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Veröffentlicht am 11.10.2024

Später Frost

Später Frost
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Dieses Erstlingsbuch hat mich überzeugt. Die Deutsch-Schwedin Stina Forss wechselt von der Polizei aus Berlin ins ruhige schwedische Växjo (den wahren Grund dazu erfährt man erst ganz am Ende des Buches) ...

Dieses Erstlingsbuch hat mich überzeugt. Die Deutsch-Schwedin Stina Forss wechselt von der Polizei aus Berlin ins ruhige schwedische Växjo (den wahren Grund dazu erfährt man erst ganz am Ende des Buches) und arbeitet dort mit der gerade beförderten Kommissarin Ingrid Nyström zusammen. Der erste Fall ist ausgerechnet ein Mord, und zwar an dem englischen Schmetterlingsforscher Balthasar Frost. Doch bei diesem Mord ist nichts so wie es scheint, weder die Mörder noch das Opfer, wie bei den Ermittlungen immer deutlicher wird.
Und ganz nebenbei erfährt man noch viel aus dem Privatleben der beteiligten Polizisten.
Hier ist den Autoren auf Anhieb ein tolles Buch gelungen. Es ist eines in bester „Wallander-Qualität“. Nicht auf jeder Seite trieft das Blut, stattdessen gehen die Ermittlungen anfangs sehr ruhig vorwärts, um im Laufe des Buches immer mehr an Fahrt aufzunehmen und mit überraschenden Wendungen zu punkten und so eine ganz eigene Spannung zu erzeugen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Die Holzhammer-Methode

Die Holzhammer-Methode
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- ein Alpenkrimi. Der Untertitel sagt viel über das Buch aus. In Berchtesgaden stürzt ein Gleitschirmflieger vom Himmel und Hauptwachtmeister Holzhammer ermittelt. Was anfangs wie ein Unfall aussieht, ...

- ein Alpenkrimi. Der Untertitel sagt viel über das Buch aus. In Berchtesgaden stürzt ein Gleitschirmflieger vom Himmel und Hauptwachtmeister Holzhammer ermittelt. Was anfangs wie ein Unfall aussieht, kommt ihm bald komisch vor. Einen Tag später stirbt eine ältere Frau, zwar Reha-Patientin in der Kurklinik, aber eigentlich gesund. Die behandelnde Ärztin Christine, eine Zugezogene, findet das komisch und hilft bei den Ermittlungen. Der Krimi selbst kommt sehr ruhig daher und baut auch nicht wirklich viel Spannung auf. Anfangs wechseln die Ermittlungen ab mit Kapiteln, in denen der Täter seine Gedanken äußert. Aber ab etwa Hälfte des Buches weiß man, wer der Täter ist. Da wurde einiges an Potentials verschenkt. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gut gefallen – leicht und flüssig lesbar, dabei oft ironisch mit Seitenhieben auf die einheimische bayerische Bevölkerung und ihre Sitten und Bräuche, trotzdem aber nicht abwertend. Auch einige Touristenunsitten wurden aufs Korn genommen. Ich hoffe, dass die Autorin inzwischen vom Berchtesgadener Fremdenverkehrsamt einen Preis erhalten hat. Auch wenn der Krimi an sich nicht durchweg überzeugt, die Beschreibungen der Landschaft taten es umso mehr. Der Fall wird mir nicht lange im Gedächtnis bleiben, die Idee, dort bald einen Urlaub zu machen, umso hartnäckiger. Daher insgesamt 4 Punkte – auch für die liebevolle Umschlag- und Kapitelanfangsgestaltung.
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Weitere Rezensionen

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Gotteszahl

Gotteszahl
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Eine Bischöfin wird ermordet, ein Asylbewerber tot aus dem Wasser gezogen, eine Lehrerin verschwindet und ein Drogenabhängiger stirbt. Die Polizei ermittelt in den verschiedenen Fällen und es gibt vorerst ...

Eine Bischöfin wird ermordet, ein Asylbewerber tot aus dem Wasser gezogen, eine Lehrerin verschwindet und ein Drogenabhängiger stirbt. Die Polizei ermittelt in den verschiedenen Fällen und es gibt vorerst keine Zusammenhänge. Man erfährt einiges aus dem Umfeld der Toten, aber auch viel von Menschen aus den verschiedensten Schichten der Gesellschaft. Viele kleine verschiedene Erzählstränge prägen das Buch – und sie haben scheinbar kaum etwas miteinander zu tun. Interessant ist die Auflösung und wie Anne Holt es dann schafft, die einzelnen Teile doch zu verbinden. Mir hat das Buch gut gefallen. Trotz der vielen Opfer ist es nicht blutrünstig und brutal, eher ganz ruhig erzählt. Leider bleibt dadurch auch etwas die Spannung auf der Strecke. Man will wissen, worum es geht. Aber man will es eigentlich nicht so dringend wissen. Ich konnte das Buch jederzeit unterbrechen und für einige Zeit weglegen, ohne dass es mich gedrängt hat, unbedingt und sofort weiterzulesen. Trotzdem war es weder langweilig noch uninteressant und ich würde es auch allen weiterempfehlen, die auf gute Krimis ohne allzuviel Blut stehen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Sülze hilft gegen alles

Sülze hilft gegen alles außer Heimweh
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Moritz aus Köln verliebt sich beim Karneval in eine Münchnerin, zieht nach kurzer Zeit zu ihr und fliegt nach genau 7 Wochen aus der Wohnung, da seine Freundin sein zielloses Rumgammeln nicht mehr ertragen ...

Moritz aus Köln verliebt sich beim Karneval in eine Münchnerin, zieht nach kurzer Zeit zu ihr und fliegt nach genau 7 Wochen aus der Wohnung, da seine Freundin sein zielloses Rumgammeln nicht mehr ertragen will.

Moritz kommt noch am gleichen Tag ein paar Häuser weiter bei dem einsamen Metzger Karl unter. Der will ihn zu seinem Gehilfen ausbilden, aber Moritz gefällt die Arbeit nicht. So verschafft ihm Karl nach und nach Arbeit in den besten touristischen Sachen Münchens: als Türsteher im P1, Kellner auf der Wiesn oder Verkäufer auf dem Viktualienmarkt. Nur Moritz hält es nie lange aus – aus den verschiedensten Gründen. Er sucht sich selbst Arbeit als Rikscha-Fahrer und Touristenführer, lernt München und viele Leute kennen.

Das Buch hat sich sehr gut gelesen und spart nicht mit Seitenhieben auf ewige Studenten, die Szene in München, die Touristen und Einheimische. Dabei ist es aber kein Schenkelklopfer, sondern oft eher leiser Humor mit einigen tieferen Gedankenansätzen. Trotzdem hat das Buch auf mich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen: nettes Cover, nett zu lesen – gute Unterhaltung ohne Anstrengung, aber insgesamt mehr nicht.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Karl Konrads heimliches Afrika

Karl Konrads heimliches Afrika
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Das Buch spielt in einem ostdeutschen Nachwendedorf in der tiefsten Provinz. Es gibt dort nichts mehr – keine Arbeit, keine Kultur, nur einen Einkaufsmarkt und einen Fleischer. 3 x am Tag fährt der Bus ...

Das Buch spielt in einem ostdeutschen Nachwendedorf in der tiefsten Provinz. Es gibt dort nichts mehr – keine Arbeit, keine Kultur, nur einen Einkaufsmarkt und einen Fleischer. 3 x am Tag fährt der Bus und die Kirche steht schon Jahrzehnte leer. Die noch übrig gebliebenen Bewohner „gammeln“ buchstäblich vor sich hin und fast niemand hat mehr Arbeit bzw. verliert sie bald. Es gibt – zumindest im Buch – nur noch 2 Frauen im Dorf, die pflegebedürftige Mutter von Karl Konrad und Elke, die junge Verkäuferin der Fleischerei, die aus Mangel an Auswahl mehr oder minder der Traum aller hormongesteuerten Männer des Ortes ist.

Karl Konrad selbst ist ein penibler Eigenbrötler, der nach dem Weggang des Vaters vor Jahrzehnten nach Afrika und dem Folgen des jüngeren Bruders vor Jahren ebenfalls dahin seine Mutter aufopferungsvoll pflegt und sich ansonsten mit der Reinigung des Hauses und des Grundstückes beschäftigt. Jede Änderung bringt ihn total aus der Fassung.

Da kommt eine Karte seines Bruders aus Afrika. Er teilt ihm überschwänglich mit, wie gut es ihm dort geht. Und so beschließt Karl Konrad, sein eigenes Afrika im Wald an einem See einzurichten ...

Die Geschichte ist sehr skurril. Alle Personen sind total überzeichnet, dabei aber nicht witzig. Die Vorkommnisse sind völlig überzogen und erinnern teilweise an Geschichten/Figuren aus der Bibel. Ich gestehe, dass ich mit dem Buch nicht wirklich viel anfangen konnte. Was will der Autor sagen? Was ist der Sinn des Ganzen? Mir hat er sich in keinster Weise erschlossen. So vergebe ich den 2. Punkte dafür, dass das Buch sich sehr flüssig las und trotz allem irgendwie unterhaltsam war, auch wenn ich mich vor allem bei den letzten 50 Seiten ertappte, dass ich teilweise Abschnitte quer gelesen habe, weil ich hoffte, dass die Geschichte noch irgendeinen Sinn für mich bieten würde. Leider war dem aber nicht so.

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