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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2020

Hoffnung erfüllt1

Die Rückkehr des Würfelmörders
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Fabian Risk und seine Kollegen ermitteln weiterhin um den Würfelmörder zu fassen. Denn die Morde passen immer noch nicht zusammen. Sie sind einfach Zusammenhangslos, denn der Mörder würfelt nicht nur das ...

Fabian Risk und seine Kollegen ermitteln weiterhin um den Würfelmörder zu fassen. Denn die Morde passen immer noch nicht zusammen. Sie sind einfach Zusammenhangslos, denn der Mörder würfelt nicht nur das Opfer, sondern auch Tatwaffe und Tatort. Neben der eigentlichen Mordserie ermittelt Fabian Risk jedoch auch weiter gegen seinen Kollegen. Und somit beginnt eine Jagd auf zwei Verbrecher.

Das Cover passt so perfekt zum ersten Teil, dass allein deswegen auch der zweite Teil ins Regal muss. Die Würfel geben wieder Hinweise auf die Handlung und somit kann man den Verlag zu dieser Coveridee nur beglückwünschen. Wie schon beim ersten Teil, fungiert der extra lange Deckel als Schutzumschlag.
Die Story ist unglaublich spannend. War der erste Teil noch recht schleppend, nimmt Ahnhem hier so viel Fahrt auf, dass kaum Zeit zum Luftholen bleibt.Die Perspektiven werden weiter gewechselt. Aber sie werden nun zueinander geführt und bekommen mehr und mehr Rahmen und am Ende dann auch eine befriedigende Auflösung.
Ich mag den Ermittler immer noch nicht, aber seine Kollegin ist mir durchaus sympathisch geworden. Vermutlich bin ich der einzige Mensch auf dieser Welt, der mit diesen gescheiterten Persönlichkeiten einfach nichts anfangen kann... Aber nein, ich kann und will nichts mit ihnen zu tun Haben und mit ihnen sympathisieren.
Sprachlich ist es auch hier wieder ein typischer Skandinavier. Solide, ohne Schnörkel und Blumigkeit.

Dieser Teil entschädigt definitiv für den ersten Teil. Die Handlungsstränge werden aufgelöst, es bildet sich ein Gesamtwerk. Es ist ein ganz guter Thriller, der wirklich gut gelungen ist und spannend über viele Seiten bleibt. Allerdings sollte man Teil I und II unbedingt zusammen lesen. Auch die ersten drei Teile der Fabian Risk Reihe sind nicht unwichtig für das Verstehen der Protagonisten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2020

Hoffnung ruht auf Band II

Der Würfelmörder
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Wenn ein Serienmörder vollkommen ohne Zusammenhang mordet, dann werden die Ermittlungen hart und lang. Fabian Risk, der schwedische Ermittler, und seine Kollegin Irene Lilja stehen vor einem ...

Wenn ein Serienmörder vollkommen ohne Zusammenhang mordet, dann werden die Ermittlungen hart und lang. Fabian Risk, der schwedische Ermittler, und seine Kollegin Irene Lilja stehen vor einem unzusammenhängenden Haufen. Der Mörder treibt unterdessen ein perfides Spiel. Er lässt die Würfel fallen, diese entscheiden über Opfer, Ort und Tatwaffe. Die Ermittlungen nehmen Fahrt auf, doch auch privat hat Fabian Risk einiges zu regeln.

Das Cover ist interessant gestaltet, vor allem, wenn man es an das Cover des zweiten Teils hält. Dann ergibt das Ganze ein sehr schlüssiges Bild. Die gelbe Farbe ist ein eyecatcher und erregt definitiv Aufsehen. Die Würfel geben einen Vorgeschmack auf den Inhalt des Buches. Der Klappentext ist in Ordnung. Er gibt einige Hinweise, verrät aber nicht zu viel. Ein Hinweis darauf, dass dieses Buch schon einmal unter anderem Titel erschienen ist, wäre für die Leserschaft angenehmer und fair.
Die Story ist unglaublich vielschichtig. Es eröffnen sich so viele Handlungsstränge, dass es mir an der einen oder anderen Stelle schwer fiel alles zueinander zu bringen. Dies liegt nicht zuletzt an den Perspektivwechseln, denn wir begleiten alle Ermittler, Opfer und den Täter, so dass es nicht wirklich zu einer schlüssigen einstimmigen Handlung kommt. Während ungefähr das erste Drittel des Buches etwas langatmig und stellenweise sogar langweilig ist, ist der Rest gespickt von kleinen cliffhangern und letzten Endes wird das Buch auch mit einem solchen beendet. Ein Spannungsbogen baut sich also langsam auf. Durchhalten ist die Devise.
Der Komissar Risk ist aus anderen Büchern Ahnhems schon bekannt. Und leider mag ich ihn überhaupt nicht. Es nervt mich, dass Komissare in vielen Thrillern und Krimis solche kaputten Gestalten mit wahlweise einem oder mehreren Drogen-, Alkohol-, Spielsucht-, oder Familienproblemen sind. Klar ihr Job bringt eine Menge Verantwortung mit sich, aber das macht ihn doch nicht gleich zu solch einer gescheiterten Persönlichkeit. Wichtig ist vielleicht an dieser Stelle zu erwähnen, dass dieses Buch bereits der vierte Teil der Fabian Risk Reihe ist, man ihn also schon etwas besser kennt. Aber, alle Figuren entwickeln sich über die Geschichte durchaus weiter und in Hinblick auf das Vorwissen der vorangegangenen Teile der Reihe machen ihre Handlungsweisen durchaus Sinn.
Die Sprache ist solide, einfach zu lesen und vom Stil ein typischer Ahnhem bzw. ein typischer Skandinavier. Wenige Schnörkel, unglaubliche Grausamkeit. Und durch die ständigen Perspektivwechsel wird es durchaus lebendiger, wenn auch unübersichtlicher.

