A Fire in the Sky (Band 1) von Sophie Jordan • Rezension
A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1 Bookstagram:
https://www.instagram.com/prettytigerbuch
Blog:
https://www.prettytigerbuch.de
Tamsyn ist am königlichen Hof von Penterra als Prügelmädchen aufgewachsen. Ihre Position bringt ihr zwar ...
Bookstagram:
https://www.instagram.com/prettytigerbuch
Blog:
https://www.prettytigerbuch.de
Tamsyn ist am königlichen Hof von Penterra als Prügelmädchen aufgewachsen. Ihre Position bringt ihr zwar gewisse Privilegien ein - doch der Preis dafür ist hoch. Wann immer eine der drei Prinzessinnen einen Fehler macht, wird Tamsyn gezüchtigt. Als die Bestie der Grenzlande, der berüchtigte Krieger Fell, an den königlichen Hof kommt und eine der Prinzessinnen als Braut fordert, wird ausgerechnet Tamysn mit ihm verheiratet und nicht etwa eine ihrer Schwestern. Was als Täuschung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem gefährlichen Spiel - denn Tamsyn ist viel mehr als das königliche Prügelmädchen.
Erster Leseeindruck: Ich bin inzwischen etwa bei der Hälfte des Buches angekommen - und leider auch an dem Punkt, an dem sich leise Ernüchterung eingeschlichen hat.
Der Einstieg hat sich für mich gezogen. Die ersten 150 Seiten haben sich repetitiv angefühlt und kaum über das hinausgeführt, was bereits im Klappentext angedeutet worden ist. Der Plot stagniert, echte Wendungen sind lange ausgeblieben, und Spannung entsteht eher durch die Hoffnung, dass auf den kommenden Seiten vielleicht noch etwas Unerwartetes passieren wird.
Auch mit Tamsyn als Protagonistin bin ich bisher nicht richtig warm geworden. Ihre naive, nahezu unterwürfige Rolle als Prügelmädchen am königlichen Hof und die Dynamik aus Loyalität und stiller Akzeptanz sind für mich schwer greifbar gewesen. Statt einer starken, emanzipierten FMC habe ich im ersten Band leider eine Figur kennengelernt, die sich mit ihrer derzeitigen Situation arrangiert hat und nicht den Eindruck macht, als würde sie aus ihrer Lage ausbrechen wollen.
Der Weltentwurf ist spannend gedacht. Eine mittelalterliche Fantasywelt mit fantastischen Wesen wie Huldra, Hexen und andere Kreaturen, doch leider bleibt es hier oftmals bei Erwähnungen und so einigen Fragezeichen. So richtig griffig sind die einzelnen Begriffe auch am Ende des ersten Bandes für mich noch nicht.
Auch emotional hat mich die Geschichte bislang nicht vollständig erreicht. Sowohl auf der Charakter- als auch auf der Beziehungsebene habe ich Vieles einfach nicht gefühlt. Insbesondere die Romanze entwickelt sich schnell, ohne ein spürbares Fundament, abgesehen von offensichtlicher körperlicher Anziehung zwischen den beiden Hauptfiguren.
Was mir gefallen hat?
Die Idee! Und ganz besonders ein Element der Handlung, das ich euch an dieser Stelle nicht verraten kann (Spoiler), das für den zweiten Band die Karten neu mischt und Spannung verspricht. Davon abgesehen ist „A Fire in the Sky“ leichte Romantasy, die unterhält, mich allerdings nicht völlig mitgenommen hat. Stattdessen wirkt die Geschichte wie auf Sparflamme erzählt. Was sich hartnäckig hält ist der Eindruck, dass viel Potenzial verschenkt wird.
Fazit: Die Firelight-Trilogie der Autorin habe ich geliebt, umso mehr hat es mich enttäuscht, dass „ A Fire in the Sky“ so überraschend dünn daherkommt. Trotz guter Idee hat der Auftaktband der Dilogie für mich nicht gezündet, sodass ich aktuell noch schwanke, ob ich die Reihe wirklich weiter verfolgen werde.