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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2017

Ein Neustart

Bea macht blau
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Als Beas Tochter auszieht, um zu studieren, und sie auch noch rausfindet, dass ihr Mann sie betrügt, packt Bea kurzerhand ihren Kram und fährt nach San Sebastián, wo sie im Gästehaus von Maria immer den ...

Als Beas Tochter auszieht, um zu studieren, und sie auch noch rausfindet, dass ihr Mann sie betrügt, packt Bea kurzerhand ihren Kram und fährt nach San Sebastián, wo sie im Gästehaus von Maria immer den Urlaub mit ihren Eltern verbrachte. Auch ihre Schwester Karin lebt dort, zu der sie allerdings seit Jahren keinen Kontakt hat. Angekommen im Baskenland ist aber plötzlich alles ganz anders und Bea muss ihr Leben komplett überdenken.

Der Roman liest sich locker und leicht und versprüht von Anfang an Kurzweil. Beas Leben in Deutschland, wo plötzlich die Perfektion verloren geht, war amüsant zu lesen, obwohl mir die arme Bea auch sehr leid tat. Ihre Fahrt nach San Sebastián und die Menschen, denen sie hier begegnet, sind sympathisch und liebenswert. Die resolute Alba, die im Gästehaus wohnt, und auch Angel, der eine Tapas-Bar in dem Ort betreibt, wachsen einem direkt ans Herz. Auch Beas Schwester, eine Aussteigerin, die gegen jede Art von Perfektion ist, schloss ich nach anfänglicher Irritation ins Herz. Beas Neuanfang in San Sebastián ist toll beschrieben und macht einem Lust auf eine Reise.

Ein schöner Sommerroman mit einer amüsanten Geschichte, sympathischen Charakteren und der Erkenntnis, dass es nie zu spät für einen Neubeginn ist. Schön!

Veröffentlicht am 25.07.2017

10. Gebot: Lasse niemals einen Unschuldigen sterben

Orphan X
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Im Alter von 12 Jahren wurde Evan aus einem Waisenhaus geholt und in einem geheimen Regierungsprojekt zu Orphan X ausgebildet, einem hocheffizienten Killer, der Probleme in der ganzen Welt durch gezielte ...

Im Alter von 12 Jahren wurde Evan aus einem Waisenhaus geholt und in einem geheimen Regierungsprojekt zu Orphan X ausgebildet, einem hocheffizienten Killer, der Probleme in der ganzen Welt durch gezielte Morde löst. Als ihm Zweifel kamen, tauchte er unter. Jetzt hilft er Menschen, die unschuldig in Gefahr geraten. Doch die Vergangenheit holt ihn ein.

Evan Smoak ist cool! Seine Art hat mich von der ersten Seite an begeistert. Er ist ein Killer, der sich seinen Klienten gegenüber jedoch total einfühlsam verhält. Nur die Bösen haben nichts zu lachen, wenn Evan hinter ihnen her ist. Und Evan hält sich an seine Gebote, auch wenn es ihm in diesem Fall besonders schwer fällt. Denn obwohl Gebot 4 „Es ist nie persönlich“ lautet, wird das Beschützen einer jungen Frau, die wegen Spielschulden bedroht wird, sehr persönlich. Und da sind ja auch noch die Staatsanwältin Mia und ihr Sohn Peter, die im gleichen Haus wohnen wie Evan und sich in sein wohlgehütetes abgeschottetes Leben drängen … sehr persönlich. Und überhaupt die Nachbarn in seinem Haus, die ihn tief hineinziehen in ihre Probleme … sehr, sehr persönlich. Das hat mich alles sehr amüsiert. Evan zu beobachten, wie er sich oft selbst nicht wiedererkennt, weil er sich in die persönlichen Probleme seiner Nachbarn hineinziehen lässt, hat mich begeistert. Seine Art, Probleme zu lösen und sein Leben in seiner eigenen Festung der Einsamkeit faszinierten mich. Die Kampszenen waren so spannend beschrieben, dass ich alles wie in einem Film vor mir sehen konnte und mit Evan litt, wenn er sich schwer verwundet in seine Wohnung schleppte.

Für mich ist dieses Buch eine Offenbarung und Evan einer der coolsten Helden ever.
Evan Smoak, ich liebe dich!

Veröffentlicht am 23.07.2017

Den Fuchs im Hinterhof

Eine von uns
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Heathcote, England, in den 1980er Jahren. Die Bewohner des kleinen Ortes leben in Angst. Ein Unbekannter, von allen nur "Fox" genannt, dringt in ihre Häuser ein, verändert Kleinigkeiten, ohne etwa zu stehlen ...

Heathcote, England, in den 1980er Jahren. Die Bewohner des kleinen Ortes leben in Angst. Ein Unbekannter, von allen nur "Fox" genannt, dringt in ihre Häuser ein, verändert Kleinigkeiten, ohne etwa zu stehlen oder zu zerstören. Als die junge Anne verschwindet, verändert sich die Dynamik im Dorf. Jeder ist verdächtig. Wann schlägt der Fox wieder zu und was ist mit Anna passiert?

Wenn man sich auf den Erzählstil eingelassen hat, ist das Buch gut zu lesen. Die Bewohner des kleinen Ortes sind speziell und handeln oftmals seltsam.

