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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2020

Geht ans Herz

Unsere Jahre in Miller's Valley
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Zum Inhalt lt. Klappentext:
Seit Generationen leben die Millers in Miller‘s Valley. Doch jetzt soll das Tal geflutet werden, und die elfjährige Mimi wächst in dem Wissen auf, dass der Ort, den sie Heimat ...

Zum Inhalt lt. Klappentext:
Seit Generationen leben die Millers in Miller‘s Valley. Doch jetzt soll das Tal geflutet werden, und die elfjährige Mimi wächst in dem Wissen auf, dass der Ort, den sie Heimat nennt, nicht mehr lange existieren wird. Während die Dorfgemeinschaft noch gegen die drohende Veränderung ankämpft, muss Mimi den Mut finden, ihren eigenen Weg zu gehen.

Meine Meinung:

Der Klappentext wird m.E. dem Inhalt nicht gerecht und hätte mich in der Buchhandlung ganz sicher nicht dazu gebracht, mich näher mit dem Buch zu befassen. Doch dann hätte ich etwas verpasst.

Die Autorin erzählt hier eine Geschichte, die irgendwie unspektakulär ist, aber in ihrer Einfachheit doch berührt. Es ist eigentlich „nur“ die Beschreibung einer Familie und ihrem Leben in einem kleinen Ort. Aber mich hat sie dennoch gefesselt – oder vielleicht gerade deswegen?

Obwohl alles aus der Perspektive von Mimi erzählt wird, schafft es die Autorin, mir als Leser vielfältige Eindrücke der Beziehungen von Familie und Freunden zu vermitteln.
Mir hat auch sehr gefallen, wie in kleinen, unbedeutenden Nebensätzen Einblicke in Mimis Leben gegeben werden, ohne dass sie selbst davon berichtet.

Am Ende sind nicht alle offenen Fragen geklärt; aber komischerweise hat mich das in diesem Buch nicht gestört. Im „echten“ Leben klärt sich schließlich auch nicht alles auf.

Fazit: ein unaufgeregtes Buch, welches bei mir aber noch nachhallen wird

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.08.2020

Gelungen

Remember Me – Tödliche Vergangenheit
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Zum Inhalt:
Jubilee Harper hat vor vielen Jahren einen schweren Fehler begangen und lebt nun zurückgezogen unter anderem Namen in New York. Gerade als sie beginnt, sich dem Leben und ihrem neuen Nachbarn ...

Zum Inhalt:
Jubilee Harper hat vor vielen Jahren einen schweren Fehler begangen und lebt nun zurückgezogen unter anderem Namen in New York. Gerade als sie beginnt, sich dem Leben und ihrem neuen Nachbarn ein wenig zu öffnen, holt ihre Vergangenheit sie wieder ein ...


Meine Meinung:

Das Cover liegt zwar im aktuellen Trend, hat für mich aber keinerlei Beziehung zur Story.

Der Schreibstil der Autorin hat es mir einfach gemacht, flüssig durch die Geschichte zu kommen. Der Spannungsbogen wird gut aufgebaut, da man als Leser erst nach und nach erfährt, was in der Vergangenheit der Protagonistin wirklich passiert ist. Auch sind die Ängste der Hauptperson sehr realistisch beschrieben und ich konnte diese gut nachempfinden.

Das Setting in dem New Yorker Apartment passt gut zur Story, auch wenn es ein wenig an andere Bücher oder Filme erinnert. Doch das schmälert das Lesevergnügen nicht, wenn ich auch im letzten Drittel eine Ahnung hatte, wie das Ganze ausgehen könnte.

Fazit: eine gelungene Mischung aus Psychothriller und Lovestory

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.06.2020

Leichte Sommerlektüre

Ein Sommer voller Schmetterlinge
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Zum Inhalt:
Eine Bar in Spanien zu betreiben, ist der große Traum von Beti. Doch als dieser wahr zu werden scheint, wird sie von ihrem Verlobten mitsamt ihrem Startkapital verlassen. Notgedrungen sucht ...

Zum Inhalt:
Eine Bar in Spanien zu betreiben, ist der große Traum von Beti. Doch als dieser wahr zu werden scheint, wird sie von ihrem Verlobten mitsamt ihrem Startkapital verlassen. Notgedrungen sucht sie sich eine Arbeit vor Ort und landet auf der Kirschfarm von Antonio, der jedoch ein echter Stinkstiefel zu sein scheint …

Meine Meinung:

Der Originaltitel „ Sunset over the Cherry Orchard“ passt für meinen Geschmack wesentlich besser zum Buch als der deutsche. Denn zum einen spielen Schmetterlinge in der Geschichte keine Rolle und zum anderen suggeriert der deutsche Titel eine seichtere Story als sie ist. Obwohl es eine sommerliche Liebesgeschichte ist, werden doch Problemfelder angesprochen, über die ein wenig tiefer gehendes Nachdenken sinnvoll erscheint.

Der Schreibstil hat es mir leicht gemacht, flüssig durch die Seiten zu fliegen.

Die Charaktere sind durchweg sehr prägnant, wenn auch stellenweise ein wenig überzeichnet, dargestellt. Aber genau dadurch entwickelt der Leser schnell Sympathie bzw. Antipathie.

Spanische Gepflogenheiten finden ebenso ihren Platz in der Story wie auch Landschaftsbeschreibungen. Die letztgenannten waren für mich persönlich jedoch ein wenig zu viel.

Fazit: ein sommerlicher Liebesroman, der nicht kitschig war

  • Cover
  • Geschichte
  • Gefühl
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 16.02.2020

Hat nicht ganz gehalten, was die Leseprobe versprochen hat

Die Geliebte des Kaisers
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Zum Inhalt:

Als Otto III. im Sterben liegt und erfährt, dass die Magd Mena sein Kind erwartet, bittet er sie, nach seinem Tod sein Herz zusammen mit dem Kind nach Augsburg zu bringen, damit seine Familienlinie ...

Zum Inhalt:

Als Otto III. im Sterben liegt und erfährt, dass die Magd Mena sein Kind erwartet, bittet er sie, nach seinem Tod sein Herz zusammen mit dem Kind nach Augsburg zu bringen, damit seine Familienlinie nicht ausstirbt. So macht sich die schwangere Mena im Winter auf den beschwerlichen Weg über die Alpen. Doch nicht nur das Wetter scheint gegen sie zu sein, sondern ist auch der Kampf um die Nachfolge Ottos längst ausgebrochen …


Meine Meinung:

Obwohl mir das Cover gefällt, passt es m.E. aber nicht zur Geschichte.

Sehr gut hat mir das Personenverzeichnis am Anfang des Buches gefallen, wo auch darauf hingewiesen wird, wer fiktiv ist und wer tatsächlich gelebt hat. Dieses habe ich beim Lesen immer mal wieder zu Hilfe genommen.

Die Geschichte ist in verhältnismäßig kurze Kapitel aufgeteilt, die aus Sicht eines Erzählers immer wieder unterschiedliche Protagonisten „begleiten“. So werden die Geschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln dargestellt. Das hat sich für mich so sehr flüssig gelesen.

Die Story an sich hat mich jedoch ein wenig enttäuscht:
- An manchen Stellen waren die Beschreibungen der Landschaft / Natur / Tierwelt einfach zu langatmig. Dafür habe ich an anderen Stellen ein wenig mehr Hintergrund zu Personen, Umständen und Handlungen vermisst.
- Es werden einige Personen eingeführt und recht genau beschrieben, die dann jedoch nach wenigen Kapiteln sterben. So dass ich mich gefragt habe, welchem Zweck diese dienten und ob man sie nicht hätte weglassen können.
- Obwohl diverse „Eigenheiten“ der damaligen Zeit beschrieben werden, fehlt mir der „historische Charakter“, den ich von anderen historischen Romanen kenne.
- Beschrieben wird das Buch mit „Ein packender historischer Roman um einen sterbenden Kaiser, seine mutige Geliebte und eine gefahrvolle Mission“, wonach ich mehr erwartet hatte.

Fazit: war nicht schlecht, aber hat mich enttäuscht

  • Authentizität
  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 07.06.2019

eine unterhaltsame Leseempfehlung -nicht nur- für den kommenden Sommerurlaub

Glück ist meine Lieblingsfarbe
2

Zum Inhalt:
Juli lebt auf La Palma und ist sich noch nicht sicher, ob es nur eine kleine Auszeit ist oder doch für immer sein soll. Sie sucht noch nach dem Ziel in ihrem Leben.
Quinn ist das ganze Gegenteil: ...

Zum Inhalt:
Juli lebt auf La Palma und ist sich noch nicht sicher, ob es nur eine kleine Auszeit ist oder doch für immer sein soll. Sie sucht noch nach dem Ziel in ihrem Leben.
Quinn ist das ganze Gegenteil: strukturiert, mit klaren Zielen und einer festen Existenz auf der Insel.
Als die beiden aufeinander treffen, passt es zunächst überhaupt nicht …

Meine Meinung:

Bereits das Cover strahlt eine Leichtigkeit aus, die sich im Buch fortsetzt, trotz der auch enthaltenen traurigen Momente. Es hat mich ein wenig an das Cover von „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ erinnert.

Kristina Günak hat hier wieder eine erfrischende Geschichte erschaffen; im Stil wie ich schon einige von ihr gelesen habe. Lediglich das Setting außerhalb Deutschlands war neu. Die sehr natürlichen Charaktere kann man mit allen Macken sowie liebenswerten Eigenschaften direkt vor sich sehen.

Sehr gut hat mir auch wieder die stellenweise enthaltene Situationskomik gefallen, die jedoch nie „schenkelklopfend“ daherkommt. Vielmehr habe ich dann immer beim Lesen vor mich hin geschmunzelt. Aber es gibt auch ein paar Lebensweisheiten im Buch, was ich sehr mag; z.B. „Hinter jedem Konflikt steht ein Bedürfnis“. Ich nehme an, dass der Autorin aus ihrer Tätigkeit als Mediatorin eine reichliche Fülle derartiger „Sprüche“ zur Verfügung steht.

Die Geschichte hat einfach genau die richtige Mischung an Liebe, Humor, skurrilen Protagonisten, traurigen Momenten und Realität und eignet sich auch durch das Setting ideal als Urlaubslektüre.

Eine meiner absoluten Lieblingsstellen ist die Aussage von Juli:
"Für diesen Fall hatte ich stets Helmut bei mir. Mein mörderisches Pfefferspray."

Auf der LLC vorige Woche hatte ich dann die Möglichkeit, an einer Lesung der Autorin aus eben diesem Buch teilzunehmen. Obwohl ich die Geschichte ja bereits kannte, war es -wie immer- ein Vergnügen ihr zuzuhören. Falls also jemand die Gelegenheit bekommt, an einer Lesung von Kristina Günak teilzunehmen, ist mein Rat: nichts wie hin!

  • Cover
  • Geschichte
  • Humor
  • Gefühl
  • Erzählstil