman mit einem eher nebensächlich behandelten Fantasyelement. Wirklich schade. Dabei hätte das Silberwerken doch ziemlich im Mittelpunkt stehen müssen.
Statt Fantasy bekommt man sehr viel Gesellschaftskritik zu lesen. Sehr gelungene Gesellschaftskritik zwar, aber nach Klappentext, Leseprobe, Cover & Werbung habe ich ein anderes Buch erwartet. Vielleicht sollte man hier seine Werbung anpassen, um wirklich die richtige Zielgruppe anzusprechen.

Alles in allem konnte das Buch meinen Erwartungen also leider nicht gerecht werden, obwohl man wirklich merkt dass die Autorin viel Zeit und Herzblut in dieses Projekt gesteckt hat.

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Veröffentlicht am 20.05.2023

Ein ganz besonderes Buch!

Vor uns die Dämmerung
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Mir hat das Buch wirklich unfassbar gut gefallen. Der Autorin gelingt es richtig gut die Thematiken chronischer Krankheit und Verlust aufzuarbeiten.
Es war eine sehr emotionale Reise, aber ich habe mich ...

Mir hat das Buch wirklich unfassbar gut gefallen. Der Autorin gelingt es richtig gut die Thematiken chronischer Krankheit und Verlust aufzuarbeiten.
Es war eine sehr emotionale Reise, aber ich habe mich selten von einem Buch so gut verstanden gefühlt.
Mit Emery hat die Autorin hier eine wundervolle Protagonistin geschaffen, die ich schon nach wenigen Seiten ins Herz geschlossen habe. Aber auch die anderen Charaktere, insbesondere Cam und Em's Großmutter mochte ich sehr.
An Emery's Eltern gefiel mir sehr gut, dass sie beide eine ziemliche Charakterentwicklung mitmachen, die man gut mitverfolgen kann.
Lediglich Kayden als Charakter war mir völlig unsympathisch. Aber zumindest Teile von ihm begann ich mit der Zeit dann doch zu mögen.

Ich muss zugeben, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Es gibt zwar keinen großartigen Spannungsbogen, aber dennoch hat das Buch mich völlig mitgerissen und ich wollte mehr von Emery lesen.

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die spicy Szenen meiner Meinung nach nicht so recht in die Geschichte passen. Für mich wird dadurch der Fokus verrückt - weg von der eigentlichen Thematik des Buches, die mir so gefiel. Aber natürlich findet die Handlung ihren Weg dorthin zurück!

Ich wünschte es gäbe mehr Bücher wie dieses, die nicht vor der Realität zurückschrecken!

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Veröffentlicht am 14.05.2023

Leider nicht so gut wie erwartet

Master Class, Band 1 - Blut ist dicker als Tinte
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Nach der Leseprobe war ich sehr gespannt auf dieses Buch, da sie wirklich vielversprechend wirkte. Doch leider konnte mich das Buch letzten Endes nicht wirklich überzeugen.

Erst einmal was positives: ...

Nach der Leseprobe war ich sehr gespannt auf dieses Buch, da sie wirklich vielversprechend wirkte. Doch leider konnte mich das Buch letzten Endes nicht wirklich überzeugen.

Erst einmal was positives: Ich mag die Idee der Autorin total, einen Schreibwettbewerb mit mysteriösen Geschehnissen zu verknüpfen. So etwas habe ich noch nicht gelesen, und hebt sich dadurch natürlich etwas aus dem Einheitsbrei der immer gleichen Themen in Büchern hervor.
Das Schreiben wird von der Autorin auch wirklich gut implementiert - so mochte ich es beispielsweise sehr dass es einzelne "Erzählerkapitel" gibt, die quasi darüber schreiben warum Sache xy jetzt aus Autorensicht passieren muss, oder wie Charakter A langsam aufgebaut werden muss. Das gibt mal ganz andere Einsichten.
Auch bekommt man Einblick in die schriftstellerischen Arbeiten unserer Protagonistin - leider schreibt sie aber immer wieder über Charaktere die in Verlagen oder sonst wo arbeiten, also nicht sehr abwechslungsreich. Da hätte ich mir gewünscht dass die Aufgaben sie mehr dazu gezwungen hätten mal über andere Charaktere zu schreiben. Aber im Verlauf der Geschichte wurde der Inhalt ihrer eigenen Abgaben ohnehin immer irrelevanter... denn für die große Spannung soll ja eigentlich sorgen, dass jemand anderes über sie schreibt.

Leider fand ich die Handlung stellenweise sehr zäh und gleichzeitig auch vorhersehbar - wirklich schade. Die Geschichte hätte viel mehr Potential gehabt! Es wurde auch immer wieder versucht eine leicht gruselige Stimmung durch "ungewöhnliche" Dinge im Anwesen zu erzeugen - dies ist bei mir nur leider nicht angekommen.

Ob ich zu Band 2 greifen werde weiß ich ehrlich gesagt noch nicht...

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Veröffentlicht am 02.05.2023

Ein solider Thriller

Nachtjagd
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Ich habe am Anfang ein bisschen Zeit gebraucht um in die Handlung einzusteigen und mir die Charaktere zu merken. Es wird aus mehreren Zeiten aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, die am Anfang ...

Ich habe am Anfang ein bisschen Zeit gebraucht um in die Handlung einzusteigen und mir die Charaktere zu merken. Es wird aus mehreren Zeiten aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, die am Anfang noch nicht so recht zusammen passen - was sich aber natürlich im Verlauf des Buches ändert, wie man es von Thrillern gewohnt ist.
Ich dachte am Anfang, dass die "Freundschaft" von Mörder Stig Hellum und dem jungen Journalisten/Autoren etwas mehr im Mittelpunkt stehen würde - also zum Beispiel mit Szenen der Gefängnisbesuche oder auch Gründen darüber wieso die beiden sich angenähert haben. Leider stand dies aber weniger im Fokus, ich hätte dies sehr spannend gefunden.

Spannung kommt leider allgemein erst eher spät auf, also einen Page Turner würde ich das Buch jetzt nicht nennen. Vielleicht hätte der große Showdown ja früher beginnen können und etwas mehr ausgebaut werden können, das hätte mir gefallen!

Das Miträtseln beim Lesen hat mir viel Freude bereitet, es werden viele falsche Fährten gelegt und es macht Spaß gemeinsam mit den Ermittlern die Puzzlestücke aneinander zu legen. Überraschungen und Wendungen sind auch zur Genüge dabei. Mit einer Sache hatte ich nämlich so überhaupt gar nicht gerechnet...

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