Ein absoluter Traumroman
MirabellentageDie Spiegel Bestsellerautorin hatte mich mit ihrem Debütroman „ Mühlensommer“ schon total begeistert. Und nun geht es ein paar Kilometer den Fluss hinauf und wir landen in Blumfeld, einem kleinen bezaubernden ...
Die Spiegel Bestsellerautorin hatte mich mit ihrem Debütroman „ Mühlensommer“ schon total begeistert. Und nun geht es ein paar Kilometer den Fluss hinauf und wir landen in Blumfeld, einem kleinen bezaubernden Ort, durch den die Ache fließt. Hier finden wir noch zahlreiche Obstbäume in den Gärten. Und hier tauchen wir in „Mirabellentage“ ein.
Der Inhalt: Flirrende Hitze über dem See, das Summen in den Feldern und der süßherbe Geschmack von Mirabellen. Als der Ortspfarrer Josef überraschend stirbt, gerät die geordnete Welt seiner Haushälterin Anna in Wanken. Was soll nun werden? Erst muss sie mal die Beerdigung organisieren, den jungen Ersatzpriester Fridtjof in Empfang nehmen – und dann soll auch noch Josefs Asche ans Meer. Dafür nimmt Anna, Anfang fünfzig, Fahrstunden bei ihrem ehemaligen Fahrlehrer und heimlichem Schwarm Herrn Tanner. Gemeinsam erkunden sie die Gegend um Blumfeld und erinnern sich an ein fast vergessenes Leben. An den Geruch des Sommers, die Farben der Mirabellen, an harte Arbeit und kleine Fluchten. Je näher der Aufbruch rückt, desto drängender werden Annas Fragen, denn die Fahrt bedeutet eine Reise ins Ungewisse. Es braucht eine Entscheidung. Wie gut, dass sie die nicht alleine treffen muss.
Wow, was für eine Traumlektüre. So eine gefühlvolle und warmherzige Lektüre, die wie eine herzliche Umarmung ist. Ich habe mich in Blumfeld sofort pudelwohl gefühlt, streife über die Felder, genieße diese unendliche Weite und lasse die Seele baumeln. Hier treffe ich auf Anna, eine liebenswerte Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Durch den Tod des Pfarrers, den sie ja schon ihr ganzes Leben kennt, wird sie plötzlich auf ihrem Alltag herausgerissen. Sie wird vor neue Herausforderungen gestellt und diese sind nicht nur die Betreuung des neuen jungen Ersatzpriesters. Übrigens finde ich Fridtjof klasse, er hat mir ab und an ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, denn seine Predigten sind wirklich etwas ganz Besonderes. Es ändert sich auch einiges im Pfarrhaus. Voller Neugierde habe ich mit Anna und ihrem Fahrlehrer die fränkische Gegend um Blumfeld erkundet. Und gemeinsam haben wir auch eine Reise in die Vergangenheit und an ein fast vergessenes Leben unternommen. Beeindruckend ist auch der große Mirabellenbaum im Pfarrgarten. Ich sehe förmlich die herrlichen Früchte vor mir und habe den einzigartigen Geschmack von rau und süß auf der Zunge. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach großartig und ich hatte das Gefühl selbst in Blumfeld zu sein. Ich war neugierig, wie sich Anna entscheiden wird. Wagt sie eine Reise ins Ungewisse. Fährt sie ans Meer, um Josefs letzten Wunsch zu erfüllen? Aber wie gut, dass sie diese Entscheidung nicht alleine treffen muss. Am Ende der Lektüre hatte ich ein Lächeln im Gesicht.
Ein absoluter Traumroman, der nach Sommer riecht. Für mich ein Lesehighlight, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Selbstverständlich vergebe ich sehr gerne 5 Sterne.
Auch das Cover ist ein echter Hingucker, verbreitet auch sofort gute Laune. Freue mich schon riesig auf den nächsten Roman der Autorin.