Todesangst
Whispers of Destiny"Darf ich nicht outsourcen, nur weil ich eine Urgewalt bin?" [67] Der Tod kommt schon richtig cool daher, lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und ist die Ruhe selbst. Aber eigentlich geht es bei ...
"Darf ich nicht outsourcen, nur weil ich eine Urgewalt bin?" [67] Der Tod kommt schon richtig cool daher, lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen und ist die Ruhe selbst. Aber eigentlich geht es bei "Whispers of Destiny" von Justine Pust um die junge Protagonistin Blue. Blue ist jung und frech, hat ihren eigenen Kopf und manchmal ist das Mundwerk schneller als das Gehirn. Ihr Herz ist aber am rechten Fleck und Blue hält so die eine oder andere Überraschung parat.
Das Setting bei "Whispers of Destiny" gefällt mir sehr gut. Wer arbeitet denn schon beim Callcenter des Todes? Mir gefällt aber auch unheimlich gut das Dystopische an der Fantasy Geschichte. Dass es nicht einfach ist über Tod und Leben zu entscheiden, merken die Mitarbeiter von Death Call selbst sehr schnell. Ich finde die Denkansätze von Pust sehr gut. Da geht es um Leben und Tod, Verteilung von Besitzgütern und Essen, Einteilung der Menschen in verschiedene Klassen und um Klimaeinflüsse in Bezug auf die Menschheit. Für eine so temporeiche, lustige und unterhaltsame spannende Geschichte, empfinde ich die Tiefe der philosophischen Themen in Ordnung.
Pust liefert ein mega unterhaltsames Werk, welches einen bestens unterhält und mit einigen Wendungen aufwartet, die man nicht auf dem Schirm hatte. Der Schreibstil ist perfekt und man rast durch eine Geschichte wo man jederzeit wissen möchte wie es weitergeht.