Der erste Teil des Buches ist aus der Sicht der frisch verheirateten Deloris erzählt, die ihrem Mann Harvey nach Heathcote gefolgt ist und jetzt einsm ihre Tage bis zu seiner Rückkehr von der Arbeit in ihrem perfekten Haus verbringt. Im zweiten Teil geht es um Jim, der seit der Abkehr des Pfarrers den kleinen Ort als Hilfsvikar betreut und ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit hütet. Teil drei erzählt aus der Sicht des Polizisten Brian, der sich um seinen behinderten Bruder kümmert und Teil vier aus der Sicht des Bewohners Stan, der ebenfalls etwas zu verbergen hat. Über allem schwebt die Frage, was mit Anna passiert ist.

Die zum Teil skurrilen Bewohner des Ortes und ihre Verhaltensweise machten für mich den Roman aus. Mehr als einmal schüttelte ich grinsend den Kopf. Die Suche nach dem Fox und Annas Verschwinden machten mich neugierig auf den Fortgang der Geschichte.

Insgesamt hatte ich mehr erwartet, fühlte mich aber gut unterhalten von Deloris, Jim, Brian und den anderen Dorfbewohnern.

Veröffentlicht am 21.07.2017

Liebe und andere Turbulenzen

Eine Prise Liebe
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Die Freundinnen Cami, Kat, Riley, Mia und Addie führen zusammen das Restaurant „Seduction“. Als Mias Bruder Landon nach einem Unfall die Navy verlässt und nach Hause zurückkehrt sind Camis Gefühle für ...

Die Freundinnen Cami, Kat, Riley, Mia und Addie führen zusammen das Restaurant „Seduction“. Als Mias Bruder Landon nach einem Unfall die Navy verlässt und nach Hause zurückkehrt sind Camis Gefühle für ihn direkt wieder da. Schon immer war sie in ihn verliebt. Doch wird Landon diesmal für immer bleiben?

Den ersten Teil der Serie (Für Happy Ends gibt’s kein Rezept) hatte ich sehr gern gelesen, weshalb ich mich sehr auf diese Fortsetzung rund um die fünf Freundinnen gefreut habe. Doch während der erste Teil von der Dynamik zwischen den Frauen lebte und die Liebesgeschichte zwischen Addie und Jake nett zu lesen war und überzeugte, empfand ich diese Fortsetzung um Cami und Landon sehr lieblos erzählt und beschwerlich zu lesen. Die Lockerheit kam nur in den wenigen Abschnitten zur Geltung, in denen die Freundinnen miteinander agierten oder in denen es um Scoot ging, den Kater, der sich Cami als neue Dosenöffnerin ausgesucht hat. Die Liebesgeschichte zwischen Cami und Landon konnte mich hingegen gar nicht überzeugen, auch weil nichts über ihr Gefühlsleben geschrieben wurde. Sie ist in ihn verliebt, plötzlich ist er auch in sie verliebt – Punkt!

Eine Fortsetzung, die mich leider nicht überzeugen konnte und von der nichts haften bleibt. Schade!

Veröffentlicht am 21.07.2017

Spannender Schwedenkrimi

Der Mann, der kein Mörder war
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Der 16jährige Roger wird brutal ermordet in einem Waldstück gefunden. Er war Schüler einer Eliteschule. Die Reichskriminalpolizei ermittelt unter der Leitung von Kommissar Höglund in dem kleinen Ort. Dort ...

Der 16jährige Roger wird brutal ermordet in einem Waldstück gefunden. Er war Schüler einer Eliteschule. Die Reichskriminalpolizei ermittelt unter der Leitung von Kommissar Höglund in dem kleinen Ort. Dort trifft Höglund zufällig auf seinen alten Bekannten Sebastian Bergman, einen Kriminalpsychologen, der sich gerade in dem kleinen Ort aufhält, um eine Erbangelegenheit zu regeln. Er bietet dem Team seine Hilfe an. Das Team ist nicht gerade begeistert, da Bergman nicht der sympathischste Mensch ist, doch Bergman bringt viele neue Ermittlungsansätze, die dem Team weiterhelfen.

Der Einstieg in die Krimireihe um Sebastian Bergman ist spannend erzählt und weist einige Wendungen auf, die einen gespannt weiterlesen lassen. Im Zentrum des Romans steht der Kriminalpsychologe Sebastian Bergman, dessen Hilfe beim Team nicht besonders gut ankommt. Bergman ist zynisch und taktlos, ist dank seines analytischen Herangehens an den Fall jedoch wichtig für die Aufklärung. Das Buch liest sich flüssig, auch wenn man für Bergman nicht unbedingt Sympathie empfindet. Er ist ein Kotzbrocken, wie er im Buche steht, und das Team tut einem schon Leid. Sein unhöfliches und egoistisches Verhalten ließen mich hier und da mit dem Kopf schütteln, aber das Buch blieb spannend und lesenswert.

Für mich ist der Einstieg in die Krimireihe um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman gelungen. Das Buch ist ein guter Krimi mit authentischen Figuren und einer nachvollziehbaren Handlung. Die Spurensuche des Teams und die Wendungen sind spannend. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil der Serie „Die Frauen, die er kannte“ und freue mich auf erneut spannende Lesestunden.