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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2026

Kann den Hype so gar nicht nachvollziehen

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Das Buchcover gefällt mir ziemlich gut, obwohl ich Buchcover mit Menschen sonst nicht mag. Dieses wirkt aber so roh und ungeschliffen, dass ich es sehr passend für das Buch finde.

Ich bin eigentlich mit ...

Das Buchcover gefällt mir ziemlich gut, obwohl ich Buchcover mit Menschen sonst nicht mag. Dieses wirkt aber so roh und ungeschliffen, dass ich es sehr passend für das Buch finde.

Ich bin eigentlich mit keinen wirklichen Erwartungen an das Buch herangetreten, dennoch wurden für mich nicht mal die kleinen Grunderwartungen die ich hatte erfüllt. Der Schreibstil war für mich in Ordnung und gut zu lesen, aber nichts besonderes und obwohl das Buch recht kurz ist, hatte es für mich trotzdem ein paar Längen. Das liegt daran, dass einfach nicht wirklich etwas passiert und das wenige was passiert auch noch ständig wiederholt wird. Zudem ist der Plot extrem deprimierend. Ich kann hier nicht näher ins Detail gehen, weil ich niemandem von dem wenigen das passiert etwas vorweg nehmen möchte, aber es passiert wirklich absolut nichts spannendes. Meine Hoffnung war zumindest, dass es am Ende eine Art Erklärung gibt. Also wo sind die Frauen? Weshalb waren sie eingesperrt? Wer steckt dahinter? Einfach IRGENDEINE Erklärung. Aber nichts, absolut gar nichts wird erklärt. Ganz ehrlich, ich mag Bücher, bei denen man auch selbst mal nachdenken muss und nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommt, aber das fand ich einfach schwach. Als ob die Autorin eine fixe Idee hatte, aber sich keine großen Gedanken um den Sinn oder die Ausführung machen wollte.

Die Hauptprotagonistin ohne Namen fand ich weder sympathisch, noch unsympathisch. Das sie seltsam ist, ist wohl ziemlich realistisch geschrieben, nachdem sie nichts von der Außenwelt kannte, bevor sie aus dem Gefängnis entkommen sind.

Das Buch als feministisch zu bezeichnen ist meiner Meinung nach grundlegend falsch und irreführend. Es wurde zu einer anderen Zeit geschrieben, aber dennoch bezweifle ich irgendwie, dass es selbst damals ein feministisches Werk war. Das Schicksal der Frauen war eher menschenunwürdig, auch wenn sie versucht haben das Beste daraus zu machen und von einer Rebellion oder ähnlichem kann man absolut nicht sprechen.

Also scheinbar hat das Buch ja begeisterte Leser:innen, ich gehöre aber nicht dazu und kann es auch nicht weiterempfehlen. Mir fehlte hier leider irgendwie einfach alles, was ein Buch in meinen Augen gut macht.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eigentlich richtig toll, aber das Ende hat es kaputt gemacht

Das White Octopus Hotel
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Wie sehr ich dieses Buch mochte! Die Geschichte war originell, mysteriös und spannend – bis dann das Ende kam. Am Ende laufen alle Fäden zusammen und ich musste enttäuscht feststellen, wie wenig davon ...

Wie sehr ich dieses Buch mochte! Die Geschichte war originell, mysteriös und spannend – bis dann das Ende kam. Am Ende laufen alle Fäden zusammen und ich musste enttäuscht feststellen, wie wenig davon eigentlich Sinn ergibt. Ich kann aufgrund von massiven Spoilern nicht ins Detail gehen, aber so viel war extrem widersprüchlich, dass es mich echt geärgert hat. Ich glaube andernfalls hätte ich dem Buch 5 Sterne gegeben, denn bis zur Auflösung mochte ich es so sehr!

Eve war eine tolle Protagonistin mit echten Problemen und einem authentischen, nachvollziehbarem Verhalten. Ich mochte es, wie sie nach und nach aus ihrem Schneckenhaus kam und man sie immer besser kennen gelernt hat.

Am tollsten fand ich natürlich das magische Hotel! Die Autorin hat alles so gut beschrieben und dargestellt, dass ich wirklich das Gefühl hatte, das Hotel selbst zu sehen. Die Atmosphäre war wirklich klasse.

Ich bin echt traurig, dass sich das Buch auf den letzten Seiten so entwickelt hat und die Autorin die Strukturen nicht etwas besser durchdacht hat. Ich denke nicht, dass ihr die Unstimmigkeiten nicht aufgefallen sind, ich vermute sie hat die Zeit einfach als

Ich kann das Buch also nur Menschen empfehlen, die beim Lesen keinen Wert auf Logik legen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ganz toll geschrieben und sehr berührend

Eine Maus namens Merlin
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Das Buchcover ist sehr süß gestaltet und passt toll zur Geschichte, wobei ich das Originalcover auch echt gelungen fand. Dennoch schön, dass Merlin hier so prominent auftaucht!

Der Schreibstil des Autor ...

Das Buchcover ist sehr süß gestaltet und passt toll zur Geschichte, wobei ich das Originalcover auch echt gelungen fand. Dennoch schön, dass Merlin hier so prominent auftaucht!

Der Schreibstil des Autor ist total gut zu lesen, er schafft es aber auch sehr gut Gedanken und vor allem Gefühle zu transportieren. Ich mochte Helen und vor allem auch Merlin als Charaktere sehr! Was ich ebenfalls schön fand war, dass der Autor im Buch auf ein wichtiges Thema eingeht. Viele Senioren sind im Alter einsam, weil sie keine Familie oder andere Bezugspersonen mehr haben. Ich es gut, dass der Autor dahingehend versucht hat etwas zu sensibilisieren und das nicht mit einem plumpen Fingerzeig, sondern als unterschwellige, subtile Message. Tatsächlich entwickelt sich die Geschichte auch in eine Richtung, die ich anfangs gar nicht erwartet hatte. Das meine ich aber durchaus positiv, denn ich dachte was passiert wäre mehr oder weniger in Stein gemeißelt und hatte nicht erwartet, dass mich etwas überraschen könnte.

Was mich gestört hat, wofür der Autor aber nichts kann, sondern nur der deutsche Verlag war, dass das Buch an ein paar Stellen nicht richtig übersetzt war. Im Original heißt der Mäuserich Sipsworth, was man meiner Meinung nach auch so hätte belassen können. Nun gut, im deutschen hat man sich für Merlin entschieden, was ja auch in Ordnung ist, aber im Buch war noch an ein paar Stellen von Sipswoth oder Sips die Rede. Das fand ich ziemlich schlampig von der Übersetzerin und sollte dringend überarbeitet werden! Das kann man dem Autor aber nicht zu lasten legen und deshalb beziehe ich das auch nicht in meine Bewertung mit ein.

Ich fand Mäuse zwar auch vorher schon süß, aber nach der Geschichte sehe ich sie nochmal mit anderen Augen. Man merkt, dass der Autor selbst eine besondere Beziehung zu Mäusen hat. Ich bin ehrlich, ich liebe Geschichten wie diese! Sie hat mich sehr berührt und mein Herz gewärmt. Ich wünschte mehr Menschen wären im echten Leben wie die Charaktere in diesem Buch. Durchgelesen war das Buch sehr schnell, in weniger als 2 Tagen. Deshalb kann ich euch allen das Buch nur ans Herz legen und hoffe es findet viele Leser:innen, die es so zu schätzen wissen wie ich. Ich vergebe 4,5 Sterne und runde hier auf 5 Sterne auf!

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Okay, aber leider fehlt mir etwas besonderes

Das Buch der verlorenen Stunden
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Das Buch klang echt gut und spannend und am Anfang dachte ich auch, dass es echt ein tolles und besonderes Buch wird. Aber je weiter es in der Handlung ging, desto weniger begeistert war ich. Das Buch ...

Das Buch klang echt gut und spannend und am Anfang dachte ich auch, dass es echt ein tolles und besonderes Buch wird. Aber je weiter es in der Handlung ging, desto weniger begeistert war ich. Das Buch hatte durchaus auch mal ein paar spannendere Momente, aber eine grundsätzliche Spannung konnte bei mir nicht aufrecht erhalten werden. Es ließ sich gut lesen und der Schreibstil war nicht schlecht, aber irgendwie hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Sowohl vom Schreibstil, als auch von der Handlung und den Charakteren her. Es ist mehr so eine Masse aus okay/kann man machen, ist aber nichts besonderes.

Es gibt einige Plottwists, bei denen die Autorin meiner Meinung nach sehr in die Klischeekiste gegriffen hat. Mich würde es doch sehr wundern, wenn sie damit irgendwen überraschen konnte. Ich hätte mir etwas weniger subtiles und vorhersehbares gewünscht. Die Handlung ist ansonsten teilweise etwas unlogisch und plump. Zum größten Teil aber okay, nur eben total vorhersehbar und deshalb auch etwas langatmig.

Die Charaktere waren mir am Anfang sympathisch, was über die Zeit hinweg leider abnahm. Vor allem bei Lisavet. Meist konnte ich ihre Zerissenheit schon spüren, aber öfter auch Handlungen nicht wirklich gut nachvollziehen und fand sie teilweise sehr egoistisch. Amelia konnte mir ebenfalls nicht besonders ans Herz wachsen, dafür hat man sie zu wenig kennengelernt und ich fand sie öfter zu naiv.

Die vielen begeisterten Stimmen und die Vergleiche mit der Mitternachtsbibliothek kann ich persönlich leider nicht nachvollziehen. Für mich war das Buch in Ordnung, aber mehr auch nicht. Ich würde es deshalb nicht unbedingt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Ein absolut umwerfendes Buch!

The Second Death of Locke
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Ich bin wirklich sehr überrascht, dass es sich bei diesem Buch um einen Debutroman handelt, denn es ist wirklich unglaublich gut! Die Atmosphäre ist sehr düster und gothic angehaucht, was eine unglaublich ...

Ich bin wirklich sehr überrascht, dass es sich bei diesem Buch um einen Debutroman handelt, denn es ist wirklich unglaublich gut! Die Atmosphäre ist sehr düster und gothic angehaucht, was eine unglaublich tolle Stimmung und Atmosphäre beim Lesen erzeugt. Ich hatte das Gefühl, die Kulisse würde buchstäblich aus den Seiten springen. Ein Großteil der Handlung spielt auf dem Schlachtfeld und man bekommt das Gefühl, dass man selbst dort ist. Ich liebe gute mittelalterliche Fantasy sehr und diese hier kam mir wie eine der authentischsten die ich bisher gelesen habe vor.

Die Autorin hat einen wirklich umwerfend schönen Schreibstil, der einem die Charaktere und die Welt sehr leicht näher bringt, aber dennoch eine gewisse Komplexität mit sich bringt. Ich bin ehrlich, ich brauche keine Romanze, weiß eine richtig gute aber zu schätzen. Hier war es die Definition von „vom Schicksal bestimmt“, gegenseitiger Sehnsucht und Besessenheit, aber auf die schönste Art und Weise. Einige der Zitate rund um die Romanze waren absolut wunderschön geschrieben. V. L. Bovalino ist eindeutig unglaublich talentiert. Zudem gibt es im Buch auch das Found Family Trope, was ich absolut toll umgesetzt fand. Die Dynamik und der Zusammenhalt der Gruppe waren richtig schön und herzerwärmend. Die Charaktere konnte ich echt ins Herz schließen und mochte die Vielschichtigkeit sehr.

Das Magiesystem in diesem Buch fand ich wirklich gelungen. Es ist so einzigartig und wunderbar durchdacht. Ich liebe es immer, wenn ich ein Fantasy-Buch in die Hand nehme und es mich in Bezug auf die Magie und die Welt, die darin geschaffen wird, gleichzeitig schockiert und fasziniert – genau das hat dieses Buch getan.

Ich glaube die Geschichte und die Charaktere werden mir noch lange im Kopf bleiben. Insgesamt ist dieses Buch ein absolut wunderbares, romantisches Meisterwerk im Gothic-Stil, in dem Ritterinnen im Mittelpunkt stehen. Ich kann euch nur wärmstens empfehlen, dieses Buch zu lesen.

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