Staffelfinale
Fluchtpunkt Kerberos - Wettlauf gegen die ZeitWährend die verbliebene Crew der Gutabara auf der Alireza ein neues Zuhause gefunden hat und sich langsam, aber sicher mit deren KI-Mensch-Symbiose von Sylvie und Rez arrangiert, ist die Morrigan unterwegs, ...
Während die verbliebene Crew der Gutabara auf der Alireza ein neues Zuhause gefunden hat und sich langsam, aber sicher mit deren KI-Mensch-Symbiose von Sylvie und Rez arrangiert, ist die Morrigan unterwegs, um der Schwester KI der Alireza, zu Hilfe zu kommen. Deren menschlicher Teil, Thea, hat es bereits geschafft ihren Bruder auf Skryvat einzuschleusen und ist nun gemeinsam mit ihm unterwegs, um sich mit ihrem Schiff zu vereinen. Die Zeit drängt. Nicht nur, dass weitere Kampfschiffe der KMS auf Abfangkurs sind, um die Abtrünnigen zu stoppen, auch die Besatzung der ehemaligen Forschungsstation will sich nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben.
Im dritten Sammelband der Vorteks Reihe konzentriert sich die Handlung rund um die geheime Forschungsstation Skryvat. Das Buch beinhaltet die Einzelbände 9 und 10 mit den Titeln "Skryvat" und "Kein Weg zurück" und schließt damit direkt an die Ereignisse aus den Vorgängerbänden an. Wer diese noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt vorher tun. Während der Leser im zweiten Sammelband einiges über die Vergangenheit von Sylvie erfahren hat, steht hier nun Thea im Fokus. Während Sylvie zusammen mit ihrer KI bereits zu Testzwecken in ein Schiff integriert wurde, ist Thea in den Labors der stillgelegten Forschungsstation zurückgeblieben, zusammen mit einigen anderen, sehr gefährlichen Forschungsobjekten.
Auch in den letzten beiden Büchern geht es spannend weiter. Die verschiedenen Handlungsstränge laufen hier zusammen und es kommt zum finalen Showdown, bei dem der Autor nochmal einiges aufbietet. Es gibt epische Raumschlachten, verzweifelte Kämpfe innerhalb der Raumstation und dabei Einblicke in die unmenschliche Forschungsarbeit, die hier betrieben wurde. Gerade in den Kampfszenen wird es sehr rasant und durchaus auch etwas heftig. Auch diesesmal schafft es der Autor wieder gekonnt kleine Easter Eggs für SiFi Fans einzubauen, durch die man Rückschlüsse auf seine Inspirationsquellen ziehen kann. Ich sage nur Corporal Hicks, aber dem aufmerksamen Leser werden sicher noch andere Kleinigkeiten auffallen.
Mir hat der vorläufige Abschluss der Vorteks Reihe sehr gefallen, als Leser bekommt man Antworten auf Fragen, die einem schon seit den ersten Büchern im Kopf umherschwirren. Geschickt lässt der Autor aber noch ein paar lose Fäden überstehen, die auf weitere Abenteuer der liebgewonnenen Figuren hoffen lassen. Allerdings habe ich, bei all dem Lob einen klitzekleinen Kritikpunkt, der meinem inneren Monk keine Ruhe lassen will. Es gibt da einen kleinen Logikfehler, oder aber einfach nur einen Druckfehler (von denen es in diesem Buch leider ein paar gab) mit einem getöteten Marine, der nur wenige Seiten später plötzlich eine tragende Rolle bekommt. Hut ab an dieser Stelle vor der Arbeit die hinter einem solchen Projekt steckt und die man ganz ohne die Rückendeckung eines großen Verlags erledigen muss.
Eine Fortsetzung ist für Anfang 2026 angekündigt, ich bin auf jeden Fall dabei und zum Glück gibt es noch andere Bücher von Michael Hirtzy, mit denen ich die Wartezeit überbrücken kann.