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Veröffentlicht am 15.09.2016

Im Hause Longbourn

Im Hause Longbourn
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Jo Baker hat etwas gewagt und teilweise gut umgesetzt. Beinahe jeder kennt Jane Austens Stolz und Vorurteil, aber niemand guckt hinter die Kulissen. Da gibt es auch noch Dienstboten die den ganzen Haushalt ...

Jo Baker hat etwas gewagt und teilweise gut umgesetzt. Beinahe jeder kennt Jane Austens Stolz und Vorurteil, aber niemand guckt hinter die Kulissen. Da gibt es auch noch Dienstboten die den ganzen Haushalt schmeißen. Genau diese Sicht hat Jo Baker aufgegriffen. Die Idee fand ich gar nicht so schlecht, an der Umsetzung hat es etwas gehapert. So war mir der Schreibstil zu modern, was ich sehr schade fand. Auch war die Geschichte an manchen Stellen zu langatmig bis langweilig. Auch das Ende war unrealistisch und ging alles ganz schnell von statten. Da hätte man sich auf jeden Fall was Besseres einfallen lassen können.

Im Hause Longbourn gibt es die Hills, Sarah und Polly. Diese sind Dienstboten von der Familie Bennet. Sarah träumt davon einmal die weite Welt zu sehen und nicht mehr ständig für Lizzy und Co zu waschen, putzen, servieren usw. Sie hofft eines Tages raus zu kommen und die Liebe ihres Lebens zu treffen. Auf mysteriöse Art bekommt die Familie Bennet einen neuen Dienstboten, James. Sarah hofft dem jungen Mann aufzufallen doch alle Hoffnungen scheinen ganz schnell zerstört zu werden. Denn James scheint Sarah gar nicht zu beachten. Er ist im Allgemeinen ein komischer Kauz, zwar freundlich und zuvorkommend aber doch sehr still. Sarah vermutet dass James was zu verbergen hat. Nur was ist es, was der junge Mann nicht erzählt? Woher kommt er und warum ist er so verschlossen?

Dieser Roman ist für sich gesehen zwar schön und lesenswert, aber hat nicht viel Spannung und ist teilweise zu detailliert, so dass es stellenweise langweilig wird. An sich ist es ein toller historischer Roman, für Jane Austen Fans aber eher eine Enttäuschung. Daher mein Rat nicht zu sehr an Jane Austens Stolz und Vorurteil denken, dann habt ihr ein tolles lesevergnügen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

In einer Winternacht

In einer Winternacht
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Mary Higgins Clark schafft es auch in diesem kurzen Krimi eine Spannung aufzubauen und sie bis zum Ende zu halten. Sie spinnt ihre Fäden so geschickt das man ihre Bücher schlecht aus den Händen legen kann. ...

Mary Higgins Clark schafft es auch in diesem kurzen Krimi eine Spannung aufzubauen und sie bis zum Ende zu halten. Sie spinnt ihre Fäden so geschickt das man ihre Bücher schlecht aus den Händen legen kann. Dieser eher kurze Krimi lässt sich leicht und schnell lesen. Er ist perfekt für zwischendurch und zudem auch sehr seicht. Also wenn man mal was spannendes ohne Blut haben will ist dieser Roman passend.

Sondra ist 18 Jahre alt und verzweifelt. Ihr steht eine Karriere als Geigerin in Aussicht doch sie ist unetwartet Schwanger geworden. Sie setzt ihre kleine Tochter in einer kalten Winternacht vor einer New Yorker Kirche aus. Sie hat ihre Tochter warm eingepackt in einen Kinderwagen gelegt, Nahrung und Kleidung sowie einen Brief dazu getan und geht weg um den Pfarrer zu informieren. Nach 7 Jahren versucht sie ihr Kind wieder zu finden. Was Sondra nicht weiß ist das ein Kirchendieb den Kinderwagen entdeckt und mit nimmt. Was ist aus dem Baby geworden und findet Sondra sie wieder?

Zur gleichen Zeit versucht die Hobbydetektivin Alvirah einen Betrugsfall für ihre Freundin Kate zu lösen. Dieser wird ein gefälschtes Testament untergeschoben. Ohne es zu ahnen verstrickt sich dieser Fall mit dem Baby von Sondra.

In einer Winternacht ist ein kurzweiliger, aber trotzdem guter Roman der sich schnell lesen lässt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Bucht des blauen Feuers

Die Bucht des blauen Feuers
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Ich habe schon einige Bücher von Micaela Jary gelesen und fand sie bisher gut. Auch dieses Buch ist gut aber es hat einige Schwachstellen. Die Idee finde ich sehr schön, aber es hapert an der Umsetzung. ...

Ich habe schon einige Bücher von Micaela Jary gelesen und fand sie bisher gut. Auch dieses Buch ist gut aber es hat einige Schwachstellen. Die Idee finde ich sehr schön, aber es hapert an der Umsetzung. So dauert es sehr lange bis man zur eigentlichen Geschichte kommt, die einem auf dem Klapptext beschrieben wird. Und am Ende ging es mir viel zu schnell. Die Ereignisse haben sich überschlagen und waren mir zu unrealistisch. Ansonsten hat sich das Buch gut und schnell lesen lassen.

1909 Emma ist eine junge Frau die grade ihren Vater verloren hat und nun auf sich allein gestellt ist. Durch einen Zufall erfährt sie das ihre tot geglaubte Mutter in Deutsch-Südwestafrika lebt. Sie ist vor 12 Jahren dorthin ausgewandert. Aber warum hat sie ihre Tochter zurück gelassen? Und warum hat Emmas Vater ihr die Briefe von ihrer Mutter vorenthalten? Um dies und anderes zu klären beschließt Emma nach Deutsch-Südwest zu reisen. Zur gleichen Zeit lernt Emma die Pianistin Dorothee von Hirschberg kennen. Diese reist auch nach Deutsch-Südwest und freut sich das ihre neue Freundin sie begleitet. Auf dem Schiff reisen der charmante Manfred von Paschen und der undurchsichtige Ernst Keller mit. Beide Männer werden das Leben von Emma und Dorothee verändern. Zudem sind sie der Schüssel um das verschwinden von Emmas Mutter und einer handvoll Rohdiamanten.

Ich fand es sehr schön dass die Autorin einen in die deutsche Kolonie in Afrika entführte. Allerdings kamen mir die Landschaftsbeschreibungen zu kurz, unwichtige Details aber wurden in die Länge gezogen. Am Ende des Buches gab es eine historische Zeittafel die ich interessant fand. Für mich ist es wichtig das ein historischer Roman auch fundiertes Hintergrundwissen vermittelt.

Alles in allem ein schöner Roman der aber noch besser hätte sein können.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Untergang der Welt

Der Untergang der Welt
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Das war das schlechteste Buch das ich seit langem gelesen habe. Ich habe mehrfach überlegt es nicht weiter zu lesen, habe mir aber immer wieder gesagt das es bestimmt noch besser wird. Aber es wurde nicht ...

Das war das schlechteste Buch das ich seit langem gelesen habe. Ich habe mehrfach überlegt es nicht weiter zu lesen, habe mir aber immer wieder gesagt das es bestimmt noch besser wird. Aber es wurde nicht besser. Der Autor versucht dem Leser hier vom ersten Kreuzzug gegen die Ungläubigen zu erzählen findet aber keinen roten Faden und will viel zu viele historische Hintergründe einfließen lassen. Und genau daran scheitert er kläglich. Denn es sind zu viele verschiedene Handlungsstränge und Personen um am Ende noch durchzusteigen. Auch die Geschichte die auf dem Klapptext angepriesen wird ist nur ein kleines Beiwerk. Zudem sagt der Klapptext schon alles aus. Dafür hätte ich das Buch nicht lesen müssen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Vorleser

Der Vorleser
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Ich habe vor einigen Jahren den Film gesehen und habe mich seitdem mit dem Gedanken getragen, ob ich das Buch lesen sollte oder nicht. Nun ist mir das Buch in die Hände gefallen, also musste es gelesen ...

Ich habe vor einigen Jahren den Film gesehen und habe mich seitdem mit dem Gedanken getragen, ob ich das Buch lesen sollte oder nicht. Nun ist mir das Buch in die Hände gefallen, also musste es gelesen werden. Was mich dabei überrascht hat ist das der Film wirklich sehr nahe am Buch dran ist.

Bernhard Schlink thematisiert hier eine ungewöhnliche Liebe, sowie die Vergangenheit Deutschlands insbesondere die Schuld unter den Nationalsozialismus. Aber auch Fragen nach Verrat und Treue werden gestellt.

Michael Berg ist 15 Jahre alt und hat eine schwere Krankheit hinter sich. Zufällig trifft er auf die Straßenbahnschaffnerin Hanna Schmitz. Hanna ist zwar viel älter als Michael aber trotzdem erwächst aus dieser Bekanntschaft eine Liebesbeziehung. Zu ihren Ritualen gehört das Vorlesen, Duschen, sich Lieben und noch ein bisschen beieinander liegen. Doch eines Tages verschwindet Hanna die oft reizbar und rätselhaft ist. Nach einigen Jahren trifft Michael sie wieder. Hanna ist Angeklagte in einem KZ-Prozess und Michael ist als Student der Rechtswissenschaften anwesend.

An manchen Stellen ist es etwas schwer geschrieben, der Schreibstil ist nicht so flüssig wie ich es gewohnt bin. Einige Passagen musste ich doppelt lesen. Außerdem kam noch erschwerend dazu, dass dieses Buch nach der alten Rechtschreibung geschrieben ist und es leicht verwirrend war.

Sonst bin ich von dem Buch begeistert. Es behandelt viele Themen die einen fesseln und auch zum Nachdenken bewegen. Bernhard Schlink hat mit dem Buch „Der Vorleser“ einen Klassiker der Zeitgenössischen Literatur geschaffen.