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Veröffentlicht am 19.04.2022

59 Jahre in einem Boot

59 Jahre in einem Boot
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Inge Klatt, Jahrgang 1932 beschreibt hier in eindrucksvoller Weise ihr Leben mit ihrem Mann, demSeefahrer Hans-Joachim, mit dem sie seit 59 verheiratet ist und mit dem sie gemeinsam durch dick und dünn ...

Inge Klatt, Jahrgang 1932 beschreibt hier in eindrucksvoller Weise ihr Leben mit ihrem Mann, demSeefahrer Hans-Joachim, mit dem sie seit 59 verheiratet ist und mit dem sie gemeinsam durch dick und dünn gegangen ist. Das Buch beginnt im Jahr 1962, wo sie Hans.Joachim kennengelernt hat und kurz darauf auf geheiratet hat, eben weil eine Wohnung frei wurde, die man zu dieser Zeit nur schwer bekommen konnte. Ihr einziges Kind verlor sie durch eine Fehlgeburt und Hans-Joachim war viel auf See, wodurch sie oft alleine war. Aber Inge, patent wie sie war, hatte einen Beruf und verdiente so zusätzlich Geld. Als ihr Mann dann erster Kapitän wurde, begleitete sie ihn öfters. Diese Reien beschreibt die Autorin derart lebhaft und detailgetreu, dass man meint, selbst zwischendrin in den Abenteuern zu stecken. Aber auch privat unternahm das Ehepaar sehr viel: Langlaufen, campen im Wohnwagen, segeln und dann im Rentenalter machten sie sich mit dem Wohnwagen auf, um andere Länder zu entdecken. Aber sie haben sich auch ein Haus gekauft, es renoviert. Das Ehepaar hatte nie Stillstand im Leben und es war immer etwas los. Sie verschlossen sich auch nie vor Neuem. Das Buch liest sich interessanter als so mancher Roman und bei einigen Kapiteln mußte ich richtiggehend schmunzeln, andere sind dann wieder sehr traurig. Aber Inge kam immer wieder auf die Beine, egal wie das Schicksal zuschlug. Zu ihrer damaligen Zeit war sie schon eine völlig moderne und emanzipierte Frau, sie machte den Führerschein, war berufstätig, wo andere Frauen noch zuhause am Herd waren. Inge Klatt kann getrost als Vorbild für die heutige junge Generation gelten und ich hoffe, dass dem Paar noch einige einigermaßen gesunde Jahre bleiben. Natürlich zeigt das Cover ein Segelboot in stürmischer See.

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Veröffentlicht am 17.04.2022

Die Uhrmacher der Königin

Die Uhrmacher der Königin
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ch liebe die historischen Romane von Rlaf H. Dorweiler über alles. Sie entführen den Leser in eine andere Zeit, zumal sie umfassend recherchiert werden und man noch einiges aus vergangener Zeit lernen ...

ch liebe die historischen Romane von Rlaf H. Dorweiler über alles. Sie entführen den Leser in eine andere Zeit, zumal sie umfassend recherchiert werden und man noch einiges aus vergangener Zeit lernen kann. Nachdem der ältere Bruder August Faller den Hof im Schwarzwald geerbt hat, machen sich Johannes und sein Bruder Ernst auf den Weg ins Uhrenland nach England. Johannes ist nach einem Waldunfall gebehindert und Ernst ist ein Authist, jedoch versteht er es, die kompliziertesten Uhren herzustellen. In London angekommen, werden ihnen von allen Seiten Knüppel zwischen die Füße geworfen und sie haben es schwer, irgendwie durchzukommen bis sie eines Tages beauftragt werden, zum Geburtstag von Queen Vivtoria eine besondere Uhr zu kreiieren. Und auch die Liebe kommt in diesem Buch mit ins Spiel. Der Autor beschreibt die Zeit zwischen 1824 und 1842 so eingehend und genau, man meint selbst in den Straßen von London mit dabei zu sein. Um so interessanter ist das Buch, da es den Werdegang der Faller-Brüder schon von Kindheit an beschreibt und man sieht, wie armselig das Leben der Leute im Schwarzwald damals war. Das Buch ist in sechs große Kapitel unterteilt, die alle Begriffe aus der Uhrenwerkstatt beinhalten, wie z. B. der Aufzug, der Antrieb, das Gehwerk. Was mir immer sehr gut gefällt, ist die Vermischung von Fiktion und geschichlichen Ereignissen. Außerdem haben in dem Buch viele wahre Personen aus der Geschichte ihren Auftritt, so dass alles identischer ist. Obwohl hier 500 Seiten zu lesen sind, geht es flott voran und man langweilt sich wirklich keine einzige Minute, denn die Kapitel sind derart gut geschrieben und man hat hier so manchen Cliffhänger, der uns antreibt, weiterzulesen. Der Inhalt ist sprachlich sehr gut ausgedrückt und am Anfang des Buches ist ein Personenverzeichnis, wo man immer wieder nachschlagen und sich orientieren kann. Wie auch in den Vorgängerbänden habe ich mich hier wieder bestens unterhalten und danach hat man immer einiges, um nochmals darüber nachzudenken. Das Cover zeigt die Themse und die Silheouette Londons mit dem Big Ben.

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Veröffentlicht am 13.04.2022

Trucker BaBES

Trucker Babes | Erotische Geschichten
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Eigentlich herrscht ja schon immer das Klischee, dass es in der Schlafkabine in den Trucks heiß hergeht. Die Truckerkapitäne haben in jeder Stadt so ihr Liebchen. Hier wird über Frauen berichtet. Ich habe ...

Eigentlich herrscht ja schon immer das Klischee, dass es in der Schlafkabine in den Trucks heiß hergeht. Die Truckerkapitäne haben in jeder Stadt so ihr Liebchen. Hier wird über Frauen berichtet. Ich habe mir bisher die Frauen, die so einen riesigen Truck über die Autobahn steuern, immer sehr maskulin vorgestellt. Dieses Buch lehrt mich etwas anderes. Hier fahren wirklich scharfe Frauen die Ware von einem Ort zum anderen. Die Autorin hat 11 sehr interessante und sehr verschiedene Geschichten erzählt. Zwar gefallen mir nicht alle, aber großteils sind sie alle sehr erotisch und regen das Kopfkino an. Egal ob man den Fahrlehrer verführt, einen 18jährigen Anhalter entjungfert oder seinen Spaß auf der Ladefläche hat. In den Kabinen und in den LKW herrscht immer heiße Luft. Die Autorin schreibt weder vulgär noch überspitzt. Man kann sich wirklich vorstellen, dass in den langen Nächten auf den Rastplätzen die Ladies nicht gerne alleine sind. Hier erleben wir das Leben der Truckerfrauen.

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Veröffentlicht am 11.04.2022

Team Helsinki

TEAM HELSINKI
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Am Mittsommertag wird vor dem Anwesen einer Unternehmerfamilie eine Tote im dort abgestellten Container gefunden. Dieser wurde mit Meerwasser gefüllt und die Frau ist elendlich darin ertrunken. Natürlich ...

Am Mittsommertag wird vor dem Anwesen einer Unternehmerfamilie eine Tote im dort abgestellten Container gefunden. Dieser wurde mit Meerwasser gefüllt und die Frau ist elendlich darin ertrunken. Natürlich wurde zuerst die Familie Lehmusoja vernommen, da ja der Container auf ihrem Grundstück gefunden wurde. Aber keiner der Famiienangehörigen kennt die tote Frau und keiner hat eine Ahnung, wie sie dort hineingekommen ist. Paula Pihjala und ihr Team sind die Ermittler in diesem Fall. Lange konnte die Frau in keinem Zusammenhang gebracht werden, aber dann stossen die Ermittler auf ein Familiengeheimnis. Das Buch wurde in allen Medien sehr gut beurteilt. Deswegen war ich anfangs sehr enttäuscht. Die beiden ersten Teile waren derart langatmig und langweilig. Detalliert wurde über ein Basketballspiel in der Polizeimannschaft berichtet, was überhaupt keinen Zusammenhang mit dem Fall hatte. Ich mußte mich teilweise richtig zwingen, das Buch nicht ungelesen aus der Hand zu legen. Auch mit den vielen finnischen Namen hatte ich so meine Schwierigkeiten und ich mußte immer wieder vorblättern, damit ich mit den Personen klar kam,. Aber bei Teil 3 überschlugen sich die Ereignisse, der Leser konnte gar nicht so schnell reagieren, wie ein Vorfall nach dem anderen eintritt, verdächtige Personen gravierende Fehler machte und bis zum Schluß nicht wußte, wer nun der Mörder war. Dieses letzte Drittel des Buches hat alles aufgehoben, was am Anfang nur so dahinplätscherte und ich war dann richtig enttäuscht, schon am Ende angelangt zu sein. Die Autoren haben zum Ende des Buches so richtig Vollgas gegeben. Auch wurde bis zum Schluß verheimlicht, mit welchen Dämonen Paula zu kämpfen hat und auch ihre Kollegen haben so ihre persönlichen Probleme. Ich hätte nie geglaubt, dass das am Anfang so zähe Buch so ein reißerisches Ende nehmen wird. Das Cover wird dem Thema gerecht: Es zeigt einen Container in minimalisitscher Art.

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Veröffentlicht am 08.04.2022

Der Weg der Söhne

Die Wege der Söhne
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.Ich bin ein sehr großer Fan von den von Falkenbachs/Lehmanns und freue und leide mit ihnen, fast als ob es meine Familie wäre. Inzwischen schreiben wir das Jahr 1938 und Hitler und seine Schergen sind ...

.Ich bin ein sehr großer Fan von den von Falkenbachs/Lehmanns und freue und leide mit ihnen, fast als ob es meine Familie wäre. Inzwischen schreiben wir das Jahr 1938 und Hitler und seine Schergen sind auf der Höhe der Macht. In Bernried haben Gutav und Wilhelmine den Widerstanskämpfer Martin heimlich in einer alten Villa versteckt und er ist Wilhelmines große Liebe. Ferdinand kommt von der Wehrmacht endlich nachhause, er wurde sogar befördert, hat aber einen hohen Preis dafür bezahlt. Die Porzellanfabrik soll Waffen herstellen, was nicht alle Familienmitglieder für gut befinden. Aber Paul Friedrich hat wie immer einen Plan, wie das am günstigen für ihn ausfallen kann. Wilhelm will langsam wieder sich in der Fabrik engagieren. Wie wird das aber Leopold auffassen. Und wird Gustav endlich hinter Claras Geheimnis kommen? Die Nazigrößen haben aber inzwischen die Falkenbachs immer mehr im Visier. Sie trauen ihnen nicht mehr. Man daf gespannt sein, wie lange sie noch produzieren dürfen. Eine schlimme Zeit. Jeder belauscht jeden, man darf kein unbedachtes Wort sagen. Der Hass gegen de Juden und deren Deprotation nimmt immer mehr zu. Die Autorin, die unter einem Pseudonym schreibt, hat mit ihrem vierten Band die Familiengeschichte sehr eindrucksvoll weitererzählt. Ihre Schreibweise ist derart lebensnah und identisch, man meint, selbst mit den Familientich beim gemneinsamen Mittagessen zu sitzen. Jede der Protagonisten hat einen besonderen Part, der sich bisher durch alle vier Bände gezogen hat. Es tut einem leid, wenn man auf der letzen Seite angelangt ist, denn sie endet mit einem Pageturner und man möchte unbedingt erfahren, wie es jetzt weitergeht. Dem Buch ist ein Einmerker beigefügt, auf dem der Stammbaum der Familien zu sehen ist. Auch der Einband ist wieder sehr gut gewählt. Es zeigt das Werk der Familie und alles sieht wie ein Foto aus dieser Zeit aus, in sepiafarben.

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