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Veröffentlicht am 03.11.2025

Cozy Crime mit wunderbaren Charakteren

Der Tag, an dem Barbara starb
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Krimis sind eigentlich nicht so meins, da war ich gespannt auf diesen Cozy Crime Roman und er hat mir sehr gut gefallen. Der Debütroman von Richard Hooton begleitet ein ungewöhnliches Ermittlerduo, bestehend ...

Krimis sind eigentlich nicht so meins, da war ich gespannt auf diesen Cozy Crime Roman und er hat mir sehr gut gefallen. Der Debütroman von Richard Hooton begleitet ein ungewöhnliches Ermittlerduo, bestehend aus der 89 jährigen Margaret und ihrem 15 jährigen Enkel James, bei dem Versuch den Tod der Nachbarin Barbara aufzuklären. Die Besonderheit ist die beginnende Alzheimer Demenz, die bei Margaret diagnostiziert wird und das Geschehen mitbestimmt. Ich selber habe in meiner Familie einen solchen Krankheitsfall erlebt und finde die geschilderten Einblicke in Margarets Gedanken und Gefühlswelt sehr realistisch vom Autor beschrieben und überaus hilfreich im Umgang mit Betroffenen. Hier merkt man, dass viel selbst Erlebtes mit einem Angehörigen einfließt und es wir wunderbar in die Geschichte integriert und steigert manchmal sogar die Spannung. Auf charmante Art ist so ein Roman entstanden, der sicher nicht nur Krimifans sondern auch Fans von Romanen über Familiengeschichten und Freundschaft begeistert.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Sommer, Sonne, Meer und Bücher

Die kleine Inselbibliothek
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Ich kann die Protagonistin Lucy verstehen, was sie so an ihrem kleinen Heimatort liebt und wie wichtig es für sie ist , das zu bewahren. Der Autorin gelingt es nicht nur ein wunderschönes Bild des Settings ...

Ich kann die Protagonistin Lucy verstehen, was sie so an ihrem kleinen Heimatort liebt und wie wichtig es für sie ist , das zu bewahren. Der Autorin gelingt es nicht nur ein wunderschönes Bild des Settings beim Lesen entstehen zu lassen, sondern auch ein Gespür für die Emotionen, die damit verbunden sind, wenn eine solche Idylle ins Wanken gerät. Die Modernisierung des Hafengeländes bedeutet eine große Veränderung für das Leben auf der schönen Insel und fordert viel von Lucy und den anderen Bewohnern, die sich mit dem engagierten Stadtplaner Logan auseinandersetzen müssen. Der kleine Buchladen von Lucy, mit einer sehr persönlichen Geschichte dahinter und ihr Herzensprojekt der Little Free Libary, ein offenes Bücherhäuschen, in dem Einheimische und Urlauber Bücher und kleine Nachrichten austauschen können, tragen viel zum Wohlfühlfaktor des Romans bei. Die Neugierde steigt, weil zwischen Lucy und Logan bereits ein reger Austausch über das Bücherhäuschen stattfindet, ohne dass sie es wissen. Gleichzeitig engagieren sie sich in gegnerischen Positionen für die Stadtplanung und die weitere Entwicklung von Heron Isle.
Der flüssige Schreibstil macht es leicht sich in das Setting einzufinden und mit den Protagonisten mitzufühlen und ihre Gedanken zu teilen. Es kommt keine Langeweile auf und gespannt lässt sich die Entwicklung verfolgen. Eine gelungene Mischung aus Heimatgefühl, der Liebe zu Büchern, Sommer, Sonne, Strand, Meer, sympathischen Charakteren, Freundschaft, Berufung und Liebe.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Schöne Einstimmung auf den Winter

Drei Tage im Schnee
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In einer so schnelllebigen Zeit, wie heute, fällt es nicht schwer, sich in die Protagonistin Hannah einzufühlen. Der Autorin Ina Bhatter gelingt es in ihrem ersten Roman ein modernes Märchen zu erschaffen, ...

In einer so schnelllebigen Zeit, wie heute, fällt es nicht schwer, sich in die Protagonistin Hannah einzufühlen. Der Autorin Ina Bhatter gelingt es in ihrem ersten Roman ein modernes Märchen zu erschaffen, das kurzweilig und angenehm geschrieben, zum Nachdenken anregt.
Vielleicht ändert die Geschichte nicht nur Hannahs Leben…
Mit 33 Jahren ist Hannah mitten in einem Leben, das sie so vereinnahmt, dass sie sich eine Auszeit in einer abgelegenen Hütte mitten in der Natur bucht, um Abstand von ihrem hektischen und reizüberfluteten Alltag zu bekommen. Was sie vorfindet, ist eine abgeschiedene Hütte, die auf den ersten Blick minimalistisch erscheint, jedoch beim näheren Hinschauen alles, was es zu einem guten Leben braucht, bietet. Die Begegnung mit der kleinen Sophie bringt sie wieder in den Kontakt mit ihrem inneren Kind und eröffnet ihr neue Sichtweisen auf ihr derzeitiges Leben und den Kontrast zu ihren Wünschen und Sehnsüchten. Die Interaktionen und Gespräche der beiden, aber auch die Gedanken, die Hannah beschäftigen, enthalten viele bekannte Lebensweisheiten in einem neuen Gewand. Das Setting in der wunderbar beschriebenen Winterlandschaft und am knisternden Kamin lässt eintauchen in ein Wohlbehagen, das ein besonderer Wintertag mit sich bringen kann.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und stimmt mich mit einigen Anregungen auf den kommenden Winter ein. Die eingebundenen Lebensweisheiten, haben mich erinnert, denn auch bei mir sind sie in Vergessenheit geraten und durch den Roman wieder präsent.
Die Geschichte berührt, ist gefühlvoll formuliert und tut der Seele gut.

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