Ein solides Buch und allein betrachtet leider mit einem ungünstigen Ende. Allerdings durch den zweiten, anschließenden Teil erhoffe ich mir eine Auflösung im Guten. Für sich betrachtet einfach nur Mittelmaß.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2020

Berlin in den 20er Jahren

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Hulda ist eine junge Dame, die als Hebamme in Berlin der 1920er Jahre arbeitet. Sie ist selbstbewusst und hält sich nicht an die angedachten Standesdünkel. Als sie eine junge Dame bei der Schwangerschaft ...

Hulda ist eine junge Dame, die als Hebamme in Berlin der 1920er Jahre arbeitet. Sie ist selbstbewusst und hält sich nicht an die angedachten Standesdünkel. Als sie eine junge Dame bei der Schwangerschaft und Geburt unterstützt, erfährt sie von dem Tod der Nachbarin dieser Frau. Der angebliche Suizid dieser gibt Rätsel auf und Hulda stürzt sich in Ermittlungen.

Das Cover zeigt eine wunderschöne junge Dame. Der Ausdruck in ihren Augen zeigt schon ihr Selbstbewusstsein. Allerdings muss ich anmerken, dass die Beschreibung der jungen Hulda nicht wirklich mit dem Cover übereinstimmt.
Das Buch ist in Kapitel mit angenehmer Länge unterteilt. Diese Kapitel werden aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was den Lesegenuss recht kurzweilig macht. Das Besondere ist, dass die Perspektivwechsel nicht immer die gleiche Situation beschreiben, sondern die Handlung aus der Sicht der betreffenden Person voran treiben.
Die Handlung ist fesselnd. Die Beschreibung der Zeit und den Umständen in denen die handelnden Personen leben, sind detailliert und vermitteln ein gutes Bild. Ein gewisser Spannungsbogen ist erkennbar, es entwickelt sich ein ziemlich guter, historischer Krimi. Allerdings ist die Handlung auch recht vorhersehbar und durch den Klappentext schon halb verraten. Nichtsdestotrotz klebte ich an den Seiten und hatte sehr viele schöne Momente mit Hulda.
Hulda ist selbstbewusst und so gar nicht das, was man sich unter einer Frau der 1920er Jahre vorstellt. Sie hatte eine Liebschaft mit einem Kaffeebesitzer und trauert dieser irgendwie doch hinterher, oder dann eben auch wieder nicht. Die Gefühle sind so ehrlich beschrieben und mit ihren Ecken und Kanten ist mir Hulda durchaus sehr sympathisch. Der Komissar hingegen ist mir unangenehm. Ein typischer Macho und Übermann, also genau das, was ich unter einem Polizisten Anfang des 20. Jahrhunderts verstehe.
Die Sprache gefällt mir sehr gut. Es ist sehr detailreich. Besonders mag ich das berlinern einzelner Charaktere. Ich konnte sie in meinem Kopf quasi mitsprechen hören. Besonders angenehm fand ich den Anteil wörtlicher Rede. Es war genau richtig.

Dieses Buch macht unheimlich viel Spaß! Mit Hulda durch Berlin zu radeln und einen Suizid in Frage zu stellen. Leider war mir die Handlung an der einen oder anderen Stelle zu vorhersehbar. Trotzdem bin ich gespannt auf den nächsten Teil der Trilogie!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2020

Nette Stories, aber

Kleine Helden, große Abenteuer
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Briefe die aus der Vergangenheit kommen, ein neuer Freund und eine Bootspartie. Alles Geschichten aus diesem Buch. Diese Geschichten werden untermalt von tollen Illustrationen, mal großflächig, mal auch ...

Briefe die aus der Vergangenheit kommen, ein neuer Freund und eine Bootspartie. Alles Geschichten aus diesem Buch. Diese Geschichten werden untermalt von tollen Illustrationen, mal großflächig, mal auch nur kleine am Ende der Seite.

Das Cover gibt einen netten Einblick in die Geschichte. Auch die Illustrationen im Buch sind an diesen Stil angepasst. Leider ist der Klappentext etwas unglücklich, erwartet man doch einige Kurzgeschichten zum vorlesen. Doch es sind lediglich vier längere Geschichten. Die Länge ist leider nicht wirklich was für die anvisierte Zielgruppe, Kinder ab vier Jahren.

Die Geschichten sind toll. Es geht um Mut und Verständnis, aber auch um Angst und Selbstzweifel. Allerdings sind die Geschichten sehr komplex, Handlungsweisen der Protagonisten nicht unbedingt für Kinder nachvollziehbar und an manchen Stellen auch etwas Schwierig. Auch der Inhalt spricht gegen die Zielgruppe von vier jährigen Kindern, was nicht heißt, dass die Geschichten nicht toll sind. Sie sind gut zum Vorlesen geeignet und machen Spaß, aber vielleicht eben erst ab einem Alter von 6 oder eher sogar zum Selbstlesen ab acht Jahren.

Die Protagonisten sind wirklich gut charakterisiert. Man erfährt trotz der kurzen Geschichten sehr viel. An manchen Stellen sind die Handlungen nicht unbedingt nachvollziehbar, jedenfalls nicht für so junge Kinder. Die behandelten Probleme der Kinder sind sehr komplex.

Sprachlich ist dieses BUch gelungen. Aber auch hier wieder, die schon öfter angesprochene, Diskrepanz zur angegebenen Zielgruppe. Es gibt einige Begriffe die so junge Kinder nicht verstehen.

Im Grunde ist dieses Buch wirklich gut. Die Geschichten sind inhaltlich gut. Allerdings eben doch erst ab sechs mit Unterstützung, oder eben ab acht zum Selberlesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2020

Mehr als ein Backbuch

Kinder backen mit Christina
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Wie wird Milch gewonnen? Wo kommen die Eier her? Und kann man Joghurt auch selbst herstellen? All diese Fragen behandelt dieses Kochbuch. Neben Rezepten für den Backofen (auch der selbstgemachte Joghurt ...

Wie wird Milch gewonnen? Wo kommen die Eier her? Und kann man Joghurt auch selbst herstellen? All diese Fragen behandelt dieses Kochbuch. Neben Rezepten für den Backofen (auch der selbstgemachte Joghurt ist dabei), gibt es interessante Geschichten, ja sogar Anekdoten vom Bauernhof.

Das Cover zeigt die Autorin mit ihren Kindern in der Küche. Nun, dieses Bild ist symbolisch für die enthaltenen anderen Bilder. Glückliche Kinder, glückliche Christina und glückliche Tiere. Es ist ein sehr buntes Buch mit vielen Fotos, nicht nur zu den Rezepten, sondern auch passend zu den Geschichten mit Tieren und Umgebungsbildern. Auf anderen Seiten gibt es noch begleitende Bilder zu den Rezepten. Alles in Allem sehr, sehr viele Fotos die immer zu den Themen passen.
Inhaltlich ist dieses Buch wirklich vielseitig. Ja es gibt Rezepte. Die sind nicht unbedingt einfallsreich, aber sehr einfach für die Kinder. Das Hauptaugenmerk liegt in meinen Augen nicht unbedingt auf den Rezepten, sondern auf dem Drumherum. Und das ist gut gelungen. Die Kinder erfahren so viele Dinge über Lebensmittel. Dazu ist das komplette Buch sehr regional und saisonal gestaltet, trifft also definitiv den Zeitgeist. Dieses Buch bringt den Kindern das Leben auf dem Bauernhof näher und macht sie aufmerksam auf die Natur. Gerade für Stadtkinder eine tolle Ergänzung. Aber auch jedes kleine Dorfkind hat sicherlich seine Freude an diesem Buch.
Sprachlich ist dieses Buch der Zielgruppe angepasst. Die Kinder können selbst lesen, aber auch das Zuhören macht ihnen sicherlich noch Freude. Jüngeren Kinder muss man noch einiges nebenbei erklären, aber mit etwa fünf Jahren sollte das Buch super Anklang finden.

Ein wirklich tolles Backbuch. Ein Besonderes Backbuch mit vielen interessanten Informationen rund um das Leben auf dem Bauernhof. Wer ein klassisches Rezeptbuch erwartet, der ist hier falsch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere