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Veröffentlicht am 02.10.2024

Hortensientage

Hortensientage
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Hortensientage von Manuela Inusa ist eine Hommage an ihre Großeltern. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte und das tolle Buchcover mein Interesse geweckt hatte, hatte ich mich eigentlich auf das Buch ...

Hortensientage von Manuela Inusa ist eine Hommage an ihre Großeltern. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte und das tolle Buchcover mein Interesse geweckt hatte, hatte ich mich eigentlich auf das Buch gefreut. Aber ich glaube ich hatte einfach zu hohe Erwartungen an das Buch.

Ela besucht regelmäßig ihre Oma im Pflegeheim, sie haben eine ganz besondere und innige Beziehung. Als Ela in einer Fotobox auf alte Fotos und Postkarten von ihren Großeltern stößt ist sie erst etwas verwirrt. Das ihr Opa im 2. Weltkrieg in Großbritannien in Gefangenschaft war wusste Ela nicht. Sie kennt zwar viele Geschichten von ihren Großeltern, aber sie scheinen einiges geheim gehalten zu haben. Ela nimmt sich vor mehr über die Vergangenheit herauszufinden.

Das Buch ist in zwei Handlungssträngen unterteilt. So erlebt der Leser die Gegenwart, aber wird durch Elas Oma auch in die Vergangenheit mitgenommen. Der Vergangenheitsteil war spannend, aber leider etwas kurz. Hier hätte ich mir gerne noch ein paar mehr Einblicke gewünscht.

Die Kapitel sind alle recht kurz und haben eine nette und zum Kapitel passende Überschrift. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig. Er ist zwar flüssig und kurzweilig, aber auch sehr Oberflächlich. Zudem gibt es gibt viele Wiederholungen. Egal ob es um den Alltag im Pflegeheim geht oder darum wie Ela mit Selbstzweifeln bezüglich ihres Liebesromans geht.

Es gab immer wieder mal sehr gefühlvolle Stellen und doch wirkte das Buch etwas sachlich. Man spürte zwar die enge Verbindung zwischen Ela und ihren Großeltern und doch blieben sie etwas distanziert.

Die Idee des Buches finde ich sehr schön und spannend, an der Umsetzung hapert es für mich etwas.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2024

Agatha Raisin und der tödliche Biss

Agatha Raisin und der tödliche Biss
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Agatha Raisin und der tödliche Biss von M.C. Beaton ist der 23igste Band einer britischen Cosy Crime Reihe. Ich kannte bisher nur Band 1 und hatte keine Probleme in das Buch zu finden, alles wichtige wird ...

Agatha Raisin und der tödliche Biss von M.C. Beaton ist der 23igste Band einer britischen Cosy Crime Reihe. Ich kannte bisher nur Band 1 und hatte keine Probleme in das Buch zu finden, alles wichtige wird nochmal kurz aufgegriffen. So haben auch neue Leser ihre Freude am Buch.

Agatha hat sich, wie fast das ganze Dorf, in den schneidigen Gärtner George Marston verliebt. Sie versucht alles um seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Als er zu einem Wohltätigkeitsball nicht erscheint, geht Agatha ihn suchen und findet ihn tot unter seinem Komposthaufen. Wer hat den beliebten Gärtner umgebracht? Agatha macht sich daran den schuldigen zu finden und begibt sich und ihr Team in Gefahr.

Das Buch hat ein angenehmes eigenes Tempo. Es lässt sich recht flüssig und leicht lesen. Zudem versprüht es eine gemütliche und spannende Atmosphäre. Es gibt viele Motive und auch einige Verdächtige. Der Leser wird durch verschieden gelegte Spuren auf den ein oder anderen Irrweg geführt. So macht das mitermitteln Spaß. Zudem bietet das Buch Humor und etwas skurrile aber sympathische Protagonisten.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war das Motiv was mir nicht schlüssig genug ausgearbeitet war. Nachdem was man alles gelesen hatte, hätten sich bessere Motive aufgetan. Das wirkte mir dann doch etwas konstruiert und langweilig.

Es ist ein gemütlicher, klassischer Krimi, mit einem Mord, weiteren Unfällen, einem überschaubaren Verdächtigenkreis, einem kleinen süßen Ort und einer etwas exzentrischen Hauptprotagonistin. Mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen und ich werde die Reihe bestimmt weiter verfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.09.2024

Die Flut

Die Flut
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Die Flut von Arno Strobel ist ein Psychothriller der sich wieder gut hören lässt, aber auch die ein oder andere Schwäche hat.

Ich bin ja immer wieder begeistert von seinen Ideen und von den psychologischen ...

Die Flut von Arno Strobel ist ein Psychothriller der sich wieder gut hören lässt, aber auch die ein oder andere Schwäche hat.

Ich bin ja immer wieder begeistert von seinen Ideen und von den psychologischen Abgründen. Auch wie er mit deinen Lesern spielt und sie immer wieder in die Irre führen will. Diesmal habe ich wirklich lange an mir gezweifelt wer der Täter ist und wie er es gemacht hat, obwohl es am Ende so plausibel erscheint. Dadurch wird die Spannung auch immer gut gehalten.

Die Story ist gut ausgearbeitet und bietet auch viel Raum für Spekulationen. Auch der Nordseeinsel Amrum geht ein Mörder rum. Er überfällt Pärchen, sie vergräbt er bis zum Kopf in der Ebbe und bindet ihren Mann an einen Pfeiler in der Nähe, damit er zusehen kann wie seine Frau ertrinkt. Zur gleichen Zeig machen die beiden Pärchen Julia, Michael, Andreas und Martina gemeinsam Urlaub auf der Insel. Eigentlich freuten sie sich auf zwei Wochen Erholung. Doch dann gerät einer von ihnen in Verdacht der Mörder zu sein.

Das Buch hat verschiedene Einblicke. So hat der Leser Einblick in die Taten und lernt die Motive kennen. Wir lernen aber auch die Sicht der vier Freunde kennen und man ist bei den Ermittlungsarbeiten dabei. Dadurch ist das Buch kurzweilig und spannend.

Was mich etwas störte waren die Protagonisten. Sie waren alle so klischeehaft und Stereotypen. Es gibt den bösen Polizisten der sich auf eine Person einschießt und dazu immer unfreundlich zu jedermann ist. Dann der gute Polizist der immer versucht alles zu kitten. Es gibt die Zicke, den Spanner, den überambitionierten krankgeschrieben Polizisten und und und. Das war mir alles zu viel des Guten. Zudem wirkten alle dadurch sehr unsympathisch oder unnahbar.

Sascha Rotermund macht bei dem Hörbuch wieder einen guten Job. Er liest das Hörbuch akzentuiert, unaufgeregt und spannend ein. Er erfasst die Stimmung und transportiert sie zu seinen Hörern. So hat sich das Hörbuch wieder gut und schnell hören lassen.

Ein guter Thriller mit einigen Wendungen, aber extrem unsympathischen Personen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2024

Ein Schritt ins Leere

Ein Schritt ins Leere
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Ein Schritt ins Leere von Agatha Christie ist wieder ein klassischer Krimi der sich gut und schnell lesen lässt. In dem Buch sind mal nicht ihre berühmten Ermittler Miss Marple oder Hercule Poirot enthalten, ...

Ein Schritt ins Leere von Agatha Christie ist wieder ein klassischer Krimi der sich gut und schnell lesen lässt. In dem Buch sind mal nicht ihre berühmten Ermittler Miss Marple oder Hercule Poirot enthalten, sondern zwei ganz normale Menschen die Zweifel an einem Unfall haben.

Das Buch beginnt recht spannend und abwechslungsreich. Bobby will eigentlich nur eine Runde Golf spielen. Doch bei der Suche nach seinem Ball findet er einen sterbenden Mann vor. Dieser scheint im Nebel über die Klippen gestürzt zu sein. Kurz bevor er stirb äußert er die Worte: Warum haben sie nicht Evans geholt? Aufgrund dieser Aussage vermutet Bobby das es kein normaler Unfall war. Mit seiner Freundin Freddie begibt er sich auf Spurensuche und stößt auf weitere Tote und begibt sich mehr als einmal in Lebensgefahr.

Der Schreibstil der Queen of Crime ist wieder leicht, spritzig, spannend, humorvoll und flüssig. Agatha Christie baut wieder eine Geschichte auf die viel Raum für Spekulationen und Verwirrungen sorgt. Nachdem man einen engeren Kreis für die Verdächtigen hat, bot sich mir schnell zwei Möglichkeiten wovon eine dann auch zutraf. Für mich sind es allerdings zu viele Zufälle und Bobby und Freddie waren mir einfach zu gutgläubig. Ja es sind nur Hobbydetektive aber ganz so naiv kann ich nicht einfach jemanden von den Vermutungen erzählen. Auch das Ende fand ich etwas enttäuschend. Mit der Aufklärung bin ich zufrieden, aber nicht wie es dem Leser übermittelt wird. Da gibt es deutlich bessere Methoden.

Die Krimis von Agatha Christie bieten Spannung, Verwirrungen, ein bisschen Liebe und Humor. Dies hat der Krimi auch. Er lässt sich auch recht gut lesen und doch war es mir zu viel Zufall.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Der Totenarzt

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Der Totenarzt von Chris Carter ist der dreizehnte Teil seiner Hunter Garcia Reihe. Bisher hatte ich nur von der Reihe und dem Autor gehört, aber noch nichts gelesen. Als ich nun die Möglichkeit hatte das ...

Der Totenarzt von Chris Carter ist der dreizehnte Teil seiner Hunter Garcia Reihe. Bisher hatte ich nur von der Reihe und dem Autor gehört, aber noch nichts gelesen. Als ich nun die Möglichkeit hatte das Hörbuch zu hören habe ich gleich zugegriffen.

Obwohl es sich hier um eine Reihe handelt ist mir der Einstieg nicht schwer gefallen. Somit kann man meines Erachtens die Bücher separat lesen. Mir hat nichts gefehlt und wenn ich nicht gewusst hätte, dass es sich hier um eine Reihe handelt wäre es mir nicht weiter aufgefallen. Als kleine Warnung sei angemerkt, dass das Buch nicht unbedingt für Zartbesaitetet gedacht ist. Man liest von Folter und einem sadistischen Täter der seine Opfer quält.

Chris Carter hat einen angenehmen Schreibstil. Er schreibt flüssig und spannend. Von der ersten Seite an ist man mitten in der Geschichte. Das Hörbuch wurde wieder sehr schön von Uve Teschner eingelesen, so sind die Hörminuten auch nur so verflogen.

Die Grundidee der Geschichte ist spannend und interessant. Morde die als Selbstmorde getarnt sind und nur durch Zufall entdeckt werden. Zudem schreibt der Autor in verschiedenen Perspektiven. So wechselt er zwischen Ermittler, Täter, Opfern und Zeugen ab. So bekommt das Buch seine ganz eigene Spannung und man fragt sich unweigerlich wer und was hinter den Morden steckt. Die Ermittler haben auch recht schnell eine Spur und die führt zu Häuslicher Gewalt und Kindesmißhandlungen.

Auf mich wirkte das Ende recht konstruiert und es ging auch sehr schnell und plötzlich kamen sie auf den Täter. Der Weg bis dahin ist aber recht spannend, mit ein paar Längen aber diese passen ganz gut.

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