Wohlfühlroman mit leichter Meeresbrise
KüstenrauschenDas Cover von Küstenrauschen hat mich sofort angesprochen. Es hat genau die richtige Stimmung eingefangen und mich neugierig auf den Inhalt gemacht. Mit der Erwartung eines Wohlfühlromans bin ich in die ...
Das Cover von Küstenrauschen hat mich sofort angesprochen. Es hat genau die richtige Stimmung eingefangen und mich neugierig auf den Inhalt gemacht. Mit der Erwartung eines Wohlfühlromans bin ich in die Geschichte eingetaucht und konnte mich gut auf die Atmosphäre einlassen.
Marieke Hansens Schreibstil ist sehr fließend und vor allem bildhaft. Sie versteht es, die Umgebung, die Charaktere und die Tiere lebendig darzustellen, sodass ich mich oft mitten im Geschehen fühlte. Besonders zu Beginn hat mich die Geschichte um Lea und Bajo gefesselt und mich neugierig auf das weitere Geschehen gemacht.
Im Verlauf jedoch wurde die Handlung zunehmend vorhersehbar. Während der Anfang spannender gehalten war, fehlte mir später die Überraschung und Tiefe, die ich mir gewünscht hätte. Insgesamt hätte ich mir weniger Charaktere und stattdessen eine intensivere Auseinandersetzung mit den Hauptprotagonisten gewünscht. Aus meiner Sicht würde sich auch ein zweiter oder mehrere Teile anbieten, in denen ggf. mehr auf die einzelnen Charaktere eingegangen wird. Potential für mehr Hintergründe und Informationen wäre auf jeden Fall da.
Absolutes Herzblatt in dem Roman ist Peanut.
Trotz dieser Kritikpunkte bleibt Küstenrauschen ein angenehmer Wohlfühlroman für entspannte Lesestunden. Wer sich nach einem leichten maritimen Setting und sympathischen Charakteren sehnt, wird hier auf seine Kosten kommen – auch wenn die Handlung an manchen Stellen etwas mehr Tiefe vertragen könnte.
Insgesamt für mich daher eher eine leichte Meeresbrise als Küstenrauschen.