Interessante Geschichte, wenn auch nicht ganz mein Ding
These Ancient Flames 1: AwakeMei ist Leibwächterin für die Herrscher in ihrem Kanton. Als dieser angegriffen wird und die Welt droht, in einen großen Krieg hineingezogen zu werden, sucht sich nach Lösungen. Raven, der sie vor dem ...
Mei ist Leibwächterin für die Herrscher in ihrem Kanton. Als dieser angegriffen wird und die Welt droht, in einen großen Krieg hineingezogen zu werden, sucht sich nach Lösungen. Raven, der sie vor dem Angriff seines Kanton gewarnt hat, scheint wenig vertrauenswürdig, doch ist seine Hilfe, die einzige, die greifbar scheint. Zusammen gehen sie Geschichten und Beobachtungen nach, die darauf hinweisen, dass es immer noch Drachen gibt, die das Land mit Magie speisen könnten und fähig sind, den Krieg zu verhindern, so wie sie es früher getan haben. Doch die Suche ist gefährlich, denn Mei kann niemandem trauen.
Gelegentlich lese ich ganz gerne Fantasy. Hier freute ich mich auf eine tolle Drachengeschichte. Auch die Unsicherheiten, denen Mei unterliegt, haben mich neugierig gemacht. Der Einstieg fiel mir allerdings schwerer als gedacht, was einerseits am Aufbau der Welt, andererseits an den vielen Namen lag, die ich zu Beginn schwer auseinanderhalten konnte. Dabei fängt das Buch eigentlich relativ spannend mit einer Täuschung und einem Überfall an. Die Welt ist etwas schwer greifbar, da hier die alten Traditionen und die magische Seite der Auguren mit der normalen, technisierten Welt der Menschen in vermeintlichem Einklang lebt. Die Charaktere wirken eher wie aus einer früheren Zeit, benutzen Hieb- und Stichwaffen, dann jedoch telefonieren sie mit Smartphones und gehen auf hippe Partys. Das passte für mich so überhaupt nicht zusammen. Zudem scheinen die Menschen von den Konflikten unter den vier Auguren-Kantonen nicht viel mitzubekommen, was seltsam ist, wo sie doch in ein und derselben Welt leben. Das hat mich zusehends irritiert.
Die Geschichte zwischen Mei und Raven, deren Anziehung man schon sehr früh spürt, war für mich ok. Manchmal ging es mir ein bisschen zu sehr um das Körperliche, da wurde dann auch teilweise der Verstand ausgeschaltet. Einige Plottwists kamen so nicht sehr überraschend, doch wenigstens bewegte sich die Geschichte dann vorwärts. Bei der Suche wurde etwas Potential verschenkt, denn sie ist weniger rätselhaft, als gehofft. Das letzte Drittel hat mich hingegen dann doch sehr gepackt, denn endlich geschah das, worauf ich lange gewartet hatte. Der Mythos der Drachen kommt ins Spiel und das sorgt für viel mehr Spannung, die der Geschichte zeitweise fehlte. Ich denke, dieser Einstiegsband uferte an mancher Stelle etwas auf und hätte kürzer gefasst werden können. Der Cliffhanger sorgt aber für Neugier auf die weitere Handlung. 3,5 Sterne