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Veröffentlicht am 16.06.2020

Tolle Idee, mangelhafte Umsetzung

Lessons from a One-Night-Stand
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“Nur diese eine Nacht”, denkt sich Holly, als sie Austen in einer Bar kennenlernt.
Ein bisschen Spass und danach geht jeder wieder seiner Wege.
So war der Plan, der auch hätte funktionieren können, wäre ...

“Nur diese eine Nacht”, denkt sich Holly, als sie Austen in einer Bar kennenlernt.
Ein bisschen Spass und danach geht jeder wieder seiner Wege.
So war der Plan, der auch hätte funktionieren können, wäre Austen nicht Coach und Lehrer an ausgerechnet der Schule, in der Holly als neue Rektorin anfängt.
Wie die Beiden mit der äußerst brenzligen Situation umgehen und welche Probleme sich sonst noch auftun, erfahrt ihr, wenn ihr es lest
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Lessons from a One night stand war mein erstes Buch von Piper Rain und ich war so gespannt. Vielen Dank an dieser Stelle an den Forever by Ullstein Verlag und für das Rezensionsexemplar.
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Ich fand die Geschichte vom Thema sehr ansprechend und find es auch immer wieder toll, wenn die Protagonisten in meiner Altersklasse sind. Man kann sich doch ein wenig mehr damit identifizieren. Dafür schon mal einen großen Pluspunkt.
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Auch der Schreibstil war leicht und die Geschichte startet ohne großartiges Vorgeplänkel mittendrin. Von der Nacht selbst erfährt man aber nicht wirklich viel. Das hat mich allerdings  auch nicht weiter gestört.
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Leider muss ich sagen, dass ich mit den Charakteren nicht wirklich zurecht kam. Das hat für mich auch die Geschichte zum Teil kaputt gemacht.
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Holly erschien in meinen Augen nicht wie eine erwachsene Frau. Sie wirkte auf mich ziemlich naiv und kindlich. Austen hatte ein paar Sympathiepunkte, da er sein eigenes Leben letztlich für seine Familie aufgegeben hat und immer zurückgesteckt hat.
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Was mir aber ganz und gar nicht gepasst hat, war das Beide von ihren Schülern mehr als respektlos behandelt wurden, es aber irgendwie keinen interessiert hat. Es wurde einfach hingenommen. Hier hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht, da ich es echt nicht Ordnung fand, was da so passiert ist.
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Alles in allem blieben die Charaktere alle recht oberflächlich und ohne wirklichen Tiefgang.
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Und so verhielt es sich auch mit der Handlung. Es passiert nicht wirklich viel. Die eingebauten Plots waren nicht ausgereift und wirkten auf mich dabei eher unnötig.
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Ein Großteil des Buches besteht darin, zu erfahren welcher Blick, welches Lächeln, welche Geste oder gar Klamotten den anderen scharf machen. Und diese Gedankengänge gab es in den unpassendsten Situationen.
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Der Höhepunkt war Austins neandertalermäßiges Verhalten, als Holly eine bestimmte Person in einem Restaurant trifft. In der Situation ist mir auch klar geworden, dass Männer einem manchmal echt Leid zu können. Holly fühlt sich ungerecht behandelt und flieht aus dem Restaurant. Auf Austins Frage was passiert ist, verdreht Holly die Tatsachen bzw. reagiert einfach über. Tolle Aussage: “Hat er das so gesagt?” “Nein, aber er hat es ganz sicher so gemeint.” Austin hielt es aber auch nicht für nötig nachzuhaken, sondern ging direkt in den Aggressionsmodus über, ganz Neandertaler.
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Auch Austins düsteres Geheimnis war mehr als vorhersehbar und nix Neues in diesem Genre. Ich konnte kaum einen seiner Gedankengänge nachvollziehen. Auch der Plot am Ende, als Austen Holly von sich stößt war total unnötig und unbedacht.
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Ich hatte mal wieder den Eindruck, dass unbedingt noch eine bestimmte Anzahl von Plots eingebaut werden musste, um den OMG-Effekt zu generieren. Mir wäre ein Plot, der ordentlich ausgearbeitet ist, lieber gewesen.
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Genauso verhielt es sich mit Charakteren. Ich verstehe, dass man die Charaktere für die Folgebände vorstellen möchte. Mir hätten allerdings auch ein paar ausgewählte Personen gereicht. Letztlich sind die Baileys neun Geschwister. Die Reihe ist aber nur als Trilogie geplant, soweit ich weis. Man hätte also getrost ein paar Personen weglassen und die verbleibenden genauer beleuchten können.
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Im Großen und Ganzen konnte mich Lessons from a One night stand nicht überzeugen. Da ich aber schon so oft gute Stimmen zu Piper Rayne gehört habe, werde ich mir in naher Zukunft noch eine andere Reihe anschauen.
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Fazit:
2 Sterne.
Tolle Idee aber mangelhafte Umsetzung. Zu viele oberflächliche Charaktere und unausgereifte Plots. Demnach blieb eine fundierte Handlung auf der Strecke. 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2020

Tolle Grundidee, die aber leider zu oberflächlich blieb

Love Recipes – Süßes Verlangen
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In Love Recipes - Süßes Verlangen ist nun Cara unsere Protagonistin. Sie ist die älteste Tochter im Hause DeLuca. Sie ist tough, selbstbewusst, distanziert. Durch und durch Karrierefrau oder?
Shane Doyle, ...

In Love Recipes - Süßes Verlangen ist nun Cara unsere Protagonistin. Sie ist die älteste Tochter im Hause DeLuca. Sie ist tough, selbstbewusst, distanziert. Durch und durch Karrierefrau oder?
Shane Doyle, einer der besten Konditoren seinerzeit, ist noch nicht lang in Seattle.
Er möchte eigentlich nur seiner Vergangenheit auf die Spur gehen und lernt dabei Cara kennen.
Nach einer ausgelassenen Nacht in Las Vegas wachen die beiden in einem Hotelzimmer auf. Verheiratet!
Und während Cara denkt, sie hat den größten Fehler ihres Lebens gemacht, gewinnt Shane die Überzeugung, dass die Hochzeit das Beste war, was ihm passieren konnte.
Ob Cara sich scheiden lässt oder Shane sie doch noch für sich gewinnen kann, erfahrt ihr, wenn ihr Love recipes 2 lest

Meine Meinung:
Man könnte meinen Cara und Shane passen nicht zusammen. Aber falsch gedacht. Während Cara sich gern hinter einer selbstbewussten Mauer versteckt, geht Shane offen auf seine Mitmenschen zu, dabei allerdings ohne viel von sich selbst Preis zu geben.
Beide sehnen sich nach Anerkennung, Liebe und Familie, haben aber Angst verletzt zu werden.

Ich mochte Cara sehr gern. Sie zeigt deutlich, dass es nicht nur schwarz oder weiß gibt. Man muss sich nicht zwischen Karriere oder Familie entscheiden. Es gibt noch ganz viel dazwischen, auch wenn Cara selbst dies erst lernen musste.
Shane hat mir genauso gut gefallen. Trotz seiner traurigen Kindheit, hat er sich zu einem selbstbewussten und liebenswerten Menschen entwickelt, der stets das Gute im Menschen sieht.
Allerdings hätte ich zu beiden gerne mehr Hintergrundinfos gehabt.
Beide tragen harte Päckchen mit sich herum, allerdings wurde mir während des gesamten Buches nicht klar, warum sie sich so entwickelt haben. Gerade in Caras Geschichte blieb mir einiges unklar.

Insgesamt gesehen fand ich die Protagonisten leider sehr oberflächlich beschrieben. Die Themen die sie anscheinend zu den Personen gemacht haben, die sie sind, wurden nur grob angerissen.
Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht.
Auch die Nacht, die Caras und Shanes Leben verändert hat, wird nur grob beschrieben. Hier hätte mich über einen Throwback gefreut, der Einblick in diese eine Nacht gibt.
So wie das gefehlt hat, fand ich das erste Kapitel recht überflüssig. Ganz viel Vorgeplänkel, allerdings nichts, was zur Geschichte beigetragen hätte. Zusätzlich hat es meine Lesefluss gestört, weswegen ich etwas Zeit gebraucht habe, um in die Geschichte rein zu kommen.

Der Schreibstil war dabei zum Glück aber wunderbar leicht und witzig.
Dennoch muss auch dazu sagen, dass nicht viel passiert ist. Die wenigen Plots waren vorhersehbar. Und auch die Dramatik darum, meiner Meinung nach, zu überspitzt.
Ich hatte das Gefühl die Autorin möchte jegliche Themen unterbringen. Dadurch blieb alles aber sehr oberflächlich und für mich kam keine wirkliche Message rüber.
Der Hauptteil des Buches dreht sich um die Anziehung zwischen Cara und Shane, die sich zur großen Liebe entwickelt. Da sich das Buch aber gefühlt über einen Zeitraum von nur 2 Woche erstreckt, war mit das zu unglaubwürdig. Auch das gerade Cara in der kurzen Zeit so schnell Vertrauen fasst, kam mir unpassend vor.

Allerdings möchte ich das Setting sehr loben. Die Famile DeLuca ist äußerst liebenswert und ich konnte mir gut das italienische Flair vorstellen, auch wenn die Geschichte in Seattle spielt.
Und italienische Essen geht ja bekanntlich immer

Fazit: Ich hab 3,5 Sterne vergeben.
Die Geschichte von Cara und Shane fand ich aufgrund der Heiratsthematik sehr interessant und ansprechend. Leider konnten mich die zusätzlich angesprochenen Themen nicht so richtig überzeugen und auch den Charakteren fehlte es an Tiefe.
Ein gutes Buch für Zwischendurch. Für jeden, der etwas leichtes möchte und vielleicht die ein oder andere Inspiration bzgl. italienischem Essens sucht

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere