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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2019

eine unterhaltsame Leseempfehlung -nicht nur- für den kommenden Sommerurlaub

Glück ist meine Lieblingsfarbe
2

Zum Inhalt:
Juli lebt auf La Palma und ist sich noch nicht sicher, ob es nur eine kleine Auszeit ist oder doch für immer sein soll. Sie sucht noch nach dem Ziel in ihrem Leben.
Quinn ist das ganze Gegenteil: ...

Zum Inhalt:
Juli lebt auf La Palma und ist sich noch nicht sicher, ob es nur eine kleine Auszeit ist oder doch für immer sein soll. Sie sucht noch nach dem Ziel in ihrem Leben.
Quinn ist das ganze Gegenteil: strukturiert, mit klaren Zielen und einer festen Existenz auf der Insel.
Als die beiden aufeinander treffen, passt es zunächst überhaupt nicht …

Meine Meinung:

Bereits das Cover strahlt eine Leichtigkeit aus, die sich im Buch fortsetzt, trotz der auch enthaltenen traurigen Momente. Es hat mich ein wenig an das Cover von „Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ erinnert.

Kristina Günak hat hier wieder eine erfrischende Geschichte erschaffen; im Stil wie ich schon einige von ihr gelesen habe. Lediglich das Setting außerhalb Deutschlands war neu. Die sehr natürlichen Charaktere kann man mit allen Macken sowie liebenswerten Eigenschaften direkt vor sich sehen.

Sehr gut hat mir auch wieder die stellenweise enthaltene Situationskomik gefallen, die jedoch nie „schenkelklopfend“ daherkommt. Vielmehr habe ich dann immer beim Lesen vor mich hin geschmunzelt. Aber es gibt auch ein paar Lebensweisheiten im Buch, was ich sehr mag; z.B. „Hinter jedem Konflikt steht ein Bedürfnis“. Ich nehme an, dass der Autorin aus ihrer Tätigkeit als Mediatorin eine reichliche Fülle derartiger „Sprüche“ zur Verfügung steht.

Die Geschichte hat einfach genau die richtige Mischung an Liebe, Humor, skurrilen Protagonisten, traurigen Momenten und Realität und eignet sich auch durch das Setting ideal als Urlaubslektüre.

Eine meiner absoluten Lieblingsstellen ist die Aussage von Juli:
"Für diesen Fall hatte ich stets Helmut bei mir. Mein mörderisches Pfefferspray."

Auf der LLC vorige Woche hatte ich dann die Möglichkeit, an einer Lesung der Autorin aus eben diesem Buch teilzunehmen. Obwohl ich die Geschichte ja bereits kannte, war es -wie immer- ein Vergnügen ihr zuzuhören. Falls also jemand die Gelegenheit bekommt, an einer Lesung von Kristina Günak teilzunehmen, ist mein Rat: nichts wie hin!

Veröffentlicht am 05.10.2018

Eine gelungene Fortsetzung

Die Frauen der Kamelien-Insel
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Zum Inhalt:
Diese Fortsetzung beginnt mit der traumhaften Hochzeit von Sylvia und Mael auf der Kamelieninsel. Auch die Pläne für den Ausbau der Gärtnerei nehmen Form an. Gerade als die beiden sich entschieden ...

Zum Inhalt:
Diese Fortsetzung beginnt mit der traumhaften Hochzeit von Sylvia und Mael auf der Kamelieninsel. Auch die Pläne für den Ausbau der Gärtnerei nehmen Form an. Gerade als die beiden sich entschieden haben, ein Kind zu bekommen, trifft Maels einstige Liebe Chloe auf der Insel ein. Dabei hat sie den 7jährigen Noah, angeblich das Kind von Mael …

Meine Meinung:

Die Autorin hat es wieder geschafft, mich von der ersten Seite an auf die wundervolle Kamelieninsel zu ziehen.

Erneut sieht es für Sylvia nach einem glücklichen Leben aus und dann kommen diverse Widrigkeiten.

Obwohl einiges vorhersehbar war, konnte ich die Geschichte wieder genießen und mich hineinfallen lassen.

Ich bin allerdings gespannt, ob es im dritten Teil gelingt, die Geschichte fortzusetzen, ohne den Leser zu langweilen.

Fazit: eine Fortsetzung, die es sich zu lesen lohnt

Veröffentlicht am 13.09.2018

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Luckiest Girl Alive
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Zum Inhalt:
Ani FaNelli hat es geschafft: Sie hat einen tollen Job beim angesehenen Womens Magazine in New York und ihre Hochzeit mit Luke, der aus einer Familie der oberen Zehntausend stammt, steht kurz ...

Zum Inhalt:
Ani FaNelli hat es geschafft: Sie hat einen tollen Job beim angesehenen Womens Magazine in New York und ihre Hochzeit mit Luke, der aus einer Familie der oberen Zehntausend stammt, steht kurz bevor. Doch wenn das Geheimnis, welches sie sei ihrer Jugendzeit mit sich rumschleppt, ans Licht kommt, könnte ihr tolles Leben wie eine Seifenblase zerplatzen …

Meine Meinung (ACHTUNG SPOILER):

Das Buch war etwas vollkommen anderes als ich nach der Leseprobe erwartet hatte. Auch das nachstehende Zitat deutete auf eine lockere Geschichte hin, die mit ein paar „Abgründen“ aus der Vergangenheit gespickt zu sein schien.

„Laut einer Studie ist man mit seiner Menüauswahl eher zufrieden, wenn man die Speisekarte sofort nach dem Auswählen zuklappt. Also wählen Sie die gegrillte Seezunge und schließen Sie sofort die Karte, ehe Sie mit den Penne á la Wodka zu flirten beginnen.“

Doch ansonsten empfand ich den Beginn u.a. durch (zunächst langweilige) Rückblenden als sehr mühsam zu lesen. Nach und nach nahmen die Rückblenden einen größeren Teil der Story ein, allerdings in einem erschreckenden Rahmen mit sehr drastischen Szenen (Mobbing bis hin zu Vergewaltigung).

Ich habe dann wirklich daran gedacht, das Buch abzubrechen; wollte aber doch erfahren, worauf das Ganze hinausläuft. Das Ende bzw. die Auflösung haben mich dann wieder ein wenig mit dem Buch versöhnt. Es machte die Geschichte irgendwie „rund“.

Fazit: eine ungewöhnliche Geschichte, die mich nicht richtig überzeugt hat – keine Leseempfehlung von mir, auf jeden Fall nichts für Zartbesaitete

Veröffentlicht am 06.07.2018

Etwas zu belehrend

Mädchen, Mädchen, tot bist du
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Zum Inhalt:
Innerhalb weniger Wochen sterben drei Mädchen im Teenageralter. Die Selbstmorde erscheinen völlig grundlos. Doch waren es Selbstmorde? Dann erhält Tess einen Brief, in dem lediglich steht: ...

Zum Inhalt:
Innerhalb weniger Wochen sterben drei Mädchen im Teenageralter. Die Selbstmorde erscheinen völlig grundlos. Doch waren es Selbstmorde? Dann erhält Tess einen Brief, in dem lediglich steht: „Du bist die nächste“…

Meine Meinung:
Ich finde es immer sehr interessant, wenn in einem Thriller nicht nur die „Geschichte“ erzählt wird, sondern auch der Täter „zu Wort kommt“. Dies hat die Autorin hier sehr gut gelöst. Auch ist es hilfreich, dass die Passagen des Täters in einer anderen Schriftart gedruckt sind.

Geschickt wird der Kreis der Verdächtigen immer wieder erweitert / geändert und es werden neue Fährten gelegt, so dass der Leser seine eigenen Lösungsansätze überdenken muss. Die tatsächliche Auflösung hat mich aber dann doch sehr überrascht.

Die Autorin hat hier mit Mobbing unter Jugendlichen ein aktuelles / wichtiges Thema aufgegriffen und versucht, die möglichen Folgen und Konsequenzen aufzuzeigen (wenn für meinen Geschmack auch teilweise etwas zu drastisch für die Zielgruppe). Diese „Gemeinheiten“ kommen sicher häufig vor, gerade auch anonym über die „sozialen“ Medien. Doch ähnliches ist auch bereits früher geschehen, nur wurde es nicht „Mobbing“ genannt oder mit großer Aufmerksamkeit bedacht. Bezeichnend war bei allen Opfern der Story, dass sie zum einen nicht so fest in einer Gruppe eingebunden waren, wie sie dachten, und zum anderen der familiäre Rückhalt zu wünschen übrig ließ. Doch m.E. kann man dies nicht generell als Zeichen nehmen, dass sie mobbing- oder selbstmordgefährdet sind.

Allgemein betrachtet fand ich die Story ganz nett zu lesen. Allerdings war das Ende für meinen Geschmack zu belehrend i.S. Mobbing und ich weiß nicht, ob das von der Zielgruppe des Buches angenommen wird.

Veröffentlicht am 11.04.2018

Nette Geschichte mit einer ungewöhnlichen Protagonistin

The Ivy Years – Bevor wir fallen
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Zum Inhalt:
Corey hat sich durch einen Sportunfall schwer verletzt und sitzt nun im Rollstuhl. Trotzdem hat sie sich gegen ihre Eltern durchgesetzt und geht auf's College. Gleich am ersten Tag begegnet ...

Zum Inhalt:
Corey hat sich durch einen Sportunfall schwer verletzt und sitzt nun im Rollstuhl. Trotzdem hat sie sich gegen ihre Eltern durchgesetzt und geht auf's College. Gleich am ersten Tag begegnet sie Adam, der durch ein Gipsbein ebenfalls gehandicapt ist - zumindest vorübergehend. Die beiden verstehen sich auf Anhieb sehr gut - als Freunde ...

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin hat es mir leicht gemacht, in das Buch reinzukommen. Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Corey, als auch aus der von Adam erzählt wird. So kann man als Leser manche Szenen aus zwei verschiedenen Blickwinkeln betrachten.

Die Protagonisten scheinen bis in die Nebenrollen Geheimnisse / Probleme mit sich herumzutragen, die im weiteren Verlauf mehr oder weniger aufgedeckt bzw. gelöst werden.

Manche Begebenheiten empfand ich als zuviel und auch das Ende war doch sehr "weichgespült". Aber alles in allem eine nette Lektüre für "zwischendurch", die sich von ähnlichen Stories dadurch unterscheidet, dass die Hauptfigur im Rollstuhl sitzt. Allerdings werde ich den zweiten Teil nicht lesen.