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Veröffentlicht am 25.05.2020

Gibt es für jede Seele einen Ausweg aus der Dunkelheit?

Lips Don't Lie
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Inhalt: Tristan ist schon von klein auf bei der Gang FiftySeven dabei und erledigt für sie allerlei kriminelle Aufgaben. Denn einmal dabei kommt man nur Tod wieder aus der Gang raus. Sein ganzes Leben ...

Inhalt: Tristan ist schon von klein auf bei der Gang FiftySeven dabei und erledigt für sie allerlei kriminelle Aufgaben. Denn einmal dabei kommt man nur Tod wieder aus der Gang raus. Sein ganzes Leben wurde schon durch FiftySeven und seinem Anführer Dub kontrolliert. Eine andere Zukunft hat der 17-jähriger für sich schon längst verworfen, denn wie soll man neben Drogen dealen und der ständigen Bedrohung durch andere Banden auf einen vernünftigen Abschluss gar Berufung hinarbeiten?
Als die selbstbewusste Riley dann aber in Tristans gefährliche Nachbarschaft zieht, beginnt er aus den Schatten heraus zu sehen und ihm offenbart sich eine neue Möglichkeit. Mit der richtigen Motivation lässt sich doch noch von einer besseren Zukunft träumen. Aber bleibt es nur beim Wunschdenken?

Meinung: Das wunderschön strahlende Cover hat mich direkt angezogen. Auch die Thematik rund um Gangs, deren Alltag und Austritt daraus hat mich sehr interessiert, vor allem wie ein Teenager in so einer Umgebung aufwächst.

Gerade das fand ich hat die Autorin überzeugen dargestellt. Ich meine aus Tristan´s Sicht kam diese Ausweglosigkeit aus der Gewalt gut rüber und man hatte einen Einblick davon, wie es anderswo in ärmeren Gegenden zugeht.

Die Autorin hat für ihre Geschichte leicht verständliche Worte benutzt und diese mit tiefgründigen Gedanken gekoppelt. So konnte man der Handlung gebannt folgen und sehen wie die Charaktere sich immer weiter öffnen.

Tristan hatte für mich einen besonders interessanten Charakter. Auf der einen Seite war er sein Leben lag der Gewalt ausgesetzt und hat eigentlich nur die grausame Seite der Realität kennen gelernt. Das er sich aber ein kleines bisschen von der guten Seite bewahrt hat, fand ich dann richtig stark. Man kann halt nur so tuen als würde man sich wirklich in ihn hineinversetzten , denn niemand kann in solchen Situationen wirklich mitfühlen und die Entscheidungen treffen, welche ihm das überleben sichern. Bei näherem Hinblick kann man wirklich viel aus seinem Charakter und Hintergrund schöpfen.

Aber auch Riley war zur Abwechslung Mal ein richtig taffes Girl. Sofort wird bemerkbar, dass sie ein starkes Selbstbewusstsein und Selbstbild von sich hat, sich nicht von anderen unterkriegen lässt nur weil sie ein Mädchen ist. Es wurde deutlich, dass sie sich Tristan nicht widersetzt weil sie aufmüpfig oder zickig ist, sondern weil sie einfach von Grund auf einen starken Charakter hat und sich nicht an körperlichen Merkmalen misst. Sie hat sich für mich sehr natürlich angefühlt, auch wenn sie manchmal etwas zu naiv war.

Letztlich kann ich sagen, dass mich die Geschichte gut unterhalten konnte. Ein paar Mal war die Handlung zwar offensichtlich. aber das wird durch kleine Plot Twists und spannungsaufbauenden Nebencharaktere ausgeglichen. Für jeden der Mal in die Thematik reinschauen will und über verlorene Seelen und die "Realität" des Lebens lesen möchte sehr zu empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2020

Ganz passabel

Ein Sommernachtstraum
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Als meine erste Erzählung von Shakespeare war ich doch ganz schön gespannt darauf, wie der berühmte Dichter seine Werke verfasst und rüberbringt. Außerdem kannte ich mich bis dato auch nicht mit Komödien ...

Als meine erste Erzählung von Shakespeare war ich doch ganz schön gespannt darauf, wie der berühmte Dichter seine Werke verfasst und rüberbringt. Außerdem kannte ich mich bis dato auch nicht mit Komödien aus.

An sich war die Handlung der Geschichte ganz passabel dargestellt. Mitten in den Hochzeitsvorbereitungen des Herrscherpaares von Athen gerät man in die Streitereien des Elfenkönigs und seiner Gemahlin. Es wird viel drum rum geredet und versucht die Geschichte noch etwas aufzupeppen. Totlachen konnte ich mich jetzt nicht, aber man konnte die Geschichte schon gut lesen. Die Charaktere, vor allem die Liebespaare hat man jetzt nicht wirklich kennengelernt. Es wurde sich einfach auf die Erzählung der Handlung beschränkt, aber im allgemeinen fand ich das Werk lesbar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2020

Einblick in ein skrupelloses System

Das Tor
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Hoffnung oder Verzweiflung? Im neu geformten Staat müssen die Bürger für alles eine Genehmigung beim Tor einholen. Dieses ist aber geschlossen, die Warteschlange wird immer länger und die Menschen zunehmend ...

Hoffnung oder Verzweiflung? Im neu geformten Staat müssen die Bürger für alles eine Genehmigung beim Tor einholen. Dieses ist aber geschlossen, die Warteschlange wird immer länger und die Menschen zunehmend angespannter.

In diesem Buch werden unter anderem auch Themen wie Privatsphäre, Meinungsfreiheit, das Eingreifen des Staates, die Rolle der Frau in einer von gläubigen Männern angeführten Regierung, Vertuschung und Pressefreiheit angesprochen.

Anfangs hat mich genau diese Tatsache zum Buch gezogen. Dieses leicht dystopische Setting in einem diktatorischen Regierungsstaat hat mich interessiert und wie die Menschen damit umgehen, sich vielleicht dagegen stellen.

Den Schreibstil fand ich tatsächlich ganz okay. Die Autorin benutzt glaube ich relativ viele Nebensätze, kann aber auch nur an meinem Empfinden liegen. An die arabischen Namen muss man sich erst gewöhnen, aber man kommt zurecht.

Man liest in dem Buch über viele verschiedene Charaktere die man in der Warteschlange antrifft und lernt ihr Schicksal, Charakter und Gedanken kennen. Manche Personen hätte man meines Erachtens weglassen können, da sie nicht großartig zur Story beitragen. Die Geschichte fokussiert sich nämlich mehr an Yahya, der nach den schändlichen Ereignissen dem Staat ein Dorn im Auge ist. Begleitet von seinen Freunden versucht Yahya seinen kleinen Kampf gegen die Regelungen des Staates durchzustehen. Dem Staat ergeben beobachten wir auch Arzt Tahrik, der sich in einem Gewissenskonflikt mit sich und seiner Aufgabe liegt, der mich dann aber doch enttäuscht hat.

Für mich war Yahya mit seinen Freunden die einzigen sympathischen Figuren, da sie wenigstens Courage zeigen und sich in ihrem Ausmaße auflehnen. Durch sie kommt die Geschichte auch erst ins Rollen. Aber so im ganzen fand ich waren es zu viele Personen und ein paar unnötig Momente zwischen den genannten Personen vorhanden.

So kam ich von der anfänglichen Spannung zur Langeweile und richtig packen konnte mich das Buch nicht, obwohl Fake News und die Vertuschungsversuche schon überraschend und interessant waren.

Einer meiner Kritikpunkte war auch einfach, dass ich mir diesen ganzen Staat nicht vorstellen konnte. Darauf wird auch nicht der Fokus gelegt, aber ich weiß bis jetzt nicht was oder wer genau diesen Staat anführt. Generell blieben durch dieses offene Ende vom Buch so viele Fragen offen, die ich für mich selbst gerne beantwortet bekommen hätte. So regt das Ende wenigstens den Leser noch zum Nachdenken an, aber ich fand die Geschichte dadurch einfach so unvollständig und irgendwie ist die Handlung an dem vorbei geschossen, was ich mir bei dem KT vorgestellt hatte. 3,5⭐

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2020

sanfter Jugenthriller für Einsteiger

Ich sehe was, was du nicht siehst
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Inhalt: Die vier Freundinnen Lilly, Bo, Mabel und Anouk planen einen Campingausflug. Obwohl ihre Freundschaft zueinander nach dem Verschwinden der gemeinsamen Freundin Emma eigentlich gar nicht mehr zu ...

Inhalt: Die vier Freundinnen Lilly, Bo, Mabel und Anouk planen einen Campingausflug. Obwohl ihre Freundschaft zueinander nach dem Verschwinden der gemeinsamen Freundin Emma eigentlich gar nicht mehr zu retten ist, versuchen die Mädels im Glauben ihren eigenen seelischen Problemen zu entkommen, den Campingtrip so schön wie möglich zu gestalten. Doch mit der Zeit häufen sich kuriose Dinge auf dem französischen Campingplatz an. Als die Freundinnen sogar ein T-Shirt von Emma finden ist klar, dass Emmas Entführer jetzt sie im Blick hat.

Meinung: Ich hab mich wirklich auf einen spannenden Jugendthriller gefreut, da die Autorin schon für diverse JT bekannt ist und ich durchgehend positives gehört habe. Nach der Leseprobe war dann auch klar, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte.

Gleich zu Beginn wird man mit einem Zeitungsartikel, die immer mal wieder im Buch auftauchen, in die Geschichte und zum Fall Emma gerissen. Wir können durch kurze Einblicke aus Emmas Perspektive auch mehr über sie und ihre Umgebung erfahren, was es zunähmest spannend macht, da man ja nicht weiß was mit ihr passiert ist.
Ab dann haben wir immer Perspektivenwechsel zwischen den vier Freundinnen, bei denen man immer ein kleines Stück mehr über deren Charakter, Gedanken und deren Sichtweisen lernt. Dazu sind die Kapitel jeweils recht kurz und man kommt bei diesem lockeren Schreibstil super gut in der Story und mit dem Lesen voran.

Leider hat die Autorin es so ein bisschen vermasselt, dass man Zeit bekommt mit den Charakteren warm zu werden oder sie für den Leser beständig zu machen. Aus diesem Grund konnte ich lange nichts für die Charaktere empfinden, die sich alle so von einander unterschieden, jedoch allen eine gewisse Tiefe fehlte.
Aus den meisten Problemen der Mädchen wurde man aber auch einfach nicht schlau, wie zum Beispiel bei Mabel. Ich will nicht zu viel über die Charaktereigenschaften der Mädchen erzählen, weil dass das halbe Buch spoilern würde. Mich hat nur Bo mit ihrer Art durchgehend aufgeregt und genervt und ihre Charakterentwicklung zum Ende hin kam mir zu übertrieben vor. Nur mit Lilly konnte ich etwas Mitleid empfinden, aber ansonsten konnte ich erst zum Schluss ein paar positive Dinge an den anderen sehen.

Auch Spannungsmäßig hat mich das Buch einfach nicht umgehauen. Das lag vor allem daran, dass bis zur Hälfte des Buches außer den Zeitungsartikeln und Emma nichts nennenswertes passiert ist. Allein der Schreibstil und die kurzen Abstände haben zum Weiterlesen animiert. Ab der zweiten Hälfte wurde es dann besser und die Geschichte hat so wirklich an Fahrt aufgenommen bis mich das Ende dann vollkommen überrascht hat. Das Ende wurde wirklich gut gebastelt, konnte aber leider nicht den Rest retten.

Alles in allem ist es ein ordentlicher Jugendthriller der kurz ein paar Probleme, mit denen sich Jugendliche rumschlagen, auseinander setzt, aber auch nicht tiefer in die Thematik einsteigt. Im Gesamthinblick hat auch die Spannung an manchen Stellen gefehlt, man konnte aber trotzdem gut voran kommen und sich durch den Schreibstil zum Lesen motivieren. Ich würde das Buch Jugendlichen ab 12 empfehlen, die ins Genre einsteigen möchten.

  • Cover
  • Geschichte
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 29.04.2020

Action geladene Verfolgungsjagd um die halbe Welt

Secret Protector, Band 1: Tödliches Spiel
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Als mein erstes Buch von dem Autor war ich zunächst positiv überrascht von den einfachen Worten, dem lockeren Schreibstil und der gut verständlichen Story. So hatte ich das Buch ratz fatz durch und wurde ...

Als mein erstes Buch von dem Autor war ich zunächst positiv überrascht von den einfachen Worten, dem lockeren Schreibstil und der gut verständlichen Story. So hatte ich das Buch ratz fatz durch und wurde was die Spannung und Action angeht nicht enttäuscht.

Lukas Crowe ist ein sehr begabter junger Mann. Er ist nicht nur in der Lage unausweglose Situationen mit seinem Können und Knowhow zu bewältigen, sondern bleibt im Angesicht jeglicher Gefahr immer cool und gelassen. Gerade sein Humor und die Schlagfertigkeit gegenüber Ryan hat mich schon schmunzeln lassen. Lukas scheint manchmal ein bisschen zu sehr von sich selbst überzeugt zu sein, aber bei so viel Glück wie er hat, darf er das wohl ruhig;).
Mal ganz ehrlich, selbst mir waren manche Dinge zu unrealistisch, die der gute Lukas da ausgeführt hat. Wäre er in irgendeiner Special Task Force ausgebildet worden okay, aber wir erfahren als Leser leider nicht, woher er die Ausbildung & das Wissen hat, so unbezwingbar zu sein. Auch das der doch so introvertierte distanzierte Boy nur ein Blick auf die liebe Una legen muss und sofort beschließt sein Leben für sie zu opfern hat mich schon fasziniert.

Wie schon erwähnt gab es sehr unrealistische Szenen, aber alles in allem hab ich gekriegt was ich wollte. Eine Mix aus Ermittlungen, Verfolgungjagd und wie ein geheimer Agent um die halbe Welt zu reisen und böse Typen aufzumischen. Mir hat dann doch, so unwahrscheinlich es auch war, gefallen wie Lukas sich immer knapp aus patzigen Situationen retten konnte und immer gewiefte Ideen parat hatte.

Alles in allem hat mich die Geschichte gut unterhalten, hatte einen roten Faden, keine zu unerwarteten Wendungen und einen sehr fähigen Protagonisten der seinen Job kennt. Ich hätte mir nur gewünscht zu wissen was dieser Job oder ein "Secret Protector" ist und so mehr über Lukas Vergangenheit zu lernen. Band 2 steht trotzdem bis her nicht auf meiner Wunschliste.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere