Profilbild von ronja_reads_books

ronja_reads_books

Lesejury Profi
offline

ronja_reads_books ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ronja_reads_books über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2020

Anfangs stark doch dann leider enttäuscht

Mister Romance
0

Nachdem der Inhalt des Buches sich schon viel versprechend anhörte, habe ich mich auf leichte Lektüre die mich unterhalten kann gehofft. Meine Vorstellungen wurden sogar übertroffen!

Der Kern der Geschichte ...

Nachdem der Inhalt des Buches sich schon viel versprechend anhörte, habe ich mich auf leichte Lektüre die mich unterhalten kann gehofft. Meine Vorstellungen wurden sogar übertroffen!

Der Kern der Geschichte besteht auf 3 Dates die sich Journalistin Eden in einem Deal mit Escort Max beschafft hat. Die ambitionierte, selbstständige Frau braucht nämlich endlich einen Knaller für den Durchbruch ihrer Karriere. Also soll dieser suspekte arrogante Mann sie durch seine Art von Umgang mit Frauen überzeugen, dass er eben doch nicht alte reiche Frauen ausnimmt.

Doch was es schließlich mit den Dates und Max auf sich hat, hat nicht nur Eden, auch mich, überrascht. Diese Dates bestehen nicht wie bei jedem üblichen New Adult Roman aus gegenseitigem abschlabbern und Sex, sondern sollen etwas ganz anderes und meines erachtens wundervolles bezwecken. Hochachtung an die Autorin das sie sich dadurch von anderen New Adult Romanen abhebt, da sie eine ganz andere Seite in ihrem Buch in den Vordergrund stellt.

Leider hat sie mich dann im letzten Drittel des Buches doch komplett enttäuscht. Nach der ganzen Romantik von vorher wollte ich mehr davon und man hat dann leider doch zum altüblichen Bettspielchen gegriffen. Einmal hätte ruhig gereicht, aber das ganze muss sich ja natürlich wiederholen. Auch ein plötzlich eingefügtes Drama und das darauffolgende Happy End war für mich einfach zu künstlich. Warum muss man ein Buch so verschlechtern nur weil einem nichts besseres einfällt? Generell hat mich das Ende dann doch ganz schön unzufrieden da gelassen.

Gerade bei der Protagonistin Eden habe ich dann bemerkt, wie sie ihre Prinzipien die sie Jahre lang lebte über Bort warf. Ich empfand sie eigentlich als willensstark, aber wenn die Handlung es so verlangt. Auch Max war anfangs etwas zu arrogant und kühl hat sich dann aber verändert und mehr von sich gezeigt und erzählt. Ihn fand ich eigentlich richtig süß und passend für die Geschichte wie auch viele Nebencharakter z. B. eine Ente, eine ältere Dame und andere Nebencharakter die gerade wenns passt in die Geschichte eingeschoben wurden.

Alles in allem ist und bleibt es leider nur eine von diesen leichten Lektüren. Dabei war der Anfang so vielversprechend, bis man am Ende doch all die vorher aufgebaute ungekünstelte Romantik mit zu viel Körperkontakt zerstörte.

  • Atmosphäre
  • Gefühl
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 04.12.2019

Packender Auftakt mit vielen offenen Fragen

Neon Birds
0

Inhalt: Im Jahre 2101 kämpfen vier junge Menschen darum in einer von Cyber-Zombies überfüllten Welt normal Leben zu können. Dabei sind die emotionslosen Körper nicht ihre größte Sorgen, denn jeder von ...

Inhalt: Im Jahre 2101 kämpfen vier junge Menschen darum in einer von Cyber-Zombies überfüllten Welt normal Leben zu können. Dabei sind die emotionslosen Körper nicht ihre größte Sorgen, denn jeder von ihnen hat mit seinen eigenen Monstern zu kämpfen.
Ein Virus der Waffen für Kriege herstellt, lässt die Menschen und Tiere zu einer für die Regierung unkontrollierbaren Masse werden, die vor nichts und niemanden halt macht. Also das machen was die Menschheit bei ihrer Furcht vor Gefahr schon immer tat und die nunmehr nicht menschlichen Wesen in gesicherten Zonen einsperren. Aber Mauern werden nunmal fallen.

Meinung: Das Cover und der KT haben mich direkt angezogen. Auch der Titel dessen Ursprung und Bedeutung mir immernoch nicht wirklich klar sind, hörte sich zumindest interessant an.

Schon der Einstieg ins Buch war super erfrischend, da sofort klargemacht wird in welcher Welt wir uns befinden. Generell finde ich, hat das Gesellschaftssystem ein klein bisschen was unterbewusst diktatorisches und man kann sich viel mitnehmen wenn man zwischen den Zeilen liest. Besonders ein Kapitel und die Sicht aus der die künstliche Intelligenz KAMI die Welt sieht und versteht, ist super spannend dargestellt und es fesselt einen mit seinen Ideen und Worten. Die Wortwahl sowie Schreibtsil waren dabei sehr angenehm fast schon poetisch und ich kam flott durch.

Ansonsten geht die Geschichte eher behutsam weiter. Für mich war es eher ein auf und ab, was den Action und Nervenkitzel angeht. Die Perspektiven der Charaktere wechseln steht's und man lernt erstmal grob, wie sie so sind und was nach und nach noch auf ihren Seelen liegt. Dabei werden immer wieder Informationen über die Erfindungen und den Aufbau dieser futuristisch angelegten Welt in Form von Militärsberichten und Protokollen überbracht. Die Idee dahinter ist super ausgearbeitet, nur kam ich immer mit der Zeitspanne nicht klar. Beispielsweise wusste ich nicht immer, dass das Buch 2101 spielt, weil in den Berichten auch von vor 20 Jahre berichtet wurde und ich kam etwas durcheinander mit den ganzen Zahlen.
Nun muss man selbst wissen, ob einem das stetige hin und her switchen zu fiel ist und ob dies den eigenen Lesefluss eher unterbricht, als zu unterhalten.

Ich fand es alles in allem ganz nett und abwechslungsreich. Zusammen mit den Illustrationen ist das Buch auch super gestaltet.
Und die Charaktere erst, reichen von potenzieller Lover zu eher eintönigen Sidekicks. Mich hat dabei aber eher gestört, dass zum Beispiel ein Welt talentierter Supersoldat, erst ich glaube 21 Jahre alt ist, er einem aber wie ein 40 jähriger Veteran mit viel Lebenserfahrung und nötigen Wissen vorkommt. Er ist zwar lieb und nett, aber man hätte nicht unbedingt alle Charaktere auf's selbe Alter reduzieren müssen. Trotzdem wird  immerhin auch den eher "schwächeren" Personen eine Rolle zu gesprochen und man kann durch ihr "normal sein" besser mit ihnen sympathisieren.

Fazit: Mich konnte das Buch gut unterhalten, war aber nicht immer durchgehend gefesselt von der Handlung. Vielleicht ist dieses Ganze Zombie Apokalypsen Prinzip auch einfach zu ausgelutscht und ich sehe zu viele Parallelen. Dagegen war die Ausdrucksweise und Lektionen im Buch unglaublich inspirierend und anregend, sodass ich mir super viel mitgenommen habe. Ich würde es allen empfehlen, die sich mit einem netten Sci-Fi Buch die Zeit vertreiben wollen und sich mit dem Grund zur Existenz der Menschen und was wir alle mit uns bringen, auseinander setzen wollen. Ansonsten bin ich sehr gespannt auf Band zwei, wo hoffentlich noch viele Fragen geklärt werden.

  • Cover
  • Geschichte
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.11.2019

Unreife Protagonistin

LUCE
0

In Luce geht es um die gleichnamige 18-jährige Protagonistin. Einestages findet sich Luce mit ihrem besten Freund Jules auf einer Party wieder. Dort angekommen trifft sie auf den geheimnisvollen Jason, ...

In Luce geht es um die gleichnamige 18-jährige Protagonistin. Einestages findet sich Luce mit ihrem besten Freund Jules auf einer Party wieder. Dort angekommen trifft sie auf den geheimnisvollen Jason, der sie im Nachhinein nicht nur rettet, sondern auch in eine geheimnisvolle neue Welt verschleppt wo sie sich bald mit dem Kampf um ihre Liebsten befassen muss.

Klingt eigentlich ganz vielversprechend und so war's dann auch: Das Buch nimmt einen in eine wirklich fantasiereiche Welt mit und eröffnet einem ganz besondere Einblicke auf fassettenreiche Dimensionen. Eine mögliche Bedrohung erhebt sich außerdem zunehmenst und lässt einem die Gefahr immer näher kommen. Spannung ist da und auch der Schreibstil ist passabel.

Einzig und allein die Art der Protagonistin ging mir auf den Senkel. Das Mädchen und alle anderen Charaktere im Buch sind mind. 18 benehmen sich aber wie 13-jährige Teenies, die noch keine Ahnung von der Welt und dem wirklichen Leben hat. Luce mit ihrer sehr naiven und egoistischen Art hat mich oft verzweifeln lassen. Das Problem war nicht mal das dabei entstandenen Liebesdreieck, sondern die Art und Weise, wie sie mit ihren Mitmenschen umgeht und ihnen ihre wahren Gefühle nicht offenbaren kann, um sich selbst nicht zu verletzen. Dabei tut sie nur allen anderen in ihrer Umgebung weh und benimmt sich dabei wie eine 7t Klässlerin, die noch nicht weiß was Bienchen und Blümchen sind. Ich selbst bin 16 Jahre alt und kenne keinen in meinem Alter der sich so benimmt...

Ich habe lange mit mir gekämpft und würde dem Buch 4-4,5 Sterne geben, da man merkt wie sehr sich die Autorin damit Mühe gegeben hat und wie sie für ihre Idee lebt. Werde definitiv auch die anderen Bücher lesen wollen, empfehle es aber eher jüngeren Lesern die sich vielleicht eher mit der Protagonistin identifizieren können.

Veröffentlicht am 09.11.2019

Umschweifend detailierte Fantasywelt, die schwer zu überblicken ist

Der Untergang der Könige
0

Der junge Kihrin wird von seinem eher bescheidenen und doch ruhigen Diebesleben in die Intrigen und Pläne machtbessener Eroberer geworfen. Wir begleiten ihn auf seiner Reise und erfahren so die Lebensgeschichte ...

Der junge Kihrin wird von seinem eher bescheidenen und doch ruhigen Diebesleben in die Intrigen und Pläne machtbessener Eroberer geworfen. Wir begleiten ihn auf seiner Reise und erfahren so die Lebensgeschichte unseres kleinen Unglücksraben.

Meinung: Man kann die Geschichte gar nicht wirklich zusammen fassen. Es passiert so unglaublich viel in den über 800 Seiten, sodass man die komplette Fülle gar nicht greifen kann.
Zu Beginn des Buches wird man grob ins Geschehen hinein geworfen. Wir wissen rein gar nichts über die Situation und die Personen am Anfang und lernen diese erst Stück für Stück kennen. Wirklich verwirrend wird es aber, als Kihrin und seine Gefängniswärterin anfangen Kihrins Geschichte zu erzählen. Die beiden erzählen nämlich aus unterschiedlichen Zeitperioden aus Kihrins Leben und es wird schwer zwischen den beiden Erzählsträngen zu differenzieren und sich auf sie zu konzentrieren. Mit der Zeit wird es leichter, aber gerade den Anfang hat die Autorin wirklich plump gestaltet. Man wird nämlich zu gleich auch mit Ellen langen Fußnoten bombardiert, die noch verwirrender sind und eigentlich das Verständnis zur Welt aufbessern sollen. Aber auch NUR auf den ersten 100 Seiten ist es so vollgepackt, was ich dann einfach nicht verstehen kann.

Ansonsten kann ich nicht wirklich sagen, was alles passiert. Es würde Spoilern, da viele Erlebnisse Kihrins auf künftige Geschehnisse aufbauen. Ich finde nur, dass viele unnütze Szenen dabei waren, die zwar Welt und Gesellschaft bildhafter machen sollten und einen Einblick auf die VIELEN Nebencharaktere liefern sollten, aber dadurch ging der rote Faden und keine Ahnung, vielleicht das Weiterkommen der schon genug langen Geschichte zum Stehen.

Keine Frage ist zu spüren, wie viel Mühe sich die Autorin mit den komisch klingenden Namen, den unterschiedlichen Adelshäuser und Königreiche sowie Fabelwesen und Bösewichte gegeben hat. Manchmal ist weniger einfach mehr und das kam bei dem Buch ganz stark zur Geltung. Man muss aber sagen, dass der Schreibstil trotzdem erlaubt hat schnell und mit Lesefreude durch die einzelnen Kapitel zu kommen und an sich hat das Buch in Punkto Highfantasy auch super unterhalten. Es wurde an manchen Stellen halt einfach zu viel des Guten und wenn man das Buch ein paar Tage weglegt, kommt man schon wieder gar nicht mit den ganzen Namen und Orten klar. Fraglich ob ich mir Band 2 und 3 hole.

Veröffentlicht am 09.11.2019

Super starkes Erstlings Debüt

Knochendiebin (Die zwölf Kasten von Sabor 1)
0

Inhalt: Stur, eine junge Krähenhexe lebt zusammen mit ihrer Rotte in Sabor, wo ihr täglicher Einsatz zur Verbrennung von Leichen gefordert ist. Königreich Sabor wird nämlich von der alles umgreifenden ...

Inhalt: Stur, eine junge Krähenhexe lebt zusammen mit ihrer Rotte in Sabor, wo ihr täglicher Einsatz zur Verbrennung von Leichen gefordert ist. Königreich Sabor wird nämlich von der alles umgreifenden Sündenseuche heimgesucht und nur die Krähen Kaste scheint immun dagegen zu sein. Vom Volk verachtet für ihre abscheuliche Arbeit reisen die Krähen eines Tages zum Königspalast, um ihre Arbeit zu verrichten. Doch die zwei vermeintlichen Leichen entpuppen sich bald, als lebendiger wie zu nächst angenommen. Zusammen mit Phönixprinz Jasimier und seinem Doppelgänger und Leibwache Tavin machen sich die Krähen auf ihr zum Tode verurteiltes Schicksal zu ändern und eine baldige Übernahme im Lande zu stoppen.

Meinung: Die Geschichte wird aus der Erzählenden Perspektive erzählt und der lebhafte und bildhafte Schreibstil erlaubt es, schnell durch das Buch zu kommen. Auch die Aufmachen vom Cover bis zum Einband und der detaillierten Karte ist das Buch für mich abgerundet.

Anfangs ist es etwas schwer der Geschichte zu folgen, da die sehr ungewöhnlichen Namen erst einmal Verwirrung stüften, aber auch die aufkommenden Fragen werden beim Weiterlesen hauptsächlich geklärt und man kommt zunehmenst besser mit der Handlung klar, bis man vollenst in die Welt voller Magie, Verrat und Ungerechtigkeit gefangen ist. Auch das System mit den Vogel Kasten ist einzigartig und lassen einen noch mehr Zauber der Welt Sabors verspüren.

Unsere Protagonistin Stur spielt während der ganzen Intrige eine noch unbekannte Schlüsselrolle. Die sehr sympatische Katzenhalterin ist schon ihr ganzes Leben lang auf der Flucht und kennt die Gefahren und die Verachtung mit der die Krähen konfrontiert werden nur zu gut. Trotzalledem geht ihre Rotte für sie über alles und sie würde sich für jeden aus ihrer Gruppe opfern. Von diesem Grundaufbau entwickelt sich Stur aber noch zu einer viel stärkeren jungen Frau, die lernt was es heißt für ihres gleichen und die die sie liebt zu kämpfen.

Auch der Prinz und sein Bodyguard lernen bald, was es heißt wie eine Krähe zu sein und beide werden mehr oder weniger geschockt mit den Gegebenheiten konfrontiert, während sie ihr wahres Ziel nicht aus den Augen verlieren dürfen. Vorallem Tavin hat mich mit seinem Charm und Witz von sich eingenommen und man muss einfach sagen, wie stark die Charaktere sich während ihrer Reise allesamt entwickelt haben.

Ich kann jedenfalls versprechen, dass mich das Buch oft überrascht hat und die Gewalt und die daran Verbundene abscheuliche Gesellschaft einen wirklich mit Stur mitfühlen lässt. Fantastischer erster Roman der Autorin.

Fazit: Alles in allem hat mich das Buch super unterhalten, es war oft sehr unvorhersehbar und auch die Charaktere haben mich mit ihrer Entwicklung verblüfft. Für mich könnte das Ende eigentlich fast so bleiben, aber ich werde natürlich trotzdem den 2. Band lesen, nur um zu wissen, wie die Geschichte von Stur ausgeht und weil ein zwei Fragen rund zum Hintergrund der Krähen und ihrer Verbindung zur Sündenseuche geklärt werden wollen