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Veröffentlicht am 03.06.2021

schöner Einblick in die Zeit

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)
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Marlene und Emma Lindow verlieren früh ihre Mutter und landen im Waisenhaus. Doch das Schicksal ist gnädig mit ihnen und sie bekommen die Chance als Kinderkrankenschwester an der neuen Kinderklinik in ...

Marlene und Emma Lindow verlieren früh ihre Mutter und landen im Waisenhaus. Doch das Schicksal ist gnädig mit ihnen und sie bekommen die Chance als Kinderkrankenschwester an der neuen Kinderklinik in Weißensee ausgebildet zu werden. Während die Ausbildung Emma all das bietet, was sie sich beruflich wünscht, ist Emma doch etwas unzufrieden, würde sie doch gerne noch viel mehr lernen und Kinderärztin werden. Unterstützt wird sie dabei vom jungen Arzt Maximillian von Weilert, der in ihr mehr als nur das Waisenkind sieht.

An sich hat mir das Buch gut gefallen, die Geschichte der beiden Mädchen ist gut erzählt und man ist sofort mitten im Geschehen und kann sich ganz in die Zeit einfühlen. Trotzdem war mir die Geschichte teilweise zu klischeehaft. Der junge Arzt, der in der Schwester mehr sieht als das Mädchen aus dem Waisenhaus und der ihr sofort Unterstützung bei ihrem Wunsch nach einem Studium anbietet. Die Mitschwester, die eigentlich nur vorhat sich einen Arzt zu angeln und ihn schnellstmöglich zu heiraten um als Hausfrau und Mutter zu repräsentieren. Und die strenge Oberin, die eigentlich ein weiches Herz hat. Jede Rolle der damaligen Zeit wird irgendwie ausgefüllt, einschließlich der kriegstreiberischen Oberschicht, die nur darauf wartet, sich endlich gegen England durchzusetzen.

Vermutlich habe ich mittlerweile einfach zu viele Bücher zu diesem Thema in dieser Zeit gelesen. Mir war hier nichts neues geboten und irgendwie fehlte das Besondere Etwas. Trotzdem kann ich das Buch historisch interessierten Lesern durchaus empfehlen. Es ist interessant geschrieben, gut zu lesen und vermittelt ein Gefühl für die Zeit.

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Veröffentlicht am 28.05.2021

spannender Sachbuch-Thriller

Was, wenn wir einfach die Welt retten?
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Frank Schätzing liefert mit seinem Buch „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ nicht einfach ein Sachbuch zum Klimawandel, sondern einen Wissenschaftlichen Thriller, in dem wir alle leben. Unterhaltsam ...

Frank Schätzing liefert mit seinem Buch „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ nicht einfach ein Sachbuch zum Klimawandel, sondern einen Wissenschaftlichen Thriller, in dem wir alle leben. Unterhaltsam bringt er uns den Ist-Zustand der Klimapolitik nahe, erklärt Ursachen und Wirkung Und wer die Akteure des Ganzen sind.

An manchen Stellen macht das ganz schön Angst, aber auch wütend, besonders, wenn man die aktuellen Themen verfolgt und dort immer wieder gezögert, gehadert und Verantwortung verschoben wird. Am Ende des Tages tragen wir alle Verantwortung und alle können etwas beitragen den Klimawandel zu bremsen.

Schätzing benennt die Probleme, die darauf warten von uns gelöst zu werden. Natürlich kann auch er kein Allheilmittel nennen, aber Ansätze, die uns helfen würden, gibt es schon heute genug. Nur müsste man manchmal einfach mal loslegen, anstatt sich in einer Bedenkenkultur zu üben. Und vielleicht auch einmal Dinge versuchen anstatt darüber nachzudenken, warum sie nicht funktionieren können. Vieles geht, wenn man es nur probiert. Das ist sicher auch etwas, was uns die aktuelle Corona-Krise gezeigt hat.

Ich habe das Buch gerne gelesen. Es ist gut und verständlich geschrieben und für ein Sachbuch außergewöhnlich spannend. Normalerweise brauche ich für Sachbücher immer einige Wochen, hier habe ich das Buch in 3 Tagen gelesen.

Ich kann es daher wirklich empfehlen, für alle, die sich mal wieder mit dem Thema Klimakrise und wie sie lösbar werden könnte, beschäftigen möchten. Hier fehlt der erhobene Zeigefinger und man hat am Ende das Gefühl, dass es die Menschheit vielleicht doch noch schaffen könnte, das Ruder herumzureißen.

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Veröffentlicht am 26.05.2021

interessantes Buch

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit
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Mai Thi Nguyen-Kim ist bei vielen seit der Corona-Pandemie mit ihren You-Tube Channel maiLab bekannt geworden. Doch bereits vorher hat sie dort vermeintlich schwierige, naturwissenschaftliche Themen so ...

Mai Thi Nguyen-Kim ist bei vielen seit der Corona-Pandemie mit ihren You-Tube Channel maiLab bekannt geworden. Doch bereits vorher hat sie dort vermeintlich schwierige, naturwissenschaftliche Themen so aufbereitet, dass auch interessierte Laien diese Themen verstehen können.

Mit „Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit“ legt sie nun ein Buch vor, in dem sie wissenschaftliches Arbeiten erklärt. Denn um viele Dinge zu verstehen, muss man wissen, wie in der Wissenschaft gearbeitet, geforscht, veröffentlich und debattiert wird. Wer die Vokabeln der Wissenschaft nicht versteht, wirft vieles durcheinander und manche Debatte wird von den Medien als Streit inszeniert, wo eigentlich gar keiner ist. Wissenschaft heißt nicht immer einer Meinung sein, sondern einen Konsens finden und vermeintliche Tatsachen immer wieder überdenken.

Ich habe Buch und Hörbuch parallel gelesen bzw. gehört. Je nachdem wie ich Zeit hatte. Wobei es mir teilweise leichter fiel Mai Thi zuzuhören, als das gelesene aufzunehmen. Ihre Art zu sprechen und Fakten teilweise mit einem ironischen Unterton zu versehen, machen den teilweise schwierigen Stoff zu einem unterhaltsamen Hörbuch. Viele Dinge wusste ich schon trotzdem fand ich die Erklärungen immer sehr interessant. Und an manchen Ecken bekommt man gute Vergleiche geliefert, die man in Diskussionen nutzen kann.

Interessant fand ich die Themen rund ums Impfen und die Medikamentenforschung. Gerade im Moment, wo viele skeptisch ob der schnellen Zulassung von Impfstoffen sind, fand ich es wichtig zu erfahren, wie das normalerweise läuft und die der Prozess nun beschleunigt werden konnte. Und auch das Thema Tierversuche wird in diesem Zusammenhang einmal genauer beleuchtet.

Einzig beim Thema „Ist Intelligenz vererbbar?“ bin ich bei der Definition der Begriffe etwas ausgestiegen. Allerdings ist mir jetzt auch klar, dass so eine Frage sicher nicht einfach zu beantworten ist.

Alles in allem haben mir sowohl Buch als auch Hörbuch sehr gut gefallen und werden sicher noch einmal zur Hand genommen werden. Auch meine Kinder waren von dem Hörbuch recht angetan und werden es noch komplett hören. Besonders, da sie einige der Themen auch gerade in der Schule durchnehmen.

Von mir daher eine Empfehlung sowohl für das Buch als auch für das Hörbuch.

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Veröffentlicht am 26.05.2021

interessantes Hörbuch

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit
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Mai Thi Nguyen-Kim ist bei vielen seit der Corona-Pandemie mit ihren You-Tube Channel maiLab bekannt geworden. Doch bereits vorher hat sie dort vermeintlich schwierige, naturwissenschaftliche Themen so ...

Mai Thi Nguyen-Kim ist bei vielen seit der Corona-Pandemie mit ihren You-Tube Channel maiLab bekannt geworden. Doch bereits vorher hat sie dort vermeintlich schwierige, naturwissenschaftliche Themen so aufbereitet, dass auch interessierte Laien diese Themen verstehen können.

Mit „Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit“ legt sie nun ein Buch vor, in dem sie wissenschaftliches Arbeiten erklärt. Denn um viele Dinge zu verstehen, muss man wissen, wie in der Wissenschaft gearbeitet, geforscht, veröffentlich und debattiert wird. Wer die Vokabeln der Wissenschaft nicht versteht, wirft vieles durcheinander und manche Debatte wird von den Medien als Streit inszeniert, wo eigentlich gar keiner ist. Wissenschaft heißt nicht immer einer Meinung sein, sondern einen Konsens finden und vermeintliche Tatsachen immer wieder überdenken.

Ich habe Buch und Hörbuch parallel gelesen bzw. gehört. Je nachdem wie ich Zeit hatte. Wobei es mir teilweise leichter fiel Mai Thi zuzuhören, als das gelesene aufzunehmen. Ihre Art zu sprechen und Fakten teilweise mit einem ironischen Unterton zu versehen, machen den teilweise schwierigen Stoff zu einem unterhaltsamen Hörbuch. Viele Dinge wusste ich schon trotzdem fand ich die Erklärungen immer sehr interessant. Und an manchen Ecken bekommt man gute Vergleiche geliefert, die man in Diskussionen nutzen kann.

Interessant fand ich die Themen rund ums Impfen und die Medikamentenforschung. Gerade im Moment, wo viele skeptisch ob der schnellen Zulassung von Impfstoffen sind, fand ich es wichtig zu erfahren, wie das normalerweise läuft und die der Prozess nun beschleunigt werden konnte. Und auch das Thema Tierversuche wird in diesem Zusammenhang einmal genauer beleuchtet.

Einzig beim Thema „Ist Intelligenz vererbbar?“ bin ich bei der Definition der Begriffe etwas ausgestiegen. Allerdings ist mir jetzt auch klar, dass so eine Frage sicher nicht einfach zu beantworten ist.

Alles in allem haben mir sowohl Buch als auch Hörbuch sehr gut gefallen und werden sicher noch einmal zur Hand genommen werden. Auch meine Kinder waren von dem Hörbuch recht angetan und werden es noch komplett hören. Besonders, da sie einige der Themen auch gerade in der Schule durchnehmen.

Von mir daher eine Empfehlung sowohl für das Buch als auch für das Hörbuch.

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Veröffentlicht am 25.05.2021

Drei Frauenschicksale

Die Frauen von Kilcarrion
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Die Frauen von Kilcarrion ist ein älterer Band von Jojo Moyes, der jetzt neu erschienen ist.

Es geht um die Frauen der Familie Ballantyne. Joy, die mit ihren Eltern in Hongkong gelebt hat, bis sie Edward ...

Die Frauen von Kilcarrion ist ein älterer Band von Jojo Moyes, der jetzt neu erschienen ist.

Es geht um die Frauen der Familie Ballantyne. Joy, die mit ihren Eltern in Hongkong gelebt hat, bis sie Edward kennenlernt und ihn heiratet. Kate, ihre Tochter, die mit 18 schwanger ihre Familie verlassen hat und nun versucht ihrer Tochter Sabine eine gute Mutter zu sein.

Als Kate in einer schwierigen persönlichen Situation steckt, schickt sie ihre Tochter Sabine zu ihren Eltern nach Irland. Für Sabine ist dies eher eine Bestrafung, kennt sie dort doch niemanden und mit London ist Kilcarrion sowieso nicht zu vergleichen. Doch nach und nach lernt Sabine die Menschen dort näher kennen und verstehen. Sie kommt sowohl ihrer Großmutter als auch ihrer Mutter langsam näher.


Das Buch ist aus drei Perspektiven geschrieben. Joys Geschichte wird in Rückblenden erzählt, während Kates und Sabines Geschichten parallel erzählt werden. Durch den Perspektivwechsel erfährt der Leser sehr viel über das Innenleben der Figuren. Gerade die Zweifel von Sabine und ihrer Mutter an sich selbst werden so deutlich. Nach und nach klären sich auch viele Missverständnisse in der Familie auf, die teilweise durch jahrelanges Verschweigen von Tatsachen entstanden sind.


Mir hat das Buch gut gefallen. Allerdings fand ich Sabine mit ihrem ich-bezogenen Teenagerverhalten anfangs sehr schwierig. Aber je besser man sie kennenlernt, desto weniger schlimm fand ich ihren Charakter. Joy wirkt in den Rückblicken sehr viel lebendiger als in der Gegenwart und Kate ist für ihr Alter extrem unsicher in ihrem Handeln und lässt sich sehr von der Meinung anderer beeinflussen. Ihr ganzes Leben scheint daraus zu bestehen, es anderen recht machen zu wollen.


Alles in allem ist ein schönes Buch, bei dem einem die Charaktere nach und nach ans Herz wachsen. Von daher kann ich es durchaus empfehlen.

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