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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2021

sehr amüsant

Tote Vögel singen nicht
0

Anwalt Cosinus Gaus hat nicht nur kriminelle Mandanten, er selbst ist auch nicht ganz koscher. So erschleicht er sich eine Einladung, auf der er eine Frau kennenlernt. Sie will mit ihm ins Bett und nimmt ...

Anwalt Cosinus Gaus hat nicht nur kriminelle Mandanten, er selbst ist auch nicht ganz koscher. So erschleicht er sich eine Einladung, auf der er eine Frau kennenlernt. Sie will mit ihm ins Bett und nimmt ihn mit aufs Hotelzimmer. Bevor es zur Sache geht, wird Gaus ohnmächtig. Das passiert ihm in letzter Zeit öfter. Als er aber dann aufwacht, ist die Frau neben ihm tot. Wie kommt er aus der Sache heraus? Verzweifelt versucht Gaus, die Geschehnisse in der Nacht zu rekonstruieren. Warum hatte die Frau behauptet, ihn zu kennen?

Ich fand das Buch spannend. Es ist sehr gut geschrieben, aber ungewöhnlich. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Story wird aus der Perspektive von Gaus geschrieben. Dieser lässt uns an seinen Gedankengängen teilhaben, die ich z.T. sehr amüsant fand. Ich würde gern mehr von Gaus und seiner Sekretärin Dragana lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Spannende Urlaubslektüre, auch für die Daheimgebliebenen

Mordseestrand
7

Caro Falk ermittelt wieder auf Borkum. Mit ihrer detektivischen Mentalität ist sie stets aufmerksame Beobachterin. Sie beobachtet z.B. am Flughafen, wie der einsiedlerische Umweltschützer Jo Hammert sich ...

Caro Falk ermittelt wieder auf Borkum. Mit ihrer detektivischen Mentalität ist sie stets aufmerksame Beobachterin. Sie beobachtet z.B. am Flughafen, wie der einsiedlerische Umweltschützer Jo Hammert sich mit einem mysteriösen Geschäftsmann trifft. Das passte doch so gar nicht zu Jo. Und die vielen Plastikpäckchen in seinem Jutesack? Bestimmt die am Strand angespülten Drogen. Und dann findet ein Kind in seinem Spieleimer einen abgetrennten Finger. Caro ist in der Situation gerade dabei, erkennt, dass das Jo Hammterts Finger ist und stürzt sich in eigene Ermittlungen, da sie sich nicht auf die Polizei verlassen will. Die nennt sie ja schon die Insel Miss Marple und mag ihre Einmischungen überhaupt nicht.

Ich hatte auch den ersten Band gelesen und fand Caro, Hinnerk und Jan sehr sympathisch. Und ich mag den lockeren und humorigen Schreibstil sehr gern. Auch dieses Mal ist das Buch sehr amüsant zu lesen. Das Geplänkel zwischen Jan und Caro ist einfach unterhaltsam, das Setting sehr bildhaft dargestellt, so dass man sich im Geiste auf die Insel versetzt fühlt. Das Ganze verwoben mit einer spannenden Story, mit vielen falschen Fährten und einem wirklich überraschenden Ende. Ein angenehm unblutiger Krimi, der an Spannung nichts zu wünschen übrig lässt und handwerklich wirklich gut gemacht ist. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 24.03.2021

sehr gut gelungen

Leichenblume
0

Heloise Kaldan ist Investigativjournalistin. Gerade hat sie Probleme mit einer Reportage, bei der sie mit falschen Informationen hereingelegt wurde. Nun erhält sie Briefe von Anna Kiel, die seit dem sie ...

Heloise Kaldan ist Investigativjournalistin. Gerade hat sie Probleme mit einer Reportage, bei der sie mit falschen Informationen hereingelegt wurde. Nun erhält sie Briefe von Anna Kiel, die seit dem sie einen Anwalt brutal ermordet hatte spurlos verschwunden ist. Anscheinend hat sie Informationen über Heloise, von denen niemand wissen dürfte. Warum sind die Briefe so ungenau formuliert? Was will Anna Kiel von Heloise? Heloise vermutet eine Story und stürzt sich in ihre Ermittlungen.

Es ist das erste Kriminalroman aus der Kaldan Reihe. Hinten im Buch gibt es schon eine Leseprobe eines weiteren Bandes. Die Story ist sehr gut geschrieben, vielschichtig und der Schreibstil liest sich gut. Die Protagonisten Heloise und Kommissar Schäfer waren mir sehr sympathisch, ein gutes Gespann! Ich habe das Buch an zwei Tagen geradezu verschlungen, denn ich war neugierig, wie alles zusammenpasst. Schon von der ersten Seite an war ich schlichtweg gefesselt. Sehr gelungen. Der Schluss war voll nach meinem Geschmack! Klar, dass ich die Fortsetzung dieser Reihe um Heloise und Kommissar Erik Schäfer unbedingt lesen muss.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.01.2021

gut gelungener Auftakt einer Trilogie

Amissa. Die Verlorenen
0

Ein junges Mädchen flieht vor einem Verfolger. Sie sieht Lichter und rennt darauf zu, nicht ahnend, dass diese ihren Tod bedeuten, denn sie läuft in ihrer Panik auf die Autobahn. Mitten im Unfallgeschehen ...

Ein junges Mädchen flieht vor einem Verfolger. Sie sieht Lichter und rennt darauf zu, nicht ahnend, dass diese ihren Tod bedeuten, denn sie läuft in ihrer Panik auf die Autobahn. Mitten im Unfallgeschehen Jan Kantzius und seine Frau Rica, beide Privatdetektive. Jan hält die Hand des Mädchens, als sie stirbt. Vor wem ist sie weggelaufen? Was hat es mit der Zeichnung auf sich, die sie krampfhaft in der Hand hält? Jan und Rica machen sich an die Ermittlungen und müssen feststellen, dass der Fall des Mädchens nur die Spitze eines Eisbergs ist.

Der Krimi ist sehr gut geschrieben und die Handlung spannend aufgebaut. Es ist der erste Band einer Trilogie, wobei er aber in sich abgeschlossen wirkt. Jan und Rica haben mir gut gefallen. Rica stammt aus Haiti, hat in der Vergangenheit einiges durchgemacht und ist der Computernerd in dem Ermittlerduo. Der neue Fall konfrontiert sie bald mit ihren eigenen Dämonen. Jan, aus dem Polizeidienst ausgeschieden, kann nun als Privatermittler freier agieren und geht z.T. weiter, als das Gesetz erlaubt. Beide passen gut zusammen und sind mir sehr sympathisch. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und werde auch die beiden folgenden Bände gern lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2020

wieder sehr gelungen

Vergessene Gräber
6

In Frankfurt wird eine angehende junge Rechtsanwältin entführt und tagelang festgehalten. Später findet man ihre Leiche. In einer Wohnung liegt seit einer Weile schon ein Toter, vor seinem Tod anscheinend ...

In Frankfurt wird eine angehende junge Rechtsanwältin entführt und tagelang festgehalten. Später findet man ihre Leiche. In einer Wohnung liegt seit einer Weile schon ein Toter, vor seinem Tod anscheinend gefoltert. Und ein junger Mann wird in seiner Wohnung überfallen, gequält und ebenfalls ermordet. Mara Billinsky und ihr Team haben alle Hände voll zu tun, das "Monster" zu überführen, das die jungen Leute, Kinder reicher Eltern, umbringt.

Ich hatte bereits die Vorgänderbände um Mara Billinsky, die "Krähe", wie sie liebevoll aufgrund ihres Erscheinungsbildes von ihren Kollegen genannt wird, gelesen und sehr unterhaltsam gefunden. Man kann aber mit diesem Band auch problemlos neu in die Reihe einsteigen. Außer Mara ist natürlich auch Rosen, der "Spatz", wieder mit von der Partie. Er hängt noch immer an Anyana, der Prostituierten, die früher einfach abgetaucht war. Kann er sie aus dem Milieu retten und hat ihre Beziehung eine Zukunft? Und es gibt ein Wiedersehen mit Witali Blochin, dem Kopf der Russenmafia.

Leo Born hat auch diesen Frankfurt Krimi wieder sehr spannend und ausgesprochen fesselnd konstruiert. Das gelingt nicht jedem Autor mit Fortsetzungen. Die Seiten fliegen nur so, da man unbedingt wissen will, wie alles zusammenhängt und sich aufklärt, vor allem, weil auch immer wieder an spannenden Stellen ein Szenenwechsel erfolgt. So liest man denn immer "nur noch ein Kapitel" und noch eines usw. und kann sich von dem Buch nicht trennen. Das Frankfurter Setting ist detailreich beschrieben, man kann sich alles sehr gut vorstellen. Auch die Protagonisten sind sehr plastisch und glaubhaft dargestellt. Ich hoffe, dass Leo Born noch viele Ideen hat, um die Reihe fortzusetzen und freue mich schon auf das nächste Buch.

  • Cover
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung