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Veröffentlicht am 11.03.2021

gut zu lesendes Sachbuch

Die Heilung der Welt
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Die Heilung der Welt erzählt die Geschichte der Medizin von ca. 1840 bis 1914. Ronald D. Gerste beschränkt sich dabei aber nicht nur auf die medizinischen Entdeckungen dieser Zeit wie die Betäubung mit ...

Die Heilung der Welt erzählt die Geschichte der Medizin von ca. 1840 bis 1914. Ronald D. Gerste beschränkt sich dabei aber nicht nur auf die medizinischen Entdeckungen dieser Zeit wie die Betäubung mit Äther und Chloroform oder der Antisepsis, er stellt diese Entwicklungen auch in den geschichtlichen Kontext. So erklärt sich wie die moderne Krankenpflege erst durch die grausamen Erfahrungen im Krimkrieg entwickelt hat und es zur Gründung des Roten Kreuzes kam.

Der Leser begegnet in diesem Buch vielen Pionieren der Medizin wie Ignaz Semmelweis, Robert Koch, Lous Pasteur und anderen, deren Namen vielleicht nicht ganz so geläufig sind, ohne die aber viele auch heute noch gängigen Methoden nicht möglich wären.

All diese Fakten werden in einer gut lesbaren Form vorgestellt und in 23. Kapiteln bildhaft vorgestellt. Zwischendrin erinnert der Autor auch immer wieder an Persönlichkeiten, deren Schicksal eng mit dem medizinischen Fortschritt verbunden sind.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, durch die nicht zu langen Kapitel kann man immer wieder eines lesen und dann das Buch auch wieder zur Seite legen. Die Informationen werden gut verständlich auch für medizinische Laien vermittelt. Von daher kann ich das Buch wirklich empfehlen. Ich werde wohl auch noch andere Büchern des Autors lesen.

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Veröffentlicht am 06.03.2021

tolles Bild der Zeit

Unter ihren Augen
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Hannover in den zwanziger und dreißiger Jahren. Tanz und Gymnastikschulen erleben eine Hochkonjunktur. Berta Habenicht ist Leiterin einer solchen Schule und Lieselotte Daube ihre Schülerin. Lotte verliebt ...

Hannover in den zwanziger und dreißiger Jahren. Tanz und Gymnastikschulen erleben eine Hochkonjunktur. Berta Habenicht ist Leiterin einer solchen Schule und Lieselotte Daube ihre Schülerin. Lotte verliebt sich in Berta und daraus entsteht ein Drama, das beide ein Leben lang begleiten wird.
Wir begleiten die beiden bis in die dreißiger Jahre. Lotte baut sich selbst eine Tanzschule auf und tritt so in Konkurrenz zu Berta. Immer wieder geraten die beiden aneinander, bis eine die andere fast vollständig ruiniert. Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit, die Autorin hat hier eine Geschichte aufgegriffen die sich, man muss sagen leider, tatsächlich so zugetragen hat. Da sieht man wieder einmal was aus verletzten Gefühlen für Unheil entstehen kann.

An sich hat mir das Buch gut gefallen, es besticht durch eine wunderbare, poetische Sprache. Schwierig fand ich nur, dass ich mich mit den beiden Hauptpersonen Berta und Lotte so schwergetan habe. Beide hätte ich schütteln mögen für ihre Ich-Bezogenheit und ihre Sturheit. Das hat mir in der Mitte das Buch etwas verleidet. Gegen Ende zog dann aber das Erzähltempo noch einmal ordentlich an und so habe ich es nicht bereut, durchgehalten zu haben.

Mir haben vor allem einige Nebenpersonen und deren Entwicklung sehr gut gefallen, da war teilweise mehr Flexibilität im Wesen zu erkennen als bei den beiden Hauptdarstellerinnen.
Alles in allem war es ein schönes Buch, das vor allem auch die lesbische Gesellschaft im Hannover des letzten Jahrhunderts beleuchtet. Es ist schon erstaunlich, welchen Unterschied es damals ausgemacht hat, ob man in Berlin oder in einer der kleineren Großstädte Deutschlands lebte.

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Veröffentlicht am 06.03.2021

tolles Buch!

Das Geheimnis der Themse
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Charlotte und Tom Ashdown sind seit mittlerweile 2 Jahren glücklich miteinander verheiratet. Frisch in ein neues Heim gezogen scheint nur eines noch zu fehlen, das Kinderglück.

Da kommt das Angebot an ...

Charlotte und Tom Ashdown sind seit mittlerweile 2 Jahren glücklich miteinander verheiratet. Frisch in ein neues Heim gezogen scheint nur eines noch zu fehlen, das Kinderglück.

Da kommt das Angebot an Tom, einen Atlas magischer Orte von London zu erstellen, gerade recht, um wieder gemeinsam ein Projekt zu haben.

Bei den Recherchen stößt Tom auf einen mysteriösen Todesfall, der wohl auch mit magischer Tradition zu tun haben könnte. Bei weiteren Nachforschungen geraten Tom und Charlotte in gefährliche Gesellschaft.

Die Ashdowns kennt man bereits aus „Der verbotene Fluss“, in dem die beiden sich kennengelernt haben. Die beiden führen eine glückliche Ehe, nur die Kinderlosigkeit führt immer wieder zu Missverständnissen. Mir haben die Szenen mit den beiden gemeinsam immer besonders gut gefallen. Sie sind ein wirklich fortschrittliches Ehepaar dieser Zeit und das liebevolle miteinander ist einfach herzerwärmend.

Als sie auf den ungewöhnlichen Tod einer jungen Frau stoßen, nehmen die beiden sozusagen die Ermittlungen auf und versuchen herauszufinden, was wirklich passiert ist. Bei diesen Ermittlungen nehmen sie den jungen Strandsucher Alfie bei sich auf, der zwischenzeitlich ein Ersatzsohn für Tom wird.

Bei den Ermittlungen geraten alle drei in gefährliche Kreise. Es geht um Geheimgesellschaften und alte ägyptische Rituale. Bei der Recherche zu den magischen Orten Londons erfährt der Leser eine Menge über das alte London.

Das Buch ist auf keiner Seite langweilig. Man fiebert mit Charlotte und Tom mit und rätselt, was passiert sein könnte. Auch wenn man recht bald erkennt, wohin es gehen könnte, bleibt die Geschichte bis zum Ende unglaublich spannend.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und freue mich schon auf weitere Bücher von Susanne Goga. Gerne auch mit Charlotte und Tom.

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Veröffentlicht am 04.03.2021

kurze Auszeit

Ein Stadtmensch im Wald
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Ein Schriftsteller verbringt seine Zeit während des ersten Lockdowns in der Datsche seiner Freundin im Ruppiner Wald. Zuerst noch irritiert von den ihm unbekannten Geräuschen der Natur, lernt er nach und ...

Ein Schriftsteller verbringt seine Zeit während des ersten Lockdowns in der Datsche seiner Freundin im Ruppiner Wald. Zuerst noch irritiert von den ihm unbekannten Geräuschen der Natur, lernt er nach und nach die Vögel, die er füttert kennen. Er beobachtet ein Reh, freundet sich mit einem Waschbär und einem Igel an.

Das Buch liest sich gut und flott. An sich hat es mir gut gefallen, nur gegen Ende wurde es mir etwas zu abgedreht. Die Illustrationen im Buch sind sehr schön und detailliert, sie haben mir ausgesprochen gut gefallen.

Von daher würde ich durchaus eine Leseempfehlung vergeben.

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Veröffentlicht am 02.03.2021

tolles Geschenk

Bücherliebe – Was Bücherregale über uns verraten
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Dieses Buch ist eine hübsche Sammlung von Bücheranekdoten, Listen und Fragen, die sich jeder Buchliebhaber sicher schon einmal gestellt hat. Es gibt auch Anregungen für Blogger und Ideen für Bücher, die ...

Dieses Buch ist eine hübsche Sammlung von Bücheranekdoten, Listen und Fragen, die sich jeder Buchliebhaber sicher schon einmal gestellt hat. Es gibt auch Anregungen für Blogger und Ideen für Bücher, die man selbst vielleicht noch gerne einmal lesen würde.

So gibt es Leselisten von Barack Obama, Osama bin Laden und Marylin Monroe, von Büchern, die in Filmen gelesen werden und Titel von fiktiven Büchern in Büchern.

Allerlei Kuriositäten rund ums Lesen sind hier versammelt.

Ich bin mir sicher, dass man einem Buchliebhaber mit diesem Buch auf jeden Fall eine Freude machen kann. Von mir daher eine Empfehlung!

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