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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

Wie der eigene Selbstwert unser Leben bestimmt

Deinen Selbstwert bestimmst nur du
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Der koreanische Psychiater Dr. Yoon Hong Gyun stellt in seinem Buch Methoden zur Stärkung des eigenen Selbstwertes vor. Der Autor vermittelt seine Inhalte verständlich und unkompliziert, so dass auch medizinische ...

Der koreanische Psychiater Dr. Yoon Hong Gyun stellt in seinem Buch Methoden zur Stärkung des eigenen Selbstwertes vor. Der Autor vermittelt seine Inhalte verständlich und unkompliziert, so dass auch medizinische Laien seine Ausführungen gut nachvollziehen können. Zu Beginn beleuchtet er den Begriff "Selbstwert" und erklärt wie dieser unser Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein beeinflusst. Aus seiner beruflichen Praxis greift er häufig gestellte Fragen und Problematiken auf und beschreibt die Ursachen anhand des mangelnden Selbstwertes. Jedes Kapitel endet mit Übungen, die sich gut alleine durchführen lassen.
Vieles ist altbekannt, wird aber in einem neuen Gewand präsentiert und liefert so neue Impulse sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Thematik "Selbstwert" wird sehr ausführlich in all ihren Facetten und deren Auswirkung auf unsere Lebensbereiche dargestellt.
Mir persönlich wiederholt sich einiges zu oft, was sicherlich die Einprägung fördert, mich aber ab der Hälfte des Buches zunehmend gelangweilt hat.

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Berührend und tiefsinnig

Mathilde und Marie
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Redu ist ein besonderer Ort, an dem die Uhren anders gehen, denn er unterscheidet sich nicht nur von anderen Orten durch die verschiedenen Zeiten, die der schiefe Kirchturm auf seinen zwei Zifferblättern ...

Redu ist ein besonderer Ort, an dem die Uhren anders gehen, denn er unterscheidet sich nicht nur von anderen Orten durch die verschiedenen Zeiten, die der schiefe Kirchturm auf seinen zwei Zifferblättern anzeigt, sondern auch durch andere Weise, wie man im Laufe der Geschichte erfährt. Hierhin führt es Marie, die aus der Metropole Paris Hals über Kopf ohne Ziel flüchtet und genau dort landet.
Der Autor beschreibt sehr einfühlsam und mit achtsam gewählten Worten das Setting und die Entwicklung von Marie und den Charaktere um sie herum. Es ist eine Geschichte die rührt, bewegt und guttut. Die Beschreibungen der Gespräche und der den Ort umgebenen Natur entschleunigen und lassen eintauchen in eine Welt der Bücher, des Lesens, der Freundschaften und des guten Lebens. Das Buch macht Lust mal wieder innenzuhalten und genauer hinzuschauen auf die kleinen Dinge des Alltags, die das Leben lebenswert machen.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Eine sehr persönliche Liebesgeschichte

Memories So Golden Like Us (Blue Eternity 2)
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Ein schön gestaltetes Cover verrät nichts über den Inhalt, lässt aber das Setting am Meer vermuten.
So ist es auch, denn die Geschichte spielt in St. Ives einem wunderschönen Küstenort, der viele Künstler, ...

Ein schön gestaltetes Cover verrät nichts über den Inhalt, lässt aber das Setting am Meer vermuten.
So ist es auch, denn die Geschichte spielt in St. Ives einem wunderschönen Küstenort, der viele Künstler, die Tate Galerie und eine atemberaubende Landschaft beheimatet.
Von London aus wird die Protagonistin Blair dorthin quasi "strafversetzt", um sich nach einem Jahr voller Partys und Affären wieder ihrer Kunst zu widmen. Der Tod ihres Bruders Sam hat sie in ein tiefes emotionales Loch gerissen, was zu dieser Lebensführung und der Vermeidung ihrer Kunst geführt hat.
Aber nicht nur das wird für Blair zur Zerreißprobe, denn on top wird sie noch mit dem besten Freund ihres toten Bruders, in den sie schon seit Schulzeiten verliebt ist, konfrontiert. Connor ist mit einer ihrer früheren Freundinnen liiert und tritt nun nach langer Zeit wieder in ihr Leben.
Der Roman ist sehr geprägt von dem Gefühlsleben der beiden Protagonisten Blair und Connor und wir abwechselnd aus deren Sicht erzählt.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Zeitgeschichte gut recherchiert

In den Scherben das Licht
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Ein gut ausgewählter Titel und ein modern gestaltetes Cover machen neugierig auf ein Stück Zeitgeschichte, das einen großen Umbruch im Leben der Menschen mit sich brachte.
Zeitlich angesiedelt ist der ...

Ein gut ausgewählter Titel und ein modern gestaltetes Cover machen neugierig auf ein Stück Zeitgeschichte, das einen großen Umbruch im Leben der Menschen mit sich brachte.
Zeitlich angesiedelt ist der Roman in der Nachkriegszeit, in der sowohl die unmittelbaren Auswirkungen des Krieges als auch die Chancen der Zukunft eine Rolle spielen.
Die Protagonisten finden sich zu einer Hausgemeinschaft zusammen, die einige unterschiedliche Charaktere beherbergt. Friede, die Hauseigentümerin, Gert und Gisela, zwei Heranwachsende, die bei ihr Zuflucht finde, bilden den Kern der Gemeinschaft, die nach und nach mit weiteren Personen ergänzt wird.
Ganz verschiedene Schicksale treffen so aufeinander und es entstehen Freundschaften, Beziehungen aber auch Konflikte untereinander. Auf die Zeit der Schrecken des Krieges, der Not und Entbehrungen folgt der Eintritt in die 50er Jahre in denen so viel möglich ist und der Wiederaufbau Früchte trägt.
Das Buch ist sehr gut recherchiert und verknüpft reale Geschehnisse dieser Zeit mit den Lebenswegen der Charaktere. Der Schreibstil ist flüssig und die ersten Kapitel sind toll geschrieben.
Anfangs wird die Geschichte aus der Perspektive von Gisela, Gert und Friede erzählt und danach abwechselnd aus Sicht der weiteren dazukommenden Personen. Mich störte dieser Perspektivwechsel zunehmend beim Lesen, was dazu geführt hat, dass meine Lesemotivation zum Ende hin deutlich nachließ.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Cozy Crime mit wunderbaren Charakteren

Der Tag, an dem Barbara starb
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Krimis sind eigentlich nicht so meins, da war ich gespannt auf diesen Cozy Crime Roman und er hat mir sehr gut gefallen. Der Debütroman von Richard Hooton begleitet ein ungewöhnliches Ermittlerduo, bestehend ...

Krimis sind eigentlich nicht so meins, da war ich gespannt auf diesen Cozy Crime Roman und er hat mir sehr gut gefallen. Der Debütroman von Richard Hooton begleitet ein ungewöhnliches Ermittlerduo, bestehend aus der 89 jährigen Margaret und ihrem 15 jährigen Enkel James, bei dem Versuch den Tod der Nachbarin Barbara aufzuklären. Die Besonderheit ist die beginnende Alzheimer Demenz, die bei Margaret diagnostiziert wird und das Geschehen mitbestimmt. Ich selber habe in meiner Familie einen solchen Krankheitsfall erlebt und finde die geschilderten Einblicke in Margarets Gedanken und Gefühlswelt sehr realistisch vom Autor beschrieben und überaus hilfreich im Umgang mit Betroffenen. Hier merkt man, dass viel selbst Erlebtes mit einem Angehörigen einfließt und es wir wunderbar in die Geschichte integriert und steigert manchmal sogar die Spannung. Auf charmante Art ist so ein Roman entstanden, der sicher nicht nur Krimifans sondern auch Fans von Romanen über Familiengeschichten und Freundschaft begeistert.

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