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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2026

Feuriges Abenteuer

Lucia 1. Flüsterin der Flammen
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Zum ersten Mal bemerkt Lucia, dass sie Feuer beherrscht, als bei der Geburtstagsfeier ihrer besten Freundin ihr Kleid aufflammt. Niemand soll davon erfahren, denn im italienischen Catania erzählt man sich, ...

Zum ersten Mal bemerkt Lucia, dass sie Feuer beherrscht, als bei der Geburtstagsfeier ihrer besten Freundin ihr Kleid aufflammt. Niemand soll davon erfahren, denn im italienischen Catania erzählt man sich, dass Menschen mit Feuermagie immer spurlos verschwinden. Doch dann begeht Lucia einen Fehler, der die Leute auf sie aufmerksam macht. Sie wird auf dem Markt von einem seltsamen Nebel verfolgt und begegnet einem Jungen, der sie in Sicherheit bringen will. Das eröffnet Lucia eine ganz neue Welt . Sie ist nicht die, für die sie sich gehalten hat.

Das Cover und die ganze Optik des Buches sind wirklich mega gut und verleiten auf jeden Fall dazu, das Buch näher zu betrachten. Der Inhalt klang auch spannend und die Grundidee hat mir auch gefallen. Lucia ist eigentlich ein normales Mädchen, das an der Schwelle zum Erwachsenwerden steht. Man kann sich als junger Mensch super mit ihr identifizieren. Zudem hat sie im Laufe des Buches auch typische Teenie-Probleme zu überstehen, wie z.B. das Ankommen in einer neuen Gruppe oder erste Gefühle. Das macht sie ziemlich nahbar. Auf der anderen Seite agiert sie - ebenfalls realitätsnah - nicht immer vernünftig und setzt ihren Kopf durch. Ich mochte vor allem die ernsthafteren Gespräche mit ihrem "Retter", sie waren tiefgehend und empathisch.

Die Geschichte selbst enthält jetzt nicht übermäßig viele neue Ideen, das meiste wurde in anderer Form oder so ähnlich schon häufiger in Büchern behandelt, wie z.B. die plötzliche Entdeckung magischer Fähigkeiten oder die Suche nach den Eltern, vor allem die doch etwas klischeehafte Rivalin an Lucias neuer Schule hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht. Interessant hingegen finde ich die Widersacherin und ihre Art der Magie, den mysteriösen Nebel. So ganz wird noch nicht klar, warum die "böse Königin" das Land uns seine Leute unterwerfen wollte. Lucia gerät nicht nur einmal in Gefahr, was natürlich Spannung mit sich bringt. Ganz vernarrt bin ich in ihren magischen Begleiter, der immer gute Tipps zum Besten gibt und gerne isst. Drachen spielen ebenso eine Rolle, wie der Widerstand gegen die Unterdrückung durch die aktuelle Regentin. Das Setting mit all seinen Besonderheiten kann man sich vorstellen, gelegentlich könnte die Beschreibung etwas bildgewaltiger sein. Insgesamt ein solides feuriges Abenteuer, das unterhält und lustige sowie spannende Momente bietet. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Witzige Geschichte um zwei besondere Weihnachtsmänner

Weihnachtsspinnerei
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In der Familie des kleinen Spinnerichs Karl-Heinz bereiten sich alle auf das Weihnachtsfest vor. Da hat man es mit 5 älteren Geschwistern nicht leicht, wenn man noch an den Weihnachtmann glaubt. Und zu ...

In der Familie des kleinen Spinnerichs Karl-Heinz bereiten sich alle auf das Weihnachtsfest vor. Da hat man es mit 5 älteren Geschwistern nicht leicht, wenn man noch an den Weihnachtmann glaubt. Und zu den Fliegen käme der ja sowieso nicht. Doch auch in der Familie von Stubenfliege Bisy werden noch letzte Besorgungen für den heiligen Abend gemacht. Auch Cousin Maxim wird da sein und Bisy muss ihm natürlich beweisen, dass er sich tatsächlich zu den Spinnen traut. Und den Weihnachtsmann gibt‘s natürlich auch für Spinnen, oder?

Ich selbst kannte vorher kein Abenteuer von Karl-Heinz und Bisy aus der Feder von Kai Pannen, doch schon beim ersten Durchblättern war ich begeistert von den besonderen und ausdrucksstarken Bildern, die sich von anderen Illustrationen durchaus abheben. Sie sind bunt und fantasievoll mit vielen witzigen Ideen. Ebensolche fließen auch in die witzige Erzählung ein, in der zwei völlig verschiedene Krabbeltiere ihre ganz eigenen Probleme mit dem Weihnachtsfest haben. Auf der einen Seite ist da Karl-Heinz, der jüngste Spross einer Spinnenfamilie, der ständig von seinen Geschwistern gepiesackt wird, weil er noch an den Weihnachtsmann glaubt. Auf der anderen, der mutige, aber überbehütete Bisy, der sich getraut hat, bei einer Spinnen einen Klingelstreich zu machen. Sein Cousin glaubt ihm aber kein Wort. So kommt es, dass sich beide am heiligen Abend begegnen und beweisen, dass es den Weihnachtsmann wirklich für alle gibt.

