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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2017

Seichter "Thriller"

The Couple Next Door
3

Inhalt:

Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd ...

Inhalt:

Deine Nachbarin möchte nicht, dass du dein Baby zur Dinnerparty mitbringst. Dein Ehemann sagt, das sei schon in Ordnung. Ihr wohnt ja gleich nebenan. Außerdem habt ihr ein Babyfon und könnt abwechselnd nach der Kleinen sehen. Deine Tochter schläft, als du das letzte Mal nach ihr siehst. Doch jetzt herrscht Totenstille im Haus. Du rennst ins Kinderzimmer - und dein schlimmster Alptraum wird wahr: Die Wiege ist leer. Es bleibt nur eins: die Polizei zu rufen - doch wer weiß, was sie finden wird -

Meine Meinung:

Das Cover ist ist farblich sehr schön gestaltet! Man erkennt verschwommen einige Häuser, die wohl die Nachbarschaft darstellen soll.
Der Schreibstil ist flüssig und stellenweise auch fesselnd, allerdings auch sehr nüchtern und kühl!
Die einzelnen Charaktere sind detailliert dargestellt und beschrieben. Man kann sie sich sehr gut vorstellen, auch wenn doch die Sympathie zu ihnen auf der Strecke bleibt.
Erzählt wird das Ganze aus Sicht der jungen Eltern, Marco und Anne.
Während der Ermittlungsarbeit der Polizei und auch besonders des Detectives Rasbach verdächtigt man abwechselnd fast alle Personen, die beschrieben sind. Dadurch kommt auch etwas Spannung auf, die sich aber leider nicht lange hält.
Das Verhalten, besonders das der zwei Hauptprotagonisten, ist teilweise so übertrieben und unglaubwürdig dargestellt, das sich der "Thriller" überwiegend konstruiert und schlecht recherchiert darstellt. Das Finale kommt mit einer, meines Erachtens schlecht dargestellten Wendung daher und lässt mich grübelnd über die einzelnen Geschehnisse zurück.
Die Einstufung in das Genre "Thriller" ist meiner Meinung auch schlecht gewählt, es ist eher ein Familiendrama mit spannenden Zügen.
Daher komme ich bei der Bewertung des Buches auf gerade noch zwei von fünf Sternen. Eine Leseempfehlung gebe ich auch nur den Lesern, die Familiendramen lieben und gut unterhalten werden möchten!

  • Figuren
  • Handlung
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Cover
Veröffentlicht am 22.04.2019

Verwirrte Hetzjagd durch Berlin

So nah der Tod
1

Inhalt:

»Bye Mama« formen die kleinen blutigen Handabdrücke auf der Tapete. Neben dem leeren Bettchen liegt ein Brief des Entführers mit einem Rätsel - wird dieses nicht rechtzeitig gelöst, stirbt Annikas ...

Inhalt:

»Bye Mama« formen die kleinen blutigen Handabdrücke auf der Tapete. Neben dem leeren Bettchen liegt ein Brief des Entführers mit einem Rätsel - wird dieses nicht rechtzeitig gelöst, stirbt Annikas Tochter! Panisch ruft Annika ihren besten Freund Sebastian zu Hilfe. Zur gleichen Zeit findet Hauptkommissar Eric Weinsheim unter einer grausam verstümmelten Frauenleiche Sebastians Bibliotheksausweis. Als Weinsheim erfährt, dass sein Tatverdächtiger gerade eine Kindesentführung gemeldet hat, ahnt er, dass die Fälle zusammenhängen ...

Meine Meinung:

Begeistert hatte mich der Klappentext des Buches und ich durfte es dann in einer Leserunde lesen!
Erzählt wird aus zwei Perspektiven; einmal der Ich–Perspektive von Annika Ritter und dann der Ich–Perspektive des ermittelnden Hauptkommissar’s Eric Weinsheim. Zwischendrin werden immer wieder kursiv geschriebene Eindrücke und Sichtweisen des Täters eingeblendet. Am Anfang war es spannend, aber je weiter man las, umso zäher würde es. Annika war mir von Anfang nicht sehr sympathisch, auch der Umstand dass ihr Kind entführt wurde, half da nicht. Sie ist alleinerziehend, ihr bester Freund Sebastian ist aber immer an ihrer Seite. Die Jagd nach dem Täter und die Flucht vor der Polizei quer durch Berlin war viel zu langatmig und ausführlich beschrieben. Das hätte man kürzer fassen müssen, um die Spannung nicht zu verlieren. Dadurch fühlte man sich das ganze Buch über gehetzt und gestresst.
Zeitweise waren Annikas Handlungen und Kommentare so wirr, dass man den Eindruck bekam, sie wäre psychisch krank. Eine Stimme in ihrem Kopf ( zeitweise ihr verstorbener Mann Stefan) und ihre Selbstgespräche trugen dazu bei. Die Entführung des eigenen Kindes ist wohl nicht leicht zu ertragen, aber warum vertraut sie der Polizei nicht und macht sich mit Bastian selber auf die Jagd? Für mich nicht nachvollziehbar....
Auch hatte ich Probleme , die vielen Leute und Namen auseinander zu halten. Verwandte, Freunde, Ärzte und Polizisten...das machte das ganze Verwirrspiel komplett.
Die Auflösung des Verbrechens und das Auffinden ihres besten Freundes und des Babys reihte sich letztendlich in ein wirres Gesamtpaket ein.
Die ganze Geschichte dümpelte so vor sich hin und die Spannung suchte man vergebens. Schade....da hatte ich mir viel mehr von erwartet.
Der Schreibstil war ok, aber ich muss letztendlich sagen, dass ich den Debütroman der Autorin nicht ausgereift finde. Leider überzeugte mich das Buch nicht und ich muss zwei von fünf Sternen vergeben.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 06.03.2019

Superspannender Pageturner

Lazarus
1

Inhalt:
Hat Jurek Walter überlebt? Der gefährlichste Serienmörder Schwedens wurde vor Jahren für tot erklärt. Er war bei einem dramatischen Polizeieinsatz von mehreren Kugeln getroffen in den Fluss gestürzt. ...

Inhalt:
Hat Jurek Walter überlebt? Der gefährlichste Serienmörder Schwedens wurde vor Jahren für tot erklärt. Er war bei einem dramatischen Polizeieinsatz von mehreren Kugeln getroffen in den Fluss gestürzt. Seine Leiche wurde jedoch niemals gefunden. Als nun der Schädel von Joonna Linnas toter Ehefrau in der Wohnung eines Grabschänders entdeckt und eine perfide Mordserie aus ganz Europa gemeldet wird, ahnt Joona Linna das Unvorstellbare: Der Albtraum ist nicht zu Ende, und der grausame Serienmörder droht, alle lebendig zu begraben, die Joona lieb sind. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...

Meine Meinung:
Ich durfte dieses Buch in einer Leserunde lesen. Das war mal wieder ein ganz besonderes Erlebnis, denn das Buch ist in einzelne Leseabschnitte aufgeteilt, die dann jeweils genauestens erörtert werden. So entsteht ein besonders intensiver Eindruck des Buches und man lernt auch andere Sichtweisen kennen. Lazarus ist der 7.Band um den Ermittler Joona Linna und seine Kollegin Saga Bauer. Es ist aber nicht zwingend notwendig, die Bücher der Reihe nach zu lesen! Dieser Band war auch mein erster und ich kam trotzdem gut in die Geschichte rein,zudem man auch noch kleine Informationen aus den vorherigen Büchern bekommt. Das Autorenduo Lars Kepler versteht es einfach, die Leser zu fesseln. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und hält einen von der ersten Seite an fest. Die Spannung nimmt in den ersten Zeilen schon rasant Fahrt auf und endet erst mit dem letzten Wort! Man hastet atemlos durch die einzelnen Kapitel und bekommt gar nicht genug. Ein brisanter Pageturner! Das grandiose, schon lange erwartete Finale zwischen Joona Linna und Jurek Walter ist dann zwar relativ knapp und ohne Ausschweifungen gehalten, aber nicht minder spannend. Trotzdem wäre hier noch mehr Potential drin gewesen! Auch hat hin und wieder etwas Realität gefehlt. Zu perfekt waren Jureks Handlungen und er war immer jedem ein Stück voraus. Aber es ist nun mal keine Dokumentation und ich als Leser war wunderbar unterhalten. Ich bin extrem begeistert und werde die vorherigen Bände auch noch lesen! Ich muss aber wegen der stellenweise Realitätsferne und dem mir nicht zufriedenstellenden Ende etwas abziehen und vergebe somit 4,5 von 5 Sternen! Eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfans. Und für Fans von Krimis mit Happy End....bitte nicht lesen!

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 19.11.2020

Sehr langatmig

Raum der Angst
0

Inhalt:

Ein geheimes Experiment. Acht Teilnehmer. Sieben verschlossene Räume. Und ein Killer in Spiellaune

Er nennt sich Janus. Nach dem römischen Gott der Ein- und Ausgänge. Und er kommt in ...

Inhalt:

Ein geheimes Experiment. Acht Teilnehmer. Sieben verschlossene Räume. Und ein Killer in Spiellaune

Er nennt sich Janus. Nach dem römischen Gott der Ein- und Ausgänge. Und er kommt in der Nacht. Still, heimlich. In dein Zuhause. Er betäubt dich, nimmt dich mit und schließt dich ein, in einen kalten, dunklen Raum. Um mit dir ein Spiel zu spielen. Sein Spiel. Ein Spiel voller Rätsel. Du hast nur eine Chance diesem Albtraum lebend zu entkommen: Du musst Janus‘ Spiel spielen – und gewinnen. Zum Glück bist du nicht allein. Du hast Mitspieler. Noch denkst du, dass das ein Vorteil wäre. Bis du begreifst: Dieses Spiel erlaubt nur einen Sieger, nicht mehrere, und die Verlierer werden sterben.

Meine Meinung:

Das Cover finde ich toll gestaltet und mit dem Klappentext machte es mich neugierig auf die Geschichte, die dahinter steckt. Die Idee, einen Thriller in einem Escape Room stattfinden zu lassen, war sehr zeitgemäß!
Der Schreibstil empfand ich als nicht so leicht lesbar, deshalb habe ich sehr lange für das Lesen gebraucht. Ein von mir geliebter schneller Lesefluss kam nicht auf. Der Spannungsbogen habe ich auch nicht wahrnehmen können, die wenigen Spannungsmomente konnte man suchen.
Die einzelnen Personen, bis auf die Hauptprotagonistin Hannah, blieben allesamt sehr blass und machten das Buch nicht interessant. Hannah hingegen war mir direkt von Anfang an sympathisch.
Der Schluss war so gestaltet, dass man keine 100% ige Auflösung bekam, sondern man damit rechnen konnte, dass es einen Nachfolgeband geben wird!
Schade, aus diesem recht interessanten Thema hätte man viel mehr machen können!
Leider kann ich schlussendlich nur 3 von 5 Punkte vergeben, es hat mich nicht wirklich überzeugt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2020

Nur ein Krimi

Jigsaw Man - Im Zeichen des Killers
0

Inhalt:



Der menschliche Körper ist ein wunderbares Puzzle, einzigartig in seiner Präzision und seiner aufeinander abgestimmten Perfektion! Der Jigsaw Man liebt Puzzles über alles. Doch ein perfektes ...

Inhalt:



Der menschliche Körper ist ein wunderbares Puzzle, einzigartig in seiner Präzision und seiner aufeinander abgestimmten Perfektion! Der Jigsaw Man liebt Puzzles über alles. Doch ein perfektes Puzzle ist nur eines, das in seine Einzelteile zerlegt ist. Nur so kann er die wahre Schönheit erkennen - indem er jedes Teil für sich betrachtet. Hände, Füße, Beine, Arme, Köpfe. Welche Freude! Und wahre Freude muss man teilen, nicht wahr? In der ganzen Stadt ... Wirst du sein nächstes Opfer sein?



Meine Meinung:



Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, die angenehm kurzen Kapitel ließen sich flüssig lesen! Der Spannungsbogen war auch vorhanden, wenn auch nur ganz leicht! Hier hätte ich schon mehr erwartet von einem als Thriller eingestuften Buch!

Die beiden Hauptcharaktere fand ich sehr sympathisch, wobei ich einige Handlungen von D.I. Anjelica Henley nicht nachvollziehen konnte! Gerade in privater Sicht fand ich einiges nicht korrekt! In beruflicher Sicht als D.I. fand ich sie aber recht taff und souverän. Salim Ramouter war bei den Ermittlungen an ihrer Seite, ein Neuling! Die beiden wuchsen während den Ermittlungen richtig als Team zusammen, das hat mir gut gefallen!

In London wütet ein Serienmörder, dessen Morde an die des Jigsaw Man erinnern. Dieser sitzt allerdings im Gefängnis; gibt es einen Nachahmungstäter?

Trotz der vielen Leichenteile und der stellenweise blutigen Beschreibungen erwarte ich von einem Thriller viel mehr. Ich glaube, die Autorin hat sich zu viel um die Details und um das Privatleben gewidmet. Als Debütroman war er aber ganz ok, denn das es einen Nachfolgeband gibt, steht fest! Dafür sorgte der Cliffhanger!

Ich würde das Buch mehr einem Krimi zuordnen als einem Thriller.

Dafür vergebe ich drei von fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung an die Krimifans!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere