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Veröffentlicht am 10.07.2024

Gute Geschichte, Umsetzung weniger

Wir waren nur Mädchen
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Das Buch erzählt die Geschichte der Niederländerin Hannie Schaft von 1940 bis 1945. Hanni studiert Jura. Doch als die Nazis verlangen, dass die Studenten sich für Deutschland entscheiden, beendet sie das ...

Das Buch erzählt die Geschichte der Niederländerin Hannie Schaft von 1940 bis 1945. Hanni studiert Jura. Doch als die Nazis verlangen, dass die Studenten sich für Deutschland entscheiden, beendet sie das Studium und schafft es, ihre beiden jüdischen Freundinnen bei ihren Eltern illegal unterzubringen. Sie selbst geht mehr und mehr in den aktiven Widerstand und wird eine der wenigen Frauen sein, die Nazis bzw. niederländische Kollaborateure töten werden. Ihren aktiven Widerstand bezahlt sie mit dem Leben...

Das Buch erzählt eine interessante und wichtige Geschichte über eine mutige Frau. Ich hatte vorher von ihr noch nie gehört und habe mich nach dem Lesen des Buches etwas intensiver mit ihr befasst und musste feststellen, dass sie über einige Jahre quasi totgeschwiegen wurde. Das Buch selbst lässt mich zwiegespalten zurück. Die Geschichte an sich ist sehr interessant. Doch leider lässt für mich die Umsetzung viel zu wünschen übrig. Ungefähr zwei Drittel des Buches waren für mich insofern schwierig, dass die Figur der Hannie für mich nicht wirklich nachvollziehbar war. Ihre Entscheidungen wirkten oft sehr spontan und sie war gefühlt eine sehr kalte Person, die auch schlimme Erlebnisse sofort abhaken konnte ohne Rücksicht auf Freundinnen oder Familie. Erst im letzten Drittel wird sie als Person menschlicher und nachvollziehbarer. Das finde ich schade und das ist für mich auch nicht ganz stimmig. Ich gebe trotzdem eine Leseempfehlung ab, weil ich es wichtig finde, dass die Geschichte dieser Frau bekannter wird

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Wem gehört die Zeit?

Hast du Zeit?
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Mehrere junge Frauen fühlen sich beobachtet. Doch niemand will sie ernst nehmen. Als nach und nach immer wieder eine von ihnen verschwindet, beruft sich die Polizei auf die mysteriösen Nachrichten per ...

Mehrere junge Frauen fühlen sich beobachtet. Doch niemand will sie ernst nehmen. Als nach und nach immer wieder eine von ihnen verschwindet, beruft sich die Polizei auf die mysteriösen Nachrichten per SMS und sucht nicht wirklich nach den jungen Frauen. Deshalb begibt sich die Lebensgefährtin einer dieser Frauen zusammen mit einem ehemaligen Polizisten, dessen Tochter ebenfalls verschwunden ist, mehr oder weniger privat auf die Suche. Sie entdecken immer mehr und mehr ähnliche Fälle und es betrifft nicht nur Frauen...

Das Buch stellt interessante Fragen zum Umgang mit der Zeit und wem sie eigentlich wie gehört. Trotzdem hatte ich das Gefühl, es ist nicht das beste Buch des Autors. Mir fehlten irgendwie einige Begründungen, warum der Täter auf wen so reagierte. Bei einigen war es klar, bei anderen wirkte es ein wenig wie ein komischer Zufall. Und auch das Ende fand ich ein wenig abrupt und zu kurz. Trotzdem gab es dazwischen genügend Spannung und mögliche Täter, so dass das Buch immer noch gut lesbar bleibt.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Heißer Sommer

Feuerjagd
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Der Sommer in Irland ist extrem heiß und trocken. In dem kleinen Dorf am Rande der Berge machen sich die Menschen große Sorgen. Es drohen komplette Ernteausfälle und die Unterversorgung des Viehs. In dieser ...

Der Sommer in Irland ist extrem heiß und trocken. In dem kleinen Dorf am Rande der Berge machen sich die Menschen große Sorgen. Es drohen komplette Ernteausfälle und die Unterversorgung des Viehs. In dieser schon aufgeheizten Situation kommt Johnny zurück. Er ist seit 4 Jahren verschwunden und seine Familie hat ihn abgeschrieben. Doch er kommt nicht allein, sondern bringt noch einen reichen Engländer mit, der wohl Vorfahren in dem Ort hat und jetzt nach Gold suchen will. Und schon beginnen die Probleme im Ort, denn jeder hat seine eigenen Interessen und diese sind oft sehr gegensätzlich.

Das Buch ist die Fortsetzung von „Der Sucher“. Ich kenne das Vorgängerbuch, hatte daher überhaupt keine Probleme, hier einen erneuten Einstieg zu finden und die entsprechenden Figuren und Geschichten zusammenzubringen. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es ohne Vorkenntnisse doch ziemlich schwierig ist. Die Menschen im Dorf wirken zum Großteil nicht wirklich sympathisch und haben so ihre sehr eigenen Vorstellungen. Mit diesen war ich nicht immer wirklich einverstanden. Die Geschichte ist sehr gut geschrieben. Allerdings fand ich sie im ersten Drittel manchmal ein wenig langatmig. So richtig vorangekommen ist das Buch etwa ab der Hälfte der Seiten, es wurde dann richtig spannend. Die Lösung am Ende ist auch wieder sehr speziell. Alles in allem gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Eine normale Familie

Himbeereis am Fluss
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Ida und Oskar leben mit Mutter und Vater in einem kleinen Ort. Die Familie ist manchmal leicht chaotisch normal. Die Autorin erzählt in verschiedenen Geschichten, wie die Familie lebt und das Jahr vorwärts ...

Ida und Oskar leben mit Mutter und Vater in einem kleinen Ort. Die Familie ist manchmal leicht chaotisch normal. Die Autorin erzählt in verschiedenen Geschichten, wie die Familie lebt und das Jahr vorwärts geht. Es geht um Weihnachten und den Winter, aber auch um Unternehmungen im Frühjahr und Sommer oder um Feiertage. Einen großen Raum in dem Buch nimmt der Tod eines Onkels ein, die Trauerverarbeitung ist wunderbar beschrieben und sehr lebensecht. Überhaupt sind die Geschichten wie aus dem wirklichen Leben und teilweise sehr lustig, denn der fünfjährige Oskar macht noch viel Blödsinn. Die achtjährige Ida ist eine richtig gute große Schwester. Sie hat schon viele Ideen, wie die Kinder auch z. B. bei schlechtem Wetter die Zeit gut verbringen und kleine Abenteuer erleben können. Das Buch ist für Kinder ab 7 Jahre gedacht und das Alter finde ich passend. Die Geschichten können gut vorgelesen werden, sind aber auch für Erstleser zu bewältigen. Die Schrift ist etwas größer und alles ist mit wunderbaren kleinen Zeichnungen unterlegt. Auch den Preis finde ich für dieses gelungene Buch angemessen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.07.2024

Carter ... anders

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Bei einer Obduktion wird festgestellt, dass das Opfer eines Verkehrsunfalls schon länger tot war und vorher gefoltert wurde. Hunter und Garcia beginnen ihre Ermittlungen. Aber es gibt es so gut wie keine ...

Bei einer Obduktion wird festgestellt, dass das Opfer eines Verkehrsunfalls schon länger tot war und vorher gefoltert wurde. Hunter und Garcia beginnen ihre Ermittlungen. Aber es gibt es so gut wie keine Anhaltspunkte. Auch als eine zweite Leiche bei der Obduktion Folterungen aufweist, kommen sie nur ganz langsam weiter.

Wer Bücher von Carter liest, weiß, dass er sich auf sehr blutige und ausschweifende Beschreibungen von furchtbaren Taten einlässt. Und das alles sehr detailliert. Doch dieses Mal ist Carter anders. Es gibt natürlich auch wieder einen Serientäter und es gibt auch genügend Folterungen. Aber hier sind es bei weiten nicht so viele Details und oft gibt es nur Andeutungen. Ist deshalb das Buch langweilig? Nein, auf keinen Fall. Dieser Carter ist anders, aber auf keinen Fall schlechter. Die Ermittlungen kann man detailliert nachvollziehen und auch ohne ausschweifende Beschreibungen ist die Handlung ausreichend. Und vor allem spannend bis zum Schluss. Dieses Mal gibt es auch weit weniger aus dem Privatleben vor allem von Garcia. Auch das habe ich nicht wirklich vermisst. Die Konzentration in dem Buch liegt eindeutig auf dem Fall. Das tut dem Buch sehr gut. Von mir eine eindeutige Leseempfehlung.

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