Mir hat es großen Spaß gemacht, das Buch (vor-) zu lesen. Beide Familien kennen zu lernen war einfach ein Vergnügen und einiges wurde überspitzt, aber nahe an der Wirklichkeit dargestellt. Zum Beispiel die verschiedenen Insektenväter beim Weihnachtsbaumkauf, wo sie sich misstrauisch beäugen, bevor sie dann alle über die nicht anwesenden Spinne lästern. Zudem kommt stellenweise eine schöne Weihnachtsstimmung auf, weil so viele typische Weihnachtsbräuche in die Insektenwelt übertragen werden. Geschenke, Plätzchen, Weihnachtsbaum, alles dabei. Für die lange Wartezeit auf Christkind und/oder Weihnachtsmann genau das richtige, unterhaltsame Lesevergnügen. Und durch die ein oder andere gefährliche Spinne auch ziemlich spannend. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Nett, aber etwas zu wenig von allem

The Second Death of Locke
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Vor vielen Jahren versank die sagenumwobene Insel Locke nach einem Verrat, was zur Folge hat, dass die Magie in allen Regionen immer schwächer wird. Ihre Könige und Herrscher suchen seitdem einen Erben, ...

Vor vielen Jahren versank die sagenumwobene Insel Locke nach einem Verrat, was zur Folge hat, dass die Magie in allen Regionen immer schwächer wird. Ihre Könige und Herrscher suchen seitdem einen Erben, der das Unglück von damals überlebt haben soll, zu allem bereit, um mehr Macht zu erhalten. Nun macht sich das Gerücht breit, dass eine solche Erbin gefunden wurde, was einem Reich übermäßig viel Einfluss gewähren würde. Soldat und Magier Kier und seine langjährige Quelle Grey sollen dies verhindern. Doch die beiden sind nicht nur magisch miteinander verbunden, sie tragen auch Gefühle füreinander und Geheimisse in sich, die drohen ans Licht zu kommen.

Optisch ist das Buch natürlich toll, das kann man nicht abstreiten. Auch der Klappentext klingt für mich nach magischem Abenteuer, Romantik, Liebe und Kampf. Vor allem die Geheimnisse haben mich magisch angezogen und ich hoffte auf knisternde Spannung und viel Gefühl. Leider muss ich jetzt sagen, dass es von allem irgendwie etwas zu wenig gibt. Den Anfang empfinde ich als richtig gut Man tastet sich langsam an das sehr gelungene, neuartige Magiesystem heran, bei dem es eine Quelle für die magische Energie gibt und der Partner diese magische Energie formt und im Kampf anwendet. Auch kann die Protagonistin Grey ihren Magier heilen, was sie allerdings selbst schwächt. Genial ausgedacht von der Autorin. Man spürt auch sofort, dass Kier und Grey nicht nur Freunde sind, doch dauert es sehr lange, bis es hier Fortschritte gibt, da beide nicht die offensten Herzen sind. Beide haben einen gemeinsamen Auftrag, der jedoch seltsam anmutet und mich schnell darauf gebracht hat, welches Geheimnis die beiden hüten. Da ist der Zauber dann so ziemlich raus, denn wenig später wird schon offen davon erzählt.

Was so lange gut gehütet wurde, ist plötzlich die Vermutung aller begleitender Nebencharaktere, was dazu führt, dass es auch offen ausgesprochen wird. Wirklich überraschend sind die Wendungen nicht. Auch wenn mir der episch wirkende Schreibstil gefällt, ist er doch manchmal etwas zäh und es fehlt bis auf wenige actionreiche Kämpfe an dauerhafter Spannung. Nicht nur die Handlung um den Auftrag von Grey und Kier, auch deren Liebesgeschichte plätschert langsam vor sich hin. Im weiteren Verlauf sind Entscheidungen zu treffen, die schwer anmuten, doch eine echte Zwickmühle sehe ich da nicht, nur wieder einige Probleme bei der Gesprächsführung. Das Ende erscheint mir viel zu einfach und bietet leider zu wenig Dramatik für meinen Geschmack. Da hätte man viel mehr draus machen können. 3 Sterne

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Magie, Mord und düstere Stimmung

Blackspell
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Als Edens Vater stirbt, kommt sie widerwillig zurück in ihr Elternhaus. Dort quälen sie wirre Träume von einem toten Mädchen und seltsamen Motten, in denen auch die beiden Söhne und die Tochter der reichen ...

Als Edens Vater stirbt, kommt sie widerwillig zurück in ihr Elternhaus. Dort quälen sie wirre Träume von einem toten Mädchen und seltsamen Motten, in denen auch die beiden Söhne und die Tochter der reichen Nachbarn auftauchen. Nur zu gern würde Eden dem Anwesen den Rücken kehren, doch das Testament ihres Vaters ist an Bedingungen geknüpft. Sie muss fortan die Wyndhouse Academy besuchen und dort ihren Abschluss machen, um das Millionenerbe zu erhalten. Doch nicht nur die drei Sprösslinge aus reichen Haus sind dort Schüler. Als Eden mitbekommt, dass das Mädchen aus ihren Träumen ebenfalls Schülerin war, ermittelt sie auf eigene Faust. Doch sie muss auch feststellen, dass diese Academy keine normale Bildungseinrichtung ist. Warum hat sie selbst aber keine magischen Fähigkeiten?

Ich hatte vorab die Leseprobe zum Buch gelesen und die hat mir wirklich gut gefalllen. Ziemlich düster mit Gänsehautmomenten, aber auch etwas verwirrend. Da musste ich weiterlesen. Optisch ist das Buch auch so richtig gut gelungen. Gerade der Gesichtsausdruck auf dem Cover spiegelt ganz gut die Stimmung im Buch. Ich fand sie leicht beängstigend. Verwirrt war dann auch Eden, die Protagonistin, deren Leben gerade nicht so gut gelaufen ist und die nun durch zwei Jahre an der seltsamen Wyndhouse Academy die Chance auf ein großes Vermögen hat. Die meisten Entscheidungen, die sie trifft sind nachvollziehbar. Einiges sind auch sehr sehr riskant. Die Warnungen ihres Vaters ignorierend begibt sie sich in die Nähe der Personen, von denen sie sich fernhalten soll. Das Mädchen aus ihren Träumen war nur das erste Opfer. Wenn ich längst vor Angst aufgegeben hätte, stochert Eden weiter. Die Autorin schafft es, eine sehr düstere Atmosphäre zu erzeugen. Nur die Momente mit Edens Freundinnen sind etwas fröhlicher.

Ein ganz großes Rätsel rankt sich nicht nur um verschwundene Schüler, sondern auch um Edens magischen Fähigkeiten. Allein um das alles aufzudecken, lohnt es sich, das Buch zu lesen. Allerdings hatte ich ein paar Abschnitte, die sich doch etwas in die Länge zogen. Ich fühlte mich auch manchmal etwas zu sehr in eine Richtung gelenkt und fragte mich oft, ob das nicht zu offensichtlich wäre. Das Ende hat mich dennoch überrascht. Dafür gibt es 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Feurige Fantasygeschichte mit imposanten Kreaturen und spannenden Rennen

Of Flame and Fury
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Um über die Runden zu kommen nehmen Kel und ihr Phönix Savita zusammen mit ihrem Team an riskanten und rasanten Rennen teil. Doch ein Unfall zwingt sie dazu den verhassten Coop in ihre Gruppe aufzunehmen. ...

Um über die Runden zu kommen nehmen Kel und ihr Phönix Savita zusammen mit ihrem Team an riskanten und rasanten Rennen teil. Doch ein Unfall zwingt sie dazu den verhassten Coop in ihre Gruppe aufzunehmen. Zunächst sind die Gespräche zwischen den beiden ebenso hitzig wie das Gefieder ihres Renntieres, doch ein Unglück sorgt dafür, dass sie beide sich dem Tech-Unternehmen eines so reichen wie mysteriösen Milliardärs verpflichten müssen. Dazu gehört auch, ein Traumpaar zu mimen. Nicht nur die Zusammenarbeit erweist sich als schwierig, auch das Vertrauen in den Tech-Mogul wankt.

Das Cover, der Farbschnitt und der Klappentext sind einfach mega, ich war total begeistert, als ich das Buch zum ersten Mal in Händen hielt. Ein Buch, bei dem Phönixe die "tierische" Hauptrolle spielen, fand ich spannend und wurde nicht enttäuscht. Die magischen Wesen und ihre Geheimnisse und die so rasanten wie gefährlichen Rennen werden von der Autorin atemberaubend beschrieben. Sie sind allerdings manchmal auch grausam und schockierend in ihren Folgen. Ich konnte hier sofort mitfühlen. Die hitzigen Gespräche zwischen Kel und Coop, die zusammenarbeiten müssen, weil sie keine Wahl haben, sind ein abwechlungsreiches Beispiel für Fake Dating. Was zunächst als Schauspiel für die Presse und die Fans beginnt, entwickelt sich langsam zu mehr und durch die gegenseitig Öffnung erfahren auch die Leserinnen mehr über die Protagonistinnen. Kel ist zwar manchmal etwas ungerecht, aber alles in Allem hat mir diese Seite der Geschichte sehr gefallen.

Richtig genial finde ich die Arbeit mit und die Eigenschaften der Phönixe, die so majestätisch wirken, jedoch nicht frei sind. Ein großer Teil der Story dreht sich um den Umgang des Menschen mit dem unberechenbaren Wesen. Unklar ist, was der Tech-Mogul von der Zusammenarbeit mit dem Rennteam haben könnte, denn es scheint, als hätte er unendlich viel Geld und könnte sich alles kaufen, was er möchte. Es stecken also auch ernstere Töne in der spannenden Handlung, die in der heutigen Zeit für die Realität auch eine wichtige Rolle spielen. Diese Mischung fand ich wirklich toll. Fazit: Ein spannendes und auch lehrreiches Fantasyabenteuer. 5 Sterne

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