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Veröffentlicht am 02.09.2025

Kate Burkholders persönlichster Fall

Aschetod
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Polizeichefin Kate Burkholder wird zu einem grausamen Tatort gerufen: Ein Mann wurde in einem abgelegenen Waldstück an einen Pfahl gefesselt und angezündet, er verbrannte bei lebendigem Leib. Die Ermittlungen ...

Polizeichefin Kate Burkholder wird zu einem grausamen Tatort gerufen: Ein Mann wurde in einem abgelegenen Waldstück an einen Pfahl gefesselt und angezündet, er verbrannte bei lebendigem Leib. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Gemeinde der Amischen, die Kate gut kennt, weil sie einmal eine von ihnen war. Bald ist sie einer Wahrheit auf der Spur, die sie in Lebensgefahr bringt.

»Im Herzen von Amish Country liegt Painters Mill, eine hübsche Kleinstadt mit fünftausenddreihundert Einwohnern, von denen ein Drittel amisch ist. Ich bin als Amische geboren, habe die Glaubensgemeinschaft aber im Alter von achtzehn Jahren verlassen, als das Schicksal mir den Boden unter den Füßen weggezogen hatte.«

Bereits zum sechzehnten Mal ermittelt Kate Burkholder und wieder einmal ist es ein an Grausamkeit fast nicht zu überbietendes Verbrechen, das sie aufzuklären hat. Nie wurde es so persönlich wie im vorliegenden Buch, nie war die Gefahr für sie und diejenigen, die sie liebt, größer. Ein verabscheuungswürdiges Opfer, das trotzdem Gerechtigkeit fordert, unerwartete Wendungen und eine Ermittlung, die sich schwierig gestaltet, weil es Verwicklungen gibt und eine Menge Menschen lieber schweigt. Für mich persönlich nicht der beste Teil der großartigen Reihe, aber einer, der spannend war und mich gewohnt gut unterhalten hat. Ich hoffe auf viele weitere Bände und freue mich darauf!

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Liebe dich selbst

Nur du weißt, wer du bist
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Lena ist nach einer schmerzhaften Trennung am Boden zerstört, da kommt ihre beste Freundin auf eine ungewöhnliche Idee. Die Agentur für Selbstwert soll Lena dabei helfen, zu finden, was sie verloren hat, ...

Lena ist nach einer schmerzhaften Trennung am Boden zerstört, da kommt ihre beste Freundin auf eine ungewöhnliche Idee. Die Agentur für Selbstwert soll Lena dabei helfen, zu finden, was sie verloren hat, nämlich ihre Selbstliebe.

»Zum Beispiel sehe ich eine Frau, die traurig ist, die sich aber gleichzeitig tapfer den Herausforderungen des Lebens stellt. Und ich sehe eine Frau mit strengen Gesichtszügen, aber ich sehe auch eine Frau, die weich wird, wenn sie ihre Gefühle zulässt. Es gibt nicht nur negative Seiten an einem Menschen. Alles hat ein Gegenstück.« (Seite 39)

Dies ist mein drittes Buch von Michaela Wiebusch, das eine Geschichte erzählt, wo andere ein Sachbuch geschrieben hätten. Diese Form ist klug gewählt, zumindest für mich, die selten Sachbücher liest, weil das Buch so sicherlich mehr Leserinnen und Leser erreicht, so wie hier geschehen. Sieben Kapitel hat das Buch, in sieben Wochentage aufgeteilt. Jedes trägt eine Überschrift zum Thema, die mit dem Selbst zu tun hat, wie zum Beispiel Selbstbewusstsein, Selbstverantwortung oder Selbstvertrauen, was dann thematisiert wird. Es gibt Denkanstöße, Beispiele und kleine Aufgaben, die dabei helfen sollen, das Gelesene umzusetzen, schöne Illustrationen ergänzen das Bild. Dies hat mir wieder sehr gefallen und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

(Vor-) Lesen macht die Gedanken bunt

Humbi und Mohna auf der wilden Wiese
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Humberta, Hummelkönigin von Felsenstein, kurz Humbi genannt, ist eine Steinhummel und gehört, wie andere Wildbienenarten wie zum Beispiel Wespen und Ameisen, zu den Hautflüglern. Eines Tages lernt sie ...

Humberta, Hummelkönigin von Felsenstein, kurz Humbi genannt, ist eine Steinhummel und gehört, wie andere Wildbienenarten wie zum Beispiel Wespen und Ameisen, zu den Hautflüglern. Eines Tages lernt sie die Mohnbiene Mohna kennen und die beiden freunden sich an. Bald sind Mohna und Humbi unzertrennlich und alles könnte so schön sein, als eines Tages die »Trampler« in ihren Lebensraum dringen. Zusammen mit Ignatz dem Igel bilden sie das Team mit Herz und Stachel und machen sich auf den Weg, den Grund dafür zu finden.

Dieses Kinderbuch ab 9 Jahren hat mir persönlich den Tag versüßt und ich bin nun wirklich weit von dieser Altersempfehlung entfernt. Dies macht aber nichts, denn diese Geschichte dürfte Jung und Alt begeistern, ob beim selbst lesen oder vorlesen, was wunderbar geht. Es handelt von Freundschaft und dem Zusammenhalt, Aspekte der Natur sowie des Umweltschutzes werden spielend eingebunden und interessante Pflanzen, Insekten und Tiere entdeckt. Vervollständigt wird es durch zauberhafte schwarzweiße Illustrationen von Hannelore Demel-Lerchster. Gerne empfehle ich es weiter und wünsche viel Spaß mit diesem großartigen Abenteuerbuch.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Fiktiv, aber durchaus real

Mut beginnt im Herzen
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»Das alles ist so irrational, und es wundert mich nicht, dass mich kaum jemand verstehen kann. Vermutlich kann man das alles nur nachvollziehen, wenn man selbst mit Ängsten zu tun und Ähnliches schon erlebt ...

»Das alles ist so irrational, und es wundert mich nicht, dass mich kaum jemand verstehen kann. Vermutlich kann man das alles nur nachvollziehen, wenn man selbst mit Ängsten zu tun und Ähnliches schon erlebt hat. In Momenten, in denen es mir gut geht, kann ich es selbst nicht richtig begreifen.« (Seite 109)

Stell dich nicht so an, reiß dich mal zusammen, das kann alles doch gar nicht so schlimm sein. Alles Sätze, die jeder schon einmal gehört und auch anderen gesagt hat, davon bin ich überzeugt und schließe mich dabei selbst nicht aus. Aber wie ist das für Betroffene, wenn es um etwas geht, das nicht sichtbar, nicht greifbar, sondern unbegreiflich und kaum zu erklären ist? Tessa Randau greift im vorliegenden Buch auf die eigene Erfahrung zurück, sie weiß also, wovon sie schreibt, auch wenn die Geschichte selbst fiktiv ist. Alles fängt mit einer Panikattacke an, ganz plötzlich, ohne Vorwarnung, und ab da ist das Leben nicht mehr so wie es vorher war. Dieses Buch ist kein Ratgeber, kann Betroffenen aber Mut machen und sie dazu bringen, über ihr eigenes Leben nachzudenken, Entscheidungen zu reflektieren und das ein oder andere anstoßen, damit es anders wird. Angst und Angststörungen waren für mich persönlich zum Glück bisher nie ein Thema, aber nach dieser Lektüre hat sich mein Blickwinkel verschoben und ich verstehe besser, um was es dabei geht. Danke dafür.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Wunder- und hoffnungsvoll

Das schöne Lächeln von Riambel
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In einem Fischerdorf namens Riambel im Süden von Mauritius lebt die fünfzehnjährige Noemi zusammen mit ihrer Mutter in einer Barackensiedlung. Bald ist sie gezwungen, ihrer Mutter zur Hand zu gehen, indem ...

In einem Fischerdorf namens Riambel im Süden von Mauritius lebt die fünfzehnjährige Noemi zusammen mit ihrer Mutter in einer Barackensiedlung. Bald ist sie gezwungen, ihrer Mutter zur Hand zu gehen, indem sie im Haushalt der reichen Familie De Grandbourg mithilft, statt zur Schule zu gehen.

»Wir leben in einer Cité, oder Kan Kreol (so nennen sie hier unsere Elendsviertel). Es ist auch unter dem Namen Africa Town bekannt - ein Slum, wo die Armen und Unerwünschten in hastig errichteten Baracken zusammengepfercht leben. Wie dicht aneinandergereihte Sardinenbüchsen.« (Seite 16)

Alle Menschen sind gleich, manche aber ein bisschen gleicher. Mit Hin- und Verweisen auf die Geschichte Mauritius sowie die mit der Sklavenhaltung verbundene Kolonialzeit folgen wir Noemi, deren Lebensweg förmlich vorgezeichnet zu sein scheint, wie bereits bei ihrer Schwester, Mutter, Großmutter und all den Frauen davor. Die Armut und der Rassismus, schlecht versteckt oder ganz offen nach außen getragen, sind allgegenwärtig und ein Entkommen nicht in Sicht. Da ein Wunsch, dort etwas Hoffnung, ein Funke Glück, und schon schwirren Träume umher, die nach und nach platzen und aufzeigen, dass es Wunder nicht gibt. Ein leises Buch, das umso lauter schreit. Ein großartiges Debüt, das nachhallt. Lesen!

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