Ein Blick in die Zirkuswelt...ein Buch für jeden, der Tiere liebt...
Wasser für die ElefantenInhaltsangabe:
Chicago in den 1930er Jahre: Der junge Tierarzt Jacob Jankowski steht nach dem Unfalltod seiner Eltern vor dem Nichts. Als ihm bei 'Benzinis spektakulärster Show der Welt', einem drittklassigen ...
Inhaltsangabe:
Chicago in den 1930er Jahre: Der junge Tierarzt Jacob Jankowski steht nach dem Unfalltod seiner Eltern vor dem Nichts. Als ihm bei 'Benzinis spektakulärster Show der Welt', einem drittklassigen Wanderzirkus, ein Job angeboten wird, findet er unter den Artisten, den menschlichen Kuriositäten und den überall hinter den Kulissen schuftenden Helfern rasch Freunde. Und die wunderbaren Tiere der Menagerie werden zu seiner neuen Familie. Bald verliert er auch sein Herz: an die zauberhafte Dressurreiterin Marlena – und fast gleichermaßen an Rosie, eine reizende, verfressene Elefantendame, die hartnäckig jedes Kunststück verweigert. Leider ist Rosies Sturheit in den Hungerzeiten der Großen Depression ein echtes Problem – wenn auch kein so großes wie Marlenas gefährlich eifersüchtiger Ehemann.
Die Geschichte wird aus der Sichtweise von Jacob erzählt. Man wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die Wechselt sind immer sehr klar zu erkennen und man kann sich sehr schnell zurecht finden. Das die Sichtweise von einem Mann stammt, merkt man beim lesen gar nicht, den Jacob ist ein sehr gefühlvoller, ruhiger Protagonist und man fühlt sich in seiner Haut sehr wohl.
Sara Gruen hat hier viele Punkte angesprochen, die auch meiner Meinung nach heute sehr wichtig sind. Vor allem die Sichtweise des alten Jacobs hat mich sehr berührt. Ich musste dabei viel an meine eigenen Opas und Omas denken....Das Buch ist sehr emotional und die Achterbahnfahrt geht durch die Höhen der Euphorie und Liebe bis hin zum Tal des Entsetzen und der Wut. Es ist sehr gewaltig und man fühlt einfach mit Jacob und allen anderen mit. Ich kann mir in gewissen Punkten wirklich ausmalen das die Zirkusse damals in den 30er Jahren so gelebt haben.
Gerade durch die Menge der Tierszenen ist das Buch auch sehr bewegend für Tierhalter. Ich selber habe auch zwei Katzen und jenachdem in welcher Stimmung die beiden sind werde ich ebenfalls angesteckt. Das kommt auch hier in diesem Roman sehr gut zur Geltung. Nicht nur Tierliebe und tiefe Gefühle auch Situationen die einen Nachdenklich werden lassen, geben hier Zündstoff. Das Buch hat mich richtig gepackt und ich war regelrecht traurig wenn ich es zur Seite legen musste. Es vereint sehr viele wichtige Punkte, die jeder vielleicht schonmal erlebt hat oder gerade erlebt. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen und werde es definitiv nochmal lesen!