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Veröffentlicht am 09.10.2020

Sehr eindringliche Geschichte

Zwei Leben in einer Nacht
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"Zwei Leben in einer Nacht" hat mich sehr neugierig gemacht, da zum einen der Klappentext interessant klang und zum anderen habe ich bereits ein Jugendbuch der Autorin gelesen, welches mir ebenfalls gut ...

"Zwei Leben in einer Nacht" hat mich sehr neugierig gemacht, da zum einen der Klappentext interessant klang und zum anderen habe ich bereits ein Jugendbuch der Autorin gelesen, welches mir ebenfalls gut gefallen hat. Mir gefällt wie die Autorin aktuelle und spannende Themen für Jugendliche in ihren Büchern verarbeitet. Achtung: das Buch enthält eine Triggerwarnung.

In diesem Buch begleiten wir Sam und Caspar durch ihre vermeitlich letzte Nacht, denn die beiden haben nur ein Ziel: sie wollen sterben und die Challenge von Ghost soll ihnen dabei helfen.

Die Stimmung des Buches ist teilweise sehr düster und bedrückend, aber doch gleichzeitig sehr atmosphärisch, so dass man völlig gebannt in der Geschichte ist. Man möchte erfahren, was Sam und Caspar zu diesem Schritt bewegt und wie die Geschichte enden wird.

In dieser einen Nacht lernt man Sam und Caspar sehr gut kennen. Wir begleiten die beiden Jugendlichen wie sie einander besser kennenlernen und was sie erlebt haben. Es schwingen ganz leicht Gefühle zwischen den beiden mit, aber die Liebesgeschichte wird nur angedeutet und ist eine absolute Nebensache. Im Vordergrund stehen zwei Jugendliche, die so verzweifelt sind, dass sie nicht mehr leben möchten. Ich mochte die beiden Charaktere sehr gerne und sie waren für mich sehr authentisch.

Es gibt auch einige Spannungselemente und Überraschungsmomente, so dass man von der Geschichte gut unterhalten wird. Ich hätte mir lediglich ein bisschen mehr Emotionalität gewünscht und am Ende ein wenig mehr über die Beweggründe.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr eindringlich und der Geschichte komplett angemessen. Trotz des traurigen Themas gibt es viele schöne Formulierungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2020

Spannender Fall

Quälender Hass
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"Quälender Hass" ist bereits der elfte Thriller rund um die Ermittlerin Kate Burkholder und auch dieses Mal gibt es wieder einen Mordfall in der amischen Gemeinde.

Der Fall war auch dieses Mal wieder ...

"Quälender Hass" ist bereits der elfte Thriller rund um die Ermittlerin Kate Burkholder und auch dieses Mal gibt es wieder einen Mordfall in der amischen Gemeinde.

Der Fall war auch dieses Mal wieder sehr spannend und vielschichtig und die Geschichte reicht weit in die Vergangenheit zurück. Dieses Mal geht es auch rein um den Fall und es gibt sehr wenig von Kates Privatleben.

Das Besondere an dieser Buchreihe bleibt für mich weiter das Setting in der amischen Gemeinde. Neben den spannenden Fällen erhält man außerdem viele interessante Einblicke in das Leben und den Alltag der Amischen.

Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig und angenehm zu lesen.

Veröffentlicht am 05.10.2020

Durchschnittliche Liebesgeschichte

Wild like a River
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Auf "Wild like a river" war ich sehr gespannt, da mich der Klappentext sehr neugierig gemacht und ich Settings in Kanada liebe.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir ganz gut gefallen, da man direkt ...

Auf "Wild like a river" war ich sehr gespannt, da mich der Klappentext sehr neugierig gemacht und ich Settings in Kanada liebe.

Der Einstieg in die Geschichte hat mir ganz gut gefallen, da man direkt die wunderschöne Natur miterleben kann. Haven lebt mit ihrem Vater, der als Ranger arbeitet, quasi mitten im Wald und dort stoßen sie Jackson und seinen besten Freund, die bei ihrer Wanderung eine Begegnung mit einem Bären haben.

Zunächst war ich ein wenig überrascht, dass die Protagonisten relativ jung sind, im College-Alter, ich hatte jedoch erwartet, dass sie ein wenig älter sind. Beide Charaktere waren sympathisch, auch wenn ich Haven mit ihrer Unerfahrenheit und Naivität manchmal ein wenig anstrengend fand. Jedoch tat sie mir in manchen Situationen auch wirklich leid.

Die Geschichte ist unterhaltsam, stellenweise auch ganz süß, aber war für mich insgesamt einfach etwas unspektakulär und nichts Besonderes. Auch eine Wohlfühlatmosphäre wollte sich für mich nicht einstellen. Das Setting gerät auch immer mehr in den Hintergrund und damit bleibt das Buch für mich nur eine durchschnittliche Liebesgeschichte.

Veröffentlicht am 03.10.2020

Noch schwächer als der erste Teil

Die Wunderfabrik – Nehmt euch in Acht!
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Schon der erste Teil um die Wunderfabrik konnte mich nicht so richtig überzeugen, aber ich wollte dem zweiten Teil noch eine Chance geben. Doch leider konnte mich dieser noch weniger überzeugen.

Die Fortsetzung ...

Schon der erste Teil um die Wunderfabrik konnte mich nicht so richtig überzeugen, aber ich wollte dem zweiten Teil noch eine Chance geben. Doch leider konnte mich dieser noch weniger überzeugen.

Die Fortsetzung knüpft nahtlos an den ersten Band an und wir begleiten Winnie und ihre Geschwister wieder durch die Geschichte. Es gibt ein paar spannenden und actionreiche Momente, in denen die Geschichte für mich wieder einigermaßen interessant war, aber die zähen Momente überwiegen leider weiter. Wie auch schon im ersten Teil hat mich die ausschweifende Erzählung extrem gestört und hat mich größtenteils eher gelangweilt. Es passiert insgesamt nicht allzu viel und ich habe den Eindruck, dass man die Trilogie in 1-2 Bücher hätte verarbeiten können.

Auch die Charaktere bleiben für mich weiter sehr blass und ich werde mit ihnen einfach nicht warm. Alles bleibt weiter völlig distanziert und ich bin wieder nicht in der Geschichte angekommen.

Da mich nun auch der zweite Teil nicht begeistern konnte, ist die Reihe für mich mit diesem Buch beendet, da ich kaum Interesse daran habe wie die Geschichte enden wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2020

Unterhaltsames Familiendrama

Der Glanz einer Sternennacht
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3.5

Ich habe schon einige der sogenannten Weihnachtsbücher von Karen Swan gelesen, auch wenn sie für mich meist nur wenig mit Weihnachten zu tun haben, verbergen sich doch oftmals ein paar schöne Geschichten ...

3.5

Ich habe schon einige der sogenannten Weihnachtsbücher von Karen Swan gelesen, auch wenn sie für mich meist nur wenig mit Weihnachten zu tun haben, verbergen sich doch oftmals ein paar schöne Geschichten dahinter.

Ich habe ein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen und mich mit den Charakteren anzufreunden. Zu Beginn waren alle drei Schwestern mir ein wenig fremd und ich bin nicht richtig mit ihnen warm geworden. Nach und nach war ich aber immer mehr gefesselt von ihren Geschichten und wollte wissen wie es mit ihnen weitergeht.

Das Setting mit der Burg und der irischen Küste hat mir sehr gut gefallen und es wurde eine tolle Atmosphäre erzeugt. Die weihnachtliche Stimmung kam jedoch kaum auf, da es eigentlich nur ein zeitliches Setting ist und Weihnachten an sich keine große Rolle spielt. Winterlich wurde die Stimmung aber gut eingefangen.

An sich ist der Schreibstil der Autorin sehr flüssig zu lesen, aber diesmal sind mir ein paar Sachen negativ aufgefallen. Wenn die drei Schwestern über ihre Mutter in der indirekten Rede reden, wurde ganz oft "die/der Mutter" beschrieben. Dies fand ich total distanziert und unpersönlich, was zwar teilweise zum Verhältnis zu der Mutter passt, aber ich konnte keinen roten Faden erkennen wann und warum das so ist. Es wird auch nicht immer so formuliert, ganz oft ist es auch "ihre Mutter" oder ihr Name, Serena. Dies hat mich wirklich extrem gestört und irritiert.

Insgesamt ist das Buch ein unterhaltsames Familiendrama, welches jedoch nur einen groben weihnachtlichen Rahmen hat und für mich dadurch kein Weihnachtsroman